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Leiharbeit: Gesetzesänderung gegen Missbrauch beschlossen (Update)

Der Bundesrat hat einer Änderung im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz seine Zustimmung erteilt. Die Gesetzesänderung soll in Zukunft besser vor Missbrauch der Zeitarbeit schützen. Konkret geht es um den "Drehtüreffekt".

Bei dem "Drehtüreffekt" werden Arbeitnehmer erst gekündigt und dann zu schlechteren Konditionen wieder als Zeitarbeiter eingestellt.

Von nun an müssen Leiharbeiter, wenn sie binnen eines halben Jahres vor der Anstellung als Festangestellte beschäftigt waren, das gleiche Gehalt wie die Festangestellten erhalten. Außerdem sieht die Änderung vor, dass Leiharbeiter "grundsätzlich" nur temporär an Firmen verliehen werden können.


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WebReporter: onkelbruno
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Missbrauch, Bundesrat, Leiharbeit, Gesetzesänderung
Quelle: www.tagesschau.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.04.2011 19:01 Uhr von prototype0815
 
+15 | -1
 
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Leider gibt die quelle keine genaue Zahl für dein temporär an.
Schade eigentlich.

Und die Firmen werden das Gesetzt wieder umgehen, nach 6 Monaten kommt einfach ein neuer Leiharbeiter.
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15.04.2011 19:55 Uhr von matze319
 
+3 | -28
 
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15.04.2011 20:57 Uhr von nrtm
 
+10 | -1
 
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Als: Leiharbeiter würde ich niemals voll Arbeiten wollen
Werde ja auch nicht Voll Bezahlt in dem Sinne.
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15.04.2011 21:08 Uhr von K-rad
 
+4 | -3
 
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Na toll damit bestraft man die Festangestellten die rausgeworfen werden gleich mit. Dann bekommen die eben keine Weiterbeschäftigung mehr für weniger Geld sondern werden durch andere Leihsklaven ersetzt. Dem Arbeitgeber wird das nicht viel ausmachen.
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15.04.2011 22:42 Uhr von shadow#
 
+1 | -1
 
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@K-rad: Das geht nicht bei Jobs für die man zumindest minimale Qualifikationen braucht.

Ich glaube nicht dass sich viel zum Besseren wenden wird.
Die SPD hat erst geschludert, dann geschlafen und zuletzt in der großen Koalition weggesehen als Tante Merkel zum Rundumschlag ausgeholt hat. Und seit dieser Zeit legt die Union gezielt alles daran, die Situation der Arbeitnehmer und Arbeitssuchenden in Deutschland zu verschlechtern. Mit Erfolg...
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15.04.2011 23:07 Uhr von Trancesistor
 
+4 | -1
 
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Grundsätzlich bessere Bezahlung: Die Firmen, die Leiharbeiter einstellen, sollen endlich für den Luxus, jemanden jederzeit wieder loswerden zu können, etwas drauflegen müssen.
In der gesamten Wirtschaft muss für einen Mehrwert auch mehr bezahlt werden - nur nicht für den Leiharbeiter, der nicht nur besonders flexibel sein muss sondern auch auf Annehmlichkeiten der Stammbelegschaft (wie z. B. Kündigungsschutz) verzichten muss!
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15.04.2011 23:30 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -14
 
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16.04.2011 01:51 Uhr von shathh
 
+10 | -0
 
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TheRoadrunner: Es hat halt nicht jeder Arbeitnehmer Bock jeden Monat bei nem anderen Arbeitgeber anzuheuern, weil ja die Auftragslage sooo schlecht ist.

"(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

(2) Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen

1. zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats,"

Ist das denn noch nicht kurzfristig genug oder was ist jetzt genau das Problem?

Innerhalb der Probezeit kann man Arbeitnehmer sogar noch schneller loswerden, also erzähl hier nix vom geplagten Geschäftsführer, der ja gar nicht einstellen kann, weil er die Parasiten von Arbeitnehmern eh nie wieder los wird.

Die Kündigungsfristen sind nicht dermaßen lang, dass man alles mit Zeitarbeit rechtfertigen muss.

Zeitarbeiter sind flexibler als andere Arbeitnehmer und leisten oftmals mehr als Festangestellte.
Wenn ich sehe, wie unsere Zeitarbeiter geknechtet werden, dann möchte ich nie in deren Lage kommen..
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16.04.2011 07:44 Uhr von brycer
 
+6 | -0
 
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Produktionsspitzen: Wenn man mit Leiharbeit Produktionsspitzen abfangen will, dann frag ich mich allerdings, warum es Firmen gibt, bei denen schon seit Jahren die Belegschaft in der Produktion zum Teil zu 40% (manchmal sogar mehr!) aus Leiharbeitern besteht.
Produktionsspitzen, die schon seit 10 Jahren oder mehr bestehen?
Das nenne ich Missbrauch, da hier wohl schon lange auch feste Arbeitsplätze existieren könnten!
Die Arbeit und die Arbeitsplätze (Tisch, Stuhl etc.) existieren ja. Sie werden nur immer mit wechselndem und vor allem billigerem Personal besetzt.

[ nachträglich editiert von brycer ]
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16.04.2011 07:44 Uhr von artefaktum
 
+2 | -0
 
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Wer für gleiche Arbeit weniger Geld bekommt, sollte entsprechend langsamer und schlechter arbeiten. Man bekommt (Arbeitskraft) entsprechend was man Zahlt (Lohn und Gehalt). Völlig normal in der Wirtschaft. Würden sich alle daran halten, würde sich das mit der Leiharbeit von alleine regeln.
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16.04.2011 10:27 Uhr von Marco Werner
 
+2 | -0
 
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@Matze,@Roadrunner: @Matze
Tja..warum liefern die Leiharbeiter wohl (angeblich) schlechtere Arbeit ab als ein Festangestellter ? Nun,die fehlende Übung dürfte *ein* Grund sein,wieso ein Leiharbeiter,der noch nicht lange diese Arbeit macht, weniger produktiv ist. Weitaus ausschlaggebender ist m.E. jedoch die Bezahlung,die sich extrem auf die Produktivität auswirkt. Würdest du dir als Leiharbeiter den A*sch aufreißen,wenn du weißt,daß deine "Kollegen" in der Einsatzfirma,mit denen du schon Monate lang zusammenarbeitest,für die gleiche Arbeit bis zum doppelten deines Lohnes kriegen ? Ich glaube nicht.

@Roadrunner
Diese "Sonderzahlung" sollte m.E. nicht so sehr dazu dienen, die (angeblich) niedrigere Produktivität eines Leiharbeiters zu "belohnen". Vielmehr sollte man das als eine Art "Strafgebühr" sehen,mit der der Anreiz für die Einsatzfirma gesenkt wird, Leiharbeiter als Angestelltenersatz einzustellen. Um es anders auszudrücken: Die ursprüngliche Idee, Leiharbeit zum Ausgleich von Produktionsspitzen einzusetzen,ist doch meist nur noch auf dem Papier existent. Mittlerweile ist doch die Hauptintention für den Einsatz eines Leiharbeiters, den Kündigungsschutz zu umgehen und keine Urlaubs- und Krankheitszeiten bezahlen zu müssen. Und genau DIESER Anreiz sollte m.E. mit einer "Strafgebühr" ausgeglichen werden. Dann wird der Anreiz höher, lieber wieder richtige Arbeitnehmer einzustellen...und sei es nur befristet. Wie einer meiner Vorredner schon sagte: Die Kündigungsfristen sind in D nicht so extrem lang,wie es die Arbeitgeber gerne darstellen.

Zur News: Die ganze Leiharbeitsbrut gehört verboten,weil die meisten eh nur Abzocker sind.Auch diese Gesetzesänderung ändert daran nicht viel,zumindest nicht in größeren Firmen. Ab einer gewissen Personalgröße würde es ohne Probleme möglich, durch eine entsprechende Personalrotation diese 6-Monat-Frist zu umgehen. Sprich: Die Leute werden dann nicht sofort wieder als Zeitarbeiter eingestellt,sondern erst nach Ablauf dieser 6 Monate.
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16.04.2011 11:01 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Originell / shathh: @ Originell:
Ich habe sicher nichts dagegen, wenn das Lohnniveau der Leiharbeiter auf ein vernünftiges, den normalen Angestellten ähnliches Niveau angehoben wird, damit auch Leiharbeiter ein vernünftiges Auskommen haben. Allerdings stehe ich dazu, dass ich eine Anhebung des Lohnniveaus *über* das der normalen Mitarbeiter (vielleicht war das zuvor missverständlich ausgedrückt) aus den genannten Gründen lächerlich finde.
Wenn Menschen von ihrem Gehalt nicht leben können, ist das weder bei Leiharbeitern noch bei "normalen" Mitarbeitern toll.

Es ist bekannt, wie die Arbeitslosenzahlen errechnet werden und insbesondere welche Personen offiziell nicht dazu gezählt werden, obwohl sie nach Ansicht eines normalen Menschen dazu gehören; das hat also nichts mit "Glaube" zu tun.


@ shathh:
Das Problem für Arbeitgeber sind nicht die Kündigungs*fristen*, sondern die zulässigen Kündigungs*gründe*. Lies mal hier:
http://de.wikipedia.org/...
So einfach ist das also nicht. Spätestens dann, wenn es einen Betriebsrat gibt, kann es schwierig werden:
http://www.sozialhilfe24.de/...
"Bei einem Widerspruch des Betriebsrats hat der gekündigte Arbeitnehmer nach Einreichung der Kündigungsschutzklage einen Weiterbeschäftigungsanspruch bis zum Abschluss des Rechtsstreits, vgl. § 102 Abs. 5 BetrVG, Betriebsverfassungsgesetz."


Diese Einschränkungen führen mitunter zu einem meines Erachtens recht abartigen Verhalten: Ich kenne Fälle, wo Mitarbeitern anstatt gekündigt zu werden durch übermäßigen Druck oder negative Beurteilungen das Leben madig gemacht wird, bis sie letztlich von sich aus gehen. DAS finde ich schlimm.

Bei der Probezeit gebe ich dir Recht. Allerdings ist es in vielen Bereichen so, dass ein Mitarbeiter gegen Ende der Probezeit gerade erst voll produktiv wird. Wenn ein Arbeitgeber also mit der Leistung eines Mitarbeiters zufrieden ist und ihn aufgrund schlechter Betriebslage zum Ende der Probezeit kündigt, hat er also oft doppelt verloren. Das gilt natürlich nicht bei "einfachen" Tätigkeiten, wo man in sehr kurzer Zeit zu einem gleichwertigen Mitarbeiter werden kann - und da frage ich mich in der Tat, ob eine Probezeit von 6 Monaten notwendig/sinnvoll ist.

Wenn Zeitarbeiter mehr leisten als Festangestellte, sollten sich die Festangestellten mal Gedanken über ihre Arbeitsauffassung machen.


Da die Sicht der Arbeitnehmer bzw. der Bevölkerung hier ja vielfach dargestellt wird und das ohnehin jedem verständlich ist, erlaube ich mir eben auch mal, das aus der anderen Seite zu sehen. Um mal zu sehen, wie es in anderen Ländern aussieht, schaue man sich z.B. mal die Lage in USA an. Diese Zustände sind zwar sicher nicht wünschenswert, aber der Kontrast sollte doch beeindrucken und Augen öffnen.
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16.04.2011 11:12 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ marco: Wie würdest du dich als "normaler" Mitarbeiter fühlen, wenn ein neu eingestellter Leiharbeiter mehr bekommt als du als voll eingearbeiteter regulärer Mitarbeiter? Eine solche Regelung würde zu einem (berechtigten) Aufstand der regulären Arbeitnehmer führen.
Eine solche Strafgebühr dürfte also nicht an die Leiharbeiter fließen, sondern müsste beispielsweise an die Arbeitslosenversicherung gehen.

"Die ganze Leiharbeitsbrut gehört verboten,weil die meisten eh nur Abzocker sind."
Ich gehe mal davon aus, dass diese Äußerung spontan gemacht und nicht überdacht wurde. Oder willst du allen Ernstes eine ganze Branche über einen Kamm scheren? Ich habe kein Problem damit, wenn gegen Abzocker vorgegangen wird - und wenn das die meisten sind, dann wird eben ordentlich ausgedünnt. Ein Verbot der Zeitarbeitsfirmen, die im Sinne des Erfinders operieren, ist jedoch wohl kaum wünschenswert.
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16.04.2011 13:25 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Siel: Nein, ich erlaube mir aber trotzdem, eine Meinung zum Thema zu haben.
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25.04.2011 15:54 Uhr von Vandemar
 
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Aua²: "dann musst Du ihm auch wieder einstellen und kannst Dich nicht kurzfristig nach einen anderen AN umschauen. (in einen gewissen Zeitraum)"

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07.06.2011 20:54 Uhr von Kojote001
 
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@ The Roadrunner: Wieso sollten Leiharbeiter denn nicht mehr Lohn bekommen als Festangestellte ?? Kann es sein das ein Leiharbeiter flexibel sein muss ??? Ja !!! Und genau aus diesem grund muss es eigentlich so sein das der Leihmo etwas mehr bekommt. Schlieslich hat man als Leihmo immer das Risiko bei sich das man nie genau weiß wo man nächste Woche ist, oder das man teilweise lange Anfahrtswege hat da die Arbeit so gut wie nie in der selben Stadt ist. Und das was als Fahrgeld oder auch Auslöse gezahlt wird ist ein Witz da legt man nur drauf und am Ende hat man so gut wie immer noch weniger, auch wenn man genausoviel verdienen würde wie ein Festangestellter.
Es ist nur Komisch das es in anderen Ländern auch funzen tut!!!

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