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Kein Freispruch für die Opfer der Hexenprozesse

In der Kleinstadt Freudenberg weigerten sich die Ratsmitglieder, die Opfer der Hexentribunale zu rehabilitieren.

Keiner wollte deren Unschuld bezweifeln, aber Fehlurteile als solche zu bezeichnen wollte auch niemand. Vor allem scheut man sich, die politisch-moralische Verantwortung zu übernehmen. Man wolle keine Schlagzeilen, heißt es.

Als Trostpflaster stimmte der Rat zu, dass eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des evangelischen Pfarrers von Freudenberg die Lokalgeschichte aufarbeiten soll.


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WebReporter: Strigoi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Opfer, Freispruch, Rat, Freudenberg, Hexenprozess
Quelle: www.fair-news.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.04.2011 09:08 Uhr von Strigoi
 
+15 | -2
 
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Ich finde, hier ist eine Chance vertan und ein falsches Zeichen gegeben worden. Bestimmt werden jetzt auch andere Städte diesen Weg gehen und nicht dem guten Rüthener Beispiel folgen.
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15.04.2011 10:02 Uhr von normalo78
 
+11 | -1
 
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Kann doch wohl nicht wahr sein. Angst vor Entschädigungsforderungen? Oder was kann der Grund für solchen Starrsinn sein. Die sollten sich was schämen.

Gruß
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15.04.2011 10:08 Uhr von nemesis128
 
+2 | -1
 
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Von welchen Hexenprozessen wird hier gesprochen?
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15.04.2011 10:21 Uhr von atrocity
 
+6 | -1
 
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@nemesis128: Infos: http://de.wikipedia.org/...

Die Stadt hat damals Hexenprozesse abgehalten. Nun weigert sie sich die Urteile von damals aufzuheben. Egal ob das schon en paar Jahrhunderte her ist, es geht um die Anerkennung dass damals scheiße gebaut worden ist. Und der Tatsache das völlig unschuldige Menschen gequält und hingerichtet wurden.
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15.04.2011 10:59 Uhr von atrocity
 
+4 | -3
 
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@BastB: Nunja, eine Erklärung zu verfassen das die Leute unschuldig waren und die Namen aus nem Archiv raus zu suchen kann weder teuer noch aufwändig sein.

Ginge es nach dir wäre Adolf Hitler wohl immer noch Ehrenbürger der meisten Städte in Deutschland? Ist ja lange her das ganze, bringt niemandem was, reine Zeit- und Geldverschwendung.

Nenn mich Idealist, aber ich finde das haben die Leute verdient denen Unrecht geschehen ist. Vor allem dann wenn es so gut dokumentiert ist wie diese Vorgänge.
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15.04.2011 11:12 Uhr von CTGF
 
+4 | -3
 
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So ein sinnloses Affentheater: Also @BastB hat völlig recht. Das nützt niemandem mehr etwas und ist selbstverständlich nur reine Makulatur und Geldverschwendung! Davon können sich die gefolterten und hingerichteten Leute auch nichts mehr kaufen.
Tot ist und bleibt tot!

"Nunja, eine Erklärung zu verfassen das die Leute unschuldig waren und die Namen aus nem Archiv raus zu suchen kann weder teuer noch aufwändig sein."

Die ganzen Kirchenbücher durchzurecherchieren und alle Namen der Opfer herauszusuchen ist verdammt zeitaufwändig und teuer! Das steht schließlich nicht schon zusammengefaßt in einem kleinen Notizbüchlein.
Unterschätze solch ein Archiv an Kirchenbüchern nicht.

Aber was soll´s? Das ganze ist doch eine reine Farce, die nur noch Geld verschlingt und keinem mehr nützt.

[ nachträglich editiert von CTGF ]
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15.04.2011 11:19 Uhr von Seridur
 
+1 | -2
 
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atrocity: mit namen aus dem archiv suchen und den eintrag abaendern ist die sache nicht getan, und eine genaue aufarbeitung der faelle ist sicherlich notwendig bevor hier ein derartiger eingriff in die geschichte gehandhabt wird. ueberleg mal bitte wer da alles querschiessen wird, die kirche mal mit eingeschlossen.
die urteile sind damals gefaellt worden, jeder normale mensch weiss heute, dass der grossteil dieser urteile unfassbar und auf reiner willkuehr basierten. das allein hat einen bitteren geschmack und ein nachtraeglicher freispruch bringt niemandem was.
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15.04.2011 12:10 Uhr von wordbux
 
+4 | -0
 
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Vielleicht liegt es auch daran, dass man mit der Rehabilitation die Kirche als Lügner hinstellen würde.
Schließlich gingen solche Hexenprozessen doch überwiegend von den Kirchenmännern aus.
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15.04.2011 12:33 Uhr von CrazyCatD
 
+6 | -0
 
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Ich finde diese Entscheidung nicht Gut, denn es gibt was die Geschichte betrifft und gerade in diesem Zusammenhang die Kirche und ihre Gottesurteile betrifft noch genug aufzuarbeiten, von daher finde ich die Entscheidung der Ratsmitglieder von Freudenberg ein falsches Zeichen. Wenn jedoch viel so Denken würden wie einige der Kommentatoren hier dann wäre einer der größten Wissenschaftler und Forscher unserer Geschichte Galileo Galilei 1992 nicht von der Kirche rehabilitiert worden, sondern es würde immer noch im Raum stehen das die Erde eine Scheibe ist, deshalb sage ich auch wie einste der gute Galieleo „Und sie bewegt sich doch!“

[ nachträglich editiert von CrazyCatD ]
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15.04.2011 14:24 Uhr von haguemu
 
+1 | -1
 
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Alte Urteile: Ich finde man sollte ein Gesetzt erlassen das alle mehr als 50 Jahre alten Urteile nach der neuen Rechtsauffassung neu zu bewerten sind.

Mann ist immer über historische Fehler im Klaren,
das schafft Arbeitsplätze für Juristen und Historiker
jede Menge geistreiche Kommentare in den Foren und
sicher hat das noch weitere Vorteile.

[ nachträglich editiert von haguemu ]
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16.04.2011 10:20 Uhr von CHR.BEST
 
+1 | -0
 
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Nach der Ideologie des Katholizismus würden also heutzutage überall Hexen rumfliegen und uns mit üblen Zaubersprüchen heimsuchen, wenn "mutige" Kirchenleute damals nicht diese wehrlosen Menschen so sadistisch und grausam wie möglich gefoltert und getötet hätten.

Und die Vertreter eben derselben menschenverachtenden Weltanschauung werden heute immer noch z. B. in sog. Ethikkomissionen der Bundesregierung eingeladen und um Rat gebeten? Gehts noch?
Da könnte man genausogut von Gaddafi, Kim Jong-il und Vertretern der Taliban eine kompetente fachliche Meinung bei einem ethischen Problem einholen.

Wie sagt doch ein altes Sprichwort so treffend: „Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten“.
Und genauso verhalten sich viele religiöse Ideologien - früher überwiegend der Katholizismus, heute überwiegend der Islam.

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