14.04.11 10:24 Uhr
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Embryonen: Im Bundestag entscheidet sich, ob der Mensch Gott spielen darf

Um 9:00 Uhr geht es im Bundestag um die Neuregelung des Embryonenschutzgesetzes. Es stellt sich für die Abgeordneten die Frage, ob der Mensch Embryos mit Krankheiten oder Behinderungen vernichten darf.

Speziell geht es um die Präimplantations-Diagnostik (PID), bei der die Embryos genetisch untersucht werden. Für die Befürworter der Mathode würden damit auch Menschen mit Erbkrankheiten die Chance auf ein Kind haben, während die Gegner bemängeln, dass der Weg zum Wunsch-Kind kürzer würde.

Im Bundestag wurde die Fraktionsdisziplin aufgehoben. Der FDP-Gesundheitsexperte Dr. Erwin Lotter befürwortet PID und hat 215 Unterstützer für seinen Antrag. 192 Gegner hat der Vize-Unions-Fraktionschef Johannes Singhammer gesammelt. Für eine PID in Ausnahmefälle sind 36 Abgeordnete.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Mensch, Bundestag, Debatte, Präimplantationsdiagnostik, Embryonenschutzgesetz
Quelle: www.bild.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.04.2011 10:39 Uhr von Auraka
 
+11 | -3
 
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Ich persönlich denke das die PID ein zweigleisiges Schwert ist.

Sie dazu einzusetzten um Erbkrankheiten oder sonstige genetische wie auch geistige defekte oder behinderungen jeglicher Art zu ermitteln halt ich für absoult in Ordnung.

Es ist schon so für manche schwierig genug, da brauch man dann nicht noch ein Kind mit behinderung welches sich zB niemals alleine Bewegen kann oder ein Leben lang an den Rollstuhl gefesselt ist und geistig so gut wie nichts mitbekommt. Ich weiß das klingt vielleicht was hart aber so ist es meiner Meinung nach.

Die PID einzusetzten um sich sein Wunschkind (Haarfarbe, evtl Intelligenz usw) zu erstellen ist in meinen Augen absolut fragwürdig und sollte von vornherein verhindert werden....
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14.04.2011 10:42 Uhr von K.T.M.
 
+14 | -1
 
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"...die Gegner bemängeln, dass der Weg zum Wunsch-Kind kürzer würde. "

Sowas kann man ja klar Regeln. Wenn man keine Argumente hat kommt man mit irgendwelchen Horrorszenarios an. Und zum Thema Gott, dann sollen sie es halt für religiöse Menschen verbieten. Da ich nicht an Gott glaube kann ich auch nicht Gott spielen.
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14.04.2011 10:44 Uhr von fallobst
 
+15 | -3
 
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@ hans peter: junge, du bist doch echt nicht ganz sauber so eine dummdreiste überschrift zu setzen.
das würde nicht mal die bild hinkriegen. glückwunsch

niemand kann oder darf eltern die möglichkeit verwehren ein kind ohne behinderungen zu bekommen. nicht mal die deutsche politik.
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14.04.2011 10:49 Uhr von sesh
 
+14 | -0
 
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Ich habe die News mal angezeigt. "Embryonen: Im Bundestag entscheidet sich, ob der Mensch Gott spielen darf"

Das ist sachlich in jeder Hinsicht unrichtig.
Die Überschrift ist höchstens esoterisch, aus sachlicher und ethischer Sicht schlicht falsch.

Präimplantationsdiagnostik hat nichts mit "Gott spielen" zu tun.
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14.04.2011 10:53 Uhr von Bokaj
 
+2 | -8
 
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Achtung: Missbrauchsgefahr sehr groß! Es muss streng überwacht werden, dass nur Eltern diese Untersuchung machen dürfen, die eine schwere genetische Krankheit weitergeben können.
Es darf diese Untersuchung nicht gemacht werden, um ein Kind auszuwählen, dass bestimmte Merkmale wie zum Beispiel Geschlecht, Haarfarbe, Größe, Intelligenzquotient, etc. erfüllt.

Es darf wirklich nur eine schwere genetisch bedingte Krankheit versucht werden, auszuschließen.


Die Überschrift dieser news ist einfach nur reißerisch und falsch.

[ nachträglich editiert von Bokaj ]
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14.04.2011 11:22 Uhr von drmccoy20
 
+8 | -1
 
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oh mann: omg wenn ich das schon les, ob Mensch "Gott spielen darf". Ich bin Atheist, aber wenn man schon an Gott glaubt, glaubt man nach meinen Informationen auch daran, dass Gott ALLES Leben auf der Welt erschuf. Wir erschaffen jeden Tag Millionen von Leben in irgendwelchen Zucht und Brutstätten. Wir bestimmen, wann wieviele Tiere geboren werden oder sterben. Spielen wir nicht schon längst Gott? -.-
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14.04.2011 11:24 Uhr von Andreas-Kiel
 
+3 | -1
 
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@Auraka: Volle Zustimmung! Das ist genau auch meine Meinung. Es wäre falsch, es komplett freizugeben oder komplett zu sperren, sondern es sollte sinnvoll eingesetzt werden (Krankheiten etc. ja, Aussehen etc. Nein). Damit gibt es keine Designerkinder sondern mehr gesunde und weniger kranke Kinder.

Abgesehen davon hilft es auch niemanden, wenn viele Familien an behinderten Kindern zerbrechen, was ja leider häufig vorkommt, da es nunmal eine riesige Belastung ist, die sich keiner vorstellen kann, der es nicht selbst mitgemacht hat.

Außerdem bringt es sowieso nichts, das hier zu verbieten - dann gehen nähmlich alle Interessierten ins europäische Ausland, wo das meistens viel kockerer gesehen wird und das kann ja wohl auch nicht sein.

[ nachträglich editiert von Andreas-Kiel ]
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14.04.2011 11:24 Uhr von Aweed
 
+7 | -1
 
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was hat es mit: gott spielen zu tun wenn man kein krankes kind haben möchte ? wo ist das problem ?
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14.04.2011 11:50 Uhr von Leviathan09
 
+4 | -2
 
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Gott: Spiele ich Gott, wenn ich ein blondes Kind haben will?
Die meisten sagen hier immer "Das darf man nicht"->Ich frage : WIESO?
Wer gibt euch das Recht mir zu verbieten, mein Kind zu designen?
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14.04.2011 12:14 Uhr von sesh
 
+2 | -1
 
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@Bokaj: Also entweder man gibt die PID hier in Deutschland im gewissen Rahmen frei (schwerst behinderte Kinder z.B.) oder die Leute gehen halt ins Ausland wenn sie PID wollen.

SO einfach ist das.
Und mir ist SEHR viel lieber wenn die Leute eine PID hierzulande machen aber dafür nach den Regeln unseres Landes, anstatt dass sie ins Ausland gehen, und am Besten auch noch Geschlecht und Aussehen mitbestimmen.

Ach und noch etwas: im Falle von behinderten Kindern ist für viele Eltern die Alternative zur PID die Abtreibung. Und das ist ekelhaft. Dann lieber PID.
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14.04.2011 12:19 Uhr von Friedbrecher
 
+1 | -0
 
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Auslese: Momentan ist das Problem mit dem Designer-Kind noch kaum vorhanden. Man versteht zwar, durch welche Gene die meisten Erbkrankheiten ausgelöst werden, aber bei Themen wie Intelligenz und Körperwuchs sieht es da noch ganz anders aus.

Trotzdem sollte man das ganze auf Erbkrankheiten einschränken, um nicht alle paar Jahre durch Gesetzesänderungen mit der Forschung aufschließen zu müssen.

Andererseits sieht man das eventuell in ein paar Jahrzehnten anders. Dann werden vielleicht Eltern schief angesehen, die freiwillig ein körperlich nicht so fites oder weniger intelligentes Kind in die Welt setzen. Durch die Überbevölkerung wird weltweit wohl eh kein Weg an der Ein-Kind-Politik vorbeiführen (oder man lässt jedes Jahr ein paar Millionen Menschen verhungern. Also mir würde da die Entscheidung leicht fallen, welcher Weg der bessere ist.)


Um es mal krass auszudrücken (Ich ÜBERTREIBE ABSICHTLICH ein bisschen, aber diese Fragen sollte man sich schon stellen):
Was ist so schlimm, sich das beste Kind auszusuchen? Dass es nicht dem "natürlichen" Vorgang entspricht? Der Mensch hat sich eigentlich schon längst aus so gut wie allen regulatorischen natürlichen Vorgängen verabschiedet. Hauptproblem wäre wohl tatsächlich die Diskriminierung von Nicht-Eliten. Aber hat man diese Diskriminierung nicht auch heute schon? Wenig intelligente Menschen erhalten eher selten eine höhere Schulbildung und damit gut bezahlte Führungspositionen.
Und warum ist die Tötung eines Embryos unter gentischen Gesichtspunkten verwerflicher als die Tötung bei einer Abtreibung aus sozialen/persönlichen Gründen? Bei der PID setzt man sogar noch wesentlich früher als bei einer Abtreibung an, nämlich schon im Stadium einiger weniger Zellen und ohne Konsequenzen für die Frau. Und auch bei der Verhütung verhindert man potentielles Leben, nur eben schon vor der Vereinigung der Gene, bei der PID erst hinterher.

Einziges Argument ist und bleibt eigentlich: "Man darf nicht Gott spielen". Aber das tun wir in unserer modernen Welt jeden Tag bereits. Seien es Kriege (gesellschaftlich akzeptiertes vorzeitiges Beenden von Menschenleben), Heilung von Krankheiten ("Gott will, dass man an Grippe stirbt") oder die Umgestaltung der Umwelt (genetisch verändertes Saatgut, Flussbegradigungen oder ganz einfach Ackerbau und Viehzucht).
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14.04.2011 12:31 Uhr von no_trespassing
 
+1 | -1
 
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Der Mensch muss schließlich die Fehler reparieren: Die Natur hat eine ganze Menge Fehler hervorgebracht.
Jede Krankheit, sofern sie nicht den Zweck hat, den Gesamtkörper zu reinigen und wiederherzustellen, ist ein Fehler der Natur.

Jede Behinderung ist ein Fehler der Natur. Jede rudimentäre Anlage ist ein Fehler der Natur.

Die Aufgabe des Menschen und der Forschung ist, diese Fehler alle auszubügeln und die Natur zu perfektionieren.
Schließlich ist der Mensch auch ein Teil der Natur.

Wieso soll der Mensch diese Fehler nicht beseitigen dürfen?

Und was das Wunschkind nach Haarfarbe und Augenfarbe angeht: Wo ist das Problem? Das Kind wird evtl. mehr von seinen Eltern geliebt, andere die sich gegen so eine Methode entscheiden haben keinen direkten Nachteil, oder?
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14.04.2011 13:04 Uhr von Titulowski
 
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Dämliche Überschrift
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14.04.2011 13:06 Uhr von Daniela1985
 
+9 | -0
 
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Hat jemand die Diskussion verfolgt? Ich schon!

Das war ein Armutszeugnis!

Bei den Gegnern hatte ich das Gefühl das die überhaupt nicht wissen von was die da reden!

Es geht um das verhindern von schweren Erbkrankheiten im Vorfeld, nicht um "Blonde Kinder mit blauen Augen und Körpern aus Stahl" zu züchten!

Derzeit ist der Stand der Gesetze in Deutschland so, das ich im Vorfeld keine Möglichkeiten habe heraus zu finden ob mein Kind eine schwere Behinderung haben wird, oder nicht.

Wenn sich dann im Nachhinein rausstellt das es doch eine schwere Behinderung hat, DARF ich das Kind dann aber (weit über die normal erlaubte Zeit hinaus!) ABTREIBEN!!!

Hallo, geht´s noch?!?

Jeder mit auch nur 1 Gehirnzelle wird wohl verstehen und einsehen was da die bessere Lösung für die Frau, die Familie und (nicht falsch verstehen) das Kind ist!!!

Basta, da gibts nix zu diskutieren!!!
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14.04.2011 13:32 Uhr von Getschi2.0
 
+2 | -0
 
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Daniela1985: Ich verstehe es auch nicht ganz. Es gehst um DIAGNOSTIK und um keinen Freibrief DNA zu manipulieren o.ä.
Wenn sie Angst vor Designerbabys haben, sollen sie diese verbieten...
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14.04.2011 13:57 Uhr von Leeson
 
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Lustig wie in einem Artikel die Begriffe "Bundestag" und "Experte" verwendet werden.
Mit kam es in letzter Zeit so vor, also wenn das nicht so wäre.

Wenn die hören, dass man vllt. die Intelligenz aussuchen könnte, sind die dagegen weil ihre Existenz bedroht wäre.
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14.04.2011 15:43 Uhr von sesh
 
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@Daniela1985: "Wenn sich dann im Nachhinein rausstellt das es doch eine schwere Behinderung hat, DARF ich das Kind dann aber (weit über die normal erlaubte Zeit hinaus!) ABTREIBEN!!!"

Weißt du, wem ich exakt das selbe Argument gesagt habe?
Volker Beck, Bundestagsfraktion der Grünen, per Twitter.

Oh, und er hat auch geantwortet.

Ich sagte ihm: "Für Viele lautet die Alternative zur PID im Zweifelsfall Abtreibung."

Aber das Argument wollte er gar nicht erst zulassen.
Interessant, oder?

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