Vortexe und Tendexe: Bahnbrechende Visualisierungsmethode für Raumzeitkrümmungen
Sehr schwere Massen wie etwa Schwarze Löcher, krümmen Zeit und Raum so stark, dass Effekte entstehen, deren Visualisierung extrem kompliziert ist. Ein Forschungsteam um Dr. Robert Owen von der Cornell University hat jetzt eine bahnbrechende neue Methode entwickelt, um derartige Effekte visuell darzustellen.
Sie verwenden Computersimulationen, bei denen die Kollision zweier Schwarzer Löcher so genannte Vortex- und Tendexlinien erzeugt. Sie stellen die Krafteinwirkung der Gravitationsfelder dar, ähnlich wie magnetische Feldlinien die Kräfte eines Magnetfeldes für die jeweiligen Betrachter sichtbar machen.
Die streckenden Effekte werden durch die Tendexlinien - oder in gebündelter Form Tendexe genannt - beschrieben. Vortexe (gebündelte Vortexlinien) stellen die Verdrehung des Raumes selbst dar. Diese neue Methode soll unter anderem dabei helfen, die Existenz von Gravitationswellen zu beweisen.