12.04.11 14:48 Uhr
 262
 

Russland bleibt bis mindestens 2044 in Armenien stationiert

Das Parlament Armeniens hat einen Vertrag unterzeichnet, der es dem russischen Militär erlaubt, bis 2044 im Land zu bleiben.

Russland hatte bereits 1995 einen 25-jährigen Vertrag über eine Militärbasis in Gjumri, der zweitgrößten Stadt Armeniens, unterzeichnet, die nun bis 2044 bestehen bleibt.

Im armenischen Parlament begrüßte man den Vertrag als Sicherung der Souveränität des Landes vor seinen Nachbarn.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Rechthaberei
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Russland, Vertrag, Militär, Parlament, Armenien
Quelle: de.rian.ru

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Venezuela verleiht Wladimir Putin Friedenspreis wegen Rolle in Syrien-Krieg
Krise für Partei: Umfragetief für SPD Bayern und zwei Politiker in Haft
Asylpolitik: Starke Zunahme - 105.000 Visa für Familiennachzug ausgestellt

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
12.04.2011 14:48 Uhr von Rechthaberei
 
+6 | -6
 
ANZEIGEN
Damit ist Armenien praktisch für die nächsten Jahrzehnte vor einer Kriegserklärung aus dem wegen des Konflikts um Berg-Karabach verfeindeten Aserbaidschan geschützt.
Auch gegenüber der Türkei zu der schlechte Beziehungen bestehen, gibt es nun eine ausreichende militärische Sicherheit.
Kommentar ansehen
12.04.2011 14:49 Uhr von Borgir
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
das wird: dann aber eng im kleinen Armenien, wenn Russland sich dort einnistet. Das platzt ja dann aus allen Nähten.
Kommentar ansehen
13.04.2011 09:17 Uhr von Babelfisch
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
kollege RECHTHABEREI: fällt ja häufiger durch Hurra-Berichte zugunsten zweifelhafter russischer Aktivitäten auf.
Armenien ist ein klassischer Fall. Ohne russische Unterstützung hätten die Armenier das aserbaidschanische Berg-Karabach gar nicht besetzen können. Es wurde mal wieder zunächst nur die destabilisierende militärische Karte gespielt. Und dann kommt Russland hinterher und spielt den Vermittler und Friedensengel.

Auffällig: das Recht auf militärische Lösung von Gebietskonflikten finden die Russen bei Armenien ganz in Ordnung, wenn aber Georgien jahrtausendealte Stammlande zurückfordert und sich gegen Gewalt von Separatisten zur Wehr setzt, finden die Russen dies gar nicht mehr in Ordnung.

Der bis heute andauernde Vernichtungskrieg gegen unbotmäßige Tschetschenen ist auch so ein Kapitel.
Kommentar ansehen
13.04.2011 13:42 Uhr von Rechthaberei
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@Babelfisch: Ja DIESE eingelieferte News hier ist ein Hurra-Bericht und zurecht, denn:

-Der Reichstagsabgeordnete Maximilian Pfeiffer an das Auswärtige Amt
Schreiben
Berlin, den 22. Februar 1918
In Eskischehir sah man überhaupt auf Schritt und Tritt die Spuren der systematischen
Ausrottung der Armenier durch die Türken. Wie bekannt, gab es vor 20 Jahren eine
Armenierfrage überhaupt noch nicht und wurde dieselbe erst durch die Machenschaften
Englands aufgelegt. England suchte damals die Türkei fortwährend zu schwächen und zu
diesem Zweck kamen ihm die Armenier sehr gelegen. Es erweckte in ihnen zum erstenmal
den Gedanken der staatlichen Selbständigkeit und durch die englische Botschaft in
Konstantinopel sandte es an die Armenier, die es für diese Zwecke gewonnen hatte,
Bomben und alle möglichen anderen Mittel, um denselben einen Aufstand zu ermöglichen.
Von dieser Zeit an datiert die Verfolgung der Armenier durch die Türkei. Zu Beginn des
jetzigen Krieges soll ja wohl im Gebiete Erzerums an der kaukasischen Grenze Einiges
passiert sein, was die Türkei berechtigt hat, gegen die dortigen Armenier vorzugehen,
doch im Laufe des Krieges dehnte die türkische Regierung ihren Feldzug gegen die
Armenier auf die ganze Türkei aus. Ein Hauptgrund dafür mag wohl der sein, dass die
Armenier ziemlich der einzige Volksstamm in der Türkei waren, der Handel und Industrie
betrieb und zwar mit Erfolg und dadurch reich geworden war. Heute existieren nur wenige
Armenier mehr, die grösseres Vermögen besitzen, denn das ganze Vermögen der Armenier
wurde von den Türken beschlagnahmt und zwar auf eine Art und Weise, die mit den Formen
eines einigermassen zivilisierten Staates nichts gemein haben.
Man schätzt im allgemeinen die Zahl der Armenier, die bei den Evakuierungen durch die
Türkei umgekommen sind, auf 2 Millionen, doch erscheint diese Zahl ziemlich niedrig
gegriffen. In Wirklichkeit wird wohl bis zum Ende des Krieges kaum mehr was von diesem
armen Volk übrig sein. Ein in Deutschland erzogener, höherer türkischer Beamter, den
ich einmal fragte, ob der Türkei bei Kriegsschluss die Aufrollung der Armenierfrage
durch die Ententemächte nicht sehr unangenehm werden könnte, gab mir zur Antwort, dass
es eine Armenierfrage bis dahin sicher nicht mehr gäbe, da keine Armenier mehr
vorhanden wären.

-Der Botschafter in Konstantinopel (Bernstorff) an das Auswärtige Amt
Telegraphischer Bericht Nr. 719
Konstantinopel, den 15. Mai 1918
General von Lossow drahtet:
Maßlose türkische Forderung auch auf die rein armenischen Gebiete von Achalkalaki,
Alexandropol und Eriwan abzielt auf Gebietserwerb weit über Brester Vertrag hinaus,
auf völlige Ausrottung der Armenier auch in Transkaukasien und auf alleinige
gewinnsüchtige wirtschaftliche Ausbeutung Kaukasiens.



[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
Kommentar ansehen
13.04.2011 14:34 Uhr von hugo_strasser
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
hier: steht aber nicht der völkermord an den armeniern durch die türkei vor 100 jahren zur debatte, sondern die bis heute andauernde gewaltsame besetzung von teilen aserbaidschans durch armenien vor 20 jahren. dafür gibt es keine rechtfertigung.
Kommentar ansehen
13.04.2011 15:55 Uhr von Rechthaberei
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@Hugo Bitteschön: Bergkarabach ist eine mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region. Das Gebiet ist seit knapp hundert Jahren zwischen Armeniern und Aserbaidschanern umstritten. Die heutige Einwohnerzahl liegt bei etwa 145.000, nach der Flucht der Aserbaidschaner zum allergrößten Teil Armenier. Nach armenischer Auffassung war Bergkarabach mindestens seit dem Mittelalter mehrheitlich armenisch besiedelt und dem christlich-armenischen Kulturkreis zugehörig. In Folge der arabischen Besetzung im 8. Jahrhundert stand Karabach unter der Kontrolle verschiedener vorwiegend islamischer Völker. Seit 1992 ist Bergkarabach zu einem großen Teil von Truppen der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach kontrolliert, die sich am 2. September 1991 für unabhängig von Aserbaidschan erklärte und die dieses Gebiet beansprucht. Rund ein Drittel der Waffenstillstandslinie vom 12. Mai 1994 wird allerdings von Truppen der Republik Armenien gehalten.
Sehr viel weitere Gebiete im Westen Armeniens werden jedoch von der Türkei in Anatolien gehalten, die eng verbündet ist mit Aserbaidschan.
Kommentar ansehen
13.04.2011 16:44 Uhr von hugo_strasser
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
was: sollen diese merkwürdigen litaneien.
Armenien besetzt völkerrechtswidrig aserbaidschanisches Gebiet. Deine komischen Vorlieben für einseitige militärische Lösungen von Gebietskonflikten kann ich nicht teilen. Das sind Vorgehensweisen aus dem 19. Jahrhundert, die im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen haben.
Aber klar, du findest ja auch die russische Kolonialpolitik im Kaukasus gaaaanz toll.
Kommentar ansehen
13.04.2011 17:01 Uhr von Rechthaberei
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@Hugo: Nee ich bin der Meinung das Rußland aus Inguschetien, Tschetchenien und Dagestan abziehen sollte, aber Georgien sollte russische Militärbasen erlauben, um damit seinen Konflikt beizulegen mit Moskau. Jeder Großmacht ihr Einflußgebiet.
Armenien könnte im Gegenzug ja das Tal zum Iran an Aserbaidschan geben damit es eine Verbindung zu Naschitschwan hat, also nicht mehr ein zweigeteilt ist.



[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Neue Seite "taz.gazete" will türkischen Journalisten eine Stimme geben
Verfassungsschutz prüft rechte Rede von AfD-Politiker Björn Höcke
Streamingdienst Netflix zeigt Kultzeichentrickserien "He-Man" und "She-Ra"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?