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BGH: Dürfen Straftäter mit Psychopharmaka zwangsbehandelt werden?

Der Bundesgerichtshof muss über eine sensible Angelegenheit in Sachen Psychopharmaka entscheiden. Es geht um die Frage, ob ein Straftäter in psychiatrischer Behandlung auch gegen seinen Willen mit Psychopharmaka behandelt werden darf.

Konkret geht es um den Fall eines 59-Jährigen, der unter Alkoholeinfluss seine Frau und Tochter töten wollte. Seit 1999 ist er nun in einer Psychiatrie untergebracht und dort nie gewalttätig geworden.

Er verweigert jegliche Medikamenteneinnahme, aber ohne eine derartige Therapie wird er nicht entlassen. Die Ärzte gehen davon aus, dass er "in einer vermeintlichen Notwehrsituation erneut tätlich werden" würde. Nun muss das BGH entscheiden.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mensch, Recht, BGH, Straftäter, Psychopharmaka
Quelle: www.spiegel.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.04.2011 12:59 Uhr von SystemSlave
 
+6 | -1
 
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Im Grunde Nein: auch wenn er ein verbrechen begangen hat ist er noch immer ein Mensch und hat demnach Menschenrechte bzw. Grundrechte dazu gehört die Körperliche unversehrtheit.

Um das durchzubekommen bedarf es einer Gesetztesänderung, den nur gesetzt können andere Gesetzte beschneiden wie z.B. §81a StPO wenn es um die entnahme einer Blutprobe geht wegen Alkohols.
http://dejure.org/...
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12.04.2011 12:59 Uhr von alicologne
 
+4 | -5
 
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mhm Unter normalen Umständen würde ich sagen: Nein, darf man nicht. Aber wenn der Kerl wirklich gefährlich ist, muss die Bevölkerung und Frau und Kind geschützt werden. Aber wie immer: Es lag ja an ihm selber, er war der, der Gewaltätig wurde, nun soll er auch mit den Konsequenzen leben!
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12.04.2011 14:06 Uhr von Teralon02
 
+5 | -1
 
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Sehe das Problem nicht. Er hat als Auflage für eine Freilassung die Einnahme der Medikamente bekommen. Nimmt er diese nicht, kommt er halt nicht Frei und Jedermann ist weiterhin sicher vor ihm.

Ob er die Medikamente nimmt oder nicht ist seine freie Wahl, er muss aber auch mit den Konsequenzen leben...
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12.04.2011 14:34 Uhr von Babykeks
 
+4 | -0
 
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Ich seh das wie Teralon02 - SOFERN seine Schuld Ich seh das wie Teralon02 - SOFERN seine Schuld einwandfrei bewiesen ist. (Also keine "Aussage gegen Aussage" Anschuldigungen, die womöglich am ersten Tag des Sorgerechtsprozesses aufgetaucht sind oder ähnliches.)

Ein Unschuldiger, dessen Handlungen von allen falsch interpretiert wurden, hätte selbstverständlich Angst vor einer psyche-verändernden Medikation (wär ja nicht das erste Mal, dass Schwer-Kriminelle freikommen und ein Unschuldiger von überheblichen Behörden und Spezialisten weggesperrt wird).

Mein Fazit: Die Opfer (auch zukünftig-wahrscheinliche) müssen vor Tätern geschützt werden, die bewiesen haben, dass sie zu solchen Taten in der Lage sind.
Aber auch die Opfer einer arroganten Strafverfolgung, der es nur um abgeschlossene Fälle und nicht um Wahrheit und Schutz geht, müssen geschützt werden.
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15.04.2011 08:29 Uhr von froggerdirk
 
+1 | -0
 
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Moment mal Der ist seit 1999,also etwa 12 Jahre in "Behandlung" und war dort nie gewalttätig - wozu dann die Psychopharmaka?
Etwa eine gut bezahlte Studie,wäre nicht das erste Mal.
Wenn er mal rauskommt,könnte er die Medies eh absetzen,ein Schutz für die Allgemeinheit ist somit schwerlich gegeben.
Hauptargument ist für mich jedoch die lange,gewaltlose Zeit!

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