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Bonn: Verkäufer aß zwei "Berliner" aus dem Abfall - Jetzt ist der Job weg

Ein 24 Jahre alter Verkäufer aus einem Discounter-Markt in Bonn hat jetzt seinen Job verloren, weil er zwei "Berliner" aß, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen war und die deswegen schon im Müll lagen. Er dachte beim Verzehr nicht mehr daran, dass er von einer Überwachungskamera gefilmt wurde.

Nachdem er den Kuchen aufgegessen hatte, musste er zum Chef. Der Chef sagte ihm im Beisein eines Betriebsratsmitgliedes, dass auch der Verzehr von abgelaufener und weggeworfener Ware Diebstahl wäre.

Der 24-Jährige musste daraufhin seine Kündigung einreichen, um nicht gefeuert zu werden. Trotzdem hat der 24-Jährige seinen Anwalt eingeschaltet, da er seiner Meinung nach nur aufgrund des ausgeübten Drucks der Geschäftsleitung gekündigt hat.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Job, Bonn, Entlassung, Kündigung, Discounter, Verkäufer, Abfall
Quelle: www.express.de

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57 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.04.2011 08:38 Uhr von BK
 
+19 | -123
 
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12.04.2011 08:39 Uhr von Jaecko
 
+34 | -3
 
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Tja die deutsche Bürokratie. Hauptsache, man hat was zum meckern.
Es ist doch wohl sowas von scheissegal ob der was wegfuttert, das so oder so auf ner Müllkippe vergammelt...
Wenn das Zeugs noch in der Auslage gewesen wäre, ok. Aber in nem Abfalleimer?... Irgendwo hörts auf.

Wenn ich was in den Abfalleimer werf, dann zeig ich damit klar, dass ich dieses etwas nicht mehr brauche. Was dann damit passiert, ist mir wurscht. Und wenns der Elch vom Nachbarn frisst, dann sei es so.

Aber wie immer: Als die Gesetze erschaffen wurde, war logisches Denken gerade ausverkauft.
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12.04.2011 08:51 Uhr von dashandwerk
 
+37 | -4
 
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mmmm @ BK: Wenn ich mir im Büro einen Einkaufszettel auf einem Blatt aus dem Mülleimer schreibe und den Zettel danach zum Einkaufen mitnehme.

Stehle ich da auch?

Es ist ja nur altes Papier.

Es ist und bleibt Diebstahl.



[ nachträglich editiert von dashandwerk ]
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12.04.2011 08:53 Uhr von BK
 
+6 | -46
 
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12.04.2011 08:56 Uhr von Iceman_211984
 
+17 | -9
 
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Rein Rechtlich gesehen: Also rein rechtlich gesehen ist das folgendermaßen:
Wenn man etwas in den Müll wirft bzw. an die Straße zum Sperrmüll stellt, hat der eigentliche Eigentümer seinen Eigentumsanspruch aufgegeben. D.h. jeder der was damit anfangen kann, darf es seelenruhig mitnehmen bzw. in diesem Fall essen.
Das Entsorgungsunternehmen ist erst Eigentümer, wenn dieser Bereits abgeholt wurde. Sprich wenn sich der Abfall auf oder in dem LKW des Entsorgungsunternehmen befindet. In dem Zeitraum dazwischen gehört es niemandem.
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12.04.2011 08:58 Uhr von BK
 
+8 | -25
 
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12.04.2011 09:05 Uhr von mcWIWI
 
+37 | -1
 
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wahnsinn: Wie ungerecht die Welt ist.
Wenn man Müll isst wird man betraft, aber wenn Politiker öffentlich fälschen und Straftaten begehen werden sie verschont?!?!?!

SINN?
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12.04.2011 09:26 Uhr von Iceman_211984
 
+12 | -5
 
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Les dir deinen gelinkten Wikipedia Artikel noch mal ganz genau durch, lass es sacken und versuchs nochmal mit nem vernünftigen Kommentar.

Kleine Hilfestellung:

...geschieht nach deutschem Sachenrecht bei beweglichen Sachen gem. § 959 BGB durch Besitzaufgabe mit dem Willen, das Eigentum erlöschen zu lassen.
Die Sache wird dadurch HERRENLOS, so dass sie sich JEDER aneignen kann. Es hängt von den Umständen des EINZELFALLS ab, ob aus einer Besitzaufgabe auf den Verzichtswillen geschlossen werden KANN. Es ist etwa umstritten, ob die Bereitstellung von Gegenständen für den Sperrmüll zu einer Dereliktion führt, dies wird für den Standardfall von der herrschenden Meinung bejaht, TEILWEISE wird auf den EINZELFALL abgestellt und zur Zurückhaltung bei der Annahme einer auf Dereliktion gerichteten Erklärung gemahnt, in jedem Fall sind ggf. vorhandene Abfallsatzungen zu beachten, in denen eine ggf. erfolgende sofortige Aneignung, etwa der Gemeinde, geregelt sein kann.

Man beachte noch die Abkürzung ggf. (gegebenenfalls)

Einzelfälle gibt es immer. Ich spreche allerdings vom Regelfall.

[ nachträglich editiert von Iceman_211984 ]
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12.04.2011 09:35 Uhr von BK
 
+1 | -12
 
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12.04.2011 09:40 Uhr von JunkyardDog
 
+16 | -1
 
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Was für eine Zeit in der Arbeitnehmer Essen aus dem Müll essen müssen.
in der der Arbeitgeber daraufhin sogar diesen Umstand noch für seine Zwecke ausnutzt...
in der darüber sogar noch in den Nachrichten gestritten werden kann.

Wie tief sinken wir eigentlich noch?
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12.04.2011 09:43 Uhr von GroundHound
 
+10 | -2
 
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Recht: Auch hier mal wieder ein schönes Beispiel, dass Recht nichts mit Logik, oder mit gesundem Menschenverstand zu tun haben muss. Und gerecht muss es schon mal gar nicht sein.

Wenn ein Chef seinen Mitarbeiter dafür feuert, dass der sich was aus dem Müll holt, dann stand der Mann schon vorher auf der Abschussliste.
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12.04.2011 09:44 Uhr von bono2k1
 
+12 | -5
 
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Lasst BK einfach weiterlabern.

Schon lustig - Ich denke man muss nur einfach genug klauen/stehlen, dann wird man eher hofiert als bestraft. Hierzu gibt es leider mehr als genug Beispiele...

Und was BK hier so absondert ist nichts weiter als dumpfes Rumgetrolle, da er sehr genau weiss wie lächerlich dieser Fall ist. Nur leider gibt es wohl wirklich Subjekte wie BK, die Sauber- und Biedermänner der Nation. Ziemlich ekelhaft.

Ich hoffe sehr dass dieser junge Mann eine ordentliche Abfindung bekommt - hier hat der Arbeitgeber einfach wieder einen Grund gesucht um einen ungeliebten Mitarbeiter zu entsorgen.

Wir brauchen einen anständigen Aufstand - nicht einen Aufstand der Empörten, BKchen...
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12.04.2011 09:45 Uhr von Daniele
 
+1 | -1
 
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Muss nicht nur an Diebstahl liegen Der Arbeitgeber kann damit begründen, dass das Vertrauensverhältnis zerstört ist. Eine Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers ist nicht zuzumuten. Ich denke mal, dass eine Abmahnung zwar genügen würde. Man wird ihn aber auf den Kicker haben und selbst das Arbeitsklima wäre ziemlich belastet. Aber ich muss meinem Vorredner (Originell) recht geben. Im Einzelhandel geht es schon krass zu. Im extremen Fall ist man schon von Kopf bis Fuss als Dieb gesehen. Um Leute aus dem Einzelhandel schnell los zu werden, braucht man diese nur an die Kasse setzen. Schon geringe Differenzen in der Kasse und man bekommt eine Abmahnung schneller als der Meeresspiegel steigen kann, Ich kann nur aus meiner Erfahrung erzählen, die mal erlebt habe. Manch einer aus dem Betriebsrat war auch ganz schnell auf pro Arbeitgeber.
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12.04.2011 09:52 Uhr von shadow#
 
+12 | -1
 
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Bitte den Namen des Ladens veröffentlichen Ich würde gerne wissen wo ich nicht mehr einkaufen will.

Und der Typ kündigt auch noch selbst und reitet sich damit um so tiefer in die Scheisse...
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12.04.2011 09:55 Uhr von U.R.Wankers
 
+6 | -1
 
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wegen 50 Cent den Job riskiert die Methode aufdie Art Mitarbeiter loszuwerden ist doch bekannt...

Halte das auch für schäbiges Verhalten, aber die Sachlage ist bekannt.

Kann man die Leute wirklich zwingen, in solchen Fällen selbst zu kündigen? Es kann doch niemand gezwungen werden, irgend etwas zu unterschreiben.

[ nachträglich editiert von U.R.Wankers ]
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12.04.2011 10:07 Uhr von BK
 
+2 | -18
 
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12.04.2011 10:08 Uhr von Azureon
 
+14 | -1
 
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Gut dass ich in einem vernünftigen Unternehmen arbeite. Ich kann mein Handy laden, Druckerpapier benutzen, meinen Laptop ans interne Netz hängen, Traffic verbraten usw. und es juckt keine Sau.

Der Chef mag zwar rechtlich gesehen im Recht sein. Moralisch ist er nicht mehr wert als das was im Abfalleimer liegt: Müll hoch 10.
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12.04.2011 10:08 Uhr von artefaktum
 
+9 | -1
 
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Die Sache kann man auch anders klären. Z.B. durch ein Gespräch oder von mir aus auch eine Abmahnung. So gehen erwachsene Menschen in der Regel miteinander um.
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12.04.2011 10:22 Uhr von artefaktum
 
+6 | -2
 
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@tsunami13: Genau das ist der Punkt. Freundliches Gespräch, Abmahnung, Kündigung. In dieser Reihenfolge würde man das unter erwachsenen Menschen klären, ohne gleich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. (In 99 Prozent der Fälle würde Punkt 1 schon ausreichen)

Da müssen dann aber irgendwelche "Superjuristen" Einspruch erheben, deren soziale Kompetenz um den Nullpunkt kreist.
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12.04.2011 10:32 Uhr von J4CK
 
+4 | -2
 
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du bist ja ein richtiger Paragraphnereiter. Ausser dem Gesetz gibt es noch ein anderes wort: Menschlichkeit!

Hast schonmal was von Kant und der Aufklaerung gehoert??

ich bitte Dich, zwei berliner ausm Muell!!

ich als Chef wuerde mich da freuen wenn mein Arbeiter nicht hungrig arbeiten muss.
Aus einem anderen standpunkt kann man noch sagen dass der seinen Arbeiter nicht anstaendig bezahlt wenn es zu soetwas kommt ;)
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12.04.2011 10:41 Uhr von BK
 
+2 | -14
 
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12.04.2011 10:54 Uhr von artefaktum
 
+4 | -1
 
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Wenn man sein Handy beim Arbeitsplatz lädt, ist das Diebstahl. Wenn man den Kugelschreiber des Arbeitgebers abends in seiner Hemdtasche vergisst und mit nach Hause nimmt, ist das Diebstahl, usw. Da gibt es tausend Möglichkeiten, einem was anzuhängen.

Was mich jetzt mal interessieren würde: Haben sich unsere "Superjuristen" denn dann auch selbst beim Arbeitgeber angezeigt? So konsequent muss man dann sein.
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12.04.2011 11:05 Uhr von BK
 
+1 | -12
 
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12.04.2011 11:08 Uhr von artefaktum
 
+2 | -2
 
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"VERGESSEN" ist was anderes !

Jetzt musst du aber konsequent sein in deiner Argumentation. Diebstahl ist Diebstahl!
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12.04.2011 11:12 Uhr von J4CK
 
+3 | -1
 
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ich sag es nochmal: Paragraphenreiter!!

Das Gesetz sagt es vielleicht, dass es Diebstahl ist, weil wir noch keinen Unterparagraphen entwickelt haben welcher menschen in solchen Situationen in schutz nimmt.

Fang mal an selber zu denken, und plapper nicht alles von anderen nach. Du nimmst als Grundlage deines Denkens nur die derzeitige Rechtsprechung. Und das BGB ist wohl deinene Bibel :D, da sind ja fundamentalistische moslems rationaler als du :D....sorry, ist nicht boes gemeint aber ich muss dich da ein wenig necken.

Gesetzer mein lieber haben nicht immer recht, da gibt es noch andere Beispiele dazu.

Sieh es doch als ganzes und ergruende dein Herz, ich finde es ist viel unmoralischer was der Chef getan hat als das was der Arbeiter, oder nicht??

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