11.04.11 13:41 Uhr
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Kapitän ignoriert Bitte eines Passagiers - Junge fast ertrunken

Am gestrigen Sonntag schipperte ein Ausflugsdampfer über die Spree. In Höhe der Lutherbrücke (Tiergarten) beobachtete ein 46-jähriger Passagier, wie sich ein Kleinkind gefährlich der Uferböschung näherte und kurz darauf ins Wasser fiel.

Der Passagier bat den Kapitän mehrmals sofort anzuhalten. Der weigerte sich jedoch. Daraufhin sprang der Mann über die Reling in die Spree und rettete das Kind. Er konnte den zweijährigen Jungen wohlbehalten aus dem Wasser holen.

Die Feuerwehr nahm die beiden in Empfang und versorgte sie. Der 46-jährige hatte dem Kleinkind das Leben gerettet. Gegen den Kapitän wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Die Eltern müssen mit einer Anzeige wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht rechnen.


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WebReporter: SaraEbersbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Hilfe, Feuerwehr, Passagier, Kapitän
Quelle: www.suite101.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2011 13:41 Uhr von SaraEbersbach
 
+9 | -4
 
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Es stimmt sehr bedenklich, wenn mögliche humanitäre Rettungsgedanken von rein ökonomischen Überlegungen verdrängt werden. Solche Gedanken hatte bestimmt der Kapitän, dem die Energie für das Manöver des Schiffes wertvoller waren, als einen Menschen zu retten. Dem Lebensretter gilt die Achtung und Bewunderung der ganzen Gesellschaft.
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11.04.2011 13:53 Uhr von Sir.Locke
 
+5 | -7
 
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@autorin: ein schiff ist kein auto mit dem man mal ebend so anhalten kann. die reine ermittlung wegen unterlassener hilfeleistung (hier gegen den kapitän) wird automatisch eingeleitet, wobei man wohl davon ausgehen kann das es wieder eingestellt wird. denn was soll der kapitän machen, einfach in die böschung schippern, und die passagiere gefährden?

gut das der passagier das kind retten konnte, aber der vorwurf gegen den kapitän ist wohl etwas überzogen...
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12.04.2011 19:27 Uhr von Nasa01
 
+1 | -0
 
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@Locke: Mit einem Ausflugsdampfer kann man schon "mal eben so anhalten" wenn man will.
Jetzt nicht den Fehler machen und einen Ausflugsdampfer auf der Spree mit einem Tanker auf dem Atlantik gleichsetzen.
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13.04.2011 19:28 Uhr von Jlaebbischer
 
+0 | -0
 
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Stimmt: Die Antriebswellen auf Zurück stellen in Verbindung mit dem Widerstand den Wasser sowieso auf den Bug ausübt, dürfte für einen recht schnellen Stillstand sorgen. Und schnell fahren die Ausflugsdampfer ja eh nicht. Die Leute wollen schliesslich etwas von der Umgebung zu sehen bekommen ;)

Aber Respekt für den Retter. Es sind schon verdammt viele ertrunken, da sie bei so einer Rettungsaktion die Kräfte des Flusses unterschätzt haben.

[ nachträglich editiert von Jlaebbischer ]

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