09.04.11 14:18 Uhr
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Massen-Crash auf A-19: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung?

Am gestrigen Freitag kam es auf der A-19 in der nähe von Kavelsdorf zu einer Massenkarambolage mit 80 Autos, acht Toten und 131 teils schwer Verletzten. Die Feuerwehr brauchte 20 Stunden, um alle Feuer zu löschen.

Grund für die Massenkarambolage war starker Wind, der Sand der umliegenden Felder aufwirbelte und wie eine Wand auf die Fahrbahn trieb. Er behinderte auch noch stundenlang die Rettungsaktion. Es war der schwerste Unfall, der sich je in Mecklenburg-Vorpommern ereignet hat.

Nun prüfen Experten der DEKRA, ob der Tatbestand der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung besteht. Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung. Es werde geprüft, ob einzelne Autofahrer zu unvorsichtig und zu schnell gefahren sind.


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WebReporter: Essig_Gurke
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Autobahn, Crash, Tötung
Quelle: www.bz-berlin.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.04.2011 14:18 Uhr von Essig_Gurke
 
+13 | -5
 
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Dieser Unfall ist echt tragisch und ich finde es ein wenig übertrieben, hier von Fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung etc. zu sprechen. Als die Autofahrer die "Sandwand" gesehen haben, oder in diese hinein gefahren sind, sind sie wahrscheinlich alle sofort in die Eisen gestiegen, was vollkommen nachvollziehbar ist. Aufgrund der Sichtweite von >2m.. waren die Unfälle vorprogrammiert.
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09.04.2011 14:23 Uhr von ChaosKatze
 
+3 | -5
 
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Völlig übertrieben ich geb dem Autor recht. So eine Sandwand wie sie da entstanden ist, passiert scheinbar in Meck-Pomm wohl im Moment häufiger, wenn ich mich an eine andere News erinnere, die ich gestern oder vorgestern gelesen hab, wo selbiges passiert ist.

Mein Beileid für die Opfer und die Hinterbliebenen.
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09.04.2011 14:37 Uhr von tfs
 
+5 | -16
 
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09.04.2011 14:55 Uhr von lina-i
 
+5 | -3
 
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Fahrlässigkeit liegt dann vor, wenn die Geschwindigkeit so hoch war, dass der Bremsweg deutlich größer als die Sichtweite ist.

Die Unfallspuren und die Wracks lassen auch von Laien erahnen, dass die gefahrenen Geschwindigkeiten deutlich höher waren, als es die Sichtweite gestattete. Auch war die Staubwand nicht plötzlich entstanden, sie bestand schon, als sich die Fahrzeuge der Unfallstelle näherten.

Da sich aber solche Sandstürme in Deutschland sehr selten ereignen, dürfte wohl niemand Erfahrungen besitzen, welche Bedingungen in einem Sandsturm herrschen und wie man diese aus weiterer Entfernung einschätzen kann. Höchstens Ortskundige hätten erkennen müssen, dass diese Wand dort nicht hin gehört.
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09.04.2011 15:00 Uhr von shathh
 
+11 | -7
 
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tfs: "Wenn irgend ein beknackter Vollidiot mit z.B. 250 über die Autobahn brettert, "

Alles klar, mach erstmal den Führerschein und dann reden wir wie Erwachsene weiter.
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09.04.2011 15:46 Uhr von thor76
 
+12 | -0
 
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Sicherlich ist dieser Crash tragisch und ein solcher Sandsturm ist selten in Deutschland. Sobald bei einem Verkehrsunfall Personen verletzt wird, ermittelt von Amtswegen erst einmal die Staatsanwaltschaft/ Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung. Also daher ein ganz normaler Vorgang.

Kommentare wie: "Wenn irgend ein beknackter Vollidiot mit z.B. 250 über die Autobahn brettert" sind hier vollkommen unangebracht und zeugen von Unwissenheit.
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09.04.2011 16:43 Uhr von GLOTIS2006
 
+1 | -2
 
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Haftbarkeit: Soweit ich weiß gibt es in Deutschland auch auf Autobahnen, auf denen keine Geschwindigkeitsbegrenzung herrscht eine Obergrenze, bis zu der der Fahrer nicht haftbar gemacht werden kann. Ab dieser Geschwindigkeit aufwärts jedoch wird dem Fahrer im Falle eines Unfalls grundsätzlich IMMER eine Mitschuld gegeben.

Korrigiert mich bitte, wenn das nicht mehr zutrifft.
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09.04.2011 16:45 Uhr von shathh
 
+4 | -0
 
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GLOTIS2006: Bei Geschwindigkeiten über 130 km/h geht man von einer erhöhten Betriebsgefahr aus. Dies bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass dem Fahrer automatisch eine Mitschuld gegeben wird. Das ist ein Irrglaube!
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09.04.2011 16:50 Uhr von GLOTIS2006
 
+3 | -2
 
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@shathh: Zumal man das sowieso im Nachhinein schlecht nachweisen könnte oder? Ich habe gerade nochmal nachgeschaut. Es gibt in Deutschland zumindest de jure gar keine Streckenabschnitte ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Wenn keine explizite Geschwindigkeitsbegrenzung vorliegt, gilt die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Wenn man NACHWEISLICH schneller gefahren ist und der eingetretene Unfall bei 130 km/h vermeidbar gewesen wäre, DANN bekommt man eine Teilschuld, aber das beweis mal jemand. Halte ich für fast unmöglich.
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09.04.2011 17:16 Uhr von chaoskraehe
 
+0 | -1
 
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hmmm: das dort heißt übrigens kavelsTorf, nicht kavelsDorf.

und zu den geschwindigkeitskommentaren hier:
auf der strecke der a19 kann man keine 250 oder so fahren, die fahrbahn ist einfach zu schlecht dort. naja, es sei denn, man will sich seine stoßdämpfer und so kaputt machen. die fahrbahn besteht größtenteils aus platten und geflickten löchern. das ist nicht immer so eine schöne geteerte autobahn wie die z.b. die a9.
ich bin mir gerade nicht sicher, aber ich denke dort ist noch eine beschränkung auf 130 km/h.
und bei dem sturm den wir hier gestern hatten, kann ich mir durchaus vorstellen, dass die sandwand sich mehr oder minder plötzlich erhob.
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10.04.2011 08:53 Uhr von KamalaKurt
 
+1 | -0
 
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Wie weit blickt ihr denn eigentlich voraus, wenn ihr im Auto sitzt? Nur kurz vor die Motorhaupe oder? Ein Sandsturm entsteht durch sehr starke Winde mit Sog nach oben. Dieses Phänomen entwickelt sich aber nicht plötzlich, sondern entsteht relativ langsam Bei einem Blickwinkel von 110-115° von Normalbürger ausgehend sollte man dann doch das Entstehen mitbekommen. Und wenn es irgendwo sehr ungewöhnlich dunkel wird, fahre ich persönlich langsam.

Aber das Verhalten der meisten Menchen bei solchen Naturkatastrophen it fast immer das Selbe. Neugierde!! So auch gesschehen beim Tsunamie am 26.12.2004 Ich habe die erten Fernsehübertragungen in Deutschland mitverfolgt. Da konnte man sehr unvernünftige Menschen sssehen, die nicht vor dem heranbrausenden Wasser geflohen sind, nein die habe ihre Kamera solange auf die Welle gehalten, bis diese dann die Unvernünftigen gegen irgendeine Hauswand geschmettert hat.

Gerade in Phuket sind sehr wenige Einheimische umgekommen, da die alle rechtzeitig ins Landesinnere geflohen sind. Gar nicht so dumm.

Man kann natürlich nicht von jedem verlangen, dass er wissen sollte, dass dort wo viel Wasser weggeht, kommt viel Wasser schnell zurück. Oder wie hier wenn es ungewöhnlich dunkel wird, dass da uneinschätzbare Energien freigesetzt wurden, die immer mit Gefahren verbunden sind. Aber man ollte immer Vorsicht walten lassen.


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Das ist doch lachhaft in diesem Blechknäuel anhand von Fahrzeugen feststellen zu wollen wer sich falsch verhalten hat. Selbst Zeugenaussagen würde ich aufgrund von Schockwirkung, oder der ein oder andere möchte sich bereichern, ablehnen.

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