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Außergewöhnlich starker Strahlungsausbruch im Sternbild Drache

Am 28. März ereignete sich im Sternbild Draco (Drache) ein außergewöhnlich starker Gammastrahlungsausbruch (GRB), der zuerst von dem Satelliten Swift registriert wurde. In den darauffolgenden Tagen wurde der weitere Verlauf des GRB zusätzlich mit anderen leistungsfähigen Instrumenten beobachtet.

Das Hubble-Teleskop wurde benutzt, um den Ursprungsort des Ausbruchs genauer zu lokalisieren. Er liegt im Zentrum einer 3,8 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie. Das ist ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass der GRB mit dem supermassiven Schwarzen Loch im Galaxienzentrum in Zusammenhang steht.

Beobachtungsdaten des Röntgenteleskops Chandra bestätigten die Annahme. Nach Meinung der Astronomen kam ein massiver Stern dem Schwarzen Loch zu nahe und wurde von dessen Gravitationskräften förmlich zerrissen. Der dabei erzeugte Partikeljet zeigt direkt auf die Erde und offenbart sich als extrem heller GRB.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Stern, Teleskop, Schwarzes Loch, Drache, Sternbild
Quelle: www.astropage.eu
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.04.2011 06:04 Uhr von alphanova
 
+24 | -2
 
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Ziemlich beeindruckende Bilder. Diese Studie ist ein gutes Beispiel dafür, wie das Zusammenwirken verschiedener Instrumente neue Erkenntnisse über eine gemachte Entdeckung liefern kann.
Der GRB trägt übrigens die Bezeichnung GRB 110328A, das passte nicht mehr mit in die News.
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08.04.2011 07:34 Uhr von sevenOaks
 
+5 | -3
 
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interessant, aber ich glaube, wir haben mit "strahlenungsausbrüchen" im moment auf der erde schon genug zu tun.. -.-
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08.04.2011 09:52 Uhr von Il_Ducatista
 
+0 | -6
 
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out: sorry, strahlung is zur zeit gigaout!
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08.04.2011 10:54 Uhr von FirstBorg
 
+3 | -0
 
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GRBs: Die Dinger sind schon übel. In so einem Jet steckt so viel Energie, das man Anfangs dachte es wäre viel mehr Energie drin als es im ganzen Universum geben sollte. Man wusste damals halt nicht das die ganze Energie nur in 2 Richtungen, statt komplett radial, ausgestrahlt wird.
Wenn sowas mal bei uns in der Milchstraße passiert, dann sollten alle hoffen das keiner der Jets auf die Erde zeigt, denn dann gäbe es garantiert das nächste Massensterben auf der Erde. Und dem kann nichts entkommen.

Es gab noch vor kurzem sogar einen Kandidaten dafür. Ein Stern namens WR104 oder so ähnlich. Der ist schon in der Endphase und man geht davon aus, dass wenn der hoch geht, es in einem GRB resultiert. Und Berechnungen zeigten auch das ein Jet direkt auf die Erde zeigen würde. Allerdings zeigen heute präzisere Berechnungen das der Jet wohl knapp an der Erde vorbei zielen wird.
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08.04.2011 11:03 Uhr von Highlander
 
+5 | -2
 
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Zitat: "Am 28. März ereignete sich im Sternbild Draco (Drache) ein außergewöhnlich starker Gammastrahlungsausbruch"

-> da passierte er nicht, sondern wurde bei uns gemessen.

da der Ursprung in einer fast 4 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie vermutet wird, ist das Ereignis also schon etwas älter...
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08.04.2011 13:21 Uhr von Leeson
 
+6 | -0
 
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Naja: direkt auch die Erde gerichtet ist n bisl übertrieben.
Der "Jet" dürfte einen großen Teil unserer Milchstraße getroffen haben.
Den selbst ein Laser fächert nach einigen Kilometern stark auf.
Deswegen ist die Intensität des "Jets", hier auch nicht mehr bedrohlich für uns.

@Highlander
Der 28.März stimmt doch, bloß vor knapp 3,8 Mrd.Jahren.
Eine Jahrezahl wurde ja nicht angegeben ;)

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