07.04.11 12:48 Uhr
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Hessische Schülerin wollte vor Gericht ihre Sechsen in Einsen ändern lassen

Eine hessische Schülerin hatte vor Gericht keinen Erfolg mit dem Vorhaben, ihre Sechsen in Einsen umwandeln zu lassen.

Das Kasseler Verwaltungsgericht wies die Klage ab, denn ihre guten Antworten in der Realabschlussprüfung hätte sie nur deshalb erzielt, weil sie die Fragen vorher wusste.

Ihr Vater ist bei dem Schulamt tätig und habe ihr vorher die Fragen verraten. Deshalb wurde ihre Prüfung mit "ungenügend" benotet und die Klage abgeschmettert. Dem Vater passierte nichts, denn beweisen konnte man seinen "Verrat" nicht.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Prozess, Klage, Betrug, Note
Quelle: www.sueddeutsche.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2011 12:59 Uhr von Slingshot
 
+44 | -1
 
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Der Vater bekommt keinen Ärger weil es keine Beweise gibt und die Schülerin erhält die Note ungenügend deswegen. Obwohl es da auch keine Beweise gibt. o_O´

Edit:
Eben die Quelle gelesen. Da wird die Situation klarer.

Die Lösungen der Schülerin stimmten zu sehr mit den Lösungsvorschlägen der Prüfung überein.

[ nachträglich editiert von Slingshot ]
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07.04.2011 13:02 Uhr von Holy-Devil
 
+22 | -4
 
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Ich verstehe irgendwie die News nicht.

Sie hatte gute Noten die wurden 6 bewertet wegen "Betrug"

Dem Vater konnte man den "Betrug" nicht nachweisen und er wurde folgerichtig nicht bestraft.

Die Tochter behält aber ihre Noten?

Irgendwie seltsam. Wer A sagt muss auch B sagen.
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07.04.2011 13:04 Uhr von Pils28
 
+6 | -4
 
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Denke auch, dass es eine Beweise zum Betrug gibt: und die Dame daher ungeschont davonkommen müsste.
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07.04.2011 13:13 Uhr von Lucianus
 
+13 | -2
 
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gut In Englisch und Deutsch, kann ich mir noch vorstellen das man herrausfiltern kann, wenn die Lösungen mit den Antworten zu sehr übereinstimmen. Aber in Mathe ?
Die Lösung ist richtig ... Betrugsversuch !!
Selbst der Lösungsweg ist bei Mathe jetzt nicht so enorm abwandelbar.

In der News fehlt klar das die (mMn auch unzureichende erklärung) der Quelle.
Mich würde zum Beispiel interessieren wie gut/schlecht diese Schülerin ansonsten ist/war.

Es steht eindeutig zu wenig in der News und auch Quelle als das ich mir ein gesamt Urteil bilden kann, von dem ausgehend was da steht:

Urteil umgehend anzweifeln. Wenn es nicht zweifelsfrei bewiesen werden kann das sie geschummelt hat, wozu sie allem anschein nach nicht in der Lage sind, ist eine 6 nicht zu rechtfertigen!
Unschuldig bis die Schuld bewiesen ist.

[ nachträglich editiert von Lucianus ]
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07.04.2011 13:48 Uhr von Noobinator
 
+10 | -10
 
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vollkommener Krampf: Anzweifeln! Zur Not bis zum Bundesgerichtshof!
Keine Beweise = keine Verurteilung

Ende, Aus und Amen!


Abgesehen davon, dass es keine Beweis gibt, solle man sich doch mal die Frage stellen was die Schülerin machen soll wenn sie von ihrem Vater die Lösungen bekommt.

Wegwerfen? Nichtansehen und stattdessen "normal" lernen?

Ich traue mich zu wetten, dass das niemand getan hätte.
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07.04.2011 13:49 Uhr von MikoStar
 
+9 | -3
 
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die Schülerin ist wohl selbst zu blöd zum fuschen. Natürlich kopiert man die Antwortmöglichkeiten nicht auch noch so auffällig, als hätte man irgendwas von Wikipedia kopiert und als Hausaufgabe in einer Laptop Klasse mit Internet vorgetragen.
Ganz klar die 6er verdient.
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07.04.2011 14:03 Uhr von Perisecor
 
+9 | -1
 
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@ Noobinator: Wenn du keine Ahnung von Rechtsthemen hast, lass es doch.

Erstens mal wäre die oberste Instanz das Bundesverwaltungsgericht, nicht der Bundesgerichtshof.

"Ende, Aus und Amen!"

Offenbar nicht, sonst hätte das Kasseler Verwaltungsgericht anders entschieden.

"Wegwerfen? Nichtansehen und stattdessen "normal" lernen?

Ich traue mich zu wetten, dass das niemand getan hätte. "

Das ist keine Ausrede. Wer erwischt wird, hat eben pech.
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07.04.2011 14:44 Uhr von spatenkind
 
+2 | -4
 
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schwachsinn: entweder wird keiner bestraft oder beide.
im zweifel für den angeklagten!

alternativ und als mittelding zur güte, könnte man ja auch anbieten die drei prüfungen neu zu schreiben. so find ich es unverschämt aufgrund von vermutungen (denn mehr sind es ja nicht ohne beweis) jemanden zu verurteilen. aber das kommt dabei raus wenn 2 verkorkste systeme aufeinander treffen.
das deutsche schulsystem und das deutsche rechtssystem....
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07.04.2011 14:45 Uhr von Alero
 
+0 | -6
 
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Ich lach mich kaputt jetzt werden deutsche Gerichte schon wegen Schulnoten bemüht. Das ist doch alles nicht mehr wahr....
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07.04.2011 14:57 Uhr von TrangleC
 
+4 | -3
 
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Äpfel und Birnen nicht durcheinanderbringen: An die Kommentatoren die meinen man müsse entweder Vater und Tochter bestrafen oder keinen von beiden:

Schulnoten werden nicht von Juristen in Gerichtsverfahren vergeben, sondern von Lehrern.

Wenn ein Lehrer meint dass ein Schüler in einer Prüfung betrogen hat, dann ist völlig wurst wie und ob der Vater sich dabei strafbar gemacht hat oder nicht.

Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

In einem Strafverfahren vor Gericht gilt die Unschuldsvermutung, bei der Korrektur einer Prüfung nicht. Da ist dem Lehrer, dem Prüfungsausschuss und anderen Instanzen des Schulwesens überlassen eine Bewertung der Leistung des Schülers abzugeben.

Wenn nun ein Schüler eine Prüfung abgibt die 100% mit den Beispiellösungen übereinstimmt, dann wird jeder Lehrer davon ausgehen dass da Betrug im Spiel ist. Ob man nun dem Vater vor Gericht nachweisen kann dass er dahinter steckt ist eine ganz andere Sache.


Ich bin im Studium auch schon wegen seltsamer Begründungen durch Prüfungen gefallen. Im C+ Programmier-Kurs (nicht der richtige Name des Kurses, versteht sich, aber weniger irreführend) im ersten Semester war ich sowas wie "Klassenbester". Hab ständig anderen Studenten geholfen usw. In der Prüfung bin ich dann etwas arrogant geworden und habe Sachen in das Programm eingebaut die garnicht verlangt waren. Reine Angeberei. Ich bin dann durchgefallen obwohl mein programm alles konnte was verlangt war und als ich den Professor gefragt habe warum meinte er: "Wenn sie das alles weggelassen hätten, wäre es perfekt gewesen. Sind sie Pisaner? Verstehen sie die Aufgabentexte nicht?"
Beim zweiten Versuch hab ich dann stur nur gemacht was verlangt war und die volle Punktzahl bekommen.

Als Schüler und als Student muss man sich eben mit der Deutungshoheit der Lehrer und Professoren abfinden. Da kann man nichts machen.
Ein Betrugsverfahren vor Gericht ist was ganz anderes.

[ nachträglich editiert von TrangleC ]
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07.04.2011 15:20 Uhr von JesusSchmidt
 
+1 | -1
 
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@TrangleC: ende der 90er hiess es aufm gymnasium, dass man für eine 1+ mehr als 100% liefern soll. wie willst du da 15 punkte bekommen, wenn du keine zusatzaufgabe bekommst und nicht mehr machst als verlangt ist?

natürlich wird sowas vorab geklärt.

im übrigen ist es völlig legitim, im einzelfall noten anzufechten. lehrer sind nicht unfehlbar.
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07.04.2011 15:25 Uhr von spatenkind
 
+3 | -2
 
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trangleC: du bringst leider gerade birnen und äpfel durcheinander.
eine uni ist in keinster weise vergleichbar mit einer realschule.
dein prof hat dich auch auch nicht durchrasseln lassen weil du alles richtig hattest, sondern weil du dich nicht an die aufgabenstellung gehalten hast. gerade beim programmieren zählt auch die länge des codes um die geschwindigkeit zu optimieren.
ich kenn das aber mit dem programmieren, das geht ganz gerne schonmal mit einem durch und man versucht den andern zu zeigen was man drauf hat ;-)

bei der realschülerin ist es aber anders. sie hat die aufgaben richtig gelöst und wenn sie alles richtig hatte und den lösungsweg auch nachvollziehbar (mathe) dann DARF aufgrund von vermutungen keine 6 gegeben werden. sie wurde schließlich nicht beim schummeln erwicht und es gibt keine beweise.
es gibt ja auch unzählige möglichkeiten das nach zu prüfen, sei es durch eine mündliche prüfung oder eine schriftliche.

achja ich hatte auch mal so eine situation. durch zufall hatte ich in ner programmier klausur haargenau die musterlösung. (wer programmieren kennt weiss dass es äußerst selten passiert) der lehrer hat auch vermutet dass ich irgendwie an die lösungen gekommen bin, aber dem war nicht so und er konnte mir auch nichts nachweisen.

[ nachträglich editiert von spatenkind ]
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07.04.2011 15:43 Uhr von TrangleC
 
+4 | -2
 
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@ JesusSchmidt & spatenkind: Ihr hängt euch da an einem Detail auf das eigentlich völlig irrelevant für die Grundaussage meines Beitrages ist und das ich nur zur Auflockerung nachträglich reineditiert habe.

Die Anektode mit der C+ Prüfung war nur ein Beispiel. Ich hätte auch andere bringen können.

An der Grundaussage meines Beitrages dass es einen fundamentalen Unterschied zwischen Gerichtsverfahren und Schulnoten gibt ändert das nichts.

Juristen brauchen Beweise, Lehrer nicht.

Stellt euch vor ein Professor dürfe einen nur dann durch eine Prüfung fallen lassen wenn er einem beweisen könnte dass man den Stoff nicht beherrscht.
Wie soll das gehen?
Genug Leute fallen durch Prüfungen obwohl sie den Stoff kennen, weil sie sich an dem Tag nicht gut fühlen, oder weil sie zu nervös sind oder weil sie von persönlichen Problemen abgelenkt sind.

Das sollte mein Beispiel aufzeigen. Dass Prüfungen und Noten keine reine Schwarz-Weis-Sache sind, sondern von der Meinung des Prüfers abhängen und das ist auf Schulen das selbe wie auf Unis. Ich bringe da also nichts durcheinander.

Das die persönliche Meinung des Prüfers/Lehrers über einen entscheidet ist eben ein Risiko mit dem man sich als Prüfling abfinden muss, als Angeklagter vor Gericht aber zum Glück nicht.

Wenn ein Schüler in einer relativ umfangreichen Mittlere Reife Prüfung tatsächlich etwas abliefert das 100% dem Beispiel-Lösungsweg entspricht, dann ist das eben sehr verdächtig und in so einem Fall wird jeder Lehrer von Betrug ausgehen.
Das ist eben so.
Wenn sie unschuldig ist und es ein riesiger aber reiner Zufall ist dass sie 4 oder 5 Aufgaben (oder wieviele man in der Mittleren Reife macht) genau so gelöst hat wie derjenige der das Muster erstellt hat, dann ist das eben extremes Pech.
Das ist das von mir erwähnte Risiko mit dem man leben muss.

Dem Vater deshalb vor Gericht Betrug nachweisen zu können ist eine ganz andere Geschichte.
Wie gesagt, Äpfel und Birnen.

Und wenn sie unschuldig ist und so gut ist dass sie zufällig alles ganz genau so macht wie der Lehrer der die Musterprüfung durchgerechnet hat, wird sie ja wohl schon vor der Prüfung so viele perfekte Klassenarbeiten abgeliefert haben dass sie trotz einer 6 in der Abschlussprüfung noch den Abschluss schafft, oder?
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07.04.2011 16:19 Uhr von ElChefo
 
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TrangleC: Das Problem hier allerdings, womit es auch durchaus juristisch - und damit auch vergleichbar mit dem Fall des Vaters wird, ist, das die Note "ungenügend" nur bei Leistungsverweigerung vergeben werden darf.
Praktisches Beispiel hierzu:
In einer Berufskolleg-Klasse wird eine Klausur geschrieben. Ein Schüler gibt direkt nach Lektüre des Aufgabenbogens ein leeres Blatt (abgesehen von Name, Datum, Klasse) ab. Ein weiterer Schüler schreibt die kompletten 90 Minuten durch, erreicht aber aufgrund von frappierenden Wissensmängeln nur 0 Punkte. Vergeben werden eine 6 und eine 5. Die darauf folgende Beschwerde an die Schulleitung wird abgewiesen mit dem Verweis auf den Vorsatz des ersten Schülers und den zumindest erbrachten Versuch des zweiten.

Beide Bewertungsenden, also 1+ sowie 6 sind grundsätzlich begründungspflichtig, also etwa mit dem Nachweis der Exzellenz auf der einen Seite oder etwa dem Nachweis eines fehlenden Attestes zur Abwesenheit (was einen Nachschreibtermin rechtfertigen würde, wäre es vorgelegt worden). Ansonsten hat der Lehrer eine Menge Ermessensspielraum - gerade was SoMi-Noten angeht. In Klausuren allerdings schmälert sich das, eben über prozentuale Verteilung sowie gerade genannte Begründungspflicht. Ist eine Begründung erbracht, kann man aber auch kaum noch anfechten.

Im vorliegenden Fall allerdings steht da doch die Logik der Benotung entgegen. Fehlt der Beweis des Täuschungsversuches (aufgrund dessen ja auch der Vater nicht belangt werden konnte), fehlt somit auch die Begründung zur schlechtesmöglichen Notenvergabe.

Und am Rande erwähnt: Ein Abschlussfach mit einer 0-Punkte-Wertung führt automatisch auch zum Nichtbestehen, vollkommen irrelevant, welche Noten sonst vorliegen.
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07.04.2011 17:05 Uhr von Xanoskar
 
+2 | -4
 
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Falsch Trangle: auch ein Lehrer muss seine Note begründen können und wer nicht beim schummeln erwischt wurde hat nicht geschummelt, ich würde mir hier einen hund von Anwalt suchen und ihn auf Schadensersatz verklagen denn als Realschüler verdiene ich etliche 100€ weniger im Monat gerechnet auf mein Leben sind es einige 100.000€ der würde bluten..

Denn es gibt keinen Nachweis des Betruges, und selbst wenn es ihn gäbe so steht im Schulgesetz, dass man die Klausur/Prüfung wiederholen darf/muss.

wenn du schon mit sachen um dich wirfst dann informiere dich lehrer haben keine allmacht davor schützt uns der rechtsstaat denn die Schulbildung ist ein grundgerüst dieses Rechtstaates und steht damit unter dem besonderen Schutz hinzukommt das Pedanten Lehrer einfach zusammengeschlagen gehören. buhhuuuu ich ruf zur Gewalt auf, aber wer ein Arschloch ist muss mit den konsequenzen rechnen und ich befürworte selbstjustiz wo der rechtsstaat versagt.
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07.04.2011 17:47 Uhr von TrangleC
 
+2 | -1
 
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@ Xanoskar: Ich weiß ja nicht auf was für eine Schule du gegangen bist, aber zu meiner Zeit, auf meiner Schule hat sich nie ein Lehrer die Mühe gemacht Beweise dafür zu sammeln dass ein Schüler schummelt.

Wenn einer nach der Meinung des Lehrers zu oft die Augen auf dem Nachbartisch hatte, dann war eben irgendwann Schluss.

Du verlangst Sachen die in der Praxis einfach unmöglich sind.

Man kann auf Schulen nicht vorgehen wie in Gerichtssälen.

Eins sollte man sich auch mal in Erinnerung rufen. Die Schulpflicht ist eine relativ neue Sache. Wir sind in dieses System geboren worden indem wir Schule ganz automatisch mit Staatsgewalt und somit rechststaatlichen Standards in Verbindung bringen.

Für die meiste Zeit war das nicht so und in vielen Ländern auf der Welt ist das auch heute noch nicht so.
Auf Schulen ging man mal freiwillig. Schüler gingen zu Lehrern und haben sie darum gebeten ihnen was beizubringen und haben sich dann selbstverständlich auch dem Urteil des Lehrers über ihre Leistungen unterworfen.

Ja, heutzutage muss man zur Schule gehen und Lehrer sind Staatsangestellte, aber die Grundzüge des Systems kommen aus einer anderen Zeit und der Umstand dass Lehrer keinen Anwalt zurate ziehen müssen wenn sie einen Schüler wegen Abschreibens bestrafen ist erstens ein Überbleibsel aus dieser Zeit und zweitens auch in modernen Zeiten eine logistische Notwendigkeit.

Wie soll denn die Alternative aussehen?
Wie soll ein Lehrer einem Schüler juristisch einwandfrei Betrug nachweisen? Wenn einer abschreibt und nur der Lehrer das sieht, steht sein Wort gegen das des Schülers, ohne einen physischen Beweis und das bedeutet juristisch fast immer einen Freispruch.
Und was bedeutet es noch? Die völlige Auflösung und Untergrabung der Authorität eines Lehrers und somit des gesamten Schulsystems.


Du kannst mich ja für so blöd und uninformiert halten wie du willst, aber das Gericht hat so entschieden und wir sind nicht in Amerika wo der wichtigste Faktor in jedem Verfahren die Redegewandtheit des Anwalts ist. Es wird also logische Gründe für die Abweisung der Klage geben.

[ nachträglich editiert von TrangleC ]
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07.04.2011 18:07 Uhr von nobody4589
 
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@TrangleC & ElChefo: Ihr habt beide in gewissen Punkten unrecht:
"Ein Schüler gibt direkt nach Lektüre des Aufgabenbogens ein leeres Blatt (abgesehen von Name, Datum, Klasse) ab. Ein weiterer Schüler schreibt die kompletten 90 Minuten durch, erreicht aber aufgrund von frappierenden Wissensmängeln nur 0 Punkte. Vergeben werden eine 6 und eine 5"

Es gibt beides mal ne 6. Es gibt genaue Punktelisten für sämtliche Stufen, nach denen sich die Lehrer richten müssen.
Im Regelfall hat ein Lehrer soviel Spielraum, dass er dann noch hier und da Punkte verteilen kann, wenn er der Meinung ist, das das vertretbar sei. Aber im Fall 0 Punkte liegt eine 6 vor.

"Ich weiß ja nicht auf was für eine Schule du gegangen bist, aber zu meiner Zeit, auf meiner Schule hat sich nie ein Lehrer die Mühe gemacht Beweise dafür zu sammeln dass ein Schüler schummelt."

Der Lehrer muss für alles Beweise vorlegen, z.B. durch Einträge im Kursbuch. Natürlich liegt es in erster Instanz im Ermessenspielraum des Lehrers Leistung zu beurteilen. Wenn ein Schüler die Situation jedoch komplett anders sieht, muss der Lehrer beweise vorlegen, oder auf frischer Tat ertappen("Wenn einer nach der Meinung des Lehrers zu oft die Augen auf dem Nachbartisch hatte, dann war eben irgendwann Schluss"). Auch kann er notentechnisch ausserhalb der Obligatorik Feststelungsprüfungen ansetzen, um Schülern zu beweisen, dass die Notenwahl berechtigt war.

Uni ist da noch wieder eine andere Sache.
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07.04.2011 18:15 Uhr von TrangleC
 
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@ nobody4589: Die Schülerin in diesem Fall konnte man nicht auf frischer Tat erwischen.

(Ich bin kein Jurist, aber ich hab einen in der Familie und soweit ich mich an Gespräche mit dem erinnere gibt es konkrete Voraussetzungen dafür wann jemand als "auf frischer Tat erwischt" gilt und wann nicht und ich glaube dass die auf das "Rüberschielen" in einer Klassenarbeit nicht wirklich anwendbar sind. Er hat ja kein Diebesgut in der Tasche oder sowas.)

Wie man es dreht und wendet, man kann einfach nicht immer alles beweisen.
Leuten in gewissen Positionen muss man eben das Recht zugestehen gewisse Entscheidungen zu treffen ohne sich jedesmal einem juristischen Verfahren zu unterziehen.
Anders wäre der Staat nicht funktionsfähig.

Die Klage wurde abgewiesen. Es gab kein Gerichtsverfahren und somit keinen Grund einen Anwalt wegen mangelnder Leistung zu verklagen (@ Xanoskar).
Und warum wurde die Klage abgewiesen?
Aus dem Grund von dem ich die ganze Zeit rede, weil sowas nichts vor Gericht zu suchen hat.
Man würde doch Pandoras Box öffnen wenn man jede Entscheidung eines Staatsvertreters vor Gericht verhandeln würde.

Die Gesellschaft hat sich eben, weil es nicht anders geht, darauf geeinigt den Lehrern die Macht zu geben ohne Beweispflicht solche Urteile über die Leistungen ihrer Schüler sprechen zu können.

Lehrer sind ja nicht die einzige solche Gruppe.

Man nehme beispielsweise Politessen.
Eine Politesse kann auch Strafzettel verteilen ohne juristisch einwandfrei nachweisen zu müssen dass das Auto des Bestraften wirklich im Halteverbot stand.
Man kann zwar Einspruch gegen Strafzettel erheben, aber da liegt dann die Beweispflicht beim Einsprucherhebenden. Die Politesse muss nichts beweisen.


Mir geht es nur darum dass man nicht die Beweispflicht in einem juristischen Verfahren mit irgendwas ausserhalb solcher Verfahren durcheinanderwürfelt.


Ich wiederhole mich: Ob der Vater vor Gericht wegen Betruges verurteilt wird oder nicht hat nichts damit zu tun ob die Lehrer zu dem Schluss kommen dass die Tochter in der Prüfung geschummelt hat.

[ nachträglich editiert von TrangleC ]
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07.04.2011 18:34 Uhr von Winkle
 
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mein Gott, ist doch ganz einfach das Gericht war aufgrund der markanten Übereinstimmungen davon überzeugt, dass die Schülerin die Lösungen kannte. -> Gerichtsentscheidung gegen Tochter aufgrund von ausreichenden Inidizen (s. auch Indizienprozeß)

Dass diese Lösungen aber auch wirklich von dem Vater kamen, konnte man, auch wenn es nahe lag, nicht beweisen, es ist nicht sicher auszuschliessen, daß die Tochter die Lösungen theoretisch auch woanders her hat -> Freispruch für den Vater

[ nachträglich editiert von Winkle ]
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07.04.2011 18:37 Uhr von BigTX
 
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@TrangleC: du kannst auch an der Uni jede Note anfechten. Jede einzelne! Bei uns gibt es Klausureinsichtstermine da schaust du dir die benotete Klausur an, wenn du einen Fehler etc. findest machst du nen Termin mit dem Dozenten und besprichst das. Du kannst das bis zum Dekan eskalieren lassen und dann wäre der nächste Schritt gerichtl. Wobei du natürlich gleich den gerichtlichen Weg wählen kannst.. Wie kommst du denn darauf, dass Lehrer/Dozenten eine Hoheit über die Noten haben?! Wir hatten mal ne müdnliche Prüfung in der nur 1 Dozentin saß die gleichzeitig bewertet UND Protokoll geschrieben hat. Ich glaube ich muss niemanden erklären wie viele ihre Note da erfolgreich nach oben korrigiert haben.
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07.04.2011 19:04 Uhr von ElChefo
 
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nobody: "Es gibt beides mal ne 6. Es gibt genaue Punktelisten für sämtliche Stufen, nach denen sich die Lehrer richten müssen."

Ich habe nicht ohne weiteres "praktisches" vor das Wort "Beispiel" gestellt. Vor etwa 3 Wochen am Berufskolleg, das ich momentan besuche, geschehen. Inklusive unmittelbare Leitungsbeschwere, Zurückweisung, Verweis an nächsthöhere Instanz (Kultusministerium), erneuter Prüfung und erneuter Zurückweisung.
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08.04.2011 18:37 Uhr von bennosr
 
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betrug.. fertig! wenn man in mehreren faechen nahe der musterloesung ist, geht jeder normale mensch von betrug aus.. zu recht. wenn es in einem fach so ist, ok dann ist es vielleicht zufall. das kann man muendlich klaeren.
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09.04.2011 02:50 Uhr von Uyless
 
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wer sich beim schummeln erwischen lässt gehört nicht aufs gymnasium.

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