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Bofrost-Millionär klagt gegen Veröffentlichung seines Vermögens (Update)

Weil das "Manager Magazin" ihn in die Liste der 500 reichsten Deutschen aufgenommen hat und sein Vermögen auf 950 Millionen Euro geschätzt hat, klagt Josef B. nun gegen die Zeitschrift.

Der "Bofrost"-Millionär ist nicht damit einverstanden, dass sein Vermögen öffentlich gemacht wird. Sein Anwalt erklärte, B. lebe inzwischen zurückgezogen und habe Angst vor Kriminellen. (Shortnews berichtete)

Das "Manager Magazin" sagt, die Liste sei von öffentlichem und gesellschaftlichem Interesse. Zum ersten Mal klagt in Deutschland ein Millionär gegen die Presse, die sein Vermögen schätzt. Es sieht auch so aus, als ob die Klage abgewiesen werden wird.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Klage, Millionär, Veröffentlichung, Vermögen, Schätzung, Bofrost
Quelle: www.sueddeutsche.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2011 12:22 Uhr von Hawkeye1976
 
+14 | -0
 
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Braucht ja auch viel Geld für die Alimente ;): http://www.youtube.com/...
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07.04.2011 12:44 Uhr von EvilMoe523
 
+12 | -14
 
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Ich glaube da kann eher Jemand seinen Hals nicht voll genug bekommen und nimmt noch sämtliche Peanuts mit die er bekommen kann, als dass wirklich Angst der Grund ist bzw. Bescheidenheit.

Erstens rückt er somit erst Recht in die Öffentlichkeit und macht auf sich aufmerksam und zweitens kann sich jeder noch so blöde Kriminelle auch ohne nähere Schätzung wenigstens ausmalen, dass der Kerl schweine reich ist. Braucht man da einen Zahlenwert?

Zudem ist es eine Schätzung und keine Veröffentlichung der Umsatzzahlen des Unternehmens.

[ nachträglich editiert von EvilMoe523 ]
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07.04.2011 12:49 Uhr von deraufdersucheist
 
+7 | -9
 
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Also: ich denke niemand ist glücklich darüber namentlich in einer Vermögens-Rankingliste aufgeführt zu werden.

Ich stelle mir vor ich gewinne irgendwann einmal 150 Millionen und stehe dann im Folgejahr in irgendeinem Heft als 499. - Reichster drin. Nein das möchte ich wirklich nicht.

Die wirklich Reichen jedoch wie die Milliardäre, von denen man ja sowieso weiss, dass sie Kohle ohne Ende haben (Industrielle, Erben etc), bei denen ist es ja wirklich Wurst ob es so ein Ranking gibt oder nicht.
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07.04.2011 12:50 Uhr von S8472
 
+18 | -1
 
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Happy Streisandeffekt: http://de.wikipedia.org/...

Also ich habe bis vorhin nicht darüber nachgedacht, wer und wie viel Geld jemand mit dem Unternehmen bofrost* macht. :)
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07.04.2011 12:59 Uhr von Alice_undergrounD
 
+2 | -7
 
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josef b. heisst whh. josef bofrost^^
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07.04.2011 13:00 Uhr von Mehlano
 
+16 | -0
 
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Tja leid tun mir immer nur die Bofrost-Fahrer.
Die quasi Selbstständige sind... inkl. aller damit verbundenen Repressalien.
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07.04.2011 13:18 Uhr von w0rkaholic
 
+1 | -2
 
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Der Bofrost-Mann: http://www.youtube.com/...
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07.04.2011 13:22 Uhr von MikoStar
 
+11 | -8
 
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ich gebe dem Mann vollkommen recht. Wenn man sowas nicht will, dann ist das doch wohl verständlich.
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07.04.2011 13:28 Uhr von sesh
 
+1 | -0
 
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googlen nach "bofrost": unter den ersten Links eine Meldung des FOCUS. Da steht der echte Name.
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07.04.2011 13:56 Uhr von JesusSchmidt
 
+4 | -3
 
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warum wird "Josef Boquoi" abgekürzt? namen von firmeninhabern sind kein geheimnis.

oder greift hier schon sowas wie "täterschutz". schliesslich ist bofrost nicht großartig anders als andere hausierer. rechtlich mindestens fragwürdig.

neulich wollte mir so´n bofrost-typ an der haustür ´n katalog andrehen. nachdem ich zugestimmt habe, wollte der meine telefonnumer, weil angeblich jemand anrufen muss, um zu prüfen, dass der katalog wirklich abgegeben wurde... er hat also seinen katalog wieder mitgenommen... :-)
ich habe die liste kurz gesehen - der hatte da einiges an nummern draufstehen - vermutlich viele ältere menschen, die nicht wissen, was sie tun.

wie kann man denn als unternehmen riesige gewinne einfahren, obwohl die angebotenen produkte teuer sind und nichts besonderes? in nahezu jedem einkaufsmarkt gibt es tiefkühlkost und lieferservice gibt es meist auch.
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07.04.2011 13:56 Uhr von Alice_undergrounD
 
+0 | -1
 
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@ sesh: er steht auch in der quelle ;)
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07.04.2011 14:58 Uhr von grandmasterchef
 
+5 | -0
 
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@Jesus: War bei mir genauso, ironischerweise war die woche da vor noch wer von "Eismann" da.


Katalog schön und gut, aber als die dann noch die Adressdaten wollten...

ich meinte so: "wenn dann melden wir uns bei ihnen.. nich anders rum"

die so: "dann muss ich den katalog wieder mitnehmen"

Oo
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07.04.2011 15:05 Uhr von RitterFips
 
+3 | -1
 
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pech gehabt: Jetzt wo er son Rummel darum gemacht hat wird wohl des öfteren nach ihm gesucht.
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07.04.2011 15:37 Uhr von S8472
 
+1 | -0
 
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@grandmasterchef: Identisch bei mir passiert mit Eismann. Witzig. Allerdings war mir nicht bewusst, dass bofrost auch zu solchen Mitteln greift. Für meinen Haushalt allerdings auch zu spät. Meine Eltern sind seit vielen vielen Jahren Kunde bei bofrost und über die Qualität der Ware kann ich nichts schlechtes sagen.
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07.04.2011 17:51 Uhr von spencinator78
 
+3 | -0
 
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also mit 950 Millionen isser ja bald sogar Milliardär :D
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07.04.2011 18:35 Uhr von El Ceffe
 
+1 | -0
 
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könnte aber auch andere gründe haben: wenn mich nicht alles irrt gab es doch auch mal vorwürfe wegen lohndumping scheinselbständigkeit etc..
wenn ich mich nicht irre wird so mancher angestellter wenn der das liest nicht gerade voller wonne zur arbeit gehen...
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08.04.2011 02:19 Uhr von Sneik
 
+2 | -2
 
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hehe: soll er sich doch das Schweigen über sein Vermögen erkaufen :-P

aber im Ernst er hat Recht, es geht niemanden etwas an auch wenn man noch so reich ist handelt es sich doch um Privates
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08.04.2011 10:45 Uhr von soad08
 
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der hat: doch bestimmt nur angst vor der steuerfahndung, nicht vor kriminellen xD
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10.04.2011 07:57 Uhr von no_trespassing
 
+0 | -0
 
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Hoffentlich kriegen die Listenschreiber eine drauf: Es wäre ja noch schöner, wenn irgendjemand Behauptungen aus der Luft greifen kann und der Bescholtene muss das Gegenteil dann beweisen.

Das wäre genauso, als müsste man seine Unschuld beweisen.

Wenn ein Magazin behauptet, es habe Schätzungen angestellt, sollte es schon sehr transparent darlegen, wie diese Schätzungen zustande kommen.

Hinzu kommt die Doppelmoral - ich hoffe der BGH weiß zu würdigen, dass die Verlagseigner, die die Magazine herausgeben selbst nicht in den Vermögensrankings erscheinen wollen.

Solche Neidtabellen sind mit ein Grund, warum man sich besser aus dem Land zurückzieht.

Es wird dringend Zeit, so wie spickmich.de eine Bewertungsseite für Juristen bzw. speziell für Richter und die deren Urteile aufzubauen. Neben den Urteilen im Wortlaut sollten auch die Begründungen der mdl. Verhandlung mal genauestens aufgeführt werden.

Es geht bei diesem Fall nicht mehr allein um die Tatsache, dass ein Vermögender nicht in irgendwelchen Listen auftauchen will, sondern dass irgendwelche Verlage sich herausnehmen dürfen, Leute nach irgendwelchen Kategorien zu katalogisieren und das auch noch als "Wahrheit" verkaufen dürfen. Und wenn jemand dann sagt, das stimme nicht, dann müsse das der Betroffene beweisen und laut Richter "die Hosen runterlassen".

Korrekt müsste es so aussehen: Ein Magazin sagt: Bofrost-Mann hat 1 Milliarde, Bofrost-Mann klagt dagegen und sagt: Das stimmt nicht. Jetzt sollten die Schreiber genau darlegen, wieso sie vermuten, dass der Bofrost-Mann soviel hat.

Der Bofrost-Mann könnte jetzt allerdings sagen: Die Firmenanteile gehören jemand anderem, usw.
Dann wäre der Verlag gezwungen, Kontoauszüge, Gesellschafterverträge, usw. herbeizubringen. Und das können sie in der Regel nicht.

Der Verlag müsste juristisch dazu verpflichtet werden, ganz deutlich zu erwähnen, dass es sich um Schätzungen handelt, die ganz erheblich von der kolportierten Zahl abweichen können. Und wenn sie das groß genug und ausdrücklich dazuschreiben, dann verkaufen sich solche Rankings nicht mehr, denn dann könnte jeder diese Phantasie-Listen ohne Substanz verfassen.
Die Hefte verkaufen sich deshalb, weil die Magazine die kolportierten Zahlen als echt und wahr darstellen - und dagegen würde ich immer vorgehen, wenn diejenigen keine Beweise haben.

Sonst könnte man dasselbe so machen: Ganz groß auf ein Plakat schreiben: NACHBAR MÜLLERHUBER HAT KINDERPORNOS AUF SEINEM RECHNER! Und dann in Schriftgröße 8 darunter: geschätzt.
Wenn es nach dem Richter ginge, müsste der Nachbar im Prozess "die Hosen runterlassen" und allen Zugang zu seinem PC gewähren und zeigen, dass es nicht so ist.

Jeder klar denkende Mensch muss einfach erkennen, dass es gegen common sense, gegen die guten Sitten und jedes normale Rechtsverständnis verstößt, dem Bescholtenen auch noch zuzumuten, einen Gegenbeweis zu erbringen, andernfalls sei die aufgestellte Behauptung wahr.

Hier hat ein Richter wieder mal sein eigenes Richterrecht umsetzen wollen - wenigstens gibt er offen zu, dass er sich selbst unsicher ist, sonst würde er nicht um Revision und Grundsatzurteil geradezu betteln.

Und in diesem Fall ist es eben ein vermutlich sehr Vermögender, der durchaus die Mittel hat, bis zum BGH zu gehen.

Man muss sich allerdings vor Augen halten, dass solche Richtersprüche in den unteren Instanzen Tag für Tag in Amts- udn Landgerichten gefällt werden, wo die Richter ihre eigene Meinung als non-plus-ultra-Recht verkaufen, die meist erheblich vom allgemeinen Rechtsverständnis abweicht und selbstherrlich noch unter ihr "Urteil" schreiben: Die Revision ist nicht zugelassen.
Und dumm auch, wenn die völlig verquer Abgeurteilten sich keine Revision mehr leisten können.

Ich kann nur hoffen, dass der Bofrost-Typ den Schreibern mal die Grenzen aufzeigt - nicht weil unbedingt die Privatsphäre eines Vermögenden unbedingt geschützt werden muss, sondern weil es hier ums Prinzip geht, dass eine aus der Luft gegriffene Behauptung als "Wahrheit" verkauft werden darf, wenn der Betroffene sich nicht aktiv entlastet. Und das gefährdet im Kern das Rechtsstaatsprinzip.

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