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TV-Polizist "Harry" zerstörte Streifenwagen - Er muss ihn nicht bezahlen (Update)

Bei der Sat.1-Kultserie "Toto & Harry" gehen die beiden Bochumer Polizisten auf Streife und die Fernsehzuschauer können dabei sein.

Im Oktober 2007 waren die Zuschauer allerdings nicht dabei, als Thomas "Harry" Weinkauf mit Blaulicht über eine Kreuzung fuhr und mit einem Linienbus kollidierte. Der Schaden am Streifenwagen lag bei 22.000 Euro. Das Land NRW wollte den Polizisten zur Kasse bitten. [ShortNews berichtete]

Doch "Harry" zog vor Gericht. Das Land NRW argumentierte, dass er das Signalhorn einschalten hätte müssen. Doch da "Harry" auf dem Weg zu einem Einbruch war, durfte er dieses auslassen, um die Täter nicht zu warnen. Nun muss das Bundesland die Kosten tragen.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Polizist, Streifenwagen, Toto & Harry, Thomas Weinkauf
Quelle: www.bild.de
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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2011 08:19 Uhr von Jaecko
 
+12 | -48
 
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07.04.2011 08:31 Uhr von shathh
 
+54 | -5
 
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Jaecko: Ja, die Anwohner danken es, wenn nachts um 2 Uhr im Minutentakt Einsatzfahrzeuge mit eingeschaltetem Martinshorn durch die Wohngebiete fahren, "weil es ja Pflicht ist"...
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07.04.2011 08:35 Uhr von Boon
 
+60 | -5
 
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jeder: der verlangt, dass ein polizeiwagen immer mit folgetonhorn zum einsatz fährt hat einfach null ahnung von einsatztaktik. Wie schon erwähnt, fährt man bei einem einbruch sicher nicht mit folgetonhorn, da sonst die täter weglaufen sobald sie etwas hören. Dazu muss ich nicht jahrelange polizeiausbildung gemacht haben, damit man das kapiert...

Manche leute sind echt absolut weltfremd.. unglaublich
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07.04.2011 08:43 Uhr von BW-MAN
 
+12 | -6
 
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absolut richtig gehandelt ! das signalhorn ist ja wie, als würde man den einbrecher direkt zurufen "ich bin gleich da, verschwindet schnell"

habe jetzt nicht den §38 gelesen, aber ich denke, das es da auch außnahmen gibt, wo man das signalhorn nicht einsetzen darf. damit man eben die einbrechen noch fangen kann.

jeder sollte "eigendlich" das von der logik her verstehen.
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07.04.2011 09:02 Uhr von BW-MAN
 
+5 | -1
 
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@Flaming: das ist schwer zu sagen mit der entfernung.

also ich habe z.b. eine wache, die ca 3 km weg ist.
und nachts, wenn die allgemeine lautstärke sowieso schon sehr ruhig ist. hört man dann so ein signalhorn schon viel weiter. also z.b. am tage, wenn es laut ist.
der verkehr überlagert dann das signalhorn, so das die allgemeine reichweite vermindert wird.

ein schallwellenradar gibt es ja noch nicht :)
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07.04.2011 09:04 Uhr von rubberduck09
 
+9 | -0
 
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@Boon: Das ist taktisch schon korrekt, aber dann hat man auch keine ´Sonderrechte´ und kann sich eben nicht drauf verlassen, daß andere einfach mal eben Platz machen.
Auch _Das_ sollte man erwähnen. Dann muß man eben vorsichtiger fahren, wenn man es eilig hat.
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07.04.2011 09:04 Uhr von Jaecko
 
+10 | -2
 
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Wo genau hab ich hier behauptet, dass es in dieser Situation falsch war?

Lesen wir doch meine Aussage nochmal:
"Ohne Martinshorn kein Wegerecht nach §38".
Dies ist eine Tatsache, die so (in einer langen Form) in der StVO steht:

"Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn [...] ordnet an: "Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen"."

Dass es natürlich "Ausnahmen" gibt (Einbruch, Suizidandrohung aka "Ärger 7"), bei denen Martinshorn schlecht wäre, kommt vor.
In diesem Fall hat der Fahrer aber nicht wie ein bekloppter durch die Gegend zu rasen, sondern so, dass niemand anders gefährdet wird. Dies war bei "Harry" definitiv nicht der Fall. Oder waurm sonst ist das Fahrzeug zerstört?

Und das Argument, es aus zu lassen nur weils Nacht ist, geht nur so lange gut, bis was passiert. Dann ist das Geflenne wieder gross "Ja, hätte mans lieber eingeschaltet"

Ich bin auch bei ner Feuerwehr, und bei uns gibt es die Anordnung, auch nachts _MIT_ Martinshorn zu fahren, eben weil schon mal was passiert ist, das mit Horn vermeidbar gewesen wäre. Nur weils dunkel ist, werden andere Fahrzeuge nicht materiedurchlässig....

Und weil ichs grad wieder seh:
Nicht "Sonderrechte" (§35) und "Wegerechte" (§38) durcheinanderbringen! Für Sonderrechte braucht man nicht mal Blaulicht.

[ nachträglich editiert von Jaecko ]
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07.04.2011 09:06 Uhr von S0u1
 
+8 | -2
 
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@BW-MAN: "habe jetzt nicht den §38 gelesen, aber ich denke, das es da auch außnahmen gibt, wo man das signalhorn nicht einsetzen darf. damit man eben die einbrechen noch fangen kann."

Wenn ich mich recht erinnere, ist darin nur das Wegerecht für BOS Einsatzfahrzeuge geregelt (also Polizei, Feuerwehr, DRK etc.). Und das besagt eindeutig, dass du nur mit akkustischer Warnung einen Anspruch auf Wegerecht hast, aber selbst dann den Verkehr nicht gefährden darfst. Also selbst wenn du MIT akkustischem Signalhorn einen Unfall verursachst, bist du zumindest Teilschuldig wenn der Andere nicht grob fahrlässig gehandelt hat. Weil egal ob Sonderrechte oder Wegerechte ... den Verkehr darfst du zu keinem Zeitpunkt gefährden ... also musst du Theoretisch an jeder Kreuzung soweit langsam machen, um dich zu vergewissern dass alle anderen Verkehrsteilnehmer dich bemerkt haben und anhalten.
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07.04.2011 09:17 Uhr von JesusSchmidt
 
+3 | -1
 
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falsche fakten im vordergrund: der unfall war also 2007. seeeeeeeeeeeeehr neu. eigentlich geht es um das ergebnis der gerichtsverhandlung, die wohl kürzlich abgeschlossen wurde. schlecht geschrieben. die schlagzeile sugeriert auch, dass der unfall kürzlich stattfand.
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07.04.2011 09:19 Uhr von Aviator2005
 
+4 | -5
 
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... kann es Richtig sein, wenn Politiker Milliarden ungestraft verzocken und ein armer kleiner Streifenpolizist, im Rahmen seiner Pflichterfüllung, zur Kasse gebeten werden kann, wenn er einen Fehler macht?

..Scheiss Welt, friert mich ein und taut mich wieder auf, wenn sich etwas geändert haben solte.

// Zum Glück gab es keine Personenschäden //
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07.04.2011 09:21 Uhr von S8472
 
+4 | -0
 
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Immer mit der Ruhe: Es geht doch eigentlich gar nicht darum, ob Harry den Wagen selbst bezahlen muss, es geht um die Schuldfrage für die Versicherung. Ich gehe davon aus, dass kein Polizist bei einem Unfall im Dienst mit Eigenkapital dafür haften muss; dafür gibt es schließlich Versicherungen. Die Klärung der Schuldfrage ist vor allem wichtig für die Versicherung des Busunternehmens, denen ja bei dem Unfall (möglicherweise völlig schuldlos) auch ein Schaden entstanden ist, der reguliert werden muss.

Zu der Thematik mit dem Wegerechten muss ich sagen, dass es gut ist, dass es auch Ausnahmen gibt, allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass ein solchen Gesetz wichtig ist. Ich selbe habe durch einen Auffahrunfall ein Auto geschrottet, weil ein Krankenwagen, den ich nicht sehen, aber hören hätte können, ohne Signalton bei rot über eine Kreuzung gefahren ist. Natürlich bekam ich die Vollschuld für den Unfall, ich will mich auch nicht beklagen. Fakt ist allerdings, dass es zu dem Unfall nicht gekommen wäre, wäre der Krankenwagen mit Signalton gefahren. Ich gehe nicht davon aus, dass es für den Wagen einen Grund gab sich leise fortzubewegen - es war auch mittem am Tag.
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07.04.2011 09:30 Uhr von jens3001
 
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an alle: die meinen das es Richtig war das Martinshorn ausgeschaltet zu lassen..


Hat er es denn rechtzeitig zum Einsatzort geschafft?

Das Martinshorn is u.a. dafür da um den restlichen Verkehr auf die Polizei aufmerksam zu machen damit die anderen Verkehrsteilnehmer ihr ausweichen können.

Da das Horn aber nicht mal für die 10 Sekunden während sie über die Kreuzung fuhren eingeschaltet war, hat dieser "Harry" wissentlich einen Unfall riskiert und er hat sogar riskiert das andere Verkehrsteilnehmer zu Schaden kommen könnten.

Und das alles nur um einen Einbrecher, der entweder von jemand anderen entdeckt gemeldet wurde (und damit indentifizierbar ist) oder der durch eine Alarmanlage gemeldet wurde und damit so oder so in Eile ist.

Also ich weiss nicht... das Martinshorn hat schon seine Berechtigung.

Wie man an diesem Beispiel gut sieht ist die Polizeit so ja auch nicht rechtzeitig am Tatort angekommen.
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07.04.2011 09:50 Uhr von HansHose
 
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Krankenwagen und kein Grund Speziell ein Krankenwagen hat genug Grund ohne Horn unterwegs zu sein - es ist verdammt laut im Innenraum, das macht es dem Sanitaeter schwerer Patienten zu ueberwachen/verstehen und, viel wichtiger, verursacht extremen Stress bei Patienten weil der meint seine Lage sei so kritisch das man extrem im Stress ist.
In Oesterreich (zumindest da wo ich Dienst mach) ist es ueblich, bzw oft Anweisung vom Arzt ohne Horn zu fahren.

Andererseits haben wir auch keinen so dummen Paragraphen, bei uns reicht ein Blaulicht fuer Wegerecht. Allerdings muessten wir vor einer roten Ampel kurz stehnbleiben bevor wir drueberfahrn - wird in der Realitaet nicht gemacht weil es sonst genug Autofahrer gibt die denken man laesst sie drueberfahrn - also fahrn wir meist mit Schrittgeschwindigkeit rein und man ueberzeugt sich halt vorher doppelt das man freie Bahn hat.

Die anderen Verkehrsteilnehmer warnen funktioniert sowiso nur bedingt - bei der Masse an _duemmsten_ Reaktionen auf mein Blaulicht die ich bereits erlebt habe... besonders wenn mans Horn einschaltet...
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07.04.2011 09:53 Uhr von Horstle60
 
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Ob Martinshorn oder nicht ist nebensächlich: Der Führer eines Einsatzfahrzeuges mit Sonderrechten, muss vor dem Einfahren in die Kreuzung sicherstellen, dass diese auch Gefahrlos überquert werden kann. Und wenn man ehrlich ist, wie besoffen muss man sein um Nachts, wenn kaum Autos unterwegs sind, einen Linienbus zu übersehen. Andere Polizisten, Fahrer von Rettungswagen oder Feuerwehrfahrzeugen hätten bei einem solchen Unfall die gleiche Starfe erhalten wie auch ein Zivilist inkl. Punkte.
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07.04.2011 10:30 Uhr von Taurec42
 
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Wie ein Stopschild: Wenn man mit Blaulicht und Horn in eine rote Kreuzung einfährt muss man am Kreuzungsbegin stehenbleiben als stände man vor einem Stopschild. Das lernt eingeldich jeder Fahrer einer BOS bei der järhlichten Blaulichtunterweisung.

Wer ungebremst oder halt zu schnell in eine Kreuzung einfährt und dadurch einen Unfall verursacht hat automatisch eine Teilschuld. Dank Fahrtenschreiber ist dies auch klar nachweisbar.

[ nachträglich editiert von Taurec42 ]
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07.04.2011 11:35 Uhr von Ricky1980
 
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Ach Du lieber Harry ;o): http://www.youtube.com/...
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07.04.2011 12:11 Uhr von dreichel
 
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Überschrift Mist: So eine blöde Überschrift, völlig fehl am Platze!
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07.04.2011 13:27 Uhr von omar
 
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Harry, fahr schon mal den Wagen vor oder lieber doch nicht?!
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07.04.2011 13:49 Uhr von K-rad
 
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Das ist doch ein Witz von Grund Man nimmt also den Tod unschuldiger Verkehrsteilnehmer billigend in Kauf nur um einen Einbrecher nicht vorzuwarnen ?. Das ist doch wirklich ein schlechter Scherz. Und wahrscheinlich war diese Kreuzung sicher noch etliche Kilometer vom "Tatort" entfernt.
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07.04.2011 15:34 Uhr von Jaecko
 
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Ach du dicker Harry bei dem Youtube-Video is ja der junge "20%-Auf-Alles-Ausser-Auf-Tiernahrung"-Mensch dabei.... der war auch mal jung...
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07.04.2011 15:37 Uhr von Alice_undergrounD
 
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@ Boon: "Manche leute sind echt absolut weltfremd.. unglaublich"

tja wenns ums geld geht, setzt di evernunft halt manchmal aus, da is dann jedes noch so fadenscheinige argument recht

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