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Entgeltfortzahlung darf bei manchen Sportarten verweigert werden

Die Entgeltfortzahlung, welche Arbeitnehmer bei Krankheit oder Unfall erhalten, kann bei bestimmten Sportarten bis zur Gänze verweigert werden. Mindestens grobe Fahrlässigkeit muss vorliegen, leichte Fahrlässigkeit genügt nicht zur Verweigerung. Feste Definitionen existieren nicht. Dazu Beispiele:

Manche Sportart wie beispielsweise Kickboxen gelten per se als gefährliche Sportart, aber Karate zum Beispiel nicht. Für Juristen eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Wenn also ein Selbstverschulden vorliegt, dürfen Arbeitgeber die Leistung dem Verschulden nach bis 100 Prozent kürzen.

Die Beweispflicht obliegt dem Arbeitgeber. Rechtsstreitigkeiten ziehen sich oft in die Länge und sind wegen eines Vertrauensbruches sorgfältig abzuwägen.


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WebReporter: Berufspsycho
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Gehalt, Zahlung, Rechtsstreit, Arbeitgeber
Quelle: www.haufe.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2011 06:14 Uhr von Berufspsycho
 
+3 | -2
 
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Das ist übel! Diverse Urteile haben die Krankenkassen zur Zahlung bei Sportunfällen verurteilt, bitter nur, dass die vorherigen sechs Wochen komplett wegfallen können.
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07.04.2011 06:57 Uhr von jpanse
 
+8 | -2
 
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Ich finde es nicht gut, aber ich kann es: verstehen. Downhill fahren ist z.B. auch so eine Sache...unser Personalleiter ist schon wer weiß wie oft ausgefallen wegen gebrochener Knochen. Im Wiederholungsfall sollte zumindest ne Kürzung drin sein. Das Geld komplett zu kürzen ist eine fragwürdige Entscheidung. Da stehen jedem Arbeitgeber ungeahnte Möglichkeiten zur Verfügung. Dann wird Wandern schon mal schnell zur Extremsportart erklärt, oder Shoppen mit der Frau ;) Obwohl...
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07.04.2011 07:01 Uhr von w0rkaholic
 
+5 | -6
 
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So ein Schwachsinn Analog dazu müsste auch für andere gefährliche Hobbys bei einem Unfall oder anderweitig dadurch verursachte Arbeitsunfähigkeit die Lohnfortzahlung gestoppt werden. Beispielsweise Motorradfahren, Rauchen, Fettleibigkeit, übermäßiger Alkoholgenuss oder Rasen auf der Autobahn (auch mit dem Auto).

Mir wäre als Arbeitgeber ehrlich gesagt ein Hobby-Kickboxer lieber als ein dicker, rauchender Motorrad-Hobbyraser, der sich vor dem sonntäglichen Motorradausflug am Samstag noch richtig die Kante gibt... Baut der sonntags morgens noch halbvoll einen Unfall und ist anschließend krankgeschrieben muss der Arbeitgeber zahlen und beim Kickboxer, der sich beim Training den Finger bricht ist man fein raus?
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07.04.2011 07:10 Uhr von vorlons world
 
+9 | -1
 
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zeit wird´s: zb am wochenende auf die ski-piste, danach zwei wochen krank weil irgendwas verstaucht. sollte für jede extreme sportart eine versicherung geben, dann hätten wir keine probleme. warum soll ich (zb) für den spass und anschl. dummheit meines kollegen zahlen?
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07.04.2011 07:46 Uhr von shadow#
 
+1 | -2
 
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Wenn das passiert ist es sowieso an der Zeit sich nach einem neuen Arbeitgeber umzusehen.
Wenn dem irgendwas an der Fortführung des Beschäftigungsverhältnisses liegt wird er das nämlich kaum machen.
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07.04.2011 09:17 Uhr von Perisecor
 
+3 | -1
 
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@ tsunami13: Und ein Arbeitnehmer, der aufgrund seiner Extremsportart häufig ausfällt, fällt seinem Arbeitgeber nicht zur Last?

Und du kannst Berufe und Hobby nicht auf eine Stufe stellen. Für ersteres wirst du nämlich bezahlt, hast eine Versicherung und und und.


Ich bin btw auch dafür, dass im Wiederholungsfalle das Geld gekürzt und schlussendlich auch komplett gestrichen werden kann. Beim ersten Vorfall dieser Art jedoch noch nicht, sofern es nicht grob fahrlässig war.
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07.04.2011 09:24 Uhr von U.R.Wankers
 
+1 | -2
 
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sollte für Raucher auch gelten: also für raucherbedingte Folgeerkrankungen.
Extremport Rauchen ist nachweisslich gesundheitsschädlich
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07.04.2011 10:18 Uhr von Perisecor
 
+2 | -3
 
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@ tsunami13: Oh man, irgendwie kommt es mir so vor, als ob noch etwas jünger wärst und das Thema einfach nicht verstehen kannst.

"Dabei ist dei Indurstie und die Politik doch selber schuld. Immer nur Billigstlöhne und Aushilfen"

Ja, und das sind ja auch die Zielgruppen für Extremsportarten. Denk doch mal nach. Die hier beschriebenen Vorfälle beziehen sich schon aufgrund der hohen Kosten für die entsprechenden Sportarten eher auf Leute, die zumindest nicht wenig verdienen.

Bescheuerte Polemik wie "Und davon können die Vorständler der KK plötzlich nicht mehr Ihren 3. Porsche finanzieren." hilft auch nicht weiter. Mir zumindest ist kein Krankenkassen-Vorstand bekannt, dem auch nur zwei Porsche gehören.

Schlussendlich geht es hier um das Geld, welches der Arbeitgeber zahlen muss. Die Krankenkassen haben mit dieser News und diesem Thema mal überhaupt nichts zu tun.

"Grobe Fahrlässigkeit ist Auslegungssache. "

Nein, grobe Fahrlässigkeit ist in diversen Gesetzen beschrieben, dazu gibt es noch eine Menge Grundsatzurteile. Das dir das nicht bekannt ist, überrascht mich allerdings nicht.

"Muss nur wieder ein seniler (oder von der Industrie gekaufter) Richter die Verhandlung führen. "

Besser als irgendjemand ohne auch nur den Hauch einer Ahnung. So wie du zum Beispiel.
Da du aber anscheinend tiefere Einblicke in Vorstände von Krankenkasse, die Industrie, die Politik und das Justizsystem hast, klär uns doch mal auf, was arbeitest du denn?
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07.04.2011 10:39 Uhr von Götterspötter
 
+2 | -0
 
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"Extremsportler" sollten auch einen Risiko-Abschlag zahlen für die Krankenkasse !

Bzw. ..... Ihre Fun-sport-Behandlungen selber bezahlen müssen !

Nur mal so :) um ein bischen "Öl ins Feuer zu giesen" .....

****
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07.04.2011 11:09 Uhr von Götterspötter
 
+2 | -0
 
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@JudasII: Das wollte ich damit auch andeuten :)

Die Propaganda läuft doch genau in diese Richtung - um uns noch mehr Kohle vom Brutto abziehen zu können.
Bzw .... um mehr Zusatzversicherungen verkaufen zu können.

Es wurde "uns" ja mal versprochen - dass "Privatisierung" alles "Besser und Billiger" macht. Das Gegenteil ist der Fall !
Bis jetzt wurde alles nur "teurer" und man zock den normalen Arbeitnehmer ab - wo es nur geht.

Z.B. Post und Energieversorgung ! ...... wird seit der Privatisierung immer teurer, trotz "freiem Markt" und Rationalisierung ... etc.

Jetzt sind auch die Krankenkassen aufgewacht und die Arbeitgeber wollen sich natürlich schnellstens aus der sozialen Verantwortung stehlen ...

****
Ab nichts-desto-trotz ...... ein fitter Sportler der sich dort verantwortungsbewusst verhält und nicht nur den "Hype" nachafft - soll auch demensprechend abgesichert sein.
Er tut auch etwas für seine Gesundheit und das er lange auch gesund bleibt ......

allerdings ? ... wenn ich jeden Winter den Party-Run auf die Skigebiete sehe, wo dann untranierte Sekretärinen und Sofa-Tiger ... sturzbesoffen über die Buckepieste düsen und dann 4 Wochen ausfallen wg. Beinbruch oder Bänderiss ....
Hier sollten die Krankenkassen auch das Recht haben die Verantwortung diesbezüglich abzulehnen, wenn der Versicherter sich nicht für diesen "Leichtsinn" Zusatzversichert hatte

Sport ist gesund und gut ..... aber nur wenn man auch wirklich ein Sportler ist !
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07.04.2011 18:00 Uhr von Götterspötter
 
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@Zeus35 + JudasII :): Ihr habt die "beste" Risikogruppe vergessen ......

Computer-Gamer und Internetsurfer :)

Diese Einahmequelle werden sich die KK´s nicht lange endgehen lassen ......

Wer also in Zukunft nicht nachweisen kann .... das er nicht zu lange vor einem Bildschirm hockt .... sich nicht gesund genug ernährt .... keinen ungefährlichen Ausgleichsport betreibt .... zu viel säuft und raucht .....

Wird wohl demnächts ohne eine Zusatzversicherung keine Leistungen mehr beziehen können.

Und wie teuer das ist ... ui ui .....
Ich war für 3 Monate nicht krankenversichert, weil ich mich selbständig gemacht hatte und die Krankenkasse nicht fristgerecht gewechselt hatte.
War 10 jahre nicht mehr wirklich krank bis auf die jährliche kleine Erkältung aber genau dann PENG ! :(

Notarzt ... Krankenwagen ..... 2 Tage Krankenhaus zur Beobachtung .... (weil sich eine Verspannung in der Schulter beim Aufstehen wie ein "Herzinfakt" angefühlt hatte.) Mist :(

Nunja .... der Spass hat mich erstmal 3000 Euro gekostet - zum Glück hat sich meine Private kulanterweise dazu bereiterklärt die "Behandlung" als Vorsorgeuntersuchung zu übernehmen - da sich mein Herz und Kreislauf als "super" herausgestellt hat :) .... bin aber immer noch auf fast 2000 Euro sitzengeblieben.

Ich bin seidem dafür, das auch gesetztlich Versicherte eine Rechnung bekommen sollten, damit diese sich mal ein Bild machen - wie uns das "System der Pharma-Industrie " abzockt.

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