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Die Lust auf koffeinhaltige Getränke liegt in den Genen

Eine US-Studie hat herausgefunden, dass sich das Verlangen nach Kaffee, Cola und Tee in unseren Genen ablesen lässt. Dafür wurden 47.000 Menschen untersucht.

Haben Menschen nun eine bestimmte Genkombination, konsumieren sie 40 Milligramm mehr koffeinhaltige Nahrungsmittel. Die Menge des Koffeingehalts entspricht dabei dem einer Drittel Tasse Kaffee oder einer Coladose.

Koffein hat für die Gesundheit sowohl fördernde als auch schädigende Wirkungen beim Menschen. Beeinträchtigt werden dadurch Schlaf, Stimmung und Leistungsfähigkeit.


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WebReporter: syndikatM
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Kaffee, Cola, Lust, Koffein, Veranlagung
Quelle: www.welt.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.04.2011 18:30 Uhr von burAK-47
 
+1 | -1
 
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Sinn?! "Haben Menschen nun eine bestimmte Genkombination, konsumieren sie 40 Milligramm mehr koffeinhaltige Nahrungsmittel."

Gene sind Basensequenzen der Desoxyribonukleinsäure, die für bestimmt Proteine und Enzyme codieren. Durch Transkription und Translation werden die Aminosäuren synthetisiert, was an sich keinerlei Auswirkung auf unsere jeweiligen Verhaltensweisen hat, da wir Menschen mit Verstand ausgestattet sind und frei handeln (können). Mir will sich irgendwie nicht erschließen, weshalb man durch diese "bestimmten Genkombinationen" mehr Koffein zu sich nehmen sollte, zumal niemand ohne gentechnische Untersuchung weiß, ob diese Kombination in seinen Genen verankert ist.
Für mich lässt sich dieses Paradoxon nur lösen, wenn man davon ausgeht, dass Gene bestimmte Verhaltensweisen "vorprogrammieren", sodass man automatisch so handelt. Dies jedoch widerspricht der Handlungsfreiheit der Menschen.
Liege ich falsch bzw. kann mich jemand mal aufklären?

[ nachträglich editiert von burAK-47 ]
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06.04.2011 19:07 Uhr von Pils28
 
+2 | -1
 
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@burAK-47: Im groben hast du Recht. Doch genauso wie wir als Baby die Brust der Mutter suchen und uns mit Frauen paaren wollen, sind auch subtilere Handlungsweisen durchaus vorprogrammiert. Sei es Angst oder Freude, es sind alles Kaskaden von Chemiecocktails, die in unterschiedlichsten Regionen unseres Körpers ablaufen. Sehr anschauliches Beispiel in Sachen Ernährung ist Durst bei Dehydrierung oder die Abscheu vor Wasser bei zellulärer Hyperhydration.
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08.05.2011 17:05 Uhr von Schwertträger
 
+0 | -1
 
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@burAK-47: Mal völlig davon abgesehen, dass die Handlungsfreiheit des Menschen eine höchst umstrittene These ist, sind Menschen chemisch beeinflusste Wesen.
Das heisst, wenn uns bestimmte Stoffe fehlen, dann bekommen wir Lust, diese Stoffe zu ergänzen. Wir halten es dann für unseren freien Willen, wenn wir uns bspw. salzige Pommes "gönnen", aber in Wirklichkeit ist es eine ziemlich instinktive, unüberlegte (im Sinne von ungeplant) Handlung.

Wenn nun eine Genkombination dafür sorgt, dass ein Mensch z.B. Koffein schneller abbaut, oder ohne Koffein weniger leistungsfähig ist, als jemand anderer mit anderer Gen-Kombi, dann könnte das den Körper schon dazu veranlassen, einen "Japp" auf koffeinhaltiges Zeug zu entwickeln.
Ich denke, die untersuchte Genkombi sorgt für eine chemische Mangelkonstellation, was eben automatisch eine Ausgleichshandlung nach sich zieht.


Um also zum Anfang zurückzukehren:
Auch wenn man kein Anhänger des Determinismus ist, so ist doch die Anzahl an wirklich frei und unbeeinflussten Handlungen eines Menschen verflixt klein, wenn man ehrlich ist.

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