06.04.11 11:48 Uhr
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Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen Ess-Sucht und Drogen-Sucht

Der Konsum von Nahrungsmitteln ist im Gehirn mit einem Belohnungssystem verkoppelt. Jetzt haben Forscher in den USA anhand einer kleinen Studie herausgefunden, dass die Signale, die das Gehirn beim Essen generiert, denjenigen, die man bei Drogenkonsum sieht, zum Verwechseln ähnlich sind.

Verantwortlich für die Befriedigung beim Essen ist der Botenstoff Dopamin, der vor dem Essen und beim Essen selber vermehrt ausgeschüttet wird. Personen, die gerne essen, schütten offenbar mehr davon aus, als Personen, denen das Essen weniger sagt, ein Effekt, den man aus der Drogensucht kennt.

Da die Studie nur mit 48 Frauen durchgeführt wurde, wäre es noch zu früh, deren Resultate zu generalisieren. Trotzdem decken sich die Befunde mit früheren Studien, die bei der Entstehung von Fettleibigkeit Sucht-ähnliche Verhaltensmuster gefunden haben.


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WebReporter: swissestetix
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Droge, Essen, Gehirn, Sucht, Belohnung, Dopamin
Quelle: blog.swissestetix.ch

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