06.04.11 11:12 Uhr
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"Schrödingers Oktopus": Rekord bei Quanteninterferenz

Einem internationalen Forscherteam ist ein Rekord bei der Erzeugung von Quanteninterferenzeffekten gelungen. In einem berühmten Gedankenexperiment fragte sich Erwin Schrödinger, ob Überlagerungszustände auch bei großen Objekten möglich sind. Etwa einer Katze, die gleichzeitig lebendig und tot ist.

Die Forscher konnten bei ihrem Versuch so eine Überlagerung erstmals bei einem Molekül erzeugen, welches aus über 400 Atomen besteht. Dazu benutzte man ein als "molekularer Oktopus" bezeichnetes Molekül. Der Oktopus verliert im Experiment die klassische Eigenschaft, an einem bestimmten Ort zu sein.

Formal gesehen ähnelt dieser als Superposition bezeichnete Zustand dem, den Schrödingers Katze im Gedankenexperiment innehat. Ein großes Problem war auch die Erzeugung eines Molekularstrahls, welcher für das Experiment nötig ist, da viele Moleküle dabei zerbrechen.


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WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Rekord, Atom, Molekül, Oktopus, Schrödingers Katze
Quelle: medienportal.univie.ac.at