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"Schrödingers Oktopus": Rekord bei Quanteninterferenz

Einem internationalen Forscherteam ist ein Rekord bei der Erzeugung von Quanteninterferenzeffekten gelungen. In einem berühmten Gedankenexperiment fragte sich Erwin Schrödinger, ob Überlagerungszustände auch bei großen Objekten möglich sind. Etwa einer Katze, die gleichzeitig lebendig und tot ist.

Die Forscher konnten bei ihrem Versuch so eine Überlagerung erstmals bei einem Molekül erzeugen, welches aus über 400 Atomen besteht. Dazu benutzte man ein als "molekularer Oktopus" bezeichnetes Molekül. Der Oktopus verliert im Experiment die klassische Eigenschaft, an einem bestimmten Ort zu sein.

Formal gesehen ähnelt dieser als Superposition bezeichnete Zustand dem, den Schrödingers Katze im Gedankenexperiment innehat. Ein großes Problem war auch die Erzeugung eines Molekularstrahls, welcher für das Experiment nötig ist, da viele Moleküle dabei zerbrechen.


WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Rekord, Atom, Molekül, Oktopus, Schrödingers Katze
Quelle: medienportal.univie.ac.at

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.04.2011 11:12 Uhr von Getschi2.0
 
+12 | -0
 
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Bei dem Experiment kamen weder Katzen noch Oktopusse oder Schrödingers zu schaden. Aber es ist jedenfalls sehr interessant, dass auch so große Moleküle ihre klassischen Eigenschaften einfach komplett verlieren.
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06.04.2011 12:08 Uhr von Getschi2.0
 
+3 | -0
 
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dehe25: Er muss nicht jedes Teilchen der Katze beobachten. Er darf sie zuerst gar nicht beobachten und dann sieht er nach ob sie noch lebt. Das lustige daran ist ja, dass sie vor der Beobachtung den Zustand |Katze lebt> + |Katze ist tot> hat. Aber man wird diese Überlagerung klassisch nicht beobachten. Aber bei solchen Molekülen ist es möglich sowas zu testen.
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06.04.2011 14:00 Uhr von Getschi2.0
 
+3 | -0
 
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dehe25: Nein, es beruht auf den Welleneigenschaften der Materie. Auch wenn es die Unschärferelation nicht gebe, hätte man den Effekt (wobei es natürlich auch irgendwie schwer zu sagen ist, wie das Universum dann aussähe). Die Wellen halten sich nämlich bis zu ihrer Messung mehrere Möglichkeiten offen und kollabieren dann sozusagen bei der Messung/Beobachtung.

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