Das Rätsel der Pioneer-Anomalie ist gelöst
Die so genannte Pioneer-Anomalie gilt als eines der größten Rätsel im Bereich der Astrophysik. Dabei geht es um eine unerklärliche Verlangsamung der beiden Anfang der 1970er Jahre gestarteten Raumsonden Pioneer 10 und 11. Ein portugiesisches Forschungsteam hat das Rätsel jetzt offenbar gelöst.
Nachdem man die unerwarteten Daten der beiden Sonden erhalten hatte, wurde schnell die Theorie aufgestellt, dass die Wärmeemissionen der Sonden für die Verlangsamung verantwortlich sein müssen. Die bislang durchgeführten Berechnungen konnten aber nur zwei Drittel der gemessenen Abweichung erklären.
Ein Team um Frederico Francisco vom Instituto de Plasmas e Fusao Nuclear (Lissabon) benutzte ein altes Simulationsverfahren, das zusätzlich auch die Reflexionen der Infrarotstrahlung zwischen den verschiedenen Baugruppen der Sonde berücksichtigt. Damit konnte die komplette Verlangsamung erklärt werden.