Der "Fluch der Mumien": Schon die alten Ägypter litten an Arteriosklerose
Ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Gregory Thomas (University of California, Irving) und Dr. Adel Allam (Al-Azhar Universität, Kairo) hat insgesamt 54 Mumien aus dem Museum of Egyptian Antiquities in Kairo untersucht. Die durchgeführten Analysen erweitern eine Studie aus dem Jahre 2009.
In der vorangegangenen Studie wurden bei vielen Mumien bereits starke Verkalkungen in großen Arterien festgestellt. Für die neuen Analysen wurden jetzt exakte Ganzkörper-CT-Scans ausgewertet, die auch fast verstopfte kleinere Arterien erkennen lassen, welche zum Herzen und zum Gehirn führen.
Zusätzlich bezog man die Ernährungsweise und den Lebensstil der Mumien zu ihren Lebzeiten mit in die Untersuchungen ein. Nach Ansicht der Wissenschaftler spielen genetische Risikofaktoren bei der diagnostizierten Arteriosklerose offenbar eine viel bedeutendere Rolle als man bisher vermutet hatte.