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Symbiose: Grünalgen dringen in Salamanderzellen ein

Seit 120 Jahren weiß man schon, dass Grünalgen der Art "Oophila amblystomatis" und die Salamander der Art "Ambystoma maculatum" in enger Beziehung leben. Man wusste auch, dass die Algen bis in die Eikapseln der Salamander vordringen können, man dachte aber, dass die Symbiose nicht tiefer gehend ist.

Mittels genetischer Analysen und bildgebender Verfahren konnten Forscher der kanadischen Dalhousie University nun zeigen, dass die Algen auch in die Embryozellen vordringen. Man vermutet, dass dies bereits vor der Entwicklung des Immunsystems passiert, da sich dieses sonst zu Wehr setzten würde.

Die Algen ernähren sich in den Zellen von Abfallprodukten und erhöhen dafür den Sauerstoffgehalt. Sie geben die Fotosynthese praktisch auf, da die Haut der Salamander undurchsichtig ist. Die Algen kommen auch in Fortpflanzungsorganen vor und werden eventuell direkt an den Nachwuchs weitergegeben.


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WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Biologie, Alge, Symbiose, Salamander
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.04.2011 14:55 Uhr von Getschi2.0
 
+4 | -0
 
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Wenn ein Lebewesen als Symbiont in einem anderen wohnt, spricht man übrigens von Endosymbiose.

[ nachträglich editiert von Getschi2.0 ]
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05.04.2011 15:00 Uhr von NoGo
 
+4 | -2
 
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Die Algen: Die Algen
Die Algen
Die Algen
Die Algen
Die Algen
Die Algen
Die Algen
...
- - - - - - - - - - - - - -
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05.04.2011 15:03 Uhr von Jaecko
 
+6 | -0
 
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... wenn da nun der erste Albino-Salamander mit durchsichtiger Haut kommt und die Algen dann mit Photosynthese anfangen... Evolution: Zeig mal, was möglich ist.
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05.04.2011 15:03 Uhr von Getschi2.0
 
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NoGo: Danke. Ist tatsächlich ein NoGo ;-)
Hab einen Checker gefragt, ober im letzten Teil was ändern kann.
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05.04.2011 15:52 Uhr von NoGo
 
+4 | -0
 
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@jaecko: Spinnen wir die Idee doch mal weiter: Der Salamander bräuchte dann vermutlich keine Luft mehr zu atmen und könnte zumindest tagsüber in seichten Gewässern (Sonne) völlig ohne Luftzufuhr auskommen (Manche Arten können glaube ich auch unter Wasser atmen???). Zudem könnte er sich durch einfaches "In-die-Sonne-legen" ernähren, da die Algen seine Stoffwechselprodukte abbauen und der Salamander dafür wichtige Nährstoffe erhält. Bräuchte der keine Flüssigkeit, wäre er vermutlich das ideale Wüstentier.

Ich muss gerade an den einen Film denken, wo die zum Mars fliegen und feststellen, dass es dort Käfer gibt, die Sauerstoff erzeugen.
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05.04.2011 18:22 Uhr von Friedbrecher
 
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Flechten: Eine enge Symbiose von Produzenten und Konsmenten gibt es bereits. Nur ist der Konsument in diesem Fall kein Tier, sondern ein Pilz.

Eine Symbiose mit einem Wirbeltier ist aber natürlich nochmal eine ganz andere Stufe.

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