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Natürliche Nuklearexplosion soll den Mars zum Wüstenplaneten gemacht haben

Dr. John Brandenburg vom Unternehmen Orbital Technologies Corp vertritt die Ansicht, dass der Mars durch eine gigantische Nuklearexplosion in einen Wüstenplaneten verwandelt wurde. Anlässlich eines Interviews stellte der Antriebsforscher vor kurzem einige Einzelheiten seiner Hypothese vor.

Ihm zufolge kam es auf natürlichem Wege zu der nuklearen Kettenreaktion, die sich vor ungefähr 180 Millionen Jahren ereignete. Sie hatte ihren Ursprung in der nördlichen Hemisphäre des roten Planeten - im Mare Acidalium - und besaß das Äquivalent von einer Million 1-Megatonnen-Wasserstoffbomben.

Nach Ansicht Brandenburgs fegte die Schockwelle der Explosion über den ganzen Planeten und hinterließ die rötliche Wüste, die wir auf den Bildern sehen. Als Beleg für seine Theorie führte er spektroskopische Messungen von radioaktiv strahlenden Gesteinsschichten im vermuteten Explosionsgebiet an.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Explosion, Mars, Planet, Wüste, Nuklear
Quelle: www.astropage.eu

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.04.2011 07:48 Uhr von alphanova
 
+34 | -3
 
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Eine sehr gewagte Theorie, die zwar interessant ist, mich aber nicht so ganz überzeugt.
Das Einsetzen einer nuklearen Kettenreaktion auf natürliche Art ist zwar möglich, aber sie läuft nicht dermaßen explosiv ab. Auch ist die umgesetzte Energiemenge nicht annähernd so hoch wie bei der vermuteten Nuklearexplosion auf dem Mars. Naja vielleicht können zukünftige Marsmissionen diese Theorie ja belegen.. oder auch widerlegen.
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04.04.2011 07:52 Uhr von alphanova
 
+31 | -0
 
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Wichtiger Nachtrag: In dem Originalartikel von Foxnews und sämtlichen anderen Quellen (dailymail, bbcnewsblog, grenzwissenschaften-aktuell, u. a.) wird übereinstimmend berichtet, dass die rote Farbe des Mars auf die vermutete Nuklearexplosion zurückzuführen sei. Allerdings wird in keinem Artikel erklärt, auf welche Weise die Nuklearexplosion die rote Farbe verursacht hat.

Wir haben uns daher direkt mit Dr. John Brandenburg in Verbindung gesetzt und per Email um eine kurze Erklärung der Fragestellung gebeten. Prompt bekamen wir eine Antwort von Brandenburg mit einer Erklärung, oder besser gesagt einer Richtigstellung dieses speziellen Sachverhaltes.

Da seine Ausführungen über die tatsächliche Ursache der roten Farbe von entscheidender Wichtigkeit sind, habe ich seine Originalantwort und die deutsche Übersetzung als Anmerkung mit in der Quelle veröffentlicht. Die Informationen in den erwähnten Alternativquellen sind nicht korrekt.


… es muss ja alles seine Richtigkeit und Ordnung haben ...
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04.04.2011 08:05 Uhr von Mixuga
 
+7 | -0
 
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Natürliche Kettenreaktionen sind zwar möglich:

http://de.wikipedia.org/...

Aber eine nukleare Explosion wie in der Quelle beschrieben halte ich für ausgemachten Blödsinn.
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04.04.2011 08:24 Uhr von NGen
 
+5 | -3
 
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naja: allein schon "Originalartikel von Foxnews" gibt einen leichten Anhaltspunkt dafür, was man davon halten darf
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04.04.2011 08:31 Uhr von alphanova
 
+22 | -0
 
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@NGen: Brandenburg hat dem Sender ein Interview gegeben und wurde missverstanden. Sämtliche Quellen haben foxnews als Ursprungsquelle benutzt und das Missverständnis mit übernommen, da kann der gute Mann nichts für... er hats ja per Email dann richtiggestellt, was er genau gemeint hat.
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04.04.2011 10:20 Uhr von Il_Ducatista
 
+0 | -0
 
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boshaft: da kann man gleich boshaft sein und sagen dass dieses Bild wie ien verwaschenen Weltkarte ausschaut und das Zentrum der Esplosion etwa bei Moskau stattfand. Ist das Gedächntnis dr Aborigines an ihre Traumzeit doch so weit zurückreichend?
Ich zitiere Mr Spock.
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04.04.2011 10:57 Uhr von Aiyana
 
+6 | -1
 
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Vielleicht: gab es dort vor 180mio Jahren Lebewesen, die den selben Fehler mit der Atomforschung begangen haben wie wir und diese haben eine solche Explosion hervorgerufen ;) Bei solch verheerendem Ausmaß, würde man sicher auch keine großartigen Spuren von vorangegangenem Leben finden.

[ nachträglich editiert von Aiyana ]
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04.04.2011 12:20 Uhr von alphanova
 
+5 | -0
 
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@handstand: deine Theorie hat einen Fehler:
sie erklärt nicht, warum im Mare Acidalium eine deutlich höhere Radioaktivität gemessen wurde. In deinem Szenario sollte die Radioaktivität überall in etwa gleich stark sein, weil die kosmische Strahlung aus allen Richtungen kommt.

Brandenburg sagst selbst, dass die Ursache für die nukleare Explosion noch unklar ist. Seine Arbeit bezieht sich deswegen auch eher darauf, DASS eine Explosion stattfand, die das Erscheinungsbild des Planeten veränderte. Seiner Meinung nach deuten die Messungen und andere Dinge darauf hin. Das Warum ist eine andere Frage.

[ nachträglich editiert von alphanova ]
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04.04.2011 12:25 Uhr von Alice_undergrounD
 
+1 | -0
 
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naja solche theorien: haben halt jetzt saison xD
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04.04.2011 12:44 Uhr von johnconnor1988
 
+2 | -1
 
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Hieß es nicht mal, dass der Mars seine rote Farbe durch den relativ hohen Eisenanteil im Gestein erhält!? Und jetzt heißt es auf einmal die radioaktive Strahlung sei dafür verantwortlich!? Die wissen auch nicht was sie wissen oder? :D
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04.04.2011 13:18 Uhr von K.T.M.
 
+5 | -0
 
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@johnconnor1988: Die Farbe wird durch Eisen(III)oxid verursacht.

"Und jetzt heißt es auf einmal die radioaktive Strahlung sei dafür verantwortlich!?"

Das basiert auf einer Missinterpretation der FOX-Redakteure.
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04.04.2011 17:55 Uhr von alphanova
 
+2 | -1
 
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@handstand: dann würde ich dagegen halten, dass es zwar jahreszeitlich bedingte Veränderungen in der Marsatmosphäre gibt, die eine so auffällige Konzentration von Radioaktivität in einem relativ begrenzten Gebiet aber nicht erklären ;)


"versteh mich nicht falsch, es geht nicht um dich oder deine news, sondern um diesen brandenburg, der mir unverständlicher weise einfach sowas behauptet, weil er sich das wahrscheinlich nicht besser erklären kann."

genau so in etwa funktioniert wissenschaftliches Arbeiten:
- man wertet Daten aus (in dem Fall die spektroskopischen Messungen)
- man bemerkt etwas Ungewöhnliches, wofür es zunächst keine zufriedenstellende Erklärung gibt (in dem Fall die stark erhöhte Radioaktivität in Mare Acidalium)
- man stellt eine (oder auch mehrere) Theorien auf, die eine Erklärung für das beobachtete Phänomen liefern KÖNNTEN
- man sucht weitere Hinweise, die die aufgestellte Theorie erhärten oder widerlegen

Brandenburg befindet sich an dem Punkt, wo er eine Theorie aufgestellt hat, die mit einigen beobachteten Messdaten übereinstimmt. Jetzt müssen weitere Belege dafür (oder dagegen) gefunden werden.

Und der Umstand, dass diese Theorie von einem NASA Projektmanager als "faszinierend" beschrieben wird, zeigt meiner Meinung nach schon, dass es wesentlich abstrusere Theorien gibt als die von Brandenburg... sonst hätte man wohl nur mit dem Kopf geschüttelt und "Blödsinn" gesagt ;)
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04.04.2011 18:02 Uhr von Brotmitkaese
 
+1 | -0
 
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Was auch immer: auf dem Mars Passiert ist, ob Meteoriten, Atomexplosionen , Aliens....
Der Mars ist der Spiegel der zukunft unserer Erde^^
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04.04.2011 18:56 Uhr von Nashira
 
+4 | -0
 
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wie cool ist das denn? FOX macht ein interview und baut nen fehler ein im dazugehörigen artikel und ihr merkt das und schreibt einfach mal so den wissenschaftler selber an und der antwortet euch auch noch so nett?

das nenn ich doch mal ne recherche!
Da können sich ja die professionellen journalisten echt ne scheibe abschneiden. aber die haben alle nur stumpf bei FOX kopiert lach

ausspreche anerkennung, schön, dass nicht einfach jeder quark hier als news weiterverbreitet wird, passiert eh viel zu oft, dass ganz offensichtlich fehlerhafte news nicht geändert werden.

zum thema:
ich hab eben mal die von brandenburg zur verfügung gestellte original zusammenfassung seiner theorie gelesen und da liefert er durchaus plausible begründungen, warum das doch sein kann. wens also wirklich interessiert, der sollte das auch lesen und sich nicht nur auf "irdische" erkenntnisse zum thema stützen ;)

btw ist der mann plasmaphysiker, der ist also durchaus in der materie drin und kein "artfremder" astrophysiker^^
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05.04.2011 19:05 Uhr von K.T.M.
 
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@handstand: "und das behauptet er nur, weil er an machen stellen radioaktive hotspots gefunden hat, die er nicht anderes erklären kann."

Die "Hotspots" sind ja nicht die einzigen Indizien. Interessant ist auch die gemessene Isotopenzusammensetzung von Xenon. Die hohe Xenon-129 Konzentration spricht nämlich ebenfalls für eine Entstehung während einer Kettenreaktion.

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