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Bundesbank/Lufthansa: Schwerer Betrug mit alten Euromünzen durch Mitarbeiter

Ermittler haben jetzt einen schweren Betrug durch Mitarbeiter der Bundesbank und der Lufthansa aufgedeckt. Seit dem frühen Morgen werden Wohnungen und Büros durchsucht.

Die Beschuldigten haben alte Euromünzen, bei dem der Ring zur Entwertung gelöst wurde und die eigentlich zur Verschrottung vorgesehen waren, nach China geschickt, um sie dort wieder zusammensetzen zu lassen.

Die neu zusammengesetzten Münzen tauschten die Täter dann in Euroscheine und verursachten so einen Schaden von mindestens 20 Millionen Euro. Eine Oberstaatsanwältin sagte: "Gegen die Tatverdächtigen läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Inverkehrbringen von Falschgeld."


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Mitarbeiter, Betrug, Lufthansa, Bundesbank
Quelle: www.bild.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.03.2011 09:32 Uhr von leerpe
 
+23 | -0
 
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cortexiphan. Für die chinesische Firma wird das ein normaler Auftrag gewesen sein. Ich glaube kaum, dass jemand bescheid gesagt hat, dass man mit den Münzen betrügen will. Und behalten kann diese Firma sich die Münzen auch nicht. Dann wäre es die letzte Lieferung gewesen, die sie zum Aufbereiten bekommen hätten. Die 20 Mille wurden ja nicht auf einmal verschickt.

[ nachträglich editiert von leerpe ]
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31.03.2011 09:51 Uhr von NilsGH
 
+19 | -11
 
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Tut mir leid, aber das war ja mal eine absolut geniale Idee, oder? Auf SOWAS zu kommen ist schon sehr einfallsreich.

Ob das juristisch gesehen aber wirklich was mit Falschgeld zu tun hat ist fraglich, denn ...

1. Ist es ja kein Falschgeld. Das ist Fakt. Vielmehr fürde ich es mit einem zerrissenen Geldschein vergleichen. Das liegt wesentlich näher, da ich den, wenn ich ihn wieder zusammen setze, auch wieder bei der Bank abgeben kann.

2. Ich denke eher, dass die zerlegten Münzen als Müll zu betrachten sind, quasi Altmetall. Aber da auch Müll in Dt. einen Besitzer hat bzw. haben muss würde es sich somit um Diebstahl handeln. Die Schadenshöhe könnte dann aber nur auf den Wert des Metalls bemessen werden, weswegen es sich zwar auch um einen netten Betrag handeln dürfte, aber nicht um 20 Mio. Euro.

Bin kein Jurist, aber so sehe ich das. Denn Falschgeld ist es definitiv nicht. Wie gesagt, ich kann ja auch keinen Geldschein entwerten, indem ich ihn in der Mitte durchreiße. Ist nur peinlich für die Banken, die wohl nicht mit solchem Einfallsreichtum gerechnet haben.

Und die Chinesen, die die Münzen wieder zusammengebastelt haben werden wohl auch ein großes Stück vom Kuchen abbekommen haben. Denn eines sind die mit SIcherheit nicht: Dumm. Die wussten genau, dass das keine alten Lire-Münzen waren und was die da wieder zusammensetzen. Deswegen werden sie auch mehr als den "üblichen" Hungerlohn erhalten haben ;)

Wie gesagt, sehr einfallsreich das Ganze.
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31.03.2011 10:01 Uhr von saber_
 
+14 | -0
 
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schoen wie man mit unserem geld umgeht... der kleine mann wirds schon zahlen...


das die muenzen zunaechst gezielt zerlegt werden lass ich mir noch einreden... aber danach gehoert das zeug in den shredder! und das alles noch IN der bundesbank ...

echt toll
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31.03.2011 10:01 Uhr von mort76
 
+15 | -5
 
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leerpe, "Mille" bedeutet "Tausender", nicht "Million".
Ist Latein und klingt nur ähnlich.
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31.03.2011 10:22 Uhr von leerpe
 
+4 | -19
 
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31.03.2011 10:22 Uhr von Dark_Itachi
 
+3 | -0
 
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@ NilsGH

Man kann es unter §§ 146, 147 StGB fassen, wenn man es ähnlich wie eine Urkunde oder einen Schlüssel auffasst: Dann wäre Falschgeld in etwa Geld, was von einem Nichtberechtigten in nicht ordnungsgemäßer Art auf den Markt geworfen wird. Hm...ist schwierig zu erklären. Ein "falscher Schlüssel" kann auch ein Schlüssel sein, der zwar der richtige zum Schloss ist, aber den der Täter unberechtigt bei sich hat (z.b. weil er ihn geklaut hat) um damit ein Schloss zu öffen.

Definition von Falschgeld: Falsch ("ist es, wenn es in der konkreten For nicht vom Inhaber des Monopols stammt, obwohl es diesen Eindruck erweckt") -Geld ("ist jedes von einem Staat oder einer von ihm ermächtigten Stelle als Wertträger beglaubigtes und zum Umlauf im öffentliches Verkehr bestimmtes Zahlungsmittel")
[Quelle: Definitionen und Schemata im Strafrecht von Prof. Dr. Chr. Fahl]

Kurzum: Unberechtigt hergestelltes Geld stellt dann Falschgeld dar. Und die entwerteten Einzelteile wurden unberechtigt wieder zusammengesetzt.
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31.03.2011 10:28 Uhr von Klecks13
 
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@ NilsGH: Mit deiner Einschätzung liegst du etwas daneben.

Durch die Zerlegung der Münzen sind sie als Zahlungsmittel entwertet, also kein Geld mehr. Somit hast du durchaus Recht, sie sind Altmetall. Dieses zu Entwenden ist tatsächlich Diebstahl. Das hat aber nicht die 20 Mio. Schaden verursacht.

Wie ihn der News deutlich zu lesen ist, wurden die Münzen nach dem Wiederzusammensetzen jedoch nicht als Sammlerobjekte (also Münzen ohne Nominalwert) verkauft sondern gegen Geldscheine 1:1 umgetauscht, also als gültiges Bargeld ausgegeben (das es ja durch die vorherige Zerstörung nicht mehr war); somit als Falschgeld in Umlauf gebracht.
Die 20 Mio. sind nicht der Metall- sondern der Nominalwert, den die Beschuldigten durch den Umtausch erhalten haben.
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31.03.2011 10:28 Uhr von jens3001
 
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leerpe: ne, mort76 hat scho Recht. "Mille" sind immer Tausender.. auch in Deutschland ;)


Aber in dem Zusammenhang mit der News hab ichs auch so verstanden wie du es gemeint hast.
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31.03.2011 10:29 Uhr von jackblackstone
 
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die münzen werden getrennt in ring und kern. dann wird das " altmetall" versteigert an den höchstbietenden.
die haben immer unter 10.000€ durch den zoll gebracht, damit man immer im freibetrag bleibt. die haben somit kein
und ja es ist falschgeld.!
denn die münzen werden offiziell von der bundesbank aus dem umlauf gezogen und der vernichtung zugeführt. ab da an ist es nur noch altmetall und kein geld mehr. wenn man daraus wieder münzen macht ist es nun mal falschgeld. ein zerissener schein, der umgetauscht wird, ist nicht aus dem umlauf genommen worden und dies kann man durch die seriennummer nachvollziehen, deshalb bekommst du dafür auch ein neuen, die es bei münzen nämlich nicht gibt.
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31.03.2011 10:55 Uhr von mort76
 
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leerpe, klar, das erschließt sich hier aus dem Zusammenhang, aber "Mille" ist ansich schon Umgangssprache und nur von der Herkunft her Latein. ICH habe mir diese Erläuterung vor 20 Jahren vor versammelter Klasse anhören dürfen, und DAS ist wirklich peinlich...da wäre mir ein Hinweis in der Anonymität des Netzes deutlich lieber gewesen.
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31.03.2011 11:15 Uhr von xenonatal
 
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Ich frage mich warum man: entwertete Euro-Münzen nach China verkauft, wenn man das gleiche Material doch selbst für neue Euro-Münzen benötigt ?
Um es teuer von den Chinesen zurück zu kaufen ???
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31.03.2011 11:32 Uhr von jpanse
 
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@Cortexiphan: Ein Fall für Walter, Peter und Oliva :)
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31.03.2011 12:15 Uhr von MarcoEagleEye
 
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@Judas II: den letzten Satz kann man so nicht stehen lassen, die haben ja nix selber hergestellt, sondern einfach wieder beide Teile zusammengepresst.

ist ungefähr so, als würde ich die Mona Lisa zerreißen und wieder zusammenkleben, bleibt ja trotzdem ein Original.
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31.03.2011 13:24 Uhr von BoltThrower321
 
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Jaja...komm, machen wir mal 2 Wochen Bewährung raus und die hälte der Beute müsst ihr abgeben...


Sarkasmuss....
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31.03.2011 16:10 Uhr von no_trespassing
 
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Tjaaa...mit der DM wär das net passiert hat ja schließlich keine 2 Legierungsteile. :-)

Aber genial ist das schon - wenn nicht bisher der genialste Coup bisher in 2011. Sollte man verfilmen.

Mal ein paar Rechenspielchen:

Die BILD geht von 20 Mio. aus, andere von 6 Mio. EUR. Sagen wir, es sind 6 Mio. und es wurden immer nur 2 EUR-Münzen genommen (was nicht stimmt, denn es waren sicherlich auch 1er dabei).

Das wären 3 Mio. Münzen á 7 Gramm.

1 = 7 g
10 = 70g
100 = 700g
1000 = 7000g = 7kg
5000 = 35000g = 35kg
50000 = 350kg
500000 = 3500kg
3000000 = 21000kg = 21 Tonnen, soviel wie 4 normale LKWs

Sollten sogar 20 Mio. EUR stimmen, wären es sogar minimal 10 Mio. Münzen.

10000000 = 70000kg = 70 Tonnen (das entspricht ungefähr 2 Schwerlast-Sattelschleppern mit Hänger inkl. Beladung).

Clever von der Gang, ausgerechnet Stewardessen anzuheuern, denn nur so konnte das ganze wirtschaftlich betrieben werden, da die das Handgepäck gratis mitnehmen dürfen. weniger scharf kontrolliert wird und Außerdem ist so garantiert, dass das Gepäck die ganze Zeit bewacht ist und nicht auf dem Postweg verloren gehen kann.

5000 Münzen zu 35 kg hätte eine hübsche Stewardess also im Handgepäck schmuggeln können, ohne den anmeldepflichtigen Betrag zu überspringen.

Bei dem Gewicht hätte selbst ich als Mann Probleme, das Ding in die Gepäckablage zu wuchten. Wiegt ja soviel wie ein Röhrenfernseher. Den wird sie wohl irgendwo anders unter den Sitzen deponiert haben müssen.

Dass sie sich mit dem Gepäck abmühte wird wohl daher resultieren, dass irgendwann mal auf dem Airport eine Rolltreppe ausgefallen sein muss, denn sonst ließen sich 35kg mühelos im Trolley durch die Gegend ziehen.

Den mit Abstand fettesten Schaden hat wohl die Lufthansa.

Auszug aus dem SPIEGEL-Bericht über Gepäck-Tariferhöhungen:

"Zone vier umfasst Flüge nach Südamerika, Afrika und Asien - hier kostet das Kilo zu viel im Gepäck 30 Euro. Für die Strecke Hamburg - Singapur hat der Lufthansa-Sprecher ebenfalls eine Preissenkung im Vergleich zum bis Ende des Monats geltenden Tarif berechnet: Bisher musste pro Kilo 40 Euro bezahlt werden."

30 EUR also pro Übergepäck-Kilo - sagen wir man darf 20 Kilo mitnehmen, dann wären das jedesmal pro Flug 15kg plus, also 15x30 EUR = 450 EUR.

Angenommen, die Schmuggler hätten das Altmetall per Schiff in Containern rübergebracht nach China, dann müssen die Stewardessen nur für die Rückflüge ca. 300 mal von China nach Frankfurt geflogen sein.
Bei 20 Mio. EUR sogar 1000 mal.

Nun fliegt man vielleicht 5 mal im Monat nach China und zurück. Wären im Jahr 60 Flüge. Die müssen das locker 5-6 Jahre schon so gemacht haben. Oder es sind sehr viele Stewardessen darin verwickelt (was angesichts der Tarifverhandlungen mit UFO nicht unwahrscheinlich ist).

Vielleicht auch der Grund, warum die LH jetzt 2000 neue Stewardessen sucht :-) .

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Nun zum rechtlichen:

Eine Oberstaatsanwältin sagte: "Gegen die Tatverdächtigen läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Inverkehrbringen von Falschgeld."

==> Dann ermittelt mal schön. Bin zwar kein Volljurist, aber ich würde mal sagen, das ist kein Falschgeld. Denn dann wäre jeder zerrissene Schein, den man bei der Bank umtauscht ebenfalls Falschgeld. Die Münze ist lediglich "zerrissen" in 2 Teile.

Wenn ich im Papiermüll der Bundesbank nen Sack mit zerrissenen Scheinen finde, die ich wieder zusammenpuzzle, bringe ich damit wohl auch kein Falschgeld in Umlauf. Hier wurde nichts gefälscht oder nachgemacht.

Man hat sich möglicherweise zivilrechtlich haftbar gemacht. Zum Beispiel haben die Stewardessen gegen ihre Arbeitsverträge und die Beförderungsbestimmungen verstoßen --> womöglich schadenersatzpflichtig.

Und je nach Vertrag mit der Bundesbank haben sich die Aufkäufer der Metalllegierungen auch gegen Zweckgebundenheit der Verwendung des Metalls verstoßen. Aber nur wenn das explizit festgehalten wurde. Ansonsten kann man als Käufer mit dem Altmetall machen, was man will.

Wie gesagt, es ist einer der geilsten, kuriosesten und spannendsten Fälle die ich bisher gelesen habe. :-)
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31.03.2011 16:52 Uhr von Klecks13
 
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@ no_trespassing: gut gerechnet und gut geschrieben :-)

Nur der letzte Teil.. Hättest du dir die vorherigen Antworten durchgelesen, dann wüsstest du: das mit dem Falschgeld hatten wir schon!

Aber gerne nochmal für dich: Die Münzen wurden durch die Auftrennung als Zahlungsmittel entwertet, damit sind sie kein Geld mehr sondern nur noch Altmetall. Fügst du sie wieder zusammen, hast du zwar keine neuen Münzen erschaffen sondern nur die alten repariert - aber trotzdem nicht wieder zu Geld gemacht.
Diese Münzen sind kein gültiges Zahlungmittel mehr, sie sind offiziell aus dem Verkehr gezogen und haben auch nach dem Zusammenfügen nur den Metallwert. Auch wenn sie so aussehen wie vorher.
Gibst du diese Münzen als Bargeld aus, bringst du ungültiges, also falsches Geld in Umlauf - Falschgeld.

Bei Scheinen ist es genauso: Wenn du von der Bundesbank eingezogene Scheine wieder zusammenklebst (viel Spaß dabei, die sind sehr klein geschreddert), sind sie trotzdem nur Altpapier. Zahlst du damit, bringst du Falschgeld in Umlauf. Nur ist das bei Scheinen leichter nachweisbar durch die Seriennummer.
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31.03.2011 17:37 Uhr von readerlol
 
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haha: was n ding kann man einfach nur so sagen wieviel leut da mit drin stecken... ganze logistik der bundesbank und lufthansa.... bam... frage mich wer da vergessen wurde zu schmieren... damits aufgeflogen is
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31.03.2011 17:48 Uhr von xanna
 
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Ja klar, berichtet n-tv und beruft sich auf die "Ermittlungen" der Bild-Zeitung.

Echt witzig.
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31.03.2011 19:06 Uhr von NilsGH
 
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@meine Kritiker: Njaa, nachvollziehen konnte ich das schon vor euren Ausführungen. Ist ja i.O., dass die Banken das als "Entwertung" ansehen.

Das Problem ist aber, dass faktisch keine "echte" Entwertung - zumindest in meinen Augen - stattgefunden hat. Denn einfach die zwei Teile trennen würde ich nicht als Entwertung bezeichnen.

Erinnert sich noch einer daran, dass am Anfang einige Leute sich beschwerten, dass die Dinger "auseinandergefallen" wären. Ob das nun stimmte oder nicht, wenn mir son Ding auseinanderfallen würde, würde mir die Bank wohl auch eine neue Münze geben, oder?

Ich finde einfach, die müssten sich eine "echte" Entwertung einfallen lassen, in etwa eine Überprägung des Innenteils mit nem Landesbankenlogo o.ä.

Dann wäre das einfach unmöglich. Denn ne Seriennummer, mit der man "aus dem Verkehr gezogene" Münzen identifizieren könnte haben sie ja nicht.

Nur weil irgend ne Bank sagt, dass die Dinger "entwertet" wären, wenn sie zerteilt werden, ist das noch lange nicht unbedingt rechtens.

Und die Definition (kriege sie grade nicht mehr genau zusammen) des "Falschgeldes" beinhaltet noch nicht zwingend diese besagten wieder zusammengesetzten Münzen, da man sie ja nicht wirklich von anderen unterscheiden kann, oder? Zudem könnten sie dann ja einfach JEDEN x-beliebigen Schein in Umlauf "entwerten", indem Sie die Seriennummer auf ne Liste schreiben, auf der "entwertet" steht, oder? Dann KÖNNTEN wir alle unwissend mit "Falschgeld" rumrennen.

Versteht einer, was ich meine? Ich finde einfach diese Definition des Falschgeldes nicht passend für den hier vorliegenden Fall. Es wurde vom entsprechenden Berechtigten in Umlauf gebracht und sah danach noch genauso aus wie in Originalzustand. Naja, ich sehs einfach etwas anders. Kann ja sein, dass der genaue Wortlaut der Gesetzt meine Meinung widerlegt :) Die kenne ich eben nicht.
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31.03.2011 19:17 Uhr von no_trespassing
 
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@Klecks13: Oh, das wusste ich bisher nicht. Ich dachte, eine Münze muss erst entwertet werden, damit sie ungültig wird, durch einen sogenannten Decoiner.

Ich schätze, die Bundesbank hat diese Entwertungsmaßnahme schlicht vergessen oder nicht gemacht, denn sonst wäre es nicht möglich gewesen die Münzen einfach nur wieder zusammenzusetzen und dann genau der Institution wieder anzudrehen, die sie ursprünglich aus dem Verkehr zu ziehen glaubte.

Die Münzen - vermute ich - waren nicht ordnungsgemäß entwertet, sondern man hat den Ring abgetrennt und dann 2 verschiedene Altmetalle in Säcken verkauft - einmal den Ring und einmal den silbernen Kern, in der Hoffnung, man verkaufe sie an 2 getrennte Käufer, die mit jeweils einem der Stücke nichts mehr anfangen können.

Offenbar kauften die Bande aber doch die 2 Bestände Altmetalle. Sollten die Münzen wie gesagt tatsächlich nicht entwertet worden sein, dann ist der Bundesbank mindestens Fahrlässigkeit vorzuwerfen.

Aber das alles ist jetzt Spekulation, denn damit muss sich jetzt ein Gericht befassen. Reizvolle Aufgabe. :-)
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31.03.2011 22:24 Uhr von Kappii
 
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sobald: die Bundesbank die Münzen zur Verschrottung freigibt
"...und die eigentlich zur Verschrottung vorgesehen waren."
sind sie kein rechtsgültiges Zahlungsmittel mehr.

Das hat nichts damit zu tun ob sie jetzt schon verschrottet sind, noch brauchbar oder entwertet.

Und wenn ich einen noch so echten Euro Schein herstelle, der in allen Punkten dem entspricht wie ein Schein sein soll, ist und bleibt es Falschgeld wenn dahinter keine Legitimation steht.

Genauso wenn ein Mitarbeiter der Münzprägeanstalt nach seiner Schicht die Maschine mal 5min. für sich arbeiten lässt.

@MarcoEagleEye
"ist ungefähr so, als würde ich die Mona Lisa zerreißen und wieder zusammenkleben, bleibt ja trotzdem ein Original. "

wenn du ein kaputtes entwertetes 2 Euro Stück zusammenbaust, bleibt dir ein repariertes 2 Euro Stück ohne Wert(Metallkosten mal Außen vor)

[ nachträglich editiert von Kappii ]
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01.04.2011 10:06 Uhr von MC_Kay
 
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@NilsGH: Es ist durch diese Aktion (ring beschädigen) kein offizielles Zahlungsmittel mehr. Darum bringt es auch nichts, wenn man alte DM-Scheine, die durch den Bundesbank-Wolf gejagd wurde wieder zusammenzukleben.
Wenn also ein Zahlungsmittel entwerter wurde, darf man es nichtmehr als Zahlungsmittel in den Verkehr bringen!
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01.04.2011 10:29 Uhr von Klecks13
 
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@ Klaus Ch. Wein, no_trespassing: @ Klaus Ch. Wein: Nein, die Bundesbank hat die Münzen nicht gekauft sondern als Kleingeld angenommen und gegen Scheine getauscht.
Hätte die Bank die Münzen zum Metallwert zurückgekauft, würde keine Straftat vorliegen. Nach dem Zusammensetzen wurden sie aber der Bundesbank gegenüber als alte aber noch gültige Zahlungsmittel ausgegeben und somit in Umlauf gebracht.

@ no_trespassing: Mit dem Decoiner werden sie normalerweise als ungültig gekennzeichnet, das stimmt. Entwertet sind sie jedoch bereits ab dem Moment, wo sie von der Bundesbank eingezogen und zur Verschrottung bestimmt werden.

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