29.03.11 16:21 Uhr
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Proteste gegen Atompolitik: Ist Deutschland noch immer eine Nation auf Bewährung?

Der Publizist Henryk M. Broder stellt die Frage, warum nur in Deutschland, nicht aber in anderen Ländern eine allgemeine Atomausstiegsstimmung herrsche. Dabei schließt er bloße Ängstlichkeit aus, sonst müsste es seiner Meinung nach auch eine starke Bewegung für ein Tempolimit auf Autobahnen geben.

Auch die Furcht vor terroristischen Anschlägen sei erstaunlich klein, obwohl die Folgen des Terrors verheerend sein könnten. Broder erklärt sich den großen Rückhalt der Atomkraftgegner damit, dass Deutschland auch 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs noch immer "eine Nation auf Bewährung" sei.

Man meine beweisen zu müssen, dass man aus der dunklen Vergangenheit gelernt hat. Man wolle mit dem Atomausstieg weltweit als gutes Beispiel gelten und verkenne dabei, dass die Welt von guten Beispielen in der Regel keine Notiz nehme.


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WebReporter: Babelfisch
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Nation, Bewährung, Meinung, Atomausstieg, Henryk M. Broder
Quelle: www.welt.de

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.03.2011 16:21 Uhr von Babelfisch
 
+11 | -7
 
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Broder argumentiert provokant, und das macht die Sache interessant. Man muss allerdings nicht unbedingt seine Schlussfolgerungen teilen.
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29.03.2011 16:23 Uhr von DeepForcer
 
+31 | -19
 
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also seine Schlussfolgerungen sind definitiv nicht nachvollziehbar. Ich sage nur: Nachts ist es kälter als Draußen.
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29.03.2011 16:24 Uhr von Xadramir
 
+17 | -11
 
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Wat fürn schwachsin: Also sone Aussage ist für mich purer schwachsin mag wohl sein das Deutschland noch immer das Buhland schlechthin ist. Aber der Ausstieg begründet sich nur darauf das unsere jetzigen Machtinhaber Angst haben Sie könnten bei der nächsten Wahl nicht mehr im trockenen Sitzen.
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29.03.2011 16:30 Uhr von nostrill
 
+6 | -5
 
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seltsame argumentation: ok ist ne seltsame argumentation, was aber definitiv was seltsam ist, ist die Menge der Leute die dafür auf die Straße sind. Für alle anderen Ungerechtigkeiten siehste sowas nicht. Irgendwas ist da schon anders. Und das Argument was mir jemand sagte dass das ja nicht nur für uns ist sondern auch unsere Kinder etc blabla....is für mich nicht grad valide solange um uns rum noch dermaßen viele Meiler stehen die sicherheitstechnisch bestimmt nicht super viel besser als unsere sind. Und genau dort soll ja wirklich das Argument mit dem Vorbild ziehen, hört man ja oft. Aber genau das ist tatsächlich totaler Bullshit. Als würd das die Franzosen oder sonstwen kümmern was hier abgeht.
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29.03.2011 16:34 Uhr von Rechthaberei
 
+4 | -6
 
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Er meint das so viele Grün wählen weil Hitler: zur Rechtsextreme gehört. Und das dies nach 60 Jahren Belehrung eben in Deutschland sich bewährt.






[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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29.03.2011 16:40 Uhr von S8472
 
+12 | -16
 
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@H311dr1v0r: Deutschland importiert keinen Strom, ob mit oder ohne AKWs.
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29.03.2011 16:45 Uhr von elenath
 
+11 | -3
 
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@H311dr1v0r: Die gesamte deutsche Überproduktion aus den AKWs wird an Frankreich verkauft..

Deren AKWs laufen im Winter nicht rund (zu kalt, die Leitungen frieren ein und die Leistung muss gedrosselt werden) und im Sommer auch nicht (die Flüsse, in die das Kühlwasser gepumpt wird, darf nicht zu warm werden des Naturschutzes wegen).

Und da der überproduzierte Strom auf Jahre hinaus an der Leipziger Strombörse bereits verscherbelt wurde, müssen die AKW-Betreiber in Deutschland jetzt auch liefern. Mit oder ohne AKWs. Und das ist der einzige Grund warum die die blöden Dinger überhaupt noch laufen.

Halt. Nicht der einzige Grund. Aber es war ja so bequem nichts alternatives zu machen. Die schwarz-geld-Koalitionen haben es ja immer wieder geschafft, dass man möglichst wenig in regenerative Energien und den Netzausbau investieren musste. Deswegen geht denen der Arsch ja jetzt auch auf Grundeis.

[ nachträglich editiert von elenath ]
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29.03.2011 16:47 Uhr von Nobody-66
 
+3 | -5
 
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@S8472: bist du dir da so sicher, oder erkenne ich die ironie nur nicht?
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29.03.2011 16:48 Uhr von artefaktum
 
+12 | -3
 
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Broder geht´s in erster Linie nie um Inhalte sondern darum, zu provozieren. Macht ihm halt Spaß, die Reaktionen sind häufig auch nicht uninteressant. Aber mit der Zeit ist das manchmal auch albern.

Nehme eine aktuelle hitzige Diskussion (Atomkraft: Ausstieg oder nicht?) und kombiniere das ganze mit einem anderen brisanten Dauerthema (Rolle der Deutschen im Dritten Reich): Fertig ist mal wieder eine deftige Provokation, Broder die Aufmerksamkeit mal wieder sicher.

Er is so ´ne Art Talk-Show-Troll.

Nach diesem Muster mit alten und neuen Versatzstücken läuft das bei Broder immer ab.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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29.03.2011 16:53 Uhr von Jolly.Roger
 
+5 | -0
 
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Also: Jedes Land hat seine individuellen Präferenzen, wenn es um bestimmte Themen geht.
Deutschland z.B. ist ein absolutes Auto-Land, deshalb wird es hier wohl auch nie ein Tempo-Limit geben (sieht man ja auch am Beispiel E10). Wenns ums Auto geht, gilt in D "freie Fahrt für freie Bürger". Anderen Ländern ist das egal.



Ach ja, Deutschland importiert durchaus Strom aus dem Ausland.
Allerdings exportieren wir noch etwas mehr, so dass insgesamt ein Plus auf der Seite des Exports steht.
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29.03.2011 16:53 Uhr von Theo_B
 
+2 | -0
 
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@artefaktum: das muster funktioniert aber auch deswegen, weil die deutschen öfter mal sondermeinungen haben oder sonderwege gehen.
da kommt automatisch die assoziation, dies könne mit dem grausigsten aller deutschen sonderwege, nämlich dem holcaust, einhergehen.
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29.03.2011 16:54 Uhr von S8472
 
+5 | -3
 
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@Nobody-66: Naja, ich habe mich natürlich dumm ausgedrückt.
Natürlich wird auch Deutschland von anderen Ländern mit Strom beliefert, allerdings sind wir Stromexporteur. Wir sind also nicht darauf angewiesen, dass wie noch mehr Strom produzieren müssen. Wenn mehr exportiert als importiert wird und Atomstrom nur 22% in Deutschland ausmacht, dann sind die AKWs eben nicht nötig, damit Deutschland komplett mit Strom versorgt ist.

Und weiterhin finde ich das Argument albern, dass ja andere Länder noch AKWs haben und wir "eh sterben, wenn die kaputtgehen". So ein Schwachsinn. Ein AKW 500km weit weg ist immer noch besser als ein AKW nebenan. Wer mir mit diesem Argument kommt, der soll bitte direkt neben ein AKW ziehen. Es geht ja nicht immer nur um den Super-GAU, sondern auch um kleine Plutoniumlecks, die mal eben das lokale Trinkwasser vergiften.
Irgendwer muss ja mit dem Ausstieg aus der Atomtechnik anfangen. Wieso nicht einfach Deutschland? Österreich schafft es ja auch ohne.
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29.03.2011 17:00 Uhr von manbearpig
 
+5 | -2
 
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@S8472 und @elenath: Deutschland importierte im Jahr 2010 ungefähr 13 TWh von Frankreich und ca. 9 TWh von Tschechien. Exportiert hat Deutschland nach Frankreich lediglich 0,8 TWh. Den meisten Strom, ca. 14 TWh, exportiert Deutschland in das "atomstromfreie" Österreich

Insgesamt exportiert Deutschland rund 60 TWh und importiert 45 TWh also netto exportiert Deutschand ca. 15 TWh, das sind ca. 3% der Stromerzeugung und entspricht ca. der Produktion von 1,5 - 2 AKWs
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29.03.2011 17:06 Uhr von Perisecor
 
+9 | -8
 
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@ S8472: "Atomstrom nur 22% in Deutschland ausmacht, dann sind die AKWs eben nicht nötig, damit Deutschland komplett mit Strom versorgt ist."

Die AKW liefern aber, wie Wasser- und Kohlekraftwerke, Grundlast. Spitzenlast wird durch Gaskraftwerke und Sonnen-/Windkraft produziert, wobei sich die europäischen Länder ergänzen.

Kann man auf Atomkraft verzichten? Theoretisch ja. Dafür braucht man dann halt mehr Grundlast-Kraftwerke anderer Art (und da Wasserkraft in Deutschland erschöpfend ausgebaut ist, eben Kohle- und Gaskraftwerke).

"Wer mir mit diesem Argument kommt, der soll bitte direkt neben ein AKW ziehen."

Warum? Die Leute, die meinen, sie müssten Angst haben, können doch auch wegziehen?

"sondern auch um kleine Plutoniumlecks, die mal eben das lokale Trinkwasser vergiften."

Deshalb wäre es wichtig, dass man die alten deutschen Meiler abschaltet und durch neue und moderne EPR ersetzt. Da hat man dann auch umfangreiche Core Catcher mit bei, eine höhere Effizienz und nicht nur nachgerüstete Sicherheit, sondern von vornherein entwickelte.

"Wieso nicht einfach Deutschland? Österreich schafft es ja auch ohne. "

Laos, Somalia und St. Kitts kommen auch ohne Atomkraftwerke aus. Österreich ist alleine schon durch seine geographische Lage für Wasserkraft perfekt geeignet, dazu kommt das Fehlen massiver (Schwer)industrie wie z.B. in Deutschland.
Was ein Ausstieg bei einem (kleinen Teil-)industrieland bewirkt, sieht man in Italien. Die hatten zwar auch nur vier kleine Reaktoren, müssen ihren Strom aber auch zukaufen. Vorrangig aus französischen AKW.

Zu schade, dass die weltweit führende deutsche Atomtechnik mittlerweile in Frankreich gelandet ist und Siemens nur noch Turbinen etc. liefert. Deutschland hätte sich hier erneut durch modernste Technik profilieren können. Wenn man sich aber die Proteste gegen moderne Großprojekte in Deutschland ansieht, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn solch wichtige Technologien jetzt in anderen Ländern verwaltet und weiterentwickelt werden.
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29.03.2011 17:11 Uhr von Schwertträger
 
+4 | -3
 
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Broder mal wieder: NATÜRLICH ist der Grund, warum so viele Leute JETZT für einen Atomausstieg auf die Straße gehen, nichts als die nackte Angst.
Letztes Jahr im April wäre nicht mal ein Zehntel der Leute zusammengekommen. Und in weiteren fünf Jahren kämen auch nciht mehr so viele zusammen, wenn zwischendurch nichts bemerkenswertes passiert und das Thema nicht in der Zeitung ist.


Und was Angst mit einem Tempolimit auf Autobahnen zu tun hat, weiss wohl auch nur Broder selber. Das ist schon so schwachsinnig, dass es selbst für Broder peinlich ist.
Denn wenn ein Autofahrer Angst hat, ist er per Definition unsicher und somit nicht geeignet zum Führen eines Kraftfahrzeugs, sondern ein Fall für weitere Fahrstunden, bis er angstfrei ist.


Dass wir Deutschen gern als gutes Beispiel in Sachen Atomstromausstieg darstellen wollen, könnte man durchaus auch als Gefallsucht werten. Ob und wie weit die aus unserer Vergangenheit resultiert, müsste man dann genauer untersuchen.
Mit Sicherheit resultiert sie aber zu großen Teilen aus der Grünen-Politik der letzten Jahrzehnte.
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29.03.2011 17:34 Uhr von sicness66
 
+5 | -6
 
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Alter!!! Nie wieder Auschwitz = Atomausstieg sofort

Sowas kann auch nur Menschen einfallen, die im 20. Jahrhundert stecken geblieben sind und meinten für alle Bürger sprechen zu wollen.
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29.03.2011 17:49 Uhr von NeueZeit
 
+5 | -3
 
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Thema + Perisecor: Möcht auch was dazu sagen. Erstmal zu Broder: Einfach nur die übliche Provokation und funktioniert ja auch wieder ;-)
Inhaltlich: Lächerlich!!!

Perisecor: "Kann man auf Atomkraft verzichten? Theoretisch ja. Dafür braucht man dann halt mehr Grundlast-Kraftwerke anderer Art (und da Wasserkraft in Deutschland erschöpfend ausgebaut ist, eben Kohle- und Gaskraftwerke)."

Das Zauberwort heisst zum Einen dezentrale Stromversorgung und zum Anderen Speichertechnologie. Das gepaart mit besseren und vorallem verlustärmeren Leitungen und es bedarf keinerlei neue Kohle- und Gaskraftwerke. Es ist ja jetzt schon ein Witz, dass im Norden Windparks abgestellt werden müssen, obwohl im Süden Bedarf ist, der Strom aber nicht runtergeliefert werden kann....

Perisecor: "Deshalb wäre es wichtig, dass man die alten deutschen Meiler abschaltet und durch neue und moderne EPR ersetzt. Da hat man dann auch umfangreiche Core Catcher mit bei, eine höhere Effizienz und nicht nur nachgerüstete Sicherheit, sondern von vornherein entwickelte."

Da die Folgekosten eines AKWs schon von Grund auf Milliarden verschlingt, wie auch die Endlagerungen (die ja nicht nur über ein paar Jahre in Stand gehalten werden müssen, sondern Jahrtausende), dazu noch die fürchterlichen Uranabbaumethoden und letztendlich ist der Uranvorrat auch endlich (Uran-Peak -> viell. 50 Jahre...), daher ist Atomkraft definitiv nicht zukunftsfähig & wirtschaftlich, sondern ein Fass ohne Boden. Und zu all dem kommt noch das Restrisiko, welches (bei der kleinen Grösse von Deutschland) bei einem Gau hier mit einem Schlag die gesamte Wirtschaftskraft vernichtet. Ich meine, wir reden hier davon, dass Fehler hier für Millionen von Jahren Konsequenzen haben. Diese Verantwortung ist eigentlich von niemanden tragbar und finanzierbar. Und etwas weiter gedacht als bis morgen, ist es vollkommen klar, dass der Schlüssel in den erneuerbaren Technologien liegt.

Perisecor: "Deutschland hätte sich hier erneut durch modernste Technik profilieren können. Wenn man sich aber die Proteste gegen moderne Großprojekte in Deutschland ansieht, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn solch wichtige Technologien jetzt in anderen Ländern verwaltet und weiterentwickelt werden."

Die Zukunft heisst zweifellos Erneuerbare Energien und da mischt Deutschland schon sehr weit vorne mit. Darin sehe ich vielmehr Profilierungspotential weltweit, weil der Energiehunger nicht weniger wird. Und das ist auch die grosse Zukunftschance Deutschlands. Letztendlich gehts um Geld, denn eine dezentrale Versorgung und Speichermedien würden den Bürger unabhängig von den Stromkonzernen werden lassen und das geht ja mal gar nicht.
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29.03.2011 17:51 Uhr von mr.sky
 
+6 | -4
 
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Die Angst von der hier so gesprochen wird wurde von den Medien unnötig und völlig Übertrieben angeheizt.

"könnte das bei uns auch passieren" und "was wäre wenn..."
Geschichten haben das ganze Thema vollkommen aber wirklich vollkommen entfremdet und jeder Bürger ist nun Atomexperte von all den vielen Talkshows und "Fachbegriffen" wie "µSievert"

Natürlich ist ALLEN klar, dass WENN es zur einer Kernschmelze kommt, man diese wahrscheinlich nicht aufhalten kann. So ist das nunmal mit der Atomkraft.

ABER:
1) Ist das nichts neues. Dies weiß man schon längst. Und auch JEDER DAU Bürger sollte das wissen

2) Wird es in D nie soweit kommen (Kernschmelze).

Natürlich ist 2) nicht 100% Richtig. "soweit kommen" KÖNNTE es schon wenn 100000 milliarde Dinge passieren die einfach nicht passieren dürften.
Doch mit dieser "Angst" oder diesen Faktoren müssen wir nunmal leben. Es zählt zum Leben dazu so wie man theoretisch auf dem Weg zur Bank vom Auto überfahren oder von einem Amokläufer erschossen werden kann.
Selbst in der Bank könnte ein Bankräuber mich erschießen.
Samuel Koch dachte sich auch was anderes bei seiner Wetten, Dass... Wette..
Das ist das Risiko am Leben welches man eingeht als Bürger in deutschland. Es gibt sogar ein Gesetz dazu "Risiko an Teilnahme der Gesellschaft" (oder so ähnlich).

Den Atomausstieg halte ich für völligen Quatsch!. Die alten AKW´s abschalten und dafür neue bauen ist natürlich OK.
Aber Aussteigen weil eine Kernschmelze theoretisch möglich ist halte ich für völlig falsch. Denn dann könnte ich 10000 Dinge nenen die "theoretisch möglich sind", wenn ich aufs klo kacken gehe. Also leute geht nicht kacken, denn es könnte euch eine Schlange die Eier abbeisen. Kam letztens noch in den Medien, dass eine 7-Jährige eine Schlange im Klo fand. Totaler Zufall und vielleicht ist ein Lottogewinn viel Wahrscheinlicher, als einen Klodeckel zu heben und eine Boa zu entdecken.
Aber selbst sowas ist "theoretisch möglich".

Macht euch nicht verrückt und lasst blos die dummen grünen nicht wieder an die macht....
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29.03.2011 18:04 Uhr von Perisecor
 
+7 | -6
 
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@ NeueZeit

"dezentrale Stromversorgung"

Das ist ein schönes Schlagwort für den Privatbereich, Industrie und Gewerbe kann damit in den meisten Fällen wenig anfangen.

"zum Anderen Speichertechnologie"

Zum Beispiel?

Noch mehr Wasserspeicher? Für künstliche Wasserkraftwerke?

"wie auch die Endlagerungen (die ja nicht nur über ein paar Jahre in Stand gehalten werden müssen, sondern Jahrtausende)"

Stand heutiger Technik. Quasi täglich gibt es bessere Methoden, nukleare Abfälle länger und stärker zu nutzen um somit die Anzahl des Abfalls gesamt als auch seine Strahlungsdauer zu reduzieren.

"fürchterlichen Uranabbaumethoden"

Die nicht viel schlimmer sind als Kohlebergwerke (vor allen in Asien).

"letztendlich ist der Uranvorrat auch endlich"

Genau wie bei Öl findet man immer neue Uranlagerstätten.

"bei einem Gau hier mit einem Schlag die gesamte Wirtschaftskraft vernichtet"

Moderne Reaktoren können so gebaut werden, dass es realistisch gesehen keinen (Super)GAU geben kann. Mal von Unglücken abgesehen, wo ein Super-GAU dann auch nichts mehr ändert.


Ich persönlich hätte mehr Angst vor diversen großen Chemieanlagen, als vor einem AKW. Schon alleine, wenn ich mir die (öffentlich relevanten) Sicherheitsvorschriften ansehe.
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29.03.2011 18:09 Uhr von S8472
 
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@mr.sky: Sehr schön, dass du Lotto ansprichst. Wieso sollen die Menschen nicht Angst haben vor einem GAU? Auch wenn er beispielsweise nur mit einer stochastischen Chance von 1:1.000.000 vorkommt, dann ist das noch höher als ein Hauptgewinn im Lotto und daran versuchen sich auch jede Woche Millionen von Menschen. Und zum Thema Wahrscheinlichkeiten empfehle ich: http://www.danisch.de/...
Die Japaner hätten vor wenigen Wochen sicher auch noch mit 1:xxxxxxxxxx gerechnet. Man darf nicht nur Wahrscheinlichkeiten vergleichen, sondern muss auch die Konsequenzen bei Eintreffen des Ereignisses berechnen.
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29.03.2011 18:13 Uhr von NeueZeit
 
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@Sky: "Denn dann könnte ich 10000 Dinge nenen die "theoretisch möglich sind", wenn ich aufs klo kacken gehe.

Da möcht ich nur ein einziges menschgemachtes Beispiel von Dir hören, wo die Konsequenzen auch nur annähernd eine solche Tragweite, so katastrophal und dazu für Tausende von Jahren bestehen bleiben und obendrein noch global wirken, wie jetzt durch Fukushima. Im Übrigen schonmal daran gedacht, warum Atomkraftwerke nicht versichert werden können, bzw. sich keine Versicherung drauf einläßt? Denen ist das Risiko der theoretischen Möglichkeiten auf jeden Fall zu hoch und sie sehen es keineswegs so `verharmlosend` wie Du.

Und der Vergleich von ner Boa aufn Klo gebissen zu werden mit nem Gau ist weder in der wirtschaftlichen/gesellschaftlichen noch menschlichen Konsequenz/Tragweite vergleichbar.
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29.03.2011 18:30 Uhr von mr.sky
 
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@S8471 und NeueZeit: wisst ihr eigentlich wie "hoch" die Wahrscheinlichkeit und wie "hoch" die Wirtschaftlichen/Menschlichen Verlusste sind wenn ein Asteroid auf die Erde trifft?

Da ist ein AKW Unfall ein furz gegen.

So und nun geht raus und kauft die Regale der Supermärkte leer und schließt euch meter weit unter die Erde....den WENN er einschlägt, DANN......

Ich könnte sogar behaupten, dass ein Asteroiden treffer "Menschen gemacht" ist. Durch unsere Sonden die wir ins Weltall geschossen haben (Voyager 1 usw..) wurde die Schwerkraft von einem Asteroiden "beeinflusst". Auch wenn die Sonde noch so klein im Vergleich zum Asteroiden ist. Der Asteroid wurde durch die Sonde in seiner Flugbahn verändert und zwar um 0.00000000000000000000000001 hoch 1000 µm und rasst nun auf die Erde zu. Er schlägt ein...glaub mir...nun los geht einkaufen...schnell schnell...

Noch ein Beispiel...

Biologie/Chemie

Wisst ihr eigentlich was für Biologische Waffen existieren (von Menschen gemacht wohl gemerkt). Hollywood und Co übertreibt da gerne mal (siehe The ROCK (alcatraz)).
Trotzdem existieren (von Menschen gemachte) Biologische Waffen die die Menschheit binnen Tagen um gut 50% reduzieren könnte, wenn nich gar um 80%. 4-5 Milliarden Menschen einfach TOT innerhalb von 72 - 96h.

THEORETISCH KEIN PROBLEM!

Eine Trägerrakete verteilt den Kampfstoff in der Atmosphäre den Rest erledigt die Natur (der Wind).

Wo is nun meine Demo gegen Bio-Waffen?
Wo ist nun menie Demo gegen die Verbreitung des Wissens auf dem Gebiet der Biologie?
Warum darf ich die Prof. der Biologie nicht verklagen, dass sie dieses Wissen (um die Herstellung solcher Viren) weiter an die Studenten geben?

Die AKW´s sind wohl durchdacht und wenn man die Betreiber ihre arbeit machen lässt, wird auch nichts passieren. Sich über "was wäre wenn doch..." gedanken zu machen ist zwar gut, aber es gibt 10000 andere Dinge über die man sich KEIN so große Gedanken macht, diese aber mind. genauso oder sogar noch weit aus gefährlicher sind als ein GAU in deutschland.
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29.03.2011 18:35 Uhr von mr.sky
 
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nachtrag @neuezeit: natülich sind die AKW´s versichet. Erzähl nicht so einen Blödsinn, denn ich weiß es besser...glaube mir..

Die Frage die sich stellt ist "WIE und gegen WAS" sind sie Versichert.

Ein GAU "Bewusst durch falsches Handlen von Mitarbeitern etc etc.." ist natürlich NICHT zur versichern.
"Vorsatz" ist nicht zu versichern.

Alles andere ist eine Frage des Geldes. Und die AKW´s sind versichert...mit strengen Auflagen und hochen Versicherungssummen. Im Übringen...die Versicherer machen unmengen Gewinn durch solche Versicherungen. Nicht umsonst haben die Versicherungen MEHR GELD als Banken!!!!.
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29.03.2011 18:36 Uhr von T¡ppfehler
 
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Nicht genügend Atom-Spezialisten in D. Japan hat schon Spezialisten aus Frankreich angefodert.
Die Franzosen kennen sich wenigstens mit der Entsorgung von Atommüll aus.

http://www.youtube.com/...
Atommuell ... Ausschnitt über La Hague (Arte Anfang 2010)

[ nachträglich editiert von T¡ppfehler ]
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29.03.2011 18:43 Uhr von Registrator
 
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Mal abgesehen von: Broder und Atompolitik -

Europäische Einheit, damit Deutschland nicht zur Gefahr wird.

Der langjährige EU-Kommissar Günter Verheugen (SPD) bei Maybrit Illner (9. Dez. 2010) : Das ganze Projekt "Europäische Einheit" sei wegen Deutschland notwendig geworden. Es sei darum gegangen und gehe noch immer darum, "Deutschland einzubinden, damit es nicht zur Gefahr wird für andere".

http://www.youtube.com/...

Kann man werten wie man will.

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