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Evolution: Nicht nur die am besten Angepassten überleben

Die Formel "Überleben der Bestangepassten" besagt, dass es für jede ökologische Nische eine am besten angepasste Art gibt, die alle anderen verdrängt. Dies wird auch Konkurrenzausschlussprinzip genannt und hat zur Folge, dass nur eine komplexe Umwelt mehrere Populationen gleichzeitig zulässt.

Es gab bereits Experimente, die Zweifel daran aufkommen ließen. Dabei erzeugte man eine unkomplexe Umgebung für Bakterien. Nach hunderten von Generationen blieb aber nicht nur eine Art übrig. Es wurde vermutet, dass man nicht lange genug gewartet hat, aber neue Versuche bestätigen das Ergebnis.

Die bestangepassten Bakterien verwerten die verfügbare Nahrung am effektivsten, verändern sich aber kaum durch Mutationen. Die schlechter angepassten Bakterien haben sich hingegen durch Mutationen erhalten. Das "Überleben der Bestangepassten" gilt also nicht für hohe Mutationsraten.


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WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Evolution, Biologie, Überleben, Anpassung
Quelle: www.physorg.com

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.03.2011 12:54 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+8 | -3
 
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Also überleben am Ende doch nur die, die sich am besten anpassen (durch Mutation)?!

Was genau ist daran neu?

[ nachträglich editiert von Jesus_From_Hell ]
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28.03.2011 13:10 Uhr von Marc_Anton
 
+4 | -0
 
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ich hab: das jetzt eher so verstanden, dass es die Besserangepassten einfacher haben, das sie effektiver leben. Die anderen müssen halt weiterhin mutieren bzw. Techniken finden, um zu überleben. Also alles kleine MacGyvers :-D
Nur wenn alle beide Arten, gut und schlechter angepasste, überleben, stellt das dann nicht ein bisschen die Evolution in Frage (Selektion etc.)?
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28.03.2011 13:13 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+5 | -0
 
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Marc_Anton: Wieseo das?
Es wird doch selektiert. Wer sich anpasst überlebt, wer das nicht hinbekommt stirbt aus - das ist doch Evolution. Wenn nur der überleben würde, der von Anfang an angepasst ist hätten wir wohl nicht soviele verschiedene Arten...
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28.03.2011 13:22 Uhr von Getschi2.0
 
+2 | -2
 
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Jesus_From_Hell: "überleben am Ende doch nur die, die sich am besten anpassen (durch Mutation)?!"
Nein es überleben eben mehrere Arten. Und damit hat man nicht gerechnet.

@Marc_Anton:
"Nur wenn alle beide Arten, gut und schlechter angepasste, überleben, stellt das dann nicht ein bisschen die Evolution in Frage (Selektion etc.)? "
Nicht wirklich. Zum einen gilt es eben nur bei relativ hohen Mutationsraten und zum anderen heißt es nicht, dass die Selektion aussetzt.
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28.03.2011 13:26 Uhr von Marc_Anton
 
+0 | -1
 
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Ja eben: wenn mehrere Arten überleben, also auch die schwächeren, dann steht das Prinzip der Selektion, dass nur der stärkste überlebt, doch in Frage.
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28.03.2011 13:33 Uhr von Getschi2.0
 
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Marc_Anton: "wenn mehrere Arten überleben, also auch die schwächeren, dann steht das Prinzip der Selektion, dass nur der stärkste überlebt, doch in Frage. "
Nein. Die "schwächsten" werden wohl immer noch selektiert. Und wie gesagt, gilt es nicht immer.
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28.03.2011 13:38 Uhr von martin@pc
 
+2 | -3
 
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Falsch: "Das "Überleben der Bestangepassten" gilt also nicht für hohe Mutationsraten. "

Eben doch. Durch die Mutationen entsteht eine bessere Anpassung - Mutation mit Nachteilen verreckt.
Wenn durch die Mutation ein so gennanter "Selektionsvorteil", d. h. eine Anpassung, entsteht, überlebt das Individuum (und die Nachkommen eher). Absoluter Bullshit was hier steht.
Horizontaler Gentransfer btw. Bei Menschen vertikaler, guckt´s nach.

Schon wieder so ein Oberstufen-Bio-Thema O.o
Autor, du hast versagt.
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28.03.2011 13:56 Uhr von Getschi2.0
 
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martin@pc: "Absoluter Bullshit was hier steht."
Dann wende dich bitte an die Forscher die die Studie gemacht haben ;-)
Eben nicht. Was du schreibst stimmt alles, aber du hast den wesentlichen Punkt um den es geht vergessen: es überleben mehrere Arten.

"Schon wieder so ein Oberstufen-Bio-Thema O.o "
Und ich zweifle langsam an deinem Leseverständnis. Alles was ich bisher von dir gelesen habe, basiert auf Missverständnissen. Sorry.

[ nachträglich editiert von Getschi2.0 ]
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28.03.2011 14:24 Uhr von Marc_Anton
 
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Glaube ich auch Getschi: ist es nicht sogar in der Natur eher so, dass die schwächeren Arten populationsstärker sind und je weiter entwickelt die Art ist, desto weniger existieren davon? Denke da jetzt an die Nahrungskette (Mensch ausgenommen). Wenn immer nur die stärkeren überlebt hätten, wäre die Artenvielfalt der Erde kaum so ausgeprägt.
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28.03.2011 14:31 Uhr von Getschi2.0
 
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Marc_Anton: "dass die schwächeren Arten populationsstärker sind und je weiter entwickelt die Art ist, desto weniger existieren davon?"
Ich denke mal, dass das ganz darauf ankommt, wie man "schwach" definiert. Außerdem gibt es auch Populationen, die zb auf Inseln beschränkt sind und alleine deswegen nicht groß werden. Es kommt wohl eher auf die Lebensweise an.

"Wenn immer nur die stärkeren überlebt hätten, wäre die Artenvielfalt der Erde kaum so ausgeprägt. "
Doch. Eben weil es auch so viele Nischen gibt.
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28.03.2011 14:43 Uhr von Leeson
 
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Ist es nicht auch so, ausgenommen der Mensch, dass je kleiner eine Art ist, desto schneller geht die Fortpflanzung von statten?

Wenn es mehr Löwen als Antilopen geben würde,
würden die Antilopen aussterben und viele der Löwen wenn sie keine Antilopen abbekommen.

Und ja, Löwen fressen auch andere Tiere... ist ja nur ein Beispiel :)
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28.03.2011 14:47 Uhr von martin@pc
 
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@getschi: So wie es da [also hier in der News] steht, werden Grundsätze enthebelt. Betrachtet man das allerdings wiederum langfristig, so sterben die Bakterien genauso ab. Bloßes Überleben beeindruckt nicht.

Besser wäre eine nicht so starke Aussage gewesen. Z. B., dass nicht optimal adäquat angepasste Arten auch überleben. Führt aber genauso zu einem "Captain Obvious" Erkenntnis.
Ich war vorher am ragen, deswegen kannst du im Recht mich in Frage stellen.
"Alles was ich von dir gelesen habe [...]" <-- kratzt mich nicht :>

Aber wo ist da die News? "Der bestangepasste überlebt am ehesten." impliziert doch, dass es möglich ist, auch so zu überleben.

Naja whatever. Darüber zu diskutieren würde zu einem Teufelskreis führen.

Und Marc_anton ... hat echt keine Ahnung. --> http://de.wikipedia.org/...

Lesen.

@Leeson:
Auch keine Ahnung.
Die Regeln soll man nicht für´s Wahre nehmen, weil es genug Gegenbeispiele gibt - aber auch viele Fälle wo es so funktioniert, z. B. Löwen und Antilopen.

http://de.wikipedia.org/...

Und wenn ihr mit Wörtern wie "Nahrungskette" um euch wirft, zieht sie euch rein. Nahrungspyramide wäre besser.

http://de.wikipedia.org/...
http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von martin@pc ]
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28.03.2011 14:59 Uhr von Getschi2.0
 
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martin@pc: "Betrachtet man das allerdings wiederum langfristig, so sterben die Bakterien genauso ab."
Wie geasgt: Wende dich an die Forscher. Aus der Quelle: "...then we discover a new principle, one in which both the fit and the unfit coexist indefinitely."

"Aber wo ist da die News?"
Man konnte scheinbar die Kritik am vorangegangenen Experiment ausmerzen.

Lesen.
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28.03.2011 15:18 Uhr von martin@pc
 
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getschi: Jein. Also keine Ahnung, die benachteiligte Art stirbt also nicht immer - zwangsläufig aus, denn das ist oft genug der Fall.

Ich seh das als Sonderfall.

Aaaber: Sonderfälle sind eine News. Der Sturkopf hat Mist erzählt. Bisschen stur bleibe ich aber offensichtlich mit dem "jein". Ich führ das aber nicht weiter aus, kein Bock mich zu wiederholen.
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28.03.2011 15:27 Uhr von Getschi2.0
 
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martin@pc: Ich weiß nicht genau, was du sagen wolltest, aber egal ;-)

Man kann es durchaus als Sonderfall für hohe Mutationsraten sehen. Darauf wird es aber auch ausdrücklich beschränkt.
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28.03.2011 17:25 Uhr von Gwenselah
 
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@Leeson: Es gibt K-Strategen und R-Strategen. K-Strategen setzten auf Quantität, R-Strategen auf Qualität. Das hat nicht zwingend nur was mit der Körpergröße zu tun.

Das mit den Löwen und Antilopen ist aber wieder ein bisschen was anderes, hier lassen sich die Volterra Regeln anwenden. (siehe Wikipedia)
http://de.wikipedia.org/...

@Topic:
Ich verstehe nicht, warum laut diesem Experiment Nicht nur die bestangepasstesten Überleben sollten. Die schlechter angepassten Arten sterben auf einen bestimmten Selektionsdruck hin aus, weil eine andere Art eine größere Reproduktive Fitness besitzt und die andere verdrängt diese dann eben.(zumindest in der biotischen Selektion)

Aber so wie ich es verstehe war doch bei diesem Experiment überhaupt kein Selektionsdruck vorhanden, warum sollte dann die schlechter Angepasste Art aussterben?

[ nachträglich editiert von Gwenselah ]
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28.03.2011 17:37 Uhr von Getschi2.0
 
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Gwenselah: "Ich verstehe nicht, warum laut diesem Experiment Nicht nur die bestangepasstesten Überleben sollten."
Zum einen, weil zumindest nach ein paar hundert Generationen noch keine Art ausgetorben ist. Zum anderen hat man ein Modell entwickelt, bei dem sich zeigt, dass eine Koexistenz möglich ist und die Zahlen stimmen mit denen überein, die einem Experiment entnommen wurden.

"Aber so wie ich es verstehe war doch bei diesem Experiment überhaupt kein Selektionsdruck vorhanden"
Warum nicht? Man hat verschiedene Arten, die die gleiche Nische besetzen, also direkte Konkurrenten sind, "in das selbe Boot" gesetzt. Aber wie der Aufbau im Detail aussieht, weiß ich leider auch nicht.

[ nachträglich editiert von Getschi2.0 ]
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28.03.2011 23:12 Uhr von martin@pc
 
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