27.03.11 15:23 Uhr
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Libyen: Plant Sarkozy weitere Arabienfeldzüge?

Am Rande des EU-Gipfels über die Angriffe auf Libyen warnte der französische Präsident Sarkozy andere Länder in der Region.

Gewaltherrscher in der arabischen Welt hätten ebenfalls Militärschläge zu erwarten. Zudem bekräftigte er erneut seinen Führungsanspruch im Krieg gegen Libyen.

Trotz der Übernahme der Koordination der Angriffe durch die NATO sehe er sich selbst immer noch als Oberkommandeur und bestimme die Ziele der französischen Piloten.


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WebReporter: StefanPommel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Libyen, Nicolas Sarkozy, Vereinigte Arabische Emirate
Quelle: derstandard.at

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27.03.2011 15:23 Uhr von StefanPommel
 
+5 | -9
 
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Interessante Aussage.
Libyen liegt in Afrika.
Er droht jedoch _arabischen_ Staaten.
Ein Schelm wer bei seiner Wortwahl böses denkt...
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27.03.2011 15:30 Uhr von ElChefo
 
+3 | -4
 
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Irgendwie lustig, die Franzosen.

Erinnert sich noch wer daran, warum die damals aus der NATO ausgetreten sind?
...scheinbar hat sich trotz Wiedereintritt nichts geändert. Tolle Partner.
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27.03.2011 16:28 Uhr von Serverhorst32
 
+5 | -5
 
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Wir brauche mehr Nuklearwaffen Wir brauche mehr Nuklearwaffen, denn nur Länder die Nuklearwaffen besitzen können sich einigermaßen sicher sein nicht angegriffen zu werden.

Alle anderen laufen wohl ständig Gefahr von irgenwelchen irren westlichen Imperialisten auf die Abschussliste gesetzt zu werden.

Diese Drohung zeigt nur einmal mehr, dass es in keinem Fall um ein paar Zivilisten geth, sondern um viel mehr.
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27.03.2011 16:40 Uhr von Alice_undergrounD
 
+3 | -0
 
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muahaha: http://www.albinoblacksheep.com/...

na dann mal viel erfolg, vll klappts ja diesmal :D
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27.03.2011 17:14 Uhr von hofn4rr
 
+5 | -1
 
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@El Chefo: >> Erinnert sich noch wer daran, warum die damals aus der NATO ausgetreten sind?
...scheinbar hat sich trotz Wiedereintritt nichts geändert. Tolle Partner. <<

"de gaulle" mißfiel zwar der übermäßige angloamerikanische einfluß im bündnis und löste sich somit aufgrund eines abgelaufenen ultimatums von den kommandostrukteren der allianz heraus, jedoch blieb frankreich bis heute mitglied im bündnis.

das ziel von de gaulle war von anfang an eine militärische- und wirtschaftliche unabhängigkeit, mit starken drang eine führungsrolle in europa zu übernehmen.

was sich offenbar etwas geändert hat zu damals (wiki):
""Bis zur Präsidentschaft Jacques Chiracs war die israelkritische, proarabische Orientierung französischer Außenpolitik eine gaullistische Konstante.""

p. s.
unter de gaulle würden deutschland und frankreich heute sicherlich eine gemeinsame linie vertreten.

sarkozy hingegen unterwirft sich hingegen der angloamerikanischen interessen (prostituiert sich auf diese weise) und tritt die errungenschaften französischer außenpolitik mit den ehemaligen kolonien, mit füßen.

de gaulle:
"" Frankreich hat keine Freunde, es hat nur Interessen ""

für uns stellt sich daher die frage welche interessen frankreich heute damit vertritt. die eigenen können es schlecht sein, wenn man sich der wallstreet angepassten
politik hingibt.
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27.03.2011 17:30 Uhr von certicek
 
+2 | -3
 
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Die Operation Sarkozy: Ein interessanter Artikel von Thierry Meyssan:

"Wie die CIA einen ihrer Agenten zum Präsidenten der Republik Frankreich machte "

http://www.voltairenet.org/...
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27.03.2011 18:03 Uhr von SpeedyGonzalez
 
+2 | -3
 
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Sarkozy: @certicek Ein Freund von mir aus Frankreich hat mir damals als er gewählt wurde auch gesagt, dass Sarkozy nicht die Interessen Frankreichs sondern der USA vertritt. Einen Text über seine Beziehung zur CIA er mir dann später auch geschickt.
Schade eigentlich - ich habe Chiracs Wiederstand zum Irakkrieg immer bewundert.
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27.03.2011 18:22 Uhr von ElChefo
 
+2 | -1
 
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hofn4rr: Eigentlich war das nicht ganz so einseitig.

Es ging DeGaulle eigentlich darum, die in Frankreich stationierten fremden Truppen unter sein Kommando zu bringen und gleichzeitig die Force de Frappe unter ausschliesslich nationalem Befehl zu haben. Ist halt eine etwas "andere" Auslegung eines Bündnisgedankens. Sieht man ja auch wunderschön daran, wie Chirac und Sarkozy jeder für sich die französische Teilhabe an der EU sehen.

Nebenbei, vielleicht hast du mich falsch verstanden:
Einen Abzug aller Vertreter aus den NATO-Gremien sowie der Rauswurf aller Alliierten aus dem Land ist so gut wie ein Austritt. Aber so konsequent waren die Franzosen ja noch nie. Ein Hintertürchen muss man sich ja immer offenhalten.
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27.03.2011 22:02 Uhr von hofn4rr
 
+2 | -1
 
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@ElChefo: >> Ist halt eine etwas "andere" Auslegung eines Bündnisgedankens. <<

der "bündnisgedanke" funktioniert solange alle anderen ihre interessen vertreten sehen.

ein bündnis fußt auf eigenständigkeit eines jeden mitgliedes.

den bündnisfall ansich wünscht sich daher auch nicht wirklich einer =>

daher stellt sich auch die frage für einige mitglieder, wo denn hier in libyen (oder wohl bald auch bei den nachbarn) der bündnisfall, das wahren eigener interessen gegeben sein soll.

>> Einen Abzug aller Vertreter aus den NATO-Gremien sowie der Rauswurf aller Alliierten aus dem Land ist so gut wie ein Austritt. <<

ich verstehe diesen schritt nach wie vor als akt der befreiung =>

die bestrebungen einer unabhängigkeit widerspricht in keinster weise den fakt eines bündnisses.

das man bündnisse für eigene interessen mißbrauchen kann, steht natürlich auf einem ganz anderem blatt =>

[ nachträglich editiert von hofn4rr ]
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28.03.2011 00:23 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
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hofn4rr: "der "bündnisgedanke" funktioniert solange alle anderen ihre interessen vertreten sehen."

Teilweise. Ein Bündnis ist eine Interessengemeinschaft, die gemeinsame Interessen stützen und vertreten - sei es Wirtschaft (EWG), Sicherheit (EUPOL, Interpol, etc) oder halt auch Verteidigung (WEU, NATO).

"ein bündnis fußt auf eigenständigkeit eines jeden mitgliedes."

Aber auch auf Gegenseitigkeit. Inklusive Kompromissbereitschaft.

"den bündnisfall ansich wünscht sich daher auch nicht wirklich einer =>"

Natürlich nicht. Genauso, wie keine Versicherung wünscht, das der Versicherungsfall eintritt, aber nicht umhin kommt, im Falle eines Solchen zu zahlen.

"daher stellt sich auch die frage für einige mitglieder, wo denn hier in libyen (oder wohl bald auch bei den nachbarn) der bündnisfall, das wahren eigener interessen gegeben sein soll."

Libyen ist ja jetzt kein Bündnisfall. Die UNO hat Handlungen ihrer Mitglieder legitimiert - da ist es natürlich naheliegend, wenn nicht alle gleich Cowboy spielen, sondern das sich eben Bündnisse finden, die gemeinschaftlich und koordiniert die Dinge angehen. Eben so, wie es nicht passiert ist. Sarkozy (und Cameron mitsamt Obama) sind plump nach vorne gestürmt und jetzt, wo unabänderliche Fakten geschaffen wurden, fängt man erst an, sich Gedanken zu machen, was "danach" kommt.

"ich verstehe diesen schritt nach wie vor als akt der befreiung =>"

Naja. Relativ. Es war mehr die logische Frucht einer Entwicklung aus zwei Weltkriegen, nach denen man den Franzosen zwar zugestanden hat, am Siegertischchen zu sitzen, aber reell nichts gewonnen war. Denke mal an Leute wie Clemenceau, denen der Hass nach Osten so tief sass, das sie sich stehend Richtung Deutschland begraben lassen wollten.

Das sowas nicht unbedingt sinnvoll und zielführend ist, muss man natürlich auch sehen.
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28.03.2011 11:19 Uhr von bono2k1
 
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Ui...wir haben einen Freiwilligen Schütze Heikendingsda vortreten!

"wenigstens einer der sagt, was sache ist.
dieser deutsche pazifismus ist dermaßen dämlich."

Pazifismus ist dämlich? Dann würde ich sagen..ab mit Dir in die Fremdenlegion, da kannste fremde Länder bereisen und Menschen töten. Dann hast den ganzen angestaubten Pazifismus hinter Dir. Zieh halt in den Krieg Du Idiot. Krieg ist super - Krieg für Geld ist noch viel besser, gell..

Aber wahrscheinlich wurdest Du sogar ausgemustert...

"zusammen einheitlich aufgetreten, könnte Europa neben den USA, China und Russland zur weltweiten militärmacht werden..."

Das wäre natürlich super - wenn man bedenkt wie beliebt die von Dir genannten Staaten so sind - gerade wenn es um den praktizierten Staatsterrorismus geht.

"und den eselfickenden arabern zeigen wo der haken hängt, allen voran saudi-arabien"

Deine Wortwahl lässt auf ein gar schlichtes Gemüt schliessen, dass offensichtlich die Bedeutung des eigenens Geseiers nicht wirklich überreißt.

PS: Sarko macht auf harten Hund weil er weiss dass er die nächste Wahl mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit verliert. Jetzt bisschen den starken Mann spielen um Hardliner und rechts Fußvolk zu überzeugen...

Dieser Herr verschwindet hoffentlich bald aus der europäischen Politik-Szene :)

Ta gueule Sarko...Ta geule...

[ nachträglich editiert von bono2k1 ]

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