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Hartz IV "gehört in die Tonne" - Uwe Döring fordert völlig neues System

In Sachen Hartz IV kommt es immer wieder zu nicht verständlichen Bescheiden und daran angelehnte Klagewellen von Betroffenen. Der ehemalige Arbeitsminister Schleswig-Holsteins, Uwe Döring (SPD), hat nun geäußert, dass Hartz IV "in die Tonne" gehöre. Man müsse ein neues System einführen.

Döring sagte weiter, dass das allgemeine Augenmerk vor allem auf dem Regelsatz läge. Dabei würde man vollkommen aus den Augen verlieren, dass das gesamte Hartz IV-System "verkorkst" sei. Ein neues System nach einer Reform müsse wieder den Grundsatz der Förderung in den Vordergrund rücken.

Die Klagen und einstweiligen Anordnungen gegen Hartz IV-Bescheide sind an den Sozialgerichten Schleswig-Holsteins das Gros der zu bearbeitenden Fälle. Hartz IV-Empfänger verstünden die endlosen Zahlenreihen in den Bescheiden nicht, so eine Richterin.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Hartz IV, System, Schleswig-Holstein, Arbeitsminister, Uwe Döring
Quelle: www.shz.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.03.2011 12:57 Uhr von Borgir
 
+28 | -0
 
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Tja, dass man ein neues System braucht steht denk ich außer Frage. Aber mit Vorschlägen für eine Neues ist der Herr Döring ja nun auch nicht gerade spendabel.
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26.03.2011 13:07 Uhr von JagdSieAlle
 
+56 | -9
 
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Alles sehr einfach: wenn das System wieder eingeführt wird was bis 2004 galt.
Nämlich für Langzeitarbeitslose die Arbeitslosenhilfe und für die Nicht Anspruchsberechtigten die Sozialhilfe.
Damit hatten die Jenigen einen Vorteil, welche viele Arbeitsjahre vorweisen konnten. Außerdem hatten sie in die Arbeitslosenversicherung auch einbezahlt - diese Beiträge wurden durch GasSchröder mit Rot Grün veruntreut.
Folge daraus: auch nach 30 Arbeitsjahren wirst du mit den Schmarotzern der Nation gleichgestellt, die nie vorhatten arbeiten zu gehen.
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26.03.2011 13:44 Uhr von JagdSieAlle
 
+17 | -16
 
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@sosoaha: Auch wenn das soweit stimmt, die meine ich nicht und das ist auch nicht das Thema.
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26.03.2011 15:11 Uhr von Rupur
 
+17 | -2
 
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Bin: Bin auch dafür dass das alte System eingeführt wird...jemand der Jahrelang in das System einbezahlt hat und jemand der noch nie einbezahlt hat dürfen nicht gleich behandelt werden.

Mein Vater arbeitet jetzt schon seit ca. 30 Jahren und war noch nie arbeitslos oder hat sonstige Sozialhilfen in Anspruch genommen, wahrscheinlich wird er auch nicht arbeitslos aber wenn es passieren sollte, dann wird er genauso behandelt wie jemand der es sich 30 Jahre lang gemütlich gemacht hat...sowas ist nicht fair.
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26.03.2011 15:28 Uhr von Norby1809
 
+22 | -4
 
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Also ich bin für das bedingungslose Grundeinkommen. Dann hören endlich diese Diskussionen über HartzIV auf.
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26.03.2011 16:58 Uhr von Copykill*
 
+4 | -1
 
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Und das Rentensystem und das Krankenkassensystem direkt mit Reformieren.
Ansonsten heisst es in 30 Jahren

-35% Einkommensteuer
-29% Krankenvers.
-23% Rentenvers.
-12% Pflegevers.

Zumindestvielleicht so in etwa.
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26.03.2011 17:53 Uhr von Daniela1985
 
+13 | -0
 
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Das alte System vorher war in allen Punkten besser und soziale gerechter!

H4 und kam doch nur aus dem einen Grund, nämlich um den Arbeitgebern billige und willige Lohnsklaven zu verschaffen.

Dazu noch Leiharbeit um die Leute noch weiter ausnutzen zu können.

Und dazu noch alles von jemandem entwickelt der überhaupt keine Ahnung hat wie es ist mit so wenig Geld zu leben, geschweige denn es mal selbst ausprobiert oder erlebt hat.

Nach dem Motto: Theoretisch reicht 1 trockenes Brötchen und ein Löffel Butter zum überleben.
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26.03.2011 20:44 Uhr von farm666
 
+3 | -5
 
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@Norby1809: Meine rede, aber erst einmal mit ca. 400 teuros beginnen.
Hartz4 empfänger sollen zudem noch die wohnung plus nebenkosten bezahlt werden aber mehr auch nicht.
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26.03.2011 21:17 Uhr von Marco Werner
 
+4 | -5
 
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@farm666: Darf ich fragen,ob du in Arbeit bist und ob du gut verdienst ? Wenn ja,dann verabschiede dich schonmal von deinem Job und dem guten Verdienst, denn wenn dein Vorschlag in die Tat umgesetzt würde,würde auch deinen Job in kürzester Zeit ein 400€-Jobber machen. Wenn man derartige Vorschläge macht,sollte man also lieber erstmal über die Folgen für dich selbst nachdenken.
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26.03.2011 22:04 Uhr von farm666
 
+3 | -1
 
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@Marco Werner: Für 400€ geht keiner vollzeit arbeiten.
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26.03.2011 22:16 Uhr von Norby1809
 
+5 | -1
 
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@ farm666: Ja, man sollte klein Anfangen und es langsam steigern. Aber es wäre dann wenigsten ein Anfang !

@Marco Werner:
eher andersrum, die Arbeitgeber müssen aggieren, da die sonst keine Arbeitskräfte finden werden ! Die Folgen wären für den Arbeitnehmer positiv, für den Arbeitgeber eher negativ ;)
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26.03.2011 22:55 Uhr von peter55
 
+1 | -12
 
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26.03.2011 23:18 Uhr von farm666
 
+5 | -1
 
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@peter55: "Aber nicht zum Vorteil der Millionen von Faulen"

Ich währe hier vorsichtig mit solchen subjektiven vermutungen.
Es gibt ehr millionen von fehlenden arbeitsplätzen.

Aber der feind sollte wieder einmal der faule pack sein den man gelegendlich auf der strasse sieht und man sich reflektiv mit der eigenen unerfüllten arbeit konfrontiert.

Warum sollte ich mich täglich abmühen, wenn die da drüben nichts tun, und dafür auchnoch geld bekommen....
(denkt man sich beim einsteigen in seinem neuen Audi A3 den sich kein Hartzer leisten kann)....

Diese "arbeitsunwilligen" sind ehr eine minderheit abgesehen von solche mit migrationshintergrund, und dürfen nicht herhalten für ein system das ausgedient hat.

Sorry aber das system hat ausgedient, es müssen neue ideen her die frei von alten denkschemas sind wzb das arbeit ein notwendiges übel ist.
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26.03.2011 23:20 Uhr von Perseus42
 
+5 | -0
 
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Mal eine Frage? @endlcih was ändern..
Aber nicht zum Vorteil der Millionen von Faulen.

Wenn bezeichnest du mit Millionen Faulen? Es wird immer ein bis 2 Mio. Schmarotzer geben, das gabs bereits im alten System. Nur kann man diese Faulenzer nicht mit denen in einen Sack werfen, die unschuldiger weise in dieses Dilema gerutscht sind. Denn an der Misere ist eher unser Gewinnwahn schuld aber nicht Mio. der Arbeit aus kostengründen nicht mehr benötigt wird oder weil man in China nur 20 Cent Stundenlöhne hat.

Gruss
Perseus

[ nachträglich editiert von Perseus42 ]
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26.03.2011 23:26 Uhr von farm666
 
+5 | -1
 
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@peter55: Leider gibt es zuviele von euch als das sich absehbar was ändern wird.
Erst nachdem einige generationen vergangen sind, wird es zu einer ernsthaften paradigmenwechsel kommen.

[ nachträglich editiert von farm666 ]
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27.03.2011 09:05 Uhr von Marco Werner
 
+5 | -0
 
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@farm666: Du hast mich falsch verstanden. Das Problem ist,daß es derartige Versuche schon in ähnlicher Form gibt bzw gab. Schau dir mal 1€-Jobs an...kaum eine Kommune stellt noch festes Personal ein,weil 1€-Jobber einfach billiger sind. Das gleiche Prinzip würde greifen, wenn man Hartzern nur noch die Miete zahlen würde und im gleichen Atemzug ein verbindliches Einstiegsgehalt von 400€ + Option auf regelmäßige Steigerung festlegen würde. Denn kein Chef würde noch mehr als diese 400€/Monat zahlen wollen.Die Folge wäre zwangsläufig,daß im ersten Schritt ein fleißiges Bäumchen-wechsle-dich-spiel beim Personal beginnen würde...jedesmal wenn eine festgelegte Lohnsteigerung fällig ist, wird einfach das Personal ausgetauscht.Auch dieses Prinzip wird z.b. von Zeitarbeitsfirmen gerne angewandt.
Im 2.Schritt würde auch das verbliebene Vollzeitpersonal gegen diese 400€-Leute ausgetauscht werden (auch das kennt man von 1€-Jobs).
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27.03.2011 09:12 Uhr von PatBu
 
+7 | -0
 
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Kommt selber mal in die Situation: Wenn ich manche Kommentare hier lese wird mir echt schlecht. Kommt selber mal unverschuldet in die Situation. 10 Jahre voll gearbeitet inkl (Meisterprüfung). 3200€ brutto und dann durch Unfall nicht mehr möglich in dem Beruf zu arbeiten. Nach Umschulung jetzt auf Arbeitssuche und leider ins Hartz4 gerutscht. Ich soll also von Lebensmittelgutscheinen etc. leben? Ihr habt doch alle einen an der Waffel.
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27.03.2011 15:17 Uhr von Borgir
 
+2 | -0
 
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@peter55: in welchem Land lebst du eigentlich?
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27.03.2011 19:58 Uhr von farm666
 
+0 | -0
 
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@Marco Werner: Man müsse ein system ausarbeiten zusammen mit psychologen um alle schlupflöcher auszumerzen die der mensch ausnutzen könnte um billiglöhne und ähnliches umzusetzen, den es gibt einfach gewisse prinzipien die der mensch hat:

Egoismus->Gier&Geiz = ausbeutung = billiglöhne
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02.04.2011 11:54 Uhr von hartz2011
 
+0 | -0
 
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AntiPro @: volle Zustimmung!
Harz 4 war in meinen Augen die schlechteste ´Reform´ des Jahrhunderts in Deutschland!


für arbeitslose ja, für Firmen, und zeitarbeitsfirmen war das beste was denen passieren könnte.

deswegen wird sich da nie was ändern.

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