Libyen: Intellektuelle forderten Eingreifen des Westens
Intellektuelle wie die Philosophen Bernard-Henri Levy und Andre Glucksmann oder der Schriftsteller Peter Schneider unterzeichneten einen Aufruf mit dem Titel "Wir müssen in Libyen eingreifen". Schneider äußerte sich nun in einem Interview zu seinen Beweggründen.
Der Libyeneinsatz könne nicht mit dem seiner Meinung nach ungerechtfertigten Irakkrieg verglichen werden. Anders als der Irakkrieg gibt es diesmal ein UN-Mandat und keinen Einsatz von Bodentruppen. Die Aufständischen werden also nur aus der Luft unterstützt. Mehr würden diese auch nicht verlangen.
Schneider hält es für zynisch, wenn Kritiker sagen, der Westen dürfe nicht eingreifen, da er nicht wisse, ob wieder eine Tyrannei entstehe. Aus Ungewissheit gar nichts zu machen sei falsch, meint Schneider. Es gehe darum, den Menschen bei der Durchsetzung gemeinsamer Werte zu helfen.