25.03.11 09:09 Uhr
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Intergral beobachtet Materie kurz vor dem Eintritt in ein Schwarzes Loch

Mit dem Gammastrahlen-Observatorium Integral der ESA konnten Forscher Materie kurz vor dem Eintritt in ein Schwarzes Loch beobachten. Dazu wurde das Schwarze Loch Cygnus X-1 etwa fünf Millionen Sekunden beobachtet. Dieses hat einen Stern als Begleiter, dessen Gas es aufsaugt.

Wenige hundert Kilometer von der Oberfläche des Lochs entfernt ist eine Region hoher Strahlung mit Temperaturen von Millionen Grad. Teilchen benötigen nur Millisekunden um den Bereich zu durchqueren, doch ein kleiner Teil schafft es noch, dem Schwarzen Loch zu entkommen - Dank starker Magnetfelder.

Diese erzeugen einen Partikelstrom, der Teilchen vom Loch wegreißt. Wie genau diese Jets entstehen ist noch nicht klar, aber die Daten können helfen es zu verstehen. Sie zeigen erstmals, wo genau der Jet entsteht und sind die erste Beobachtung von Magnetfeldern so nahe an einem Schwarzen Loch.


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WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Loch, Schwarzes Loch, Eintritt, Materie, Beobachtung
Quelle: www.physorg.com
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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.03.2011 09:09 Uhr von Getschi2.0
 
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5 Millionen Sekunden sind fast 60 Tage.

In der Quelle wird das ganze noch ein bisschen ausführlicher beschrieben. Unter anderem wird auf die Polarisation der Gammastrahlen eingegangen.
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25.03.2011 10:00 Uhr von Daaan
 
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Oberfläche des Lochs: ich bin verwirrt

event horizon? oder noch geringerer radius?

danke für die news!
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25.03.2011 10:36 Uhr von FirstBorg
 
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@Daaan: Man geht davon aus das Schwarze Löcher kugelförmig sind. Daher haben diese auch eine Oberfläche.
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25.03.2011 10:45 Uhr von GLOTIS2006
 
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magnetfelder? wie können denn "magnetfelder" teilchen wieder vom ereignishorizont zurückziehen? ich dachte, nicht einmal licht kann entkommen...kennt sich hier jemand aus? finde das sehr interessant!
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25.03.2011 10:47 Uhr von MC_Kay
 
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"Mit dem Gammastrahlen-Observatorium Integral der ESA konnten Forscher Materie kurz vor dem Eintritt in ein Schwarzes Loch beobachten."

Was ist damit jetzt genau gemeint?
Schließlich kann man den Raum ab dem Ereignishorizont nicht mehr sehen, weil die Gravitation so umglaublich stark ist, sodass Licht nicht entweichen kann.
Wenn man nun annimmt, dass die Materie kurz vor Eintritt (!) beobachtet, dann muss man zwangsläufig diesen Bereich optisch erfassen können. Man könnte aber nur den "Aufschei der Materie" im Radiowellenbereich warnehmen.

Edit: Bislang weiß man aber nicht, was ein schwarzes Loch genau ist. Daher ist die Angabe mit "Eintritt in ein Schwarzes Loch" etwas sehr hypotetisch und daher nicht wissenschaftlich.

@FirstBorg
Wie bereits gesagt, wissen wir noch nicht, welche "Form" (sofern es eine haben sollte) dieses wirklich hat. Einige Wissenschaftler behaupten, dass die Dimensionen an dem Punkt so stark gekrümmt werden, dass kein räumliches Objekt mehr definierbar / vorhanden ist => Wurmloch oder Gravitationstunnel

[ nachträglich editiert von MC_Kay ]
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25.03.2011 10:53 Uhr von FirstBorg
 
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@MC_Kay @GLOTIS2006: @MC_Kay
Rodney wäre sehr enttäuscht von dir :D

Das "schöne" ist bei Schwarzen Löchern, das die Materie die da rein fällt, immer näher aneinander rückt. Dadurch kommt es zu extrem hoher Reibung was extrem hohe Temperaturen erzeugt. Diese hohen Temperaturen führen dann dazu das die Materie die kurz davor ist einzutreten im Röntgenlicht extrem viel Strahlung abgibt. Dadurch kann sieht man eben den Ereignishorizont eines Schwarzen Loches.

@GLOTIS2006
Diese Materie von der ich oben sprach ist durch diese extremen Temperaturen vollständig ionisiert, hat also eine elektrische Ladung. Wenn ein Magnetfeld nun stark genug ist, kann es diese Teilchen aus der Nähe des Schwarzen Loches absaugen. Nicht AUS dem Schwarzen Loch, aber aus der Nähe.
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25.03.2011 11:09 Uhr von Getschi2.0
 
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Daaan: "event horizon? oder noch geringerer radius?"
Hinter dem Ereignishorizont dringt (fast) nichts mehr nach außen. Hier ist also der Ereignishorizont gemeint.

@GLOTIS2006:
"ich dachte, nicht einmal licht kann entkommen...kennt sich hier jemand aus? finde das sehr interessant! "
Du hast damit absolut recht. Die Magnetfelder ziehen Teilchen weg, die vor dem Ereignishorizont sind.

@MC_Kay:
"Schließlich kann man den Raum ab dem Ereignishorizont nicht mehr sehen, weil die Gravitation so umglaublich stark ist, sodass Licht nicht entweichen kann. "
Das stimmt. Aber hier geht es eben um Teilchen, die vor dem Eintritt in das Loch rausgerissen werden.

"dann muss man zwangsläufig diesen Bereich optisch erfassen können. "
Nein, in diesem Fall macht man das eben im Gammastrahlenbereich.

""Aufschei der Materie" im Radiowellenbereich warnehmen."
Der Aufschrei ist ja eher in hochenergetischen Bereichen.

"Daher ist die Angabe mit "Eintritt in ein Schwarzes Loch" etwas sehr hypotetisch und daher nicht wissenschaftlich."
Man weiß nicht, was hinter dem Ereignishorizont genau ist, aber man weiß, dass Teilchen dahinter verschwinden. Ich seh da kein Problem.
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25.03.2011 11:16 Uhr von MC_Kay
 
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@FirstBorg: "Rodney wäre sehr enttäuscht von dir :D"

Ich trage meinen Nick "MC_Kay" nun schon seit fast 18 Jahren. Damals gab es noch kein Stargate. Die Serie sehe ich eh als Lachnummer. XD

"Das "schöne" ist bei Schwarzen Löchern, das die Materie die da rein fällt, immer näher aneinander rückt. Dadurch kommt es zu extrem hoher Reibung was extrem hohe Temperaturen erzeugt. Diese hohen Temperaturen führen dann dazu das die Materie die kurz davor ist einzutreten im Röntgenlicht extrem viel Strahlung abgibt. Dadurch kann sieht man eben den Ereignishorizont eines Schwarzen Loches."

Ob nun Röntgenstrahlung oder Radiowellen (war mir gerade nicht mehr ganz sicher, was da nun herauskam) ist eigentlich egal.

Was nun mit der Materie im Inneren eines Schwarzen Loches nun wirklich geschiet, weiß bislang noch niemand. Das sind alles Spekulationen und Vermutungen.
Schließlich ist das Verhalten der Materie bei diesen gewaltigen Gravitationskräfen, Drücken, Temperaturen, etc. noch nicht bekannt. Könnte also gut sein, dass sie zu Strings oder Quarks zerfallen, die "theoretisch" keinen Raum einnehmen müssten.

Edit:
@Getschi2.0
"Das stimmt. Aber hier geht es eben um Teilchen, die vor dem Eintritt in das Loch rausgerissen werden."

Dann ist die angesprochene Definiton "deines" beschriebenen Schwarzen Loches falsch.

"Nein, in diesem Fall macht man das eben im Gammastrahlenbereich."
Gammastrahlung gehört auch zu dem Bereich des optischen Spektrums. ;-)

"Der Aufschrei ist ja eher in hochenergetischen Bereichen."
Durch die deutlich höhere Geschwindigkeit "erhalten" sie eine höhere Energie, die auch in den Hochenergetischen Bereich übergehen kann.

"Man weiß nicht, was hinter dem Ereignishorizont genau ist, aber man weiß, dass Teilchen dahinter verschwinden. Ich seh da kein Problem. "

Du hast aber oben von dem Loch selber und nicht vom Ereignishorizont gesprochen. Das eigentliche Loch befindet sich schließlich nach dem Ereignishoizont. ;-)

[ nachträglich editiert von MC_Kay ]
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25.03.2011 11:37 Uhr von MC_Kay
 
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Geht leider nur ein Edit -.-: @Getschi2.0
"Das stimmt. Aber hier geht es eben um Teilchen, die vor dem Eintritt in das Loch rausgerissen werden."

1. Sprichst du von der Materie, die aus dem Stern gerissen wurde?
Oder
2. Sprichst du von der Materie, die kurz vor Eintritt in das Schwarze Loch aus dem Teilchenstrom heraus aus der "Hineinbewegung" gerissen wurden?

Falls du 1. meinen solltest, meinst du mit "Schwazes Loch" den Ereignishozont und nicht das Loch selber ;-)
Falls du jedoch 2. meinen solltest, ist deine Überschrift ("Intergral beobachtet Materie kurz vor dem Eintritt in ein Schwarzes Loch") "unglücklich" gewählt.
Besser währe da "Intergral beobachtet herausgeschleuderte Materie die kurz vor dem Eintritt in ein Schwarzes Loch war".
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25.03.2011 11:40 Uhr von Getschi2.0
 
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MC_Kay: "Dann ist die angesprochene Definiton "deines" beschriebenen Schwarzen Loches falsch."
Warum sollte da was falsch sein?

"Gammastrahlung gehört auch zu dem Bereich des optischen Spektrums. ;-)"
Das optische Spektrum liegt aber in einem niedrigeren Frequenzbereich.

"Durch die deutlich höhere Geschwindigkeit "erhalten" sie eine höhere Energie, die auch in den Hochenergetischen Bereich übergehen kann."
Das schon. Ich meine aber, dass die letzten "Schreie" eben im hochenergetischen Bereich liegen. Wären diese im Radiowellenbereich, würden sie einen kleinen Spatziergang machen und nicht mir fast c in ein Schwarzes Loch fallen.

"Du hast aber oben von dem Loch selber und nicht vom Ereignishorizont gesprochen. Das eigentliche Loch befindet sich schließlich nach dem Ereignishoizont. ;-)"
Und ich habe eben auch von Teilchen geschrieben, die vor dem Ereignishorizont weggeschleudert werden. Also vor dem Eintritt in das Schwarze Loch.

"Sprichst du von der Materie, die kurz vor Eintritt in das Schwarze Loch aus dem Teilchenstrom heraus aus der "Hineinbewegung" gerissen wurden?"
Genau ;-)

"Besser währe da "Intergral beobachtet herausgeschleuderte Materie die kurz vor dem Eintritt in ein Schwarzes Loch war". "
Integral hat ja beides beobachtet.

[ nachträglich editiert von Getschi2.0 ]
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25.03.2011 12:27 Uhr von EdwardTeach
 
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@Glotis2006: Also deine Bemerkung ist schon korrekt und ich erkläre es mal, so das man es auch gut verstehen kann:

Die Schwerkraft ist die schwächste Kraft, obwohl sie unendlich weit wirkt. Elektromagnetismus kann die Schwerkraft beeinträchtigen bzw beenden in einem Bruchteil einer Sekunde. Wenn es also Magnetismus ist der die Teilchen herausschleudert, dann ist es hier der Fall das für diesen Augenblick die gesamte Schwerkraft des Schwarzen Loches aufgehoben wird für einen geringen Zeitraum. Auf der Erde ist dieser Effekt zu sehen wenn du auf einen Tisch haust. Ohne Elektromagnetismus würde die Hand nicht abgebremst werden und einfach den Tisch durchschlagen.

Ich hoffe ich konnte es verständlich erklären.
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25.03.2011 13:20 Uhr von cyrus2k1
 
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@EdwardTeach: Also ich habs nicht verstanden. Das mit dem Tisch und der Hand.
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25.03.2011 13:31 Uhr von Getschi2.0
 
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cyrus2k1: Die Gravitation wirkt nur anziehend, das heißt, dass ohne andere Kräfte alles in einen Punkt fallen würde (eben ein Schwarzes Loch). Aber es gibt eben auch die elektromagnetische Kraft (und auch das Pauli-Prinzip), die genau das verhindern. Die Erde fliegt also deswegen nicht in einen Punkt, weil sich die Atome und Moleküle wegen den geladenen Elektronen in ihrer Hülle abstoßen. Um diese Abstoßung zu überwinden, benötigt man viel Masse.

[ nachträglich editiert von Getschi2.0 ]
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25.03.2011 13:40 Uhr von FirstBorg
 
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@cyrus2k1: Und weil Getschi nicht auf die Hand einging...

In deinen Atomen ist normalerweise extrem viel Platz. Gäbe es keine elektromagnetischen Kräfte, würdest du in der Lage sein durch Materie durchzugehen, eben weil so viel Platz in den Atomen ist und daher so gut wie nie was kollidieren würde. Weil es aber die elektromagnetischen Kräfte gibt, die auch noch sehr stark sind, stößen deine Atome von den Atomen des Tisches ab, weswegen du deine Hand auf den Tisch legen kannst ohne das sie durch fällt.
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25.03.2011 14:11 Uhr von cyrus2k1
 
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@FirstBorg: Danke, das macht mehr Sinn. Trotzdem ist es sehr schwer, sich das vorzustellen.
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25.03.2011 15:02 Uhr von klaudis
 
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wieder mal: eine schöne und hochinteressante news.wird wieder zeit,sich mehr mit hintergrundwissen zu befassen...
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25.03.2011 15:19 Uhr von Leeson
 
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Was wenn: die immense Gravitation eines SL den Atomen die Energie nimmt und zum Stillstand bringt.
Also die Elemente eines Atoms sich nicht mehr bewegen weil die Zeit still steht.
Dann liegen diese einfach übereinander gestapelt rum, tragen zur Massesteigerung zu aber erzeugen keine Energie weil sie nicht aneinander reiben können.

Dann wäre ein SL ein kugelförmiges Objekt.

Die Gravitation könnte aber auch ein Loch in die Raumzeit reißen und hinter dem Ereignishorizont ist nicht bis auf ein Punkt in der Mitte in den alles fällt.

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