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"Marco-Schock": Türkische Zeitungen zeigen sich empört über Sat.1-Film

"Wenn man den Film anschaut, kommt die Türkei sehr schlecht weg". So und ähnlich kommentierten türkische Zeitungen den TV-Film "Marco W. - 247 Tage im türkischen Gefängnis", der jüngst auf Sat.1 lief und die Zeit des Teenagers Marco Weiss in türkischer Untersuchungshaft behandelt.

So erinnere der Film laut der Zeitung "Star" an den Kinofilm "Midnight Express", der ebenfalls die Zustände in türkischen Gefängnissen beschrieb und damals kein gutes Licht auf das Land geworfen hätte. Der Sat.1-Film enthalte Unwahrheiten und transportiere Vorurteile gegen die Türkei.

Die Zeitung "Hürriyet" titelt gar mit den Worten: "Marco-Schock". 2009 erlangte der Fall Marco Berühmtheit, als dem Jungen vorgeworfen wurde, eine damals 13-jährige Britin missbraucht zu haben. Erst nach acht Monaten in Untersuchungshaft wurde Marco entlassen.


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WebReporter: maude
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Türkei, Film, Zeitung, Sat.1, Marco W., Medienecho
Quelle: www.google.com

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115 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.03.2011 12:29 Uhr von Bender-1729
 
+211 | -38
 
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Vielleicht lieber mal das eigene Justizsystem etwas verbessern, anstatt darüber "rumzuheulen", dass andere Länder es bereits öffentlich anprangern.

Der Fall war damals eine absolute Hexenjagd und die Türkei trägt selber Schuld daran, dass man sich international über die Gefängniszustände und das Justizsystem beschwert.
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24.03.2011 12:32 Uhr von sooma
 
+131 | -15
 
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Die Die "Hürriyet" mit ihrem national-radikalen Touch ist die türkische "BILD"-Zeitung... wen wundert also diese Schlagzeile? Da gabs schon wesenlich schlimmere (von beiden!).
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24.03.2011 12:34 Uhr von spencinator78
 
+11 | -33
 
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24.03.2011 12:46 Uhr von Jolly.Roger
 
+82 | -23
 
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Aha: "Wenn man den Film anschaut, kommt die Türkei sehr schlecht weg"

Sind an dem schlechten Licht mal wieder andere schuld.
Kenn ich irgendwoher...

Vor kurzem erst noch eine Kritik gelesen, dass der Film auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet.

Würde zu gerne wissen, wie man den Knast hätte darstellen sollen, damit sie nicht "schlecht wegkommen"...
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24.03.2011 12:57 Uhr von delerium72
 
+78 | -17
 
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@Jolly.Roger: Ganz einfach: bei Haftantritt bekommt jeder einen Blumenstrauß, Sauna, Schwimmbad, 3x tägl. warmes Buffet ........
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24.03.2011 13:05 Uhr von Scorpion2k4me
 
+37 | -11
 
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hab: den film zwar nicht gesehen, aber ich denke maL dass man alleine aus Jugendschutzgründen der wahrheit da drüben nur ein stück weit begegnen konnte. Es gibt Gründe warum die Türken nicht in die EU kommen einer Punkt davon sind Menschenrechte.
Hinzu kommt noch dass der Typ da ein halbes Jahr oder so völlig Sinnfrei in U-Haft war. Es gab von Anfang an ja keinen beweis für seine Schuld, selbst der Arzt des Mädchen sagte das ja. Und man kannte früh die Hintergrundgeschichte des Mädchens. Im übrigend wäre wohl nicht mal bei ner richtigen Vergewaltigung was passiert wenn´s jetzt kein Ausländer gewesen ist. Man hört ja immer wieder aus solchen Ländern dass in so einem Fall meist die Frau noch schuld hat. Die wollten sich nur profilieren mit dem Fall weiter nichts.
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24.03.2011 13:05 Uhr von Mixuga
 
+14 | -16
 
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Die türkische Justiz hat sich damals wirklich keinen guten Gefallen getan. Der "Täter" war Deuscher, das "Opfer" eine Britin. Die Türkei hätte die Klärung der Sache GB und D überlassen und sich da raushalten sollen. Den Film hab ich übrigens nicht gesehen...
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24.03.2011 13:06 Uhr von hartz2011
 
+32 | -40
 
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@Bender-1729: wie wäre so ein fall in Deutschland aus gegangen vielleicht etwa so.




Tod in der Zelle - Warum starb Oury Jalloh?
Ein Film von
Marcel Kolvenbach und Pagonis Pagonakis; Redaktion: Sonia Mikich

Dessau, ein kalter Morgen im Januar. Ein Mensch, offensichtlich unter Alkohol, wird von der Polizei aufgegriffen, in eine Zelle gesperrt und mit Handschellen an Händen und Füßen gefesselt, „fixiert, wie es im Polizeijargon hei?t. Er wird durchsucht, ihm wird Blut entnommen. Gegen Mittag schlägt der Rauchmelder in der Zelle zweimal Alarm. Hilferufe durch eine Gegensprechanlage werden ignoriert.
Oury Jalloh, ein Asylbewerber aus Westafrika, stirbt im Polizeigewahrsam. Offizielle Todesursache: Tod durch Hitzeschock, keine Fremdeinwirkung. Das Opfer habe die Matratze in der Zelle mit einem Feuerzeug angezündet, dann selbst Feuer gefangen und sei verbrannt. Schon bald kommen Zweifel an der offiziellen Version des Tathergangs auf.
die Story: Tod in der Zelle rekonstruiert den Fall, prüft die offizielle Version der Selbsttötung. Ein Jahr lang haben die Autoren Marcel Kolvenbach und Pagonis Pagonakis Fakten, Obduktionsberichte und Ermittlungsunterlagen recherchiert, mit Zeugen gesprochen und beobachtet, wie man in Dessau mit dem Tod Oury Jallohs umgeht.
Sie haben die Familie in Westafrika aufgesucht: Dort ist Oury Jalloh nur knapp dem grausamen Bürgerkrieg in Sierra Leone entkommen. Dass er ausgerechnet in einer Polizeizelle in Deutschland verbrannt ist, kann die Familie nicht fassen.
„Oury ist dreimal gestorben, sagt ein Freund: „Im Bürgerkrieg in Sierra Leone starb seine Vergangenheit, im Asylbewerberheim in Rosslau bei Dessau starb seine Zukunft und in der Zelle kam er ums Leben.

http://www.youtube.com/...
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24.03.2011 13:10 Uhr von JesusSchmidt
 
+13 | -3
 
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"empörung" ist aber ein wenig anders "kommt die Türkei sehr schlecht weg" klingt ziemlich entspannt. genau wie der rest. schon in der quelle wird nicht wirklich auf "empörung" eingegangen. "kritik" klingt wahrscheinlich einfach nicht krass genug.
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24.03.2011 13:12 Uhr von EvilMoe523
 
+20 | -6
 
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Naja sehe ich von zwei Seiten...

Die türkische Justiz ist ganz sicher nicht das A und O, wenn man dort fast ein Jahr in U-Haft rumhockt, bis sich das mal klärt. Luxus haben die dort sicher auch nicht zu bieten in deren Haftanstalten.

Aber in diesem Film wurden auch soviele Filmklischees eingebaut, was man bereits aus anderen Filmen kennt einfach um Marco zu so einer Art "Volksheld" zu machen. Da würde ich aber auch richtig gestellt haben wollen, wenn vereinzelte Dinge definitiv NICHT statt gefunden haben.
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24.03.2011 13:15 Uhr von TheBearez
 
+5 | -7
 
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Die Zeitungen sollten das nicht zu ernst nehmen. Schließlich ist es ja nur ein Film und keine Doku ;)











[ nachträglich editiert von TheBearez ]
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24.03.2011 13:21 Uhr von Jolly.Roger
 
+6 | -6
 
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@hartz2011: "vielleicht etwa so"

Oder so:

http://www.shortnews.de/...
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24.03.2011 13:25 Uhr von suiweb
 
+13 | -7
 
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Midnight-Express: 30 Jahre später werden sich auch die Macher dieses Filmes dafür entschuldigen, wie es bei "Midnight Express" der Fall war.

Bill Hayes, über den es in diesem Film ging, hat sich von anfang an davon distanziert.

30 Jahre später;
"Im Dezember 2004 besuchte Drehbuchautor Oliver Stone die Türkei zum ersten Mal seit der Veröffentlichung des Filmes und entschuldigte sich beim türkischen Volk für seine Darstellung der Zustände in türkischen Gefängnissen, die er nach eigenen Aussagen „über-dramatisierte“"

Leute entweder selber sehen - oder die schnauze halten. Keiner hier weiß wie es tatsächlich war ... ich auch nicht!
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24.03.2011 13:27 Uhr von Amdosh
 
+2 | -2
 
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@ spencinator78: Die einzige Jahreszahl (im Originaltext) ist hier seine Verurteilung (in Abwesenheit). Diese Zusammenfassung hat nicht berücksichtigt, wie lange zwischen der Festnahme und den Abschluss der Verhandlung vergangen ist.

Von daher hat Wiki die richtigen Daten und der ganze Fall bleibt trotz einen Urteil aus meiner Sicht zu undurchschaubar. Man könnte auch den Mädchen eine Mitschuld geben, wenn es wirklich gelogen hat.
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24.03.2011 13:37 Uhr von hartz2011
 
+10 | -25
 
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24.03.2011 13:41 Uhr von Floxxor
 
+19 | -10
 
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Verstehe nicht die Kritik an der Türkei Die haben einen mutmaßlichen Vergewaltiger in Haft genommen. Es war ein Verbrechen in der Türkei, also auch der Prozess dort.
Dass hier im Film(den ich nicht gesehen habe) wahrscheinlich die Springermeinung vertreten wird, kann man an Veronika Ferres erkennen, bzw mit wem sie verheiratet ist...

Sowieso schon komisch, warum wird in Deutschland dem Deutschen geglaubt, und in England der Engländerin.
Da sieht man wie emotional der Fall für manche zu sein scheint, denn die Pro/Kontra-Schuld Argumente sind auf der Insel die gleichen, wie bei uns auf dem Festland...
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24.03.2011 13:45 Uhr von PeterLustig2009
 
+12 | -6
 
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@hartz2011: LOL geile Satire :) Dazu noch der Link zu nem Youtube-Video
Sehr geil wünsch mir manchmal mehr solche Kreativität :)

Niemand weiß was passiert ist aber der niedere Pöbel weiß dass die Polizei den Häftling umgebracht hat, immer wieder lustig
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24.03.2011 13:52 Uhr von Jolly.Roger
 
+11 | -8
 
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"dafür lege ich mein Hand ins Feuer."

Viel Spass dabei, wenn du schon selbst zugibst, keine Ahnung zu haben...
Gibt genügend Berichte von türkischen Gefangenen über weit schlimmere Zustände in türkischen Gefängnissen.

Ich sehe keine Gründe, die an der Darstellung im Film zweifeln lassen.

@Floxxor:
"Sowieso schon komisch, warum wird in Deutschland dem Deutschen geglaubt, und in England der Engländerin."

Nicht so ganz richtig.
Selbst in England haben die Journalisten (z.B. BBC) versucht, die krassen Widersprüche zu hinterfragen, nur wurde das Mädel gut abgeschirmt, teilweise mit Polizeischutz. Abgesehen von der üblichen Boulevardpresse gab es sogar sehr viele kritische Stimmen....

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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24.03.2011 13:57 Uhr von Kappii
 
+9 | -4
 
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ich empfand den Film: so als ob ihn die BILD gemacht hätte. Die Fakten mögen zwar alle richtig gewesen sein, aber die Geschichte wurde leider nur von einer Seite aus erzählt.
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24.03.2011 13:59 Uhr von hartz2011
 
+4 | -9
 
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PeterLustig2009: schau dir den Film an, dann weist du auch was los ist.

http://www.youtube.com/...
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24.03.2011 14:20 Uhr von Pedro_Baer
 
+8 | -9
 
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War doch zu erwarten obwohl ich den Film zu harmlos fand. Im Vergleich zu "Midnight Express" war er auch SEHR harmlos. Zu Knastfilmen gehört das Reissreische dazu. Schade, dass die englische Drecksschlampe und ihre Sippe (Chav-Abschaum) so gut dabei weggekommen sind. Da hat sich Sat1 wohl nicht getraut die Engländer als die Asis darzustellen die sie sind. Der Knast war natürlich stark "Midnight Express"-inspiririert und praktisch die Diätversion davon (weniger Gewalt, Folter und Gayszenen). Die einzigen, die ihr Fett wegbekommen haben und wirklich als Abschaum dargestellt wurden waren die meisten Russen, womit ich aber auch gut leben kann.
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24.03.2011 14:21 Uhr von Floxxor
 
+7 | -7
 
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@Jolly: Uninteressant, wie sich das über die Zeit mit Beweisen etc entwickelt, die Initialreaktion ist doch hierzulande folgende gewesen: "Die Türken haben nen Deutschen gefangen genommen, nur wegen soner Engländerin". Und aus der Sicht baut sich dann das Bild, was man über diesen Fall hat auf.
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24.03.2011 14:21 Uhr von EvilMoe523
 
+6 | -3
 
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@ Floxxor: Vielleicht geht es auch einfach nicht darum, DASS jemand für ein mutmaßliches Verbrechen in der Türkei dort inhaftiert wurde, sondern wie lange man es rauszögerte um Klarheit zu bekommen ob harmlose Fummelei oder Vergewaltigung?

Mal angenommen du machst in der Türkei Urlaub und Jemand kommt auf die Idee einfach so mit dem Finger auf dich zu zeigen und zu behaupten, dass du die Blonde an der Bar vergewaltigt hast, nur weil du ihr keine Zigarette geben wolltest... und dann kommst du dort in den Knast und man braucht so ca. ein Jahr um das kleine Missverständnis endlich mal aufzukären. Dann würdest auch du sicher andere Töne spucken ;)

Und nein, ich stelle mich da jetzt nicht zwangsläufig auf die Seite von Marco, mir ist der Typ egal... aber nüchtern betrachtet, war es schon eine verdammt lange U-Haft und man hat sich dort sicher nicht Mühe gegeben zu Gunsten des armen Touristen die Sache schnell zu klären.
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24.03.2011 14:36 Uhr von hartz2011
 
+8 | -12
 
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EvilMoe523: dein Kommentar ist voll kindisch. glaubst du wen einer mit dem Finger auf dich zeigt kommst du in Knast.

Marco hat selber in Vernehmung zu geben das er mit der 13 jährige was gehabt hat, was sollte da die Polizei machen?

was wurde die deutsche Polizei machen?
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24.03.2011 14:38 Uhr von hartz2011
 
+5 | -15
 
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