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EU-Missionschef zu Anerkennung Abchasiens: Russland verliert Einfluss

Nach Einschätzung des deutschen Chefs der EU-Beobachtermission in Georgien (EUMM), Hansjörg Haber, verliert Russland durch die einseitige Anerkennung der von Georgien abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien an Einfluss in der Region.

Moskaus Politik gegenüber Tbilisi mangle es an Kreativität. Man wisse nicht, wie man verlorenen Einfluss wieder zurückgewinnen könne. Durch die Anerkennung Abchasiens und Südossetiens habe man ein Druckmittel aus der Hand gegeben.

International steht Russland mit der Anerkennung alleine da. Haber lobte die Erklärung der georgischen Regierung vor dem EU-Parlament über eine Nichtanwendung von Gewalt. Er bemängelte, dass Russland nicht ebenfalls erkläre, auf Gewalt zukünftig verzichten zu wollen.


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WebReporter: Babelfisch
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Russland, Einfluss, Anerkennung, Südossetien, Abchasien
Quelle: www.civil.ge

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.03.2011 09:48 Uhr von Babelfisch
 
+6 | -2
 
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EUMM überwacht die Vorgänge an den umstrittenen innergeorgischen Verwaltungsgrenzen und hat sich die Stabilisierung der Lage zur Aufgabe gemacht. Mit Erfolg bislang.
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24.03.2011 10:04 Uhr von Babelfisch
 
+6 | -3
 
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Haber: Ziel der Europäer ist die Reintegration: Haber hat noch viel mehr gesagt, aber das passt nicht alles in so eine kurze news:

"Russland liebt Georgien, aber nicht als Staat". "Georgien ist für Russland der Große Preis, den man gewinnen will"(Seit der Annektierung Georgiens durch den Zar befinden sich beide Länder in einer Dauerfehde).

Er skizzierte auch die russischen Politikziele:
1. Sturz des georgischen Präsidenten
2. Georgien als Energiekorridor unterminieren
3. Georgiens NATO-Beitritt für immer verhindern

Wörtlich sagte er, die Haltung der Russen in den fortlaufenden Genfer Konfliktbeilegungsgesprächen sei "absurd".

Die Genfer Verhandlungen seien zudem derzeit festgefahren.

Er lobte Georgien wie oben geschrieben, er sagte aber auch, dass die georgische Strategie zur Wiedereingliederung der abtrünnigen Gebiete manchmal vom Hang der Georgier, diplomatische Siege einfahren zu wollen, unterlaufen wird. Er riet zu flexiblerer Taktik der Georgier.

Haber betonte, dass das Ziel der Europäer, die Reintegration Abchasiens und der Region Zchinwali (so genanntes "Südossetien") in den georgischen Staatsverband sei. "Das wollen wir alle".

Dir Russen haben sich also mit ihrer Haltung ziemlich isoliert.

[ nachträglich editiert von Babelfisch ]
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24.03.2011 13:00 Uhr von HugCH
 
+4 | -1
 
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Volksbefragung - gerne doch: Eine demokratische Abstimmung hat es in den annektierten Gebieten nicht gegeben, ein großer Teil der abstimmungsberechtigten Bevölkerung ist mit russischer Hilfe vertrieben worden. Also erstmal alle vertriebenen Georgier wieder zurücklassen und dann abstimmen, das wäre Demokratie. Ethnische Säuberungen a la Jugoslawien haben mit Demokratie nichts zu tun, sondern sind Kriegsverbrechen.
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24.03.2011 13:35 Uhr von Koppeldorn
 
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meine freunde im kreml: Die georgische Selbständigkeit steht dem russischen Expansionsdrang (Imperialismus!) entgegen.
Um sich nicht durch eine direkte Unterwerfung die Hände schmutzig zu machen, versucht der Kreml das Land zu zerstückeln.

Man stelle sich das vor: Erst werden Separatimusbewegungen vom Kreml aufgepeppelt und unterstützt. Dann kommen die Kremltruppen, um die Separatisten vor Übergriffen der verfassungsmäßigen Ordnungsmacht zu schützen. Bei der Gelegenheit werden die Gebiete von all den Menschen gesäubert, die dem Separatismusgedanken nichts abgewinnen können. Dann werden die Gebiete kurzerhand für "selbständig" erklärt.

Wie durchtrieben schlecht ist das denn?

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