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Libyen: USA ahnunglos über wahre Hintergründe der Rebellen

Dem Einsatz der USA im Angriff auf Libyen gingen einige Gespräche mit den Rebellen voraus. Jedoch herrscht bis heute teils Unklarheit über die wahren Motive der Rebellen.

Die Meinungen bewegen sich zwischen Friedensprotesten, die von Gaddafi attackiert worden waren, bis zu vermutlichen Verbindungen zu fundamentalistischen al-Quaida-Kreisen.

Auffällig scheint vor allem der routinierte Umgang der Rebellen mit Schlagwörtern, die in demokratischen Ländern räsonieren. Aus Skepsis über die wahren Motive vermied Außenministerin Hillary Clinton ein gemeinsames Foto mit den Rebellenführern.


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WebReporter: StefanPommel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Libyen, Rebellen
Quelle: news.yahoo.com

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.03.2011 00:07 Uhr von Gorli
 
+2 | -5
 
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Ist das wirklich so schwer? Was die Rebellen wollen ist: Ein Staat vor dem man sich nicht fürchten muss (was nicht zwingend eine Demokratie sein muss), einen Job, mit dem man sich und seine Familie nicht nur durchbringt sondern auch unterhalten kann und eine Perspektive, dass es mit der Wirtschaft Bergauf geht.

Nichts von den 3 kann der Spinner Gaddafi ihnen geben, obwohl er es dank dem Öl einfacher hätte als die meisten westlichen Länder, daher holen sie es sich.
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24.03.2011 00:12 Uhr von StefanPommel
 
+7 | -4
 
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@Gorli: Dachte auch erst Gaddafi würde da sich als König feiern lassen. Aber anscheinend stand das Land gar nicht so übel da: "Mit einem Human Development Index von 0,755 ist das Land laut den Vereinten Nationen der höchstentwickelte Staat des afrikanischen Kontinents."
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24.03.2011 00:53 Uhr von ente214
 
+4 | -1
 
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"der höchstentwickelte Staat des afrikanischen Kontinents"
is ja nicht schwer. wer ist denn die konkurrenz? südafrika und ägypten.
das man sich über die rebellen nicht klar ist war doch von vorherein klar, bei so einer diversifizierten masse an motiven.
aber der kleinste gemeinsame nenner wird das sein, was "Gorli" über mir genannt hat.
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24.03.2011 01:24 Uhr von RickJames
 
+1 | -5
 
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Ich denke das schlimmste was der USA passieren kann, ist das sie in 2-3 Jahren international beobachtete Wahlen in Libyen durchführen und die Bevölkerung Gaddafi( oder einen seiner Handlanger) wählt. Im Moment scheint das noch sehr unwahrscheinlich aber es sind seltsamere Dinge passiert.
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24.03.2011 01:31 Uhr von ElChefo
 
+2 | -1
 
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1984: Libyen ist insofern nicht vergleichbar mit Ägypten, als das es nur stellenweise und vor allem untergeordnet Wehrpflichtige einsetzt. Schon gar nicht mit der riesigen Quote von 90%.

Das Heer hat eine etwa 50 prozentige Quote (jeweils 25.000)

Die Marine mit ihren 8000 Soldaten fällt bei dieser Betrachtung kaum ins Gewicht.

Die Luftwaffe mit ihren etwa 20.000 Soldaten hat aufgrund der hohen Spezialisierung und prekären logistischen und technischen Lage kaum Verwendung für Wehrpflichtige.

Zu den Milizen...
Es existiert ein Grundstamm einer pan-arabischen Armee, mit der Ghaddafi einen Grundstein für eine übergreifende, arabische Armee legen wollte. Diese ist aber nie über das libysche Experiment hinausgewachsen. Darüberhinaus ist nicht mal geklärt, ob diese Pläne über den Gründungsgedanken weiter verfolgt wurden.

Desweiteren gibt es Volksmilizen, die unter dem Kommando lokaler Warlords bzw. Stammesführer stehen. Das sind allerdings Freiwilligenverbände - deren Loyalität wohl eher an der Stammeszugehörigkeit als an der gemeinsamen Fahne hängen. Naheliegenderweise dürfte dieser Arm des Militärs mehr oder weniger in drei Gruppen zerfallen sein: Pro-Ghaddafi, Contra-Ghaddafi und einen Anteil, der jeweils für sich selbst steht.

Dazu kommt noch ein recht kleines Kontingent, das sich pan-afrikanische Legion nennt, das - wenn ich mich recht entsinne, etwa 7-8000 Söldner aus ganz Afrika zusammenfasst, die unter anderem von Palästinensern, Syriern und Iranern ausgebildet wurden.


Diesen Apparat mit der ägyptischen, straff organisierten "echten" Wehrpflichtenarmee zu vergleichen ist echt weit hergeholt. In letzterer gibt es - wie man während der Aufstände gesehen hat - echte Bande zwischen Volk und Militär.

Zudem: Diese "schwerbewaffneten Rebellen" tauchten auch erst auf, als Teile der regulären Armee sowie der Volksmiliz die Seiten wechselten und ihre Arsenale öffneten. Die haben sich ja nicht aus blauem Dunst heraus bewaffnet.
Nebenbei: Dieselbe Ambition sieht man ja momentan bei Ghaddafi selbst, der die ihm verbliebenen Waffenkammern ja laut eigenen Worten seinen Getreuen öffnen will. Und das dürfte wohl auch hier - entgegen deiner Darstellung - wohl undenkbar sein. Oder würdest du echt glauben, das Frau Merkel die Bundeswehr ihre Waffen an die regierungstreue Bevölkerung austeilen lassen würde, wenn es eine Splitterfraktion gäbe, die gegen die BRD arbeitet? Also bitte...


PS: Was Al-Quaida und die radikalen Islamisten angeht...
Diese Gruppen zeigten sich schon zu Beginn der Revolutionswelle in Nordafrika eher irritiert von den Ereignissen. Erst jetzt haben sie sich dazu "hinreissen" lassen, ein Statement abzugeben - erst die Mahnung zur Vorsicht vor zu viel Freude über das amerikanische Engagement, dann die Notiz der Unterstützung der Aufständischen?
Üblicherweise sind diese Gruppen ungleich jetzt sehr schnell in ihrem Urteil und ihrer Seitenwahl.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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24.03.2011 15:25 Uhr von Reape®
 
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wenn man: weniger weiss, dann schläft es sich besser.

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