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Astronomen entdecken den bisher kältesten Braunen Zwerg

Durch exakte Beobachtungen mit dem Keck II Telescope und dem Canada-France-Hawaii Telescope auf Hawaii, sowie dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte hat ein Team um Michael Liu von der University of Hawaii jetzt den kältesten Braunen Zwerg identifiziert, der bisher entdeckt wurde.

Das Objekt trägt die wissenschaftliche Bezeichnung "CFBDSIR 1458+10B" und ist der leuchtschwächere Partner in einem System, das aus zwei Braunen Zwergen besteht. Aus dem Infrarotspektrum des Objekts konnte Liu eine Oberflächentemperatur von nur 100 Grad Celsius herleiten - ein extrem niedriger Wert.

Die Grenze zwischen heißen Riesenplaneten und kalten Braunen Zwergen ist schwierig zu definieren. Das 75 Lichtjahre entfernte Binärsystem könnte demnach neue Erkenntnisse über Braune Zwerge liefern und wie sie sich von heißen Gasriesen unterscheiden. Weitere Untersuchungen sollen in Zukunft folgen.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Astronomie, Teleskop, Brauner Zwerg
Quelle: www.astropage.eu
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.03.2011 17:02 Uhr von alphanova
 
+12 | -0
 
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Eine Oberflächentemperatur von 100 Grad Celsius ist für Braune Zwerge wirklich außergewöhnlich klein. Das Objekt stellt vielleicht sogar die gängige Klassifikation von Planeten und Braunen Zwergen auf die Probe.
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23.03.2011 23:53 Uhr von random-frostie
 
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danke alpha :): Hab mich endlich mal angemeldet um dir zu danken für deine guten News!

Wären die doch nur näher dran, dann würds mich echt total interessieren wie es da auf der Oberfläche aussieht. Bei 100°C wär ne Landung dort ja nicht unbedingt so schwierig (für Sonden). ^^
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24.03.2011 00:02 Uhr von alphanova
 
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@random-frostie: danke, sowas liest man gern ^^

Von der Temperatur her wäre eine Landung für moderne Sonden sicher kein großes Problem, aber Braune Zwerge haben (wie Gasriesen) keine feste Oberfläche, auf der sie landen könnten. Die Sonden würden also immer tiefer in die Atmosphäre eindringen, bis sie entweder von dem hohen Druck zerquetscht werden, oder die steigenden Temperaturen ihr den Garaus machen ;)
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26.03.2011 16:16 Uhr von Sh@dowknight99
 
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@alpha: hmm interessant, aber sollte das Gas bei so einer starken Abkühlung und dem immensen Druck nicht zu einem Festkörper agglomerieren? (oder Flüssigkeit)

[ nachträglich editiert von Sh@dowknight99 ]
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26.03.2011 17:52 Uhr von alphanova
 
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@Sh@dowknight99: ab einer gewissen Tiefe verhält sich das Gas wie eine Flüssigkeit, richtig, aber an der Oberfläche noch nicht. Eine Landung im eigentlichen Sinn ist deswegen nicht möglich. man könnte höchstens versuchen, eine Sonde möglichst tief in die Atmosphäre zu bringen.

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