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Neue Erkenntnisse über die Hawking-Strahlung von Schwarzen Löchern

Bereits im Jahr 1973 erkannte der Physiker Stephen Hawking, dass die so genannten Schwarzen Löcher gar nicht komplett "schwarz" sind. Schwarz wären sie nur, wenn sie ausnahmslos alles verschlucken und nichts entkommen lassen. Die Berechnungen Hawkings beschreiben aber eine Art "Strahlungsleck".

Demnach emittieren Schwarze Löcher eine nach Hawking benannte Strahlungsform, deren reale Beobachtung sich aber als äußerst schwierig herausstellt. Ein Team um den Mathematikprofessor Matt Visser von der Victoria University in Wellington (Neuseeland) konnte nun neue Erkenntnisse darüber sammeln.

Mathematische Berechnungen haben ergeben, dass die Hawking-Strahlung bei einer ganzen Reihe von astronomischen Objekten auftreten sollte, und zwar weit häufiger als bisher angenommen. Das Team setzt auf analoge Modelle, um zu verstehen, wie die Hawking-Strahlung entsteht und was genau dort passiert.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Professor, Strahlung, Schwarzes Loch, Stephen Hawking, Hawking-Strahlung
Quelle: www.astropage.eu

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.03.2011 20:23 Uhr von alphanova
 
+23 | -3
 
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Tja, die ominöse Hawking-Strahlung - eine enorm wichtige Theorie, weil sie davon ausgeht, dass sich Schwarze Löcher nach einigen Billionen Jahren zerstrahlen, was wiederum Auswirkungen auf die Entwicklung großräumiger Strukturen im Universum hätte. Die Beobachtung ist leider sehr schwierig, deswegen behelfen sich die einzelnen Forschungsteams teilweise mit analogen Modellen, in denen die Gravitation mit einfacheren physikalischen Prinzipien quasi "simuliert" wird.
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22.03.2011 20:33 Uhr von LhJ
 
+10 | -3
 
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wie immer ein sehr interessantes Thema. Danke Alphanova
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22.03.2011 23:19 Uhr von Sh@dowknight99
 
+4 | -0
 
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@Alpha: deckt sich diese Theorie mit den "Billionen Jahren" bis zur Zerstrahlung mit den Altersberechnungen für das Universum?
Wenn man also das Ende des Universums (ausgenommen dem Big Chill) miteinbezieht, wird sich wohl nie ein schwarzes Loch auflösen können, oder?

[ nachträglich editiert von Sh@dowknight99 ]
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22.03.2011 23:32 Uhr von Getschi2.0
 
+2 | -1
 
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Sh@dowknight99: "...wird sich wohl nie ein schwarzes Loch auflösen können, oder?"
Doch ;-)
Zum einen natürlich die Mini-Löcher, falls es sie gibt. Zum anderen aber auch primordiale Löcher (wuchsen glaub ich auch auf Hawkins Mist), welche nicht aus Sternenleichen entstehen, sondern direkt nachh dem Urknall entstanden. Also Gebiete, in denen die Dichte nicht richtig abgenommen hat. Diese könnte durchaus weniger Masse haben als "richtige" Schwarze Löcher (die ja ein unteres Massenlimit haben) und daher "bald" zerfallen könnten.
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22.03.2011 23:44 Uhr von alphanova
 
+3 | -2
 
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@Sh@dowknight99: Ob sich diese Theorie damit deckt, spielt insofern keine große Rolle, weil das Schicksal des Universums nicht klar ist.
Wenn das Universum ein abgeschlossenes System ist, würde es irgendwann zum Big Chill kommen (sofern unsere bis dato gefundenen Naturgesetze gültig sind).
Allerdings ist nicht klar, ob das Universum ein abgeschlossenes System ist.
Daher kommt es bei der Hawking-Strahlung eher darauf an, dass Schwarze Löcher mit der Zeit zerstrahlen, und nicht so sehr darauf, ob die Zeit dafür auch ausreichen würde.


edit: oha, ich sehe grad, ich hab deine Frage wohl in die falsche Richtung interpretiert... nuja, Getschi hat sie ja auch schon beantwortet ^^

[ nachträglich editiert von alphanova ]
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23.03.2011 00:18 Uhr von Phyra
 
+1 | -0
 
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nicht ganz richtig shadow, die geschwindigkeit mit der ein schwarzes loch zerstrahlt haengt natuerlich von seiner masse ab, und schwarze loecher gibt es in einer vielfalt an groeßen, und theoretisch auch sehr kleine, welche sofort wieder zerstrahlen wuerden.

war auch eins der argumente des LHC teams wenn irgenwelche panikmachern von schwarzen loechern geredet haben die die erde verschlingen werden.
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25.03.2011 10:33 Uhr von Sh@dowknight99
 
+0 | -0
 
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@Getschi/Alpha: danke für die Statements.. Im Prinzip habt ihr meine Frage beide treffend beantwortet^^

nochmal zu Getschi:
"Diese könnte durchaus weniger Masse haben als "richtige" Schwarze Löcher (die ja ein unteres Massenlimit haben) und daher "bald" zerfallen könnten."

Ich denke in dem Fall würde aber wohl weniger die Hawkingstrahlung zu einem Masseverlust führen, sondern eher die herkömmliche Strahlung, die aus dem schwarzen Loch entweichen kann, weil die Anziehungskraft nicht so groß ist oder?
Meine Frage kommt daher, weil ich mir ein schwarzes Loch "unterhalb des Masselimits eines Sterns" nicht so richtig vorstellen kann. Denn das Masselimit rührt doch daher, dass hier eine Grenze überschritten werden muss, bei der die Masse so hoch ist, dass elektromagnetische Strahlung nicht mehr entweichen kann und eine Singularität entsteht!?

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