22.03.11 17:52 Uhr
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Quarz als ausschlaggebender Faktor bei geophysikalischen Prozessen im Erdinneren

Ein Teil der heute allgemein anerkannten Theorie der Plattentektonik basiert auf Arbeiten des Geophysikers J. Tuzo Wilson. Ein Forschungsteam um Tony Lowry von der Utah State University konnte jetzt neue Einblicke in die Prozesse gewinnen, die für die Bildung von Gebirgen oder Gräben verantwortlich sind.

Lowry konnte eine seit längerer Zeit im Raum stehende Vermutung mit neuen Messwerten untermauern: Sie besagt, dass Quarz eine maßgebliche Rolle dabei spielt, wo sich beispielsweise Gebirge auftürmen und wo Tiefseegräben entstehen. Der so genannte Wilson-Zyklus beschreibt die Regelmäßigkeit dieser Aktivitäten.

Lowry zufolge gewinnt der Quarzgehalt in der Erdkruste an Einfluss, wenn sich weitere beteiligte Faktoren (etwa der Wassergehalt) in großräumigen Strukturen die Waage halten. Als Beispiel führt er die quarzhaltigen Rocky Mountains an, die sich deutlich von den kaum quarzhaltigen Ebenen des Mittleren Westens unterscheiden.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forschung, Kreislauf, Faktor, Plattentektonik, Quarz
Quelle: www.astropage.eu

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.03.2011 17:52 Uhr von alphanova
 
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Interessante Arbeit. Die Vermutung, dass der Quarzgehalt eine große Rolle bei den geophysikalischen Prozessen spielt, gibt es schon länger, man konnte es nur nicht direkt bestätigen, weil entsprechende Messwerte nicht verfügbar waren. Die Studie von Lowry repräsentiert ein weiteres neues Teil im Gesamtbild der Kontinentalbewegungen.
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22.03.2011 18:35 Uhr von lina-i
 
+0 | -1
 
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Lt. dieser News: sollen sich also Gebirge oder Gräben nur in Quarzhaltigen Teilen der Erdkruste bilden? Eine gewagte Theorie.

Bisher hiess es doch, dass Quarz nachträglich die Risse in der Erdkruste füllt, die durch tektonische Bewegungen entstanden sind.
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22.03.2011 20:15 Uhr von Nashira
 
+1 | -0
 
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warum nicht? die these klingt in sich schlüssig und in der quelle steht auch nicht, dass sich die oberfläche NUR dort verschiebt wo quarz ist, sondern dass es dort zu verstärkten verschiebungen kommt, je mehr quarz vorhanden ist.

man dürfte vermutlich auch kaum eine region auf der erde finden, wo kein quarz vorkommt...

das mit dem risse füllen, kann es ein, dass du das damit verwechselst, das sich kristalliner quarz oft als innenauskleidung von hohlräumen bildet?

ich meine, es klingt mir doch ein bisschen sehr unlogisch, dass ausgerechnet dort , wo ein "loch" in der erdoberfläche ist, sich alles mit quarzen ausfüllt. zumal quarz dieser art ja unter hohem druck und wärme im inneren der erde entsteht und sicher nicht an der erdoberfläche, wo die risse dann wären.

haste mal was handfestes zu der behauptung?

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