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Entstehung von Leben: 50 Jahre verschwundenes Experiment gibt neue Einsichten

Stanley Miller und Harold Urey konnten 1953 zeigen, dass sich in einem Gasgemisch aus Methan, Ammoniak, Wasserdampf und Wasserstoff Aminosäuren bilden, wenn man "Blitze" einschlägen lässt. Jeffrey Bada, der bei Miller studierte, konnte 2008 sogar mehr Aminosäuren im Gemisch nachweisen als Miller.

1958 machte Miller eine neue, schwefelhaltige "Ursuppe", die den Bedingungen auf der frühen Erde, nach dem Stand der Wissenschaft, sogar näher kommt. Diese Mischung untersuchte er aber nicht mehr, sondern bewahrte sie auf. Über 50 Jahre später konnte sie von Bada gefunden und analysiert werden.

Bada zeigte, dass im Experiment unter anderem schwefelhaltige Aminosäuren entstehen. Das stützt die Ansicht, dass Vulkane als wichtiger Schwefelwasserstoff-Produzent eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Leben spielten. Schwefelhaltige Aminosäuren wurden auch auf Meteoriten gefunden.


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WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Leben, Experiment, Entstehung, Einsicht
Quelle: www.sciencedaily.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.03.2011 10:58 Uhr von stoniiii
 
+11 | -7
 
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Who knows, vlt. stammt das Ur-Bakterium von einem Metoerit der aus den Weiten des Weltalls kam. Also sind wir vlt. Nachfahren von außerirdischem "Leben"
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22.03.2011 11:02 Uhr von Carle
 
+14 | -2
 
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und: wie ist dieses meteoritenbakterium entstanden?
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22.03.2011 11:34 Uhr von stoniiii
 
+3 | -1
 
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@Carle: Okee, hab mich ganz falsch ausgedrückt. So ernst war das auch nich gemeint. Sollte einfach nur eine Anspielung auf den letzten Satz sein "Schwefelhaltige Aminosäuren wurden auch auf Meteoriten gefunden."
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22.03.2011 11:56 Uhr von dahoam
 
+1 | -1
 
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tv bildet mission to mars gucken
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22.03.2011 12:13 Uhr von lina-i
 
+4 | -1
 
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Was ist daran neu? Bereits seit Jahrzehnten ist Schwefel in Form von Schwefelwasserstoff und Eisensulfit fester Bestandteil von Ursuppenexperimenten:

2003: Ammoniaksynthese durch Eisensulfit http://www.innovations-report.de/...

1988: "Das erste Leben keimte vor etwa vier Milliarden Jahren an den Oberflächen von Pyritkristallen und anderen Metall-Schwefel-Verbindungen." http://www.focus.de/...

Bereits vor 2003 wurden Ergebnisse von Analysen der originalen Ursuppen Millers durchgeführt und haben zu neuen Erkenntnissen geführt, veröffentlicht 2003:

Nach seinem (Millers) Tod entdeckte Jeffrey L. Bada Millers Originalproben und fand aufgrund verbesserter Analysemethoden 14 verschiedene Aminosäuren anstatt ursprünglich fünf. In Proben einer modifizierten Versuchsanordnung, die Miller 1955 ein einziges Mal beiläufig in einer Publikation erwähnte und atmosphärische Bedingungen eines vulkanischen Kraters simulierte, fanden sich weitere acht Aminosäuren. http://www.sciencemag.org/...

[ nachträglich editiert von lina-i ]
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22.03.2011 12:30 Uhr von Getschi2.0
 
+2 | -4
 
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lina-i: "Was ist daran neu?"
Zum Beispiel, dass Miller das schon in den 50er Jahren angerührt hat ;-)
Klingt komisch...

Miller selbst hat in den 70er Jahren auch Experimente mit Schwefelwasserstoff durchgeführt, aber ich hatte einfach keinen Platz mehr.
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22.03.2011 14:53 Uhr von Getschi2.0
 
+1 | -4
 
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Spiegel online: http://www.spiegel.de/...

Zur Verblüffung der Wissenschaftler war die Ursuppe weitaus gehaltvoller, als bisher gedacht: Gleich 22 Aminosäuren, die Grundbausteine für Proteine, 5 Amine, wichtige stickstoffhaltige organische Verbindungen, sowie 7 organische Schwefelverbindungen entdeckten die Chemiker in ihren Analysen. "Zu unserer Überraschung war der Ertrag an Aminosäuren weitaus ergiebiger als in jedem anderen Experiment, das Miller durchgeführt hatte", sagt Bada.
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22.03.2011 14:53 Uhr von Getschi2.0
 
+0 | -2
 
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Doppelpost

[ nachträglich editiert von Getschi2.0 ]
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22.03.2011 15:39 Uhr von killerkalle
 
+0 | -2
 
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Ein britischer Professor: von einer bekannten Universität behauptet das auch. Er sagt er habe in Asteroiden / Meteoriten komplexere Aminosäureketten entdeckt die sogar zu komplex für so einen einfachen Organismus wie unseren wären
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22.03.2011 17:37 Uhr von Getschi2.0
 
+4 | -1
 
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H311dr1v0r: So weit bist du also schon?

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