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Atomkraft: Ist Deutschland zu naiv?

Laut dem australischen Umweltforscher Prof. Barry Brook, sollte Deutschland weiterhin auf Kernkraft setzen, weil das die rentabelste, sicherste und umweltfreundlichste Energiequelle ist. Der Co2-Ausstoß bleibt gering, Energiebedarf gedeckt und Risiken sind absehbar. Japan ist da kein Gegenbeweis.

Nach Brook sind Fukushima und Tschernobyl nicht vergleichbar. Japans Unglück wurde durch höhere Macht verursacht, die so stark nur selten zuschlägt. Außerdem scheint sich die Situation wieder zu entspannen. Es mache kein Sinn über abstrakte Risiken nachzudenken, wenn es echte Probleme gibt.

Keine Industrienation kann ewig fossile Energien nutzen sowie keine Nation die Wende mittels Öko-Strom schafft. Die Kapazitäten, Effizienz und Verwaltung sind mager. Wobei AKW-Technologien wie "fast reactor technolgy" ein stetiges Recycling ermöglichen und die Abfälle nur noch 300 Jahre strahlen.


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WebReporter: handstand
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Atomkraft, Klimaforscher, Atomdebatte, Barry Brook
Quelle: www.faz.net

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.03.2011 07:04 Uhr von Rechthaberei
 
+17 | -5
 
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Müßten die AKWs sich gegen einen GAU versichern, dann würde Atomstrom teurer als Ökostrom sein.
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22.03.2011 07:15 Uhr von Yammay
 
+5 | -6
 
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Der Titel ist ein wenig irreführend, findest du nicht? Ich musste erst das Interview lesen. Doch finde ich auch, dass Herr Brook auf seine Weise naiv ist. Sicher, jahrelang passiert nichts, aber wenn was passiert dann richtig (egal ob höhere Gewalt oder menschliche Dummheit). Andererseits muss ich ihm Recht geben, die erneuerbaren Energien, oder vielmehr die Wissenschaft und die Technik sind noch nicht so weit, dass sie die Selbe Leistung bringen, wie AKW oder KKW. Ich hoffe nur, dass die Wissenschaft am Ball bleibt.
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22.03.2011 07:17 Uhr von politikerhasser
 
+8 | -16
 
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Dem Typen hat die Strahlung auch schon das Hirn zerstört!
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22.03.2011 07:44 Uhr von cav3man
 
+8 | -7
 
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AKW gegen EE: "Andererseits muss ich ihm Recht geben, die erneuerbaren Energien, oder vielmehr die Wissenschaft und die Technik sind noch nicht so weit, dass sie die Selbe Leistung bringen, wie AKW oder KKW."

Warum? Sind 17% des deutschen Strombedarf (Kernenergie 22%) denn soviel weniger als die AKWs?

"weil das die rentabelste, sicherste und umweltfreundlichste Energiequelle ist."
Drei fehlinformationen in einem Satz... nicht schlecht.
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22.03.2011 08:03 Uhr von d-fiant
 
+13 | -15
 
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Spinner! Atomenergie ist nicht sauber. Es fällt strahlender Müll an der 1 Mio. Jahre lang weiter strahlt. Wir leben hier auf Kosten der Erde, die mit diesem Schrott auch dann weiterleben muss wenn wir alle längst zu Staub zerfallen sind.

Außerdem behindert Atomenergie den weiteren Ausbau regenerativer Energien. Solange man eine Lösung hat, bemüht man sich nicht mit allen Kräften eine neue zu finden. Ist doch menschlich.

Und am Ende bleibt das "Restrisiko". Das ist einfach unkalkulierbar. Ein Atomkraftwerk kann sabottiert werden, durch Naturereignisse beeinträchtigt werden und letztendlich auch von Menschen durch Fehlbedienung gefährdet werden. Siehe Harrisburg, Brunsbüttel, Tschernobyl.

Ich will keine Atomkraft mehr, und da kann mich auch kein wirrer Professor überzeugen dass ich sie wollen sollte!
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22.03.2011 08:07 Uhr von TrangleC
 
+6 | -4
 
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@ cav3man: Das Problem ist eben dass man erstens riesige Flächen für Windparks bräuchte um irgendwann mal in die Nähe der 100 % Bedarfsdeckung durch "EE" zu kommen und ausserdem kann man nicht die ganze Stromversorgung vom Wetter abhängig machen. Man wird immer unabhängige Quellen brauchen die einspringen wenn der Wind mal nicht ausreichend weht und solange es noch keine funktionierenden Fusionskraftwerke gibt bleibt dafür nur Kernkraft oder die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Hinzu kommt dass man bei einer weiteren Dezentralisierung der Stromversorgung durch Windparks auch Unmengen an neuen Stromleitungen braucht um all diese Parks anzubinden.

Ich bin mal gespannt was da noch alles an Protesten kommt wenn die Leute die jetzt gegen Atomkraft und für "EE" protestieren merken dass man ihnen die Landschaft mit Windrädern und Überlandleitungsmasten vollstellen muss um ihren Wunsch zu erfüllen.


@ d-fiant:

Mit den neuen "Fast" Reaktoren von denen er spricht kann man die Brennstäbe so oft aufbereiten und wiederverwenden bis sie sozusagen so gut wie ausgestrahlt sind. Er sagt ja nicht dass es eine gute Idee sei altmodische Reaktoren weiter laufen zu lassen.

Mit der neuen Technologie könnte man die alten Brennstäbe die für die alten Reaktoren zu ausgebrannt sind wieder verwenden und würde dabei nebenbei auch ihre Strahlung "aussaugen".

[ nachträglich editiert von TrangleC ]
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22.03.2011 08:13 Uhr von ted1405
 
+7 | -9
 
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"Laut dem australischen Umweltforscher Prof. Barry Brook [...]"

Wo haben sie denn den ausgebuddelt? Kennt den jemand? Muss man den kennen?

"[...] weiterhin auf Kernkraft setzen, [...] und Risiken sind absehbar."

Da hat er aber Recht, der Gute. Risiken sind absehbar, früher oder später gehen irgendwo weitere Kernkraftwerke in Rauch auf, die Umwelt wird auf Jahrhunderte hin verseucht ... all das ist eindeutig absehbar.
Die möglichen Gründe dafür, ob Flugzeugabsturz, Erdbeben oder auch so etwas unwahrscheinliches wie ein Asteroid ... die sind nicht absehbar, aber auch niemals ausschließbar. Und bei der Menge bin ich mir ziemlich sicher: Fukushima war nicht der letzte, nukleare "Störfall".

"Keine Industrienation kann ewig fossile Energien nutzen sowie keine Nation die Wende mittels Öko-Strom schafft."

Na so eine Aussage fixt mich jetzt aber an!
Weshalb sollte es denn NICHT möglich sein, vollständig auf Stromgewinnung durch Wind-, und oder Wasser zu wechseln? Etwa, weil diese Energie nur wechselhaft und unbeständig zur Verfügung steht?
Dann halte ich dagegen: vor einigen Monaten laß ich in einer Zeitschrift Pläne, die Akkus in PKWs auch als Energiespeicher für die Allgemeinheit zu nutzen. Wenn die Energie für die Akkus von Windrädern kommt, dann wäre es auch ziemlich egal, wenn der Wirkungsgrad beim Laden/Entladen nur gering ist. Jedenfalls könnten auf diesem Wege in meinen Augen sehr wohl die Engpässe von Windstille und ähnlichem überbrückt werden.

Zwar bin ich kein Professor, aber durchaus ein Mensch.
Und Menschen haben bereits oft genug bewiesen, was möglich ist, obwohl es einige Professoren im Vorfeld für unmöglich gehalten hätten.
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22.03.2011 08:14 Uhr von mort76
 
+6 | -5
 
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supi! hat der Herr auch berücksichtigt, daß die Atomkraft mit 200 Milliarden Euro Steuergeld subventioniert wurde, und man trotzdem nicht sagen kann, daß Energie hier preiswert ist, obwohl oder weil die Stromkonzerne hier Milliardengewinne machen?
Plus den Kosten für hunderttausende Jahre Endlagerung, Gott weiß wo?
Plus die Kosten für den Rückbau der Altmeiler und eventuelle Katastrophen?

Wenn man einen Bruchteil dieses Geldes in erneuerbare Technologie gesteckt hätte, wäre jetzt alles in Ordnung.

Und JA, Deutschland IST erdbebengefährdet.
Ich habe hier selber schon mehrere schwächere, aber durchaus spürbare erlebt.
Wer im Rheinland wohnt, kennt das.
Der komplette Rheinverlauf beispielsweise ist gefährdet....

[ nachträglich editiert von mort76 ]
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22.03.2011 08:23 Uhr von TrangleC
 
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@ mort76: Der Strompreis an den Börsen orientiert sich immer am teuersten Anbieter und das sind die Gas-Kraftwerke.

Der Preis würde also nicht runter gehen wenn man die Kernkraft durch irgendwas anderes ersetzten würde.

Das ist ein Resultat der Lobbyarbeit der Stromkonzerne und der schlechten Politik die gemacht wird, aber nicht die Schuld der Kernkrafttechnologie.
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22.03.2011 08:27 Uhr von U.R.Wankers
 
+6 | -3
 
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da kann doch gar nichts passieren: Atomkraft ist völlig sicher, so wird auch weiterhin gepredigt, bis in den völlig sicheren AKWs ein Störfall passiert.

Das hat man vor Harrisburg,
http://de.wikipedia.org/...
Tchernobyl
http://de.wikipedia.org/...
und den anderen Störfällen
http://de.wikipedia.org/...
auch immer behauptet.

Betreibergesellschaften informieren die Öffentlichkeit einfach nicht über bestehende Sicherheitsrisiken, obwohl diese Offenlegung nach EU-Recht verbindlich ist.

Es gibt in Deutschland auch die gefährlichen Siedewasserreaktoren:
- Gund-Remmingen 1 und 2
- Philippsburg 1,
- Krümmel
- Isar 1

In Brunsbüttel kam es auch bereits zu einer Knallgasexplosion, die Teile der Kühlleitungen zerissen hat.
Es lief dennoch mit voller Leistung weiter.
Als der Störfall publik wurde, wollten die Betreiber es zu einem "kleinen Leck" herunterspielen, um den Betrieb nicht zu gefährden.

Zum Thema Versicherung von Atomkraftwerken:
Es gibt keine Versicherung, die eine solche Versicherung abschliessen würde. wer würde schon einen Schadenfall in Höhe von mehreren hundert Milliarden übernehmen wollen?
Das Restrisiko trägt der Staat.
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22.03.2011 08:33 Uhr von Annyong
 
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muhahahaha: Selbstverständlich könnten wir ALLE Energiebedürfnisse ausschließlich mit alternativer Energiegewinnung befriedigen...sei es nun solar, geo-thermisch, Wind, Gezeitenkraftwerke, von den "unter den Tisch gekehrten" Möglichkeiten ganz zu schweigen.
Es wurde schlichtweg entschieden den Fokus nicht in diese Richtung zu lenken....der richtige Weg ist eben selten der profitable.
Um nur mal ein Beispiel des Irrsinns zu geben, der am Werke ist, hier ein Ausschnitt eines SpOn Artikels der letzten Tage:
"Zudem erhalten Hersteller von Offshore-Windanlagen oft nur schwer eine Garantie, dass ihr Windpark, wenn er fertiggebaut ist, auch tatsächlich sofort ans Stromnetz kann. Zwar sind die Netzbetreiber dazu gesetzlich verpflichtet - doch verlangen sie für eine Anschlussgarantie oft, dass die Finanzierung für das Windparkprojekt bereits steht. Banken wiederum verlangen von Investoren, dass die Anschlussgarantie steht, bevor sie Geld zuschießen. Ein Teufelskreis."
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22.03.2011 08:58 Uhr von U.R.Wankers
 
+8 | -5
 
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Barry Brook redet für die Atomlobby: seit Jahren die Atomkraft und die Katastrophen schön.

Es lässt sich alles auf seiner Webseite nachschlagen.

Vor dem Erdbeben hat er behauptet dort sei alles sicher.
Nach dem Erdbeben war er der Meinung, es könne nicht zu einer Kernschmelze kommen und eine Gefährdung von Menschenleben sei ausgeschlossen.
Als die Aussenhüllen weggesprengt wurden, sagte er man müsse nur warten bis der Staub sich gelegt habe, selbst die 40 Jahre alten Reaktoren seien so gut gebaut, das auch nun keine Radioaktivität austreten könne. Selbst als die beiden anderen Reaktohüllen in die Luft flogen, behauptete er noch, die Kraftwerke hätten das Beben und den Tsunami bemerkenswert gut überstanden.
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22.03.2011 09:31 Uhr von Perisecor
 
+10 | -7
 
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@ Rechthaberei

Genau so, wie sich z.B. Wasserkraftwerke gegen Dammbrüche versichern müssten? Oder Kohlekraftwerke gegen langfristige Umweltfolgen?

@ politikerhasser

Und wieder mal ein toll argumentierter Beitrag von dir. Klasse.

@ cav3man

1) Grundlast
2) Sind die AKW bei so wenigen Prozent, weil die Technologie in Deutschland seit ~25 Jahren immer weiter runtergefahren wird. Alleine das Bauverbot für neue AKW sorgt dafür, dass Atomstrom immer weniger Anteile hat

@ d-fiant

"Es fällt strahlender Müll an der 1 Mio. Jahre lang weiter strahlt."

Das ist nicht korrekt. Schon heute ist es möglich, die Strahlungsdauer deutlich zu senken und es ist anzunehmen, dass die Menschheit in Zukunft Technologien entwickelt, um die Abfälle noch weiter zu nutzen.

"Ich will keine Atomkraft mehr, und da kann mich auch kein wirrer Professor überzeugen dass ich sie wollen sollte! "

Du hast ja offensichtlich auch keinen Plan von den tatsächlichen Fakten, sondern dichtest dir in deiner eigenen kleinen Welt etwas zusammen.

@ ted1405

"Etwa, weil diese Energie nur wechselhaft und unbeständig zur Verfügung steht?"

Weil in Deutschland z.B. die Wasserenergie erschöpfend erschlossen wurde.

"Jedenfalls könnten auf diesem Wege in meinen Augen sehr wohl die Engpässe von Windstille und ähnlichem überbrückt werden. "

Haha!

Selbst die Akkus modernster U-Boote halten vergleichsweise kurz. Und die sind von den Dimensionen etwas größer und durften bei der Entwicklung und beim Bau auch quasi unendlich viel Geld kosten.

@ mort76

"hat der Herr auch berücksichtigt, daß die Atomkraft mit 200 Milliarden Euro Steuergeld subventioniert wurde"

Und wie viele Milliarden sind in Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie geflossen?

Im Gegensatz zu Windkraft und Solarenergie ist Atomkraft spätestens mit dem EPR ausreichend stark entwickelt.

"Und JA, Deutschland IST erdbebengefährdet."

Die Uraltmeiler in Fukushima haben sogar ein Erdbeben der Stärke 9,0 überstanden. Und wenn ein 10 Meter Tsunami die AKW in Deutschland überflutet, dürfte es auf diesem Planeten völlig andere Probleme geben, als Energie.

@ U.R.Wankers

Interessant sind hierbei nur Super-GAUs. Und da gab es bisher einen - in einem RMBK, ausgelöst duch massivstes Missachten jeglicher Sicherheitsvorschriften und sogar dem manuellen Überbrücken der Notsysteme.

Ich stimme dir aber zu, dass man die alten Meiler weltweit durch modernste neue Meiler ersetzen muss.

"Selbst als die beiden anderen Reaktohüllen in die Luft flogen, behauptete er noch, die Kraftwerke hätten das Beben und den Tsunami bemerkenswert gut überstanden. "

Das ist gar nicht mal so falsch. Die Meiler wurden nach den Sicherheitsvorschriften der 50er und 60er Jahre geplant und gebaut, haben das 10-fache der Auslegung ausgehalten und sind erst in die Binsen gegangen, als der Tsunami die Notstromversorgung gekappt hat. Trotzdem gab es noch immer keinen Super-GAU.
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22.03.2011 09:55 Uhr von tutnix
 
+4 | -8
 
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ohje: vielleicht sollte der gute herr brooks mal nach norwegen schauen, die produzieren 99% ihres stroms aus wasserkraft. die wende ist also machbar, allerdings muss der wille schon da sein.
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22.03.2011 09:57 Uhr von d-fiant
 
+5 | -5
 
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@Perisecor: Was heisst hier "eigene kleine Welt"? Habe ich jemals behauptet ich würde hier nicht meine eigene Meinung wiedergeben?

Ich bin dafür dass man die bestehenden Brennelemente tatsächlich aussaugt, wenn das mit den "FAST"-Anlagen wirklich stimmt. Aber ich halte die Atomkraft einfach für zu gefährlich, auf Basis der Fakten die ich kenne. Du kanns nicht einfach einen Schalter umlegen wenn du sie "ausschalten" willst, sie bleibt einfach weiter gefährlich. Und dieses Risiko für die Welt will ich nicht.
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22.03.2011 10:04 Uhr von TrangleC
 
+6 | -3
 
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@ tutnix: Man braucht eben nicht nur den Willen, sondern auch die natürlichen Gegebenheiten. Länder mit geographischen Besonderheiten wie Norwegen oder Österreich haben da andere Möglichkeiten als Länder wie Deutschland.

Wir haben leider weder genug Wasser noch Sonne.
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22.03.2011 10:28 Uhr von Perisecor
 
+6 | -4
 
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@ tutnix

Vielleicht sollte der gute Herr tutnix mal nach Deutschland, Belgien oder sonst wohin gucken und sich fragen, warum ein Land wie Norwegen so viel Strom aus Wasserkraft gewinnen kann, andere Länder jedoch nicht.
Kleiner Tipp:
Es hat mit geographischen Besonderheiten zu tun. Die es z.B. auch Island erlauben, viel über Geothermie zu erledigen, was in Deutschland aber an den meisten Standorten nicht machbar/extrem unrentabel ist.

@ d-fiant

"auf Basis der Fakten die ich kenne"

Das ist das Problem. Die meisten Kritiker (und auch genug Befürworter) kennen eben nicht alle Fakten, ja nicht mal viele Fakten, sondern nur das, was sie so aufschnappen.

Moderne Reaktoren sind nicht wirklich gefährlich. Sie sind so ausgelegt, dass bei der allergrößten Katastrophe (= vollständige Kernschmelze) dennoch das Containment hält. Gleichzeitig laufen überall auf der Welt uralte Meiler völlig problemlos. Ja, es gibt immer mal wieder Zwischenfälle - ein brennender Trafo, eine geplatzte Leitung. Das ist aber völlig egal, weil in jedem Industriebetrieb mal sowas passiert. Wichtig ist eben, dass dann nicht gleich alles zerstört wird.
Was glaubst du, wie oft in Chemiewerken rund um die Welt irgendwas passiert? Auch die sind (nachgerüstet oder modern gebaut) so ausgelegt, dass mehrere Sicherheitsstufen bestehen.

"Und dieses Risiko für die Welt will ich nicht. "

Du würdest mehr Menschen retten, wenn du statt gegen Atomkraft z.B. gegen Chemiewerke, Kohlegruben oder Autos demonstrierst.

Ich wollte dich mit dem "in deiner eigenen Welt leben" auch nicht beleidigen. Es ist nur leider so, dass gerade beim Thema Atomkraft immer ein riesen Wirbel erzeugt wird - und Menschen eben dazu tendieren, dass sie große Angst vor Dingen haben, die sie nicht verstehen.
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22.03.2011 10:49 Uhr von flipper242
 
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und: @perisecor

auch noch zu beachten

Norwegen verbraucht auch noch ungefähr den Strom den sie mit Wasserkraft erzeugen so bis ca. 150 TWh.

Davon wird ein Großteil, als "Ökostrom" exportiert.
zum ausgleich wird konventioneller Strom importiert, mit garantiert positiver Preisdifferenz.

Das nennt sich dann "grüner Anstrich".

Solange die meisten den unterschied zwischen Leistung und Verbrauch nicht kennen und die Grundzüge der Stromerzeugung und warum diese so ist (Grundlast, Mittellast...) nicht wissen. Ist eine Diskussion eigentlich gar nicht möglich.

Selbst unsere Spitzenpolitiker haben null Ahnung wovon sie schwadronieren - siehe letztens Cem Özdemir nicht nur der Gigabyte faux pas, sondern das wilde rum geschrubbel mit Leistung und Verbrauch. http://tinyurl.com/...
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22.03.2011 10:58 Uhr von mr.sky
 
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@ted: "...Dann halte ich dagegen: vor einigen Monaten laß ich in einer Zeitschrift Pläne, die Akkus in PKWs auch als Energiespeicher für die Allgemeinheit zu nutzen. Wenn die Energie für die Akkus von Windrädern kommt, dann wäre es auch ziemlich egal, wenn der Wirkungsgrad beim Laden/Entladen nur gering ist. Jedenfalls könnten auf diesem Wege in meinen Augen sehr wohl die Engpässe von Windstille und ähnlichem überbrückt werden. ..."

Vor einigen Monaten laß ich in einer Zeitschrift, dass E.T und Alf auf die Erde kommen und uns alle retten. Zusätzlich kommen aber die Borg und wollen uns versklaven. Hoffentlich kommt Alf und E.T früh genug.

Nur weil du in einer Zeitschrift irgendwas gelesen hast ist das noch laaaaaannnggeee nicht realität. Außerdem informiere dich mal, wieviel Strom Deutschland überhaupt benötigt. Nimm bitte auch den GAU-Tag an. d.h Winter, Regen, Naß, Kalt. Die Leute verbrauchen unmengen Strom an so einem "Wintertag". Es wird schnell dunkel und es ist kalt. Deine "Akkus" wären in 10sec. leer gesaugt. Außerdem würde alleine die Herstellung und Aufbau der Akkus mind. 5 Jahre dauern. Denn zunächst muss man die Rohstoffe für die Akkus abbauen und nach D schaffen und und und...
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22.03.2011 11:24 Uhr von derNameIstProgramm
 
+4 | -1
 
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@tutnix: Wie die Vorredner schon gesagt haben, kann Norwegen eine solche Quote besonders wegen der dort herschenden geographischen Besonderheiten realisieren.

Ganz davon abgesehen:
Einwohnerzahl Norwegen: 4,8 Mio
Einwohnerzahl Deutschland: 81,8 Mio

[ nachträglich editiert von derNameIstProgramm ]
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22.03.2011 11:45 Uhr von shadow#
 
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Und das von einem Australier Aus dem Land ohne Kernkraftwerke!!!
Kann der Mann mal bitte schleunigst die Fresse halten?
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22.03.2011 11:52 Uhr von artefaktum
 
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Realitätsfremder Theoretiker: "(...) weil das die rentabelste, sicherste und umweltfreundlichste Energiequelle ist"

Die sicherste? Ah ha, vielleicht bilden wir uns das was in Japan passiert ja nur ein. ;-)

"Nach Brook sind Fukushima und Tschernobyl nicht vergleichbar."

Schön. Und was macht das jetzt besser? Gibt also mehrere Gründe, die zur Katastrophe führen können. Macht das die Sache dann sicherer?

"Es mache kein Sinn über abstrakte Risiken nachzudenken, wenn es echte Probleme gibt."

Abstrakte Risiken? Tschernobyl und Fukushima sind Fakt! Anscheinend haben die Menschen die jetzt unter Einsatz ihres Lebens in Fukushima das schlimmste verhindern wollen ja keine "echten Probleme" oder wie soll man das verstehen.

Dass solche realitätsfremden Menschen auch noch als "Experten" zu diesem Thema arbeiten, macht die Sache noch schlimmer.
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22.03.2011 12:49 Uhr von cav3man
 
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TrangleC: Hi

sorry aber einige deiner Anmerkungen sind einfach falsch.

"Hinzu kommt dass man bei einer weiteren Dezentralisierung der Stromversorgung durch Windparks auch Unmengen an neuen Stromleitungen braucht um all diese Parks anzubinden."
Das ist Falsch, aber leider in der Realität teilweise wahr.
Eigentlich braucht man bei der zentralisierten Versorgung mehr Leitungen, weil du ja den Strom von der zentralen Stelle aus überall hinbringen muss.
Wenn du dezentral erzeugst kannst du sie direkt vorort erstellen.
Leider verfolgen die Politiker hier aber meiner Meinung nach eine falsches Ziel indem sie versuchen die dezentralen EE zu zentralisieren... eben in großen Off Shore Windparks, Desertec etc.. Dann braucht man natürlich Leitungen ohne Ende.

"ausserdem kann man nicht die ganze Stromversorgung vom Wetter abhängig machen."
EE ist ja auch nicht nur Wind und Sonne. Genauso wie es bei EE keine Grundlast und Spitzenlast gibt. Es gibt nur temporäre Versorgungen (Wind, Sonne) und Ausgleichsversorgungen (Biogas, Wasser, Speicher (Druckluft, Pumpspeicher, Syngas)). Die Kombination macht es.

"Das Problem ist eben dass man erstens riesige Flächen für Windparks bräuchte "
Auch das ist nicht so ganz richtig. Hier sollte die Devise modernsierung lauten.
Wenn du anstelle von neuen Anlagen die alten austauschen würdest von z.B. momentan 1,2MW auf 3,6MW (nicht unrealistisch) hättest du schon knapp 30% des Bedarfs gedeckt ohne ein neues Windrad zu bauen.
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22.03.2011 13:17 Uhr von TrangleC
 
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@ cav3man: Wie lamor200 schon gesagt hat, das Problem ist einfach dass Wind nicht immer und überall weht, Strom aber immer und überall gebraucht wird.

Würde man Windkraftanlagen nur lokal nutzen hätte man immer das Problem dass da wo gerade nicht viel Wind weht Strom fehlt wärend woanders gerade mehr Strom erzeugt wird als man lokal braucht.

Ein auf Windkraft basierendes System kann nur funktionieren wenn man es völlig vernetzt und so diese Diskrepanz ausgleicht.
Das bedeutet man braucht sehr viel mehr Leitungen (und Transformatorstationen) als wenn man eine Hand voll räumlich kleiner aber leistungsstarker Kraftwerke hat die immer gleich viel Strom liefern.
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22.03.2011 13:20 Uhr von JesusSchmidt
 
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so ein volldepp. wer für atomkraft ist, fickt seine eigenen kinder.

selbst wenn der verzicht auf kernkraftwerke ersteinmal probleme mit der energieversorgung verursachen könnte - millionen jahre ging es ganz ohne strom. ist die menschheit schon so degeneriert, dass sie nur noch dauernd zucker in den arsch geblasen haben muss?

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