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Libyen-Krise: Bulgariens Premier Boiko Borissow stellt Frage der Verhältnismäßigkeit

In einem TV-Interview betonte der bulgarische Premier Boiko Borissow die Doppelmoral der internationalen Gemeinschaft. Zum einen würde ein Krieg geführt werden, der ohne Lösungszenario begonnen wurde.

Darüber hinaus weist er auf die gesamte Afrika-Problematik hin. Gegen die Völkermorde und Kriege auf dem Kontinent scheint der Konflikt in Libyen nur von marginaler Bedeutung. Somit würden Massenmorde auf der einen Seite toleriert, auf der anderen fragwürdige Unterstützungen geliefert.

Zwar würde Bulgarien offiziell den Krieg unterstützen, sich jedoch nicht in direkter Form daran beteiligen wollen. Dieser Standpunkt sei vor allem aus Rücksicht vor zivilen Opfern begründet.


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WebReporter: StefanPommel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Krieg, Libyen, Bulgarien, Bojko Borissow
Quelle: de.rian.ru
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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.03.2011 00:22 Uhr von usambara
 
+3 | -1
 
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der Kongo liegt auch nicht am Mittelmeer und trotzdem sind dort tausende
Blauhelme aus Frankreich. Sie haben außerdem auch Truppen in der Elfenbeinküste, Ruanda, Tschad etc.
Allerdings in den Algerischen Bürgerkrieg hat man nicht eingegriffen als die Generäle 1991 den Wahlsieg der Islamisten bekriegten mit ~150.000 Toten- dagegen ist nimmt sich Krieg in Libyen doch eher klein.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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22.03.2011 00:46 Uhr von ElChefo
 
+0 | -2
 
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Der grösste Teil der westlichen Zurückhaltung dürfte wohl aus der Grausamkeit der "Stammeskriege" zwischen Hutus und Tutsis sowie der schlechten Erfahrung mit "problematischen" Missionen etwa in Somalia Anfang der ´90er herrühren. Gewürzt mit dem schlechten Gewissen, als ehemalige Kolonialherren zu viel Druck auf die ehemaligen Unterdrückten auszuwirken ergibt das halt das heutige Bild.
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22.03.2011 06:05 Uhr von meisterthomas
 
+2 | -1
 
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UNO und NATO jenseits von Freiheit und Würde? Die UNO hat die Staaten der Welt legitimiert in Libyen die Demokratiebewegung zu schützen, um dort Freie Wahlen zu ermöglichen. – Somit vertritt Gaddafi und sein Regime auch nicht mehr Libyen völkerrechtlich.

Der Einwand dass wir nicht die Welt retten können, heißt nichts anderes, als ein Unrecht mit dem Anderen zu begründen und reicht in diesem Fall nicht mehr aus, um unsere Hände in Unschuld zu waschen.
Dieser Konflikt heute, ist nicht zuletzt der Konflikt zwischen unseren Werten und deren politischer Zersetzung.

Worauf es jetzt ankommt ist zu handeln und entschlossen demokratische Wahlen in Libyen zu realisieren.
Gelingt das nicht, so könnte dieses Mandat auch zum Zerfall von UNO und NATO pervertieren.
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22.03.2011 14:10 Uhr von StefanPommel
 
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@meisterthomas: Du siehst ja wie das mit den "Wahlen" in Afghanistan ist... und der Lachnummer Karzai...

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