21.03.11 14:59 Uhr
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Libyen-Offensive: Türkei blockiert die NATO

Frankreich übernimmt die Führungsrolle in der Libyen-Offensive. Die USA will weiterhin die "Koalition der Freiwilligen" unterstützen, aber nicht länger, wie bisher die Hauptrolle spielen.

Nicht alle NATO-Mitglieder sind mit dieser chaotische Lage zufrieden. Der luxemburgische Außenminister pocht auf eine Einigung und die übernahme des Oberkomandos durch die NATO, während sich die Türkei besorgt sieht und sich quer stellt.

Die Türkei ist gegen eine Führungsrolle Sarkozys. Vermutlich weil die Türkei nicht zum Libyen-Gipfel am Samstag eingeladen worden war. Weiterhin fürchtet die Türkei zuviele zivile Opfer, doch ohne Ankara kann die NATO weder ein Flugverbot steuern noch das Oberkommando erhalten.


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WebReporter: Hoch2Datum
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Libyen, NATO, Offensive, Flugverbot
Quelle: www.welt.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.03.2011 14:59 Uhr von Hoch2Datum
 
+10 | -12
 
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"Politik ist wenn Viehdiebe handel betrieben" Die Nato, als gemeinschaft sollte das Oberkommando übernehmen. Die Einstellung der Türken wirkt sehr kindisch und sorgt nur für Missgunst innerhalb des Rates.
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21.03.2011 15:31 Uhr von CoffeMaker
 
+10 | -23
 
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21.03.2011 15:43 Uhr von Rechthaberei
 
+10 | -20
 
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21.03.2011 15:48 Uhr von ElChefo
 
+6 | -12
 
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Thema: Wunderlich ist es ja schon...

...einerseits sind sie gegen Frankreichs´ Führungsrolle (aus welchen Gründen sei mal dahingestellt)...

...andererseits sind sie gegen eine Übernahme der Führung durch die NATO (aus offensichtlich gekränktem Stolz).

Logische Folge: Es bleibt dabei und man wird weiter meckern, auch wenn man selbst die Änderungen, über deren Ausbleiben man motzt, blockiert.

Bleibt im Endeffekt irgendwie hängen, das man sich nicht wichtig genommen fühlt, was die Angst, vor den "Freunden" im nahen Osten das Gesicht zu verlieren, schürt. Ob das so zielführend ist, darf bezweifelt werden. Den Libyern ist damit erst recht nicht geholfen.
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21.03.2011 16:18 Uhr von omar
 
+12 | -7
 
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Wieso soll die NATO eigentlich mitmischen??? Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis.
Die Partner werden hierbei weder angegriffen noch gilt es mit einem Präventivschlag eine Bedrohung auszuschalten.
Daher stellt sich für mich die Frage, warum die NATO überhaupt involviert werden soll/darf.
Kann mir das bitte einer erklären?

@Topic:
Wenn ein NATO-Mitglied von seinem Veto-Recht Gebrauch macht, so hat das sicher einen Grund.
Das Motiv dahinter ist aber in diesem Fall nicht eindeutig für mich erkennbar.
Es gibt zu viele Möglichkeiten die in Betracht kommen.
Letztendlich ist es auch an den Kriegswilligen, die Kriegsunwilligen zu überzeugen.
Deutschland hat sich gegen eine Beteiligung entschieden.
Die Türkei sieht es anscheinend ähnlich.
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21.03.2011 16:33 Uhr von Zaho
 
+9 | -6
 
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Vorprescher- Sarkozy: Sarkozy hat es anscheinend sehr eilig, wenn nicht alle Partner über die Aktion informiert werden muss man eben zuschauen müssen , dass man alleine weiter zu recht kommt .
Sieht sehr eng aus für den Heuchler und Gaddafi Freund aus Paris.
Das Verhalten von der türkischen Regierung finde ich O.K., sie sind eben gegen eine BLINDE Bombadierung des Landes mit samt zvilisten.
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21.03.2011 18:52 Uhr von shadow#
 
+3 | -5
 
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Das ist doch eh längst nichts mehr wert: Das UN-Mandat ist schon weit überschritten. Das ist nur noch Chaos. Planlos Bomben draufwerfen und hoffen dass man was passendes trifft.
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21.03.2011 19:43 Uhr von MikeBison
 
+3 | -9
 
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omar: Der Grund ist dass die Türkei, wie alle Gadaffi Befürworter hier auf SN, eben Gadaffi noch lange an der Macht sehen will.
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21.03.2011 20:17 Uhr von ElChefo
 
+2 | -5
 
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omar: Wie der Quelle zu entnehmen war, liegt die Blockade-Haltung daran, das die türkische Führung beleidigt ist, weil sie nicht zum Libyen-Gipfel eingeladen war.
Soweit der Fakt.

Möglicherweise liegt das Ausbleiben der Einladung daran, das es ein Treffen mutmaßlich von UNSC - also den über die Resolution abstimmenden Abgeordneten -, der EU - als Anrainer - sowie der arabischen Liga - als Interessenvertreter der eigenen Region - gewesen ist. Aber das ist nur meine eigene Spekulation.
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21.03.2011 21:49 Uhr von Acun87
 
+7 | -1
 
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@ ElChefo: ehe überhaupt die ersten angriffe einiger nato länder auf libyens grund und boden stattgefunden haben, war die türkei gegen solcherlei aktionen, was hat das mit einer nichteinladung zu einem libyen gipfel zutun. hör auf mit dem scheiß!

die ganzen heuchler die da mit ihren fliegern interventieren machen das kaum aus nächstenliebe. libyen wird das zweite irak werden. rohstoffe gibt es da genug. nachdem saddam gestürzt worden war hat das ganze volk gejubelt und jetzt gehen sie mit angeketteten bomben gassi.

[ nachträglich editiert von Acun87 ]
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21.03.2011 22:11 Uhr von ElChefo
 
+1 | -2
 
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acun: Lies die Quelle nochmal.
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21.03.2011 23:00 Uhr von selphiron
 
+6 | -1
 
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hrmpf? JAAAA!!!!
Der gute Westen wiedermal total gut und nett und hilft dem libischem Volk nur aus Menschlichkeit.
Und man macht das natürlich aus Freundschaft und _nicht_ wegen des Öls.
Nachdem Gaddafi besiegt ist werden sie alles in die Wege leiten und dem Volk wird es nicht sonderlich bessergehen als bei Gaddafi.
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21.03.2011 23:16 Uhr von Hoch2Datum
 
+2 | -1
 
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Nichts in der Welt ist umsonst! Sicherlich gehts hier auch um das Öl.... wann mal nicht wenn es um den Nahen Osten geht?
Allerdings sind "wir" jetzt mal die "Helfer" und nicht wie sonst die US Amerikaner...
Hoffe das wenn es um die Ausarbeitung neuer Verträge kommt mal europäische Firmen ihren Teil bekommen und nicht die Amis
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22.03.2011 00:01 Uhr von StefanPommel
 
+7 | -1
 
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Verwunderlich: Finde das wirklich beeindruckend, dass gerade die Türkei hier Rückgrat zeigt.
China, Russland, Deutschland, Bulgarien "tolerieren" mal geben den Krieg, obwohl sie zu verstehen geben, dass sie eigentlich nicht dafür sind.
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22.03.2011 00:23 Uhr von ElChefo
 
+1 | -7
 
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Pommel, selphiron, hoch2datum: Pommel:

Hat nichts mit Rückgrat zu tun, sondern mit Trotz. Siehe Quelle.

selphiron:

Was ist denn die Alternative? Warten, bis sich alle von selbst ausgerottet haben, so das man sich nachher dafür rechtfertigen darf, zugeschaut zu haben? Würde es wirklich nur um Rohstoffe gehen, man müsste ja einfach nur warten und währenddessen beiden Seiten gerade soviel Unterstützung zukommen lassen, das sie sich schön gleichmässig gegenseitig zu Brei kloppen. Reste einsammeln ist viel einfacher als mit Marionetten zu regieren.


hoch2datum

Keine Sorge, die Firmen werden schon ihr Stückchen kriegen. Wenn das Thema erst durch ist, machen die Europäer einfach ihre Werke wieder auf. Wird auch ein paar lukrative Renovierungsaufträge geben.
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22.03.2011 00:55 Uhr von mind-hunter
 
+5 | -1
 
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@elchefo: "Warten, bis sich alle von selbst ausgerottet haben, so das man sich nachher dafür rechtfertigen darf, zugeschaut zu haben? "

Naja, man kann es drehen und wenden wie man will. Der Eingriff in Lybien wird nicht aus Nächstenliebe vorgenommen. Das ist ein Fakt. Und um auf dein Zitat zu kommen. Bei wem sollen sie sich denn rechtfertigen, weggesehen zu haben? In Bahrain schauen doch auch alle schön weg. Warum hilft niemand den Zivilisten in Bahrain? Warum greifen die USA, Frankreich und co nicht dort ein?
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22.03.2011 01:53 Uhr von Acun87
 
+4 | -1
 
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@ ElChefo: du weißt aber schon das "die welt" dem "axel springer verlag" angehört oder ?

du verstehst ??? ;-)
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22.03.2011 04:12 Uhr von Maviben
 
+3 | -1
 
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es kommt keiner in den Himmel! wenn es keinem dieser Länder tatsächlich um das Wohl Lybiens geht, dann sind doch diejenigen die nicht einfach so in den Krieg ziehen wollen ( Türkei ) immer noch die Besseren. Das beantwortet sich doch von selbst. Klar hat es seine politischen Gründe wie jedes andere Land dieser Erde auch. Ferner möchte ich allen Menschen nahe lägen sich mit der türkischen Politik auseinander zu setzen bevor sie hier falsche Mutmaßungen anstellen. Nicht die Türkei mit den Kurden, sondern die Kurden haben ein Problem mit der Türkei Es mag sein das sie auch ihre gründe dafür haben, dennoch gibt es de fakto keinen türkisch/kurdischen Krieg. Es gibt Minderheiten die unter bestimmten Umständen leiden, es gibt die Terroristischen Organisationen ( PKK ), es gibt das Volk und es gibt die Regierung... teil das Problem durch vier! Niemand auf dieser Welt sollt leiden. Dennoch denkt JEDES Land mit seiner Politik immer zu erst an sich... außer unschuldigen Kindern, kommt keiner von uns in den Himmel!
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22.03.2011 15:58 Uhr von ElChefo
 
+1 | -6
 
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mindhunter, acun, spiegelfechter: mindhunter

"Naja, man kann es drehen und wenden wie man will. Der Eingriff in Lybien wird nicht aus Nächstenliebe vorgenommen."

Lass mich dich vorsichtig korrigieren: Das ist eine Vermutung, die nicht belegbar ist, sondern von dir (und auch anderen, zugegebenermaßen) als schlüssig angesehen wird.

"Bei wem sollen sie sich denn rechtfertigen, weggesehen zu haben?"

Möglicherweise bei niemandem mehr, weil keiner mehr übrig ist. Stimmt auch wieder. Naja, genug Zynismus.

"Warum hilft niemand den Zivilisten in Bahrain? Warum greifen die USA, Frankreich und co nicht dort ein?"

Wir können ja auch lustig und munter die Liste aller Länder der Welt durchgehen und schauen, wo noch überall Regierungen, Warlords, Verbrecher und Diktatoren abgeschafft werden müssen. Das dürfte was dauern, wäre logistisch unmöglich und schon mal gar keine Ausrede dafür, nicht bei Ghaddafi anzufangen. Ein grüner Politiker aus dem Europaparlament formulierte es mal recht treffend: Wären Menschenrechte das Maß aller Dinge, dürfte kein Land der Welt mit einem anderen Land der Welt diplomatische Beziehungen führen.


Acun87

"du weißt aber schon das "die welt" dem "axel springer verlag" angehört oder ?"

Und? Ist ja jetzt nicht so, das diese Aussage exklusiv durch "Springer-Agenten" getätigt wurde. Ich bin mir sicher, wenn du ein wenig recherchierst, findest du auch genug andere Quellen, die das bestätigen.


spiegelfechter

"zu denen unzweifelhaft Frankreich, England und die USA gehören,"

...zynischerweise die Türkei auch.

"sogar mit Bodensöldnern vorbereiten."

Wir reden hier von einer UN-legitimierten Intervention, die eindeutig den Einsatz von Bodentruppen ausschliesst. Bleib doch bitte auf dem Boden der Tatsachen.

"Despotische Länder und US-Lakaien Bahrain, Qatar oder die AE beteiligen sich an diesem krieg und befürworten ihn."

Tatsache... und der libanesische Abgesandte als Vertreter der arabischen Liga hat diese Resolution eingefordert. So, wie die Aufständischen in Libyen selbst.

"Aber durch diesen wirklich absolute sinnlosen Krieg, gegen das Land Libyen, wird er länger an der Macht bleiben können"

Derselbe Denkfehler, den du auch schon mehrfach beim Thema Afghanistan begangen hast. Der "Krieg" ist eine Intervention, die Durchsetzung einer mehrheitsbeschlossenen Resolution zur Errichtung einer Flugverbotszone - nach dem Willen des Volkes und der arabischen Liga. Ergo: In Afghanistan wird kein Krieg gegen Afghanistan, sondern gegen ein Konglomerat von Verbrecherbanden geführt. Genauso wird in Libyen nicht gegen Libyen, sondern gegen einen wahnsinnigen Diktator interveniert, der seine Armee willfährig gegen das eigene Volk einsetzt.

Das Argument "Öl" ist ein denkbar zynisches. Eine Ausflucht, um keine Stellung beziehen zu müssen und ... um mal wieder ein wenig über Amerika und den fiesen Westen herzuziehen. Das Öl, von dem du in Libyen redest, wird sowieso schon durch den Westen gefördert. Wenn das Theater erst wieder vorbei ist, werden die Raffinerien des Westens wieder öffnen. Was ist damit gewonnen? Verdienstausfall. Richtig. Wie blöd. Würde es nur darum gehen, man hätte Ghaddafi ausgerüstet und unterstützt, das Volk schneller wieder auf Linie zu ziehen. Sorum wäre ein Schuh draus geworden. Aber nein, man stellt sich auf die Seite derer, die "unsere" Wirtschaft da unten unprofitabel macht. Meinst nicht auch, das dein Rückschluss ein wenig kurzsichtig ist?
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22.03.2011 16:31 Uhr von ElChefo
 
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spiegelfechter: Da fiel mir doch grad was durch die Hände beim Nachrichten lesen. Passt zum Thema
"Bravo an die Türkei. Das einzige Land mit Weitsicht und welches Rückrat beweist."

http://www.worldbulletin.net/...

vs.

Spiegel-Liveticker, heute, 14:26

""Unsere Beziehungen mit Libyen beruhen nicht auf dem Durst nach Öl oder blanken Interessen", zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu den Regierungschef. "Unser Wunsch ist es, dass das libysche Volk seine Angelegenheiten selbst regelt und nicht durch eine ausländische Intervention.""

Man mag hinzufügen - bezüglich des zweiten Satzes, das das libysche Volk diese Intervention gewünscht hat, die durch den libanesischen Gesandten der arabischen Liga vor der UN eingebracht wurde. Soviel dazu.

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