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Nahost-Experte: Deutschland hat sich nach Enthaltung im Libyen-Konflikt isoliert

Nach Ansicht des Nahost-Experten Michael Lüders hat sich Deutschland durch seine Stimmenthaltung bei der Entscheidung zur Einrichtung einer Flugverbotszone in Libyen grundlos selbst ins Abseits gestellt.

Er sagte im MDR, dass es überhaupt nicht zusammenpasse, dass man zu einer militärischen Aktion gegen Gaddafi nicht bereit sei, aber auf der anderen Seite die NATO unterstützen will.

Deutschland habe sich mit diesem Schritt seiner Meinung nach mit Russland und China ins diplomatische Abseits gestellt. Einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat sieht er durch diese Politik in weite Ferne gerückt.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Libyen, Experte, Konflikt, Isolation, Enthaltung
Quelle: www.mdr.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.03.2011 12:12 Uhr von jjhobbytrader
 
+19 | -15
 
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unsere Doppelmoral: passt dann noch ins bild. Die meisten deutschen befürworten einen Luftangriff, aber die Bundeswehr soll nicht mitmachen. Klar: Wir sind für Krieg aber keiner von uns will hin. Lassen wir doch die Amis und Thommis die Drecksarbeit für uns machen. Was sind wir für ein Volk - ich schäme mich für uns und unsere Politiker....
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20.03.2011 12:42 Uhr von Pata
 
+8 | -8
 
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Westerwelle hat Recht dass nicht nur das Militär die Angelegenheit lösen muss, sondern dass auch die Finanzen etc von Gadaffi still gelegt werden müssen.
Man muss das auch langfristig lösen, wenn Gadaffi noch über Gelder oder ähnliches verfügt kann er langfristig Widerstand leisten.
Außerdem hat Deutschland (die Bundeswehr) Flüchtlinge aus dem Land gebracht. Es geht hier um das Volk in Lybien und nicht darum zu beweisen wer die größten "Eier" im militärischen Bereich hat.
Also man muss auch mal darüber nachdenk, es ist zwar schade, dass Deutschland nicht aktiv mitwirken kann, aber dies hat auch positive Seiten.
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20.03.2011 12:45 Uhr von Pata
 
+9 | -1
 
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Westerwelle ist lustig xD: Wie er grade durch die Blume sagte, dass Gadaffi geistig krank sei :D
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20.03.2011 12:51 Uhr von Pata
 
+9 | -1
 
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@daim01: Das Problem ist folgendes:
Deutschland hatte vor diesem Bürgerkrieg eine gute Beziehung zu Lybien. Es ist jetzt einfach schwer sich gegen ein Land zu wenden, dass man wirtschaftlich etc unterstützt hat.
Außerdem hat Deutschland viele Truppen Gadaffis durch Waffen etc aus Deutschland ausgerüstet. Es ist also somit verständlich warum Deutschland sich da mehr oder weniger raus hält, da sie zum Großteil selbst dran Schuld ist.

Wobei, wenn man diese Tatsachen betrachtet ist ein Intervenieren von Seiten Deutschlands sogar Pflicht!
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20.03.2011 12:55 Uhr von lossplasheros
 
+6 | -4
 
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und was passiert nach den Luftschlägen? Es gibt in Lybien kein Militär wie in Ägypten das für freie Wahlen sorgen könnte...

Wer A sagt, muss auch B sagen.
Und wenn Frankreich und Konsorten bereit sind auch noch 5 Jahre nach der erfolgreichen Revolution das Land zu stabilisieren sollen sie das gerne machen...

das thema ist nicht so einfach wie ihr das immer hinstellt, denket mal ein bisschen weiter dann merkt ihr das da noch meh dahintersteckt als "nur ein paar Flieger zu schicken"
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20.03.2011 13:07 Uhr von Pata
 
+4 | -3
 
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Militär: Lybiens Militär bzw. Gadaffis Truppen bestehen nicht nur aus Berufssoldaten oder so.
Er hat zum Beispiel 50.000 Söldner aus dem Ausland einfliegen lassen. Er hat eine Privatarmee, die solange das Geld fließt hinter ihm steht.
Also ist es wichtig seine Finanzen einzufrieren etc. dann hat er nicht mehr so viele Möglichkeiten.
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20.03.2011 13:08 Uhr von usambara
 
+2 | -3
 
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@lossplasheros: richtig. Ein denkbares Szenario wäre, Ägyptens Bodentruppen
(Armee mit 450.000 Mann) marschieren nach der Luftkampagne ein und dafür erhält Ägypten im Gegenzug US-Rüstungsgüter bzw Geld.
Da Ägypten eh kein Freund von Gaddafi ist (schon mal Krieg gegeneinander geführt, Libysch-Ägyptischer Grenzkrieg) ist das nicht so unwahrscheinlich.
Zum Thema Finanzen: Die windigen Gaddafis sollen
Milliardenbeträge bar in Dollar in Tripolis lagern.
Waffen und Nachschub können sie auch über ihre südlichen Landesgrenzen schaffen, da sie gute Beziehungen zu Ländern Afrikas Diktaturen haben.
Im Gegensatz zur arabischen Liga wollte die Afrikanische Union keine Nato-Angriffe.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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20.03.2011 13:19 Uhr von Alice_undergrounD
 
+1 | -6
 
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da gäbs vll öl zu holen: ohhhh bewahre, das wollen wir deutschen nicht riskieren, nein nein, lieber im rohstoffreichen afghanistan einmarschieren, wos so viel wertvolles nichts gibt...
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20.03.2011 13:24 Uhr von ente214
 
+4 | -1
 
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komisch: vor zwei tagen waren noch alle aufrichtig dagegen, haben den USA vorwürfe des kreuzrittertums und der asubeuterei und invasionsgedanken unterstellt, und heute ist es anscheinend klar "das die meisten deutschen dafür sind".
egal, mit gaddafi isses sowieso bald vorbei.
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20.03.2011 13:26 Uhr von Pata
 
+1 | -3
 
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@daim01: Ich meinte, dass Deutschland Lyien mit zb. Radartechnik unterstützt hat. Außerdem hat Deutschland Ausbilder in Lybien gehabt, die Truppen Gadaffis ausgebildet haben.
Aber dazu muss man im Allgemeinen sagen, dass keiner wissen konnte, dass das passiert.
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20.03.2011 13:52 Uhr von usambara
 
+2 | -2
 
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Libyen nicht Lybien
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20.03.2011 15:11 Uhr von StefanPommel
 
+6 | -1
 
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Und Am Ende: Die Frage wo ich mir Stelle:
Was steht am Ende von dem Ganzen?

Wann kapieren die westlichen Ländern endlich, dass sie nicht die ganze Welt nach ihem Vorbild zurechtputzen können.

Am Ende hängt Gaddafi vermutlich am Galgen und das Land genauso im Arsch wie Afghanistan oder Irak.
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20.03.2011 16:28 Uhr von tiefschneetaucher
 
+2 | -3
 
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Ekelhaft: Es ist widerlich anzusehen wie hier ein Großteil gleich dafür wäre zu den Waffen zu greifen und Deutschland Feigheit vorwirft. Vermutlich sind das auch diejenigen die auf der anderen Seite aber schimpfen das die Bundeswehr nichts in Afghanistan verloren hat. Genauso wenig hat die Bundeswehr etwas in Nordafrika verloren. Vor allem sollte man sich in dieser Runde mal Gedanken machen warum der Westen in Nordafrika aufmarschiert. Bestimmt nicht weil sie sich dem ehernen Ziel verpflichtet fühlen, das Völkerrecht in Libyen durchzusetzen. Wer das für bare Münze hält, glaubt auch an gesunde Zigaretten. Es gibt genug andere Länder in denen das Volk ebenso geknechtet wurde nur vermutlich sind die a) zu stark bewaffnet oder haben b) keine nennenswerten Rohstoffe die es interessant machen würden unter dem Deckmantel der Menschenrechte einzumarschieren.

Grund für das eingreifen sind einzig und alleine die Ressourcen die das Land hat und die Revolution ist ein willkommener Vorwand sich diese- und die Gunst der dann evtl neuen Regierung zu sichern. Ich halte nichts von Merkel und Ihrem buckeligen Kabinett aber ich finde es vollkommen richtig, nicht noch weitere deutsche Soldaten für andere Länder sterben zu lassen.
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20.03.2011 16:36 Uhr von MikeBison
 
+1 | -2
 
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Hoffen wir: Auf negative Konsequenzen für dieses feige Land.

[ nachträglich editiert von MikeBison ]
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22.03.2011 22:15 Uhr von Strathi
 
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Durch unsere Vergangenheit gezeichnet: finde ich es auf der einen Seite Richtig das Deutschland sich nicht mit Waffeneinsatz in Libyen beteiligt. Denn nach dem zweiten Weltkrieg wurde (wenn ich mich richtig erinnere) Deutschland ausschließlich zum Eigenschutz die Einrichtung einer Bundeswehr gestattet und soweit ich weiß wurde dieser Grundsatz noch nicht abgeschafft. Außerdem haben wir doch eher Erfahrung damit hinter den Anderen z.B. Amerikanern aufzuräumen, siehe Irak und Afghanistan. Wichtig in dieser Diskusion finde ich das Dem Volk in Libyen geholfen wird.

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