20.03.11 10:16 Uhr
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München: In einem Pflegeheim wurde ein Opa mit einem Gehstock zusammengeschlagen

Das "Kursana"-Pflegeheim in Thalkirchen ist wieder in die Schlagzeilen gerückt. Im Februar waren dort bereits gravierende Mängel in der Pflege festgestellt worden. Daraufhin gab es keine Aufnahmen mehr.

Nun hat ein betrunkener demenzkranker Mann einen anderen mit einen Gehstock verprügelt. Das 86-jährige Opfer erlitt eine Oberschenkelhalskopffraktur und mehrere Blutergüsse. Der Betreuer des Opfers erklärte, dass der Täter öfters betrunken sei und schon vor einigen Wochen eine Frau attackiert habe.

Die Tochter des Täters hatte die Anweisung gegeben, dass man ihrem Vater keinen Alkohol gibt. Aber an diese Anweisung wurde sich nicht gehalten. Der Betreuer des 86-Jährigen erklärte, dass die Staatsanwaltschaft sich nun eingeschaltet hat.


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WebReporter: mcbeer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: München, Opa, Pflegeheim, Gehstock
Quelle: www.express.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.03.2011 10:48 Uhr von Nebelfrost
 
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endstation pflegeheim. wer dort landet, dessen leben ist schon zu ende, bevor überhaupt der tod eintritt.
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20.03.2011 11:19 Uhr von Finalfreak
 
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Oberschenkelhalskopffraktur was für ein Wort.
Ja Alkohol kann in falschen Händen zum Problem werden.
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20.03.2011 12:26 Uhr von Pata
 
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Einfach nur traurig dass in diesem Land Senioren wie alte Fahrzeuge auf dem Schrottplatz abgeschoben werden und auf den Tod in einem Pflegeheim warten.
In anderen Ländern sieht man zu alten Menschen und deren Weisheiten auf. Hier sind sie nicht mehr "Alltagstauglich".
Es muss sich meiner Meinung nach etwas ändern.
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20.03.2011 14:02 Uhr von LuCiD
 
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@Pata: du siehst das meiner meinung nach aus einer ganz falschen perspektive. ich arbeite im bereich seniorenpflege und kann dir da glaube ich einen weniger kurzsichtigen blickwinkel als deinen eröffnen:

stell dir mal vor, dein vater erkrankt an demenz, vergisst dadurch nach und nach, wie einfachste gegenstände zu bedienen sind, wie verwandte, freunde etc. heissen, wie er nach einem einkauf wieder nach hause findet, wo die toilette ist (stichwort inkontinenz!!)...?

durch diese krankheit entsteht früher oder später eine akute selbstgefährdung!
beispiel: er findet im winter bei -20°C nicht mehr nach hause? oder er vergisst zuhause, den gasherd auszustellen? (beispiel aus der praxis!!)
am anfang solch einer erkrankung kann noch einiges durch angehörige aufgefangen werden, durch massiven persönlichen einsatz. aber irgendwann geht das nicht mehr, solch eine krankheit zehrt extrem an den psychischen & physischen ressourcen eines jeden helfers, das kannst du dir nicht vorstellen! wenn du mal in solch eine situation kommst - was ich dir echt nicht wünsche - dann weisst du, wovon ich rede! und in solch einer sitution wirst du froh sein, wenn du deinen vater irgendwann, wenn es nicht mehr geht, in ein pflegeheim geben kannst, wo ganz sicher bessere arbeit geleistet wird, als die angehörigen zuhause jemals leisten, bzw. selbst ertragen könnten! (google mal nach verlaufsform demenz)

das gleiche können wir auf rein physische gründe anwenden: ein mann hat einen herzinfrakt, dazu noch einen schlaganfall, der ihn halbseitig gelähmt hat, kann nichts mehr selbständig, ist inkontinent, hat vielleicht auch noch eine psychische erkrankung z.b. depression..? was machst du als angehöriger zuhause mit diesem menschen? dich aufarbeiten..! von jobverlust etc. garnicht zu reden!
ich wünsche niemandem solch ein schicksal, aber natürlich ist solch ein mensch leider nicht mehr "alltagstauglich", wie du so schön schreibst. zu dessen "weisheiten" kann man trotzdem noch aufsehen, es gibt in jedem heim sozialdienste, die für die beschäftigung der bewohner da sind und gespräche etc. mit ihnen führen.
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20.03.2011 15:35 Uhr von LOS KACKOS
 
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ich bin auch altenpfleger und kann lucid nur zustimmen, von "außen" und durchs internet kann man immer viel erzählen wie schlecht pflegeheime doch sind

einen senioren allein zu pflegen als angehöriger ist in vielen fällen ein 24 stunden job der ein psychisch und physisch extrem belastet
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21.03.2011 05:00 Uhr von KamalaKurt
 
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Wenn die Tochter sschon mal hinweist ihm kein Alkohol zu geben, er schon vorher eine Frau in angetrunkenem Zustand belästigt hat, dann kann man nur vom Versagen des Pflegepersonals sprechen.
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22.03.2011 16:40 Uhr von Schwertträger
 
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@Pata: Wenn denn die Alten überhaupt weise sind: Die meisten sind´s nicht.
Sondern nur stur und monostrukturiert.

Wir reden hier nicht von Alten so kurz um die Rente, sondern von ganz Alten um die 80, 90, aus denen Du kein vernünftiges Wort mehr raus bekommst, es sei denn, man interessiert sich für historische Details, da könnte man Glück haben.

Außerdem ist ein unter Alkoholeinfluss gewalttätiger Mensch eher ein Fall für einen Knast als für ein Pflegeheim.



Wie sieht´s denn mit Dir selber aus? Willst Du Deinen Kindern zur Last fallen und zu ihnen ziehen, wenn Du nicht mehr alltagstauglich bist und nicht mehr alleine wohnen kannst?
ICH nicht.
Ich ziehe doch nicht mit viel Mühe und unter persönlichen Opfern Kinder groß, nur um ihnen dann Lebensjahre und psychische Gesundheit zu rauben, in dem ich ihnen mein überflüssiges Restleben aufhalse! Die sollen ihre Energie in ihre Kinder/meine Enkel stecken. DAS macht Sinn, alles andere nicht.

Was ich an Weisheit bis dahin nicht vermittelt habe, benötigen sie dann auch nicht mehr.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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22.03.2011 17:03 Uhr von Schwertträger
 
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@KamalaKurt: Es sei denn, der Täter wäre ncoh rüstig genug, sich den Alkohol heimlich zu besorgen und heimlich zu trinken. Tägliche Zimmerrazzia stösst in der Öffentlichkeit ja auch sauer auf.

Jetzt, in Folge seiner Straftat, müsste der Typ aber ja eh Zimmerarrest bekommen.
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22.03.2011 17:24 Uhr von KamalaKurt
 
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@Schwertträger der Absatz

Wir reden hier nicht von Alten so kurz um die Rente, sondern von ganz Alten um die 80, 90, aus denen Du kein vernünftiges Wort mehr raus bekommst, es sei denn, man interessiert sich für historische Details, da könnte man Glück haben.

hasst du von mir ein Minus bekommen, wenn ich mehr vergeben könnte, hättest du da Maximus bekommen.



Alte Menschen haben, ob 70, 80 oder 90 Jahre mehr Wissen als unsere Grund- Haupt- Real- oder Gymnasialschüler.

Ich mache mir nicht die Mühe die Namen der Promminenten aufzuführen, die geistig so auf der Höhe sind, die unsere Schüler mit einem PISA-Test an die Wand spielen würden.

Ich glaube, ob ihr jetzt SPD-Anhänger seid oder nicht, dass beste Beispiel ist Helmut Schmidt unse Ex-Bundeskanzler.
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22.03.2011 18:19 Uhr von Schwertträger
 
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@KamalaKurt: Und wieviele gibt es von der Sorte?? Ganz zu schweigen davon, dass Du Leute, wie Du sie beschreibst, kaum oder selten in einem billigen Pflegeheim antreffen wirst.
Auf jeden Fall ist die große Masse der Alten kein bisschen weise und hat auch nicht mehr (anwendbares und nützliches) Wissen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass schon die große Masse der jüngeren Bevölkerung (wie Du ja so süffisant in puncto Schüler anmerkst) eher eindimensional und dümmlich ist. Wie sollen da weise und zuhörenswerte Alte draus werden?


>Alte Menschen haben, ob 70, 80 oder 90 Jahre mehr Wissen als unsere Grund- Haupt- Real- oder Gymnasialschüler.<

Mal unabhängig davon, dass die allermeisten Menschen zu Zeiten ihres Abiturs/Studiums/schulabschlusses das meiste Wissen ihres Lebens haben, dass fortan nur noch abnimmt und durch viel weniger spezielles, aber für die jeweilige Lebenssituation unmittelbar praktischeres Wissen ersetzt wird und somit ein alter mensch tendenziell weniger weiss als ein junger, übersiehst Du, dass die Grund-, Haupt-, Real- oder Gymnasialschüler von früher (so um 1930/1940) genauso unter Deine Aussage fallen, wie die heutigen, weil sie auch nicht schlauer und besser waren.

Ein paar Ausnahmen anzuführen, die noch dazu auf Grund eben dieses Ausnahmezustandes prominent geworden sind, widerlegt keineswegs die Tatsache, dass die Masse eben nicht so ist. Sonst wären es ja keine Ausnahmen. Und es sind welche.


Geh einfach mal in drei, vier beliebige Altersheime und schau, wieviel Weisheit Du findest.
Nette Menschen, ja, durchaus, interessante und rührende Geschichten, das auch, aber Weisheit?
Mach einfach mal.

Und sprich mit Pflegekräften des häuslichen Pflegedienstes, die das schon ein paar Jahre machen (nicht mit den überidealistischen jungen mit der rosaroten Brille).
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22.03.2011 18:22 Uhr von Schwertträger
 
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@KamalKurt: Ich hoffe, Du vergibst dann Deine Plus auch so freizügig.

Ich entnehme aus Deinem Minus-Enthusiasmus bezüglich des von Dir angesprochenen Absatzes mal, dass Du selber in Richtung höheres Alter strebst, um das mal galant auszudrücken.
Dann weisst Du aber auch, dass jemand, der noch gut beieinander ist, nicht im Pflegeheim landet, was im Umkehrschluss bedeutet, dass jemand, der dort landet, nicht mehr gut beieinander ist.
Deshalb erkläre mir bitte, warum Du mir Minus verpassen willst (bis zum Maximum), wenn ich genau das schreibe?
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23.03.2011 02:46 Uhr von KamalaKurt
 
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@Schwertträger von mir hast du deshalb minus bekommen, weil du in all deinen Kommentaren in dieser Diskussion keinerlei Respekt und Achtung vor den "Alten" hast. Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt, wenn du aus meinem Kommentar zur Annahme kommst, dass ich alle alten Leute als geistig, den Jüngeren gegenüber, überlegen einstufe.

Ganz bestimmt nicht.

Zu deiner unten angeführten Aussage:

Mal unabhängig davon, dass die allermeisten Menschen zu Zeiten ihres Abiturs/Studiums/schulabschlusses das meiste Wissen ihres Lebens haben, dass fortan nur noch abnimmt und durch viel weniger spezielles, aber für die jeweilige Lebenssituation unmittelbar praktischeres Wissen ersetzt wird und somit ein alter mensch tendenziell weniger weiss als ein junger, übersiehst Du, dass die Grund-, Haupt-, Real- oder Gymnasialschüler von früher (so um 1930/1940) genauso unter Deine Aussage fallen, wie die heutigen, weil sie auch nicht schlauer und besser waren.


Ich weiß nicht wie alt du bist, aber nach meiner Meinung, die ich mir aus dem obigen Absatz über dich gebildet habe, hast du noch keinen Beruf dem du nachgehst. Denn sonst würdest du solch einen Unfug nicht schreiben. Ein normaler Mensch, egal welchen Beruf er ausübt, lernt sein ganzes Leben lang hinzu. Das Wissen geht nicht verloren, wenn man, das was man einmal gelernt hat, immer wieder mal vom Unterbewusstsein an die Oberfläche holt.

Ein Beispiel: Mein Vater hat 7 Sprachen gesprochen,
. Davon war er in 4 perfekt in Wort und Schrift. Allerdings brauchte er sein Russisch nicht, bis zu dem Zeitpunkt, als er freiwillig ins mit 82 Jahren in Alten - Pflegeheim ging. Dort waren viele russisch sprechende Pfleger/innen beschäftig. Nach rund 45 Jahren hat er sich mit denen in ihrer Landesprache unterhalten.

Einmal hat er sich beklagt, es sei ihm langweilig, da habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass es Schachnachmittage gibt.( Er hatte lange nicht mehr Schach gespielt. ) Daarauf sagte er zu mir: " Selbst der Schachübungsleiter hat gegen mich keine Chance, deshalb ist es mir zu langweilig dort hinzugehen.

Dies nur ein Beweis dafür, dass man nicht alles vergisst.
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23.03.2011 03:19 Uhr von KamalaKurt
 
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@Schwerträger von mir hast du deshalb minus bekommen, weil du in all deinen Kommentaren in dieser Diskussion keinerlei Respekt und Achtung vor den "Alten" hast. Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt, wenn du aus meinem Kommentar zur Annahme kommst, dass ich alle alten Leute als geistig, den Jüngeren gegenüber, überlegen einstufe.

Ganz bestimmt nicht.

Zu deiner unten angeführten Aussage:

Mal unabhängig davon, dass die allermeisten Menschen zu Zeiten ihres Abiturs/Studiums/schulabschlusses das meiste Wissen ihres Lebens haben, dass fortan nur noch abnimmt und durch viel weniger spezielles, aber für die jeweilige Lebenssituation unmittelbar praktischeres Wissen ersetzt wird und somit ein alter mensch tendenziell weniger weiss als ein junger, übersiehst Du, dass die Grund-, Haupt-, Real- oder Gymnasialschüler von früher (so um 1930/1940) genauso unter Deine Aussage fallen, wie die heutigen, weil sie auch nicht schlauer und besser waren.


Ich weiß nicht wie alt du bist, aber nach meiner Meinung, die ich mir aus dem obigen Absatz über dich gebildet habe, hast du noch keinen Beruf, dem du nachgehst. Denn sonst würdest du solch einen Unfug nicht schreiben. Ein normaler Mensch, egal welchen Beruf er ausübt, lernt sein ganzes Leben lang hinzu. Das Wissen geht nicht verloren, wenn man, das was man einmal gelernt hat, immer wieder mal vom Unterbewusstsein an die Oberfläche holt.

Ein Beispiel: Mein Vater hat 7 Sprachen gesprochen, Davon war er in 4 perfekt in Wort und Schrift. Allerdings brauchte er sein Russisch nicht, bis zu dem Zeitpunkt, als er freiwillig mit 82 Jahren ins Alten - Pflegeheim ging. Dort waren viele russisch sprechende Pfleger/innen beschäftig. Nach rund 45 Jahren hat er sich mit denen in ihrer Landesprache unterhalten.

Einmal hat er sich beklagt, es sei ihm langweilig, da habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass es Schachnachmittage gibt.( Er hatte lange nicht mehr Schach gespielt. ) Daarauf sagte er zu mir: " Selbst der Schachübungsleiter hat gegen mich keine Chance, deshalb ist es mir zu langweilig dort hinzugehen.
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23.03.2011 14:06 Uhr von Schwertträger
 
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@KamalaKurt: > ...von mir hast du deshalb minus bekommen, weil du in all deinen Kommentaren in dieser Diskussion keinerlei Respekt und Achtung vor den "Alten" hast. I<

Stimmt. Nach über 43 Lebensjahren habe ich nicht mehr AUTOMATISCH Respekt, nur weil jemand alt ist. Alt wird man von alleine. Das ist kein Verdienst und verdient darum auch keinen automatischen Respekt.


Respekt habe ich dann, wenn mein Gegenüber Respekt verdient. Vor Deinem Vater hätte ich auch Respekt, weil er begabt, intelligent und beharrlich zu sein scheint. (Da gleich mal interessehalber die Frage, wieviel Respekt Dein Vater vor´m Schachübungsleiter hat, der ja auch nicht mehr ganz jung sein dürfte).

Aber so wie Dein Vater sind nun mal die allerwenigsten Menschen.
Du selber hast vor vielen Schreibern hier auf SN auch keinerlei Respekt, weil Du sie für blöd, dumm, unmoralisch, verdorben oder sonstwas hälst. Und nun möchtest Du mir erzählen, Du hättest Respekt und Achtung, wenn DIESELBEN Leute um die 90 Jahre alt werden und Du ihnen gegenüber stündest??
Das glaube ich Dir nicht, denn die Leute, die Du jetzt nich respektierst, sind dann noch genauso blöd, dumm, unmoralisch, verdorben oder sonstwas, wie heute auch. Vielleicht mit einer minimalen Verbesserung, meist aber mit einer Steigerung ihrer bisherigen Attribute.


>Ich weiß nicht wie alt du bist, aber nach meiner Meinung, die ich mir aus dem obigen Absatz über dich gebildet habe, hast du noch keinen Beruf, dem du nachgehst. <

Da bist Du zu einem falschen Schluss gekommen.
Ich habe als technischer Ingenieur gearbeitet und bin derzeit nach Pleite des Arbeitgebers selbständig.


Nun zum Wissensteil:
>Denn sonst würdest du solch einen Unfug nicht schreiben. Ein normaler Mensch, egal welchen Beruf er ausübt, lernt sein ganzes Leben lang hinzu. Das Wissen geht nicht verloren, wenn man, das was man einmal gelernt hat, immer wieder mal vom Unterbewusstsein an die Oberfläche holt.<

Gut, da hätte ich mich genauer ausdrücken müssen. Es fehlte das Wort "gleichzeitig" und ich hätte meine Definition von Wissen spezifizieren sollen.
Hast Du mal die schriftlichen Aufzeichnungen aus Deiner Schulzeit angeschaut? Und hast Du Dich dabei gefragt, wie, zum Geier, Du das damals alles geschrieben hast, obwohl Du von den Themen heute fast nichts mehr weisst?
Gerade WEIL ich einen Beruf ausgeübt und viele neue Dinge gelernt habe, ist mir bewusst geworden, dass mein gleichzeitig verfügbare Wissen nie so groß war, wie zum Ende der Schulzeit bzw. des Studiums. Und das geht anderen Leuten, mit denen ich darüber daraufhin gesprochen habe, ganz genauso.
Das liegt zum einen daran, dass man später nicht mehr so stark im Lernmodus ist und eh (medizinisch nachgewiesen) altersbedingt schlechter lernt und zum anderen daran, dass man nicht mehr breitbandig (wie in der Schule), sondern gebrauchsbezogen lernt. (Letzeres hatte ich aber, glaube ich, bereits geschrieben).

Um später im Leben Schulwissen zu reaktivieren, muss man für gewöhnlich eine Menge nacharbeiten. Sicher kommt dann etliches schnell wieder, aber es ist eben nicht auf Abruf verfügbar (und das ist meiner Meinung nach eine unabdingbare Voraussetzung für Wissen). Das heisst also, dass man im Berufsleben eine Menge berufsbezogener Dinge abrufbereit hat, dafür aber vieles anderes Wissen dem vorläufigen Vergessen anheim fällt. Und wenn man später etwas davon wieder reaktiviert, fallen dafür berufliche Dinge weg, die man länger nicht mehr benötigt hat.
Ich habe oft genug mit älteren Ingenieuren zusammengearbeitet, wo dieser Effekt sichtbar wurde.

Leute, die wirklich alles mögliche Wissen über Erdkunde, Chemie, Physik, Germanistik, Mathematik, Sozialkunde Sporttheorie etc. parat haben, plus die Dinge, die sie später im Beruf gelernt haben, sind die Ausnahme, nicht die Regel.



Die Fähigkeit Schach zu spielen, also mehrere Züge vorauszudenken, ist übrigens eine Intelligenzleistung, keine des Wissens. Das heisst, mal hat gesprochen: Dein Vater könnte all sein Wissen bis auf die Regularien von Schach vergessen und er würde den Schachübungsleiter immer noch schlagen, wenn er geistig fit wäre.


Und was sein Russisch angeht: Das war eine der Sprachen, die er als Junge gelernt hat, richtig? ;-)

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]

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