19.03.11 13:24 Uhr
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Zweikomponentiges Bose-Einstein-Kondensat kann als "Ursuppen"-Modell dienen

Bose-Einstein-Kondensate sind Zustände der Materie, bei denen die einzelnen Teilchen eines Quantengases ihre Identität verlieren. Diese Form der Materie konnte man bisher nur mit reinen Gasen, die also nur ein Element enthalten, herstellen. Forscher haben dies nun auch mit zwei Elementen geschafft.

Sie verwendeten dazu Lithium-6 sowie Kalium-40 und kühlten das Gemisch auf Millionstel Kelvin ab, sodass die Kondensation einsetzt. Normalerweise wechselwirken die verschiedenen Komponenten dann nicht miteinander, doch durch Magnetfelder konnten die Forscher eine starke Interaktion hervorrufen.

Das Kondensat hat ähnliche Eigenschaften wie ein Quark-Gluon-Plasma, welches man etwa mit Teilchenbeschleunigern herstellen kann und auch kurz nach dem Urknall existiert haben soll. Das Bose-Einstein-Kondensat könnte als Modellsystem dienen, welches sich unter Laborbedingungen ähnlich verhält.


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WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Modell, Physik, Urknall, Kondensat
Quelle: science.orf.at

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19.03.2011 13:24 Uhr von Getschi2.0
 
+3 | -1
 
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Das eigentliche Ziel der Forscher ist es übrigens ein Bose-Einstein-Kondensat aus Molekülen herzustellen. Das hat man zwar nicht geschafft, aber man ist dem Ziel näher gekommen.

Der Vorteil für die Urknall-Forschung dürfte wohl im Aufwand liegen. Ein Beschleuniger wie der LHC ist ja nicht als Öko-Stromspar-Apparat bekannt.
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19.03.2011 15:22 Uhr von MC_Kay
 
+2 | -3
 
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Was ist daran bitte die News? Das ist doch keine News wert!

Diese Sachen wurden schon vor vielen Jahren in Dokumentationen und Wissenschaftssendungen erklärt und anhand von Grafiken dargestellt, wie das funktionieren könnte.
Obendrein ist das auch schon seit Jahren an Universitäten schon fast "Standardstoff". Ich hatte das Thema in den Physikvorlesungen im Elektrotechnikstudiengang. Und das liegt nun auch schon fast 3 Jahre zurück.
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19.03.2011 15:26 Uhr von cav3man
 
+4 | -2
 
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Gute news: Wie immer super News Getschi

"Ein Beschleuniger wie der LHC ist ja nicht als Öko-Stromspar-Apparat bekannt."
Für Interessierte:
Der LHC verbraucht im Betrieb etwa 170 Megawatt und im Ruhezustand ca. 35 Megawatt.
Der Jahresverbrauch liegt bei bis zu 700-800 Gigawattstunden.

@MC_Kay
"Diese Sachen wurden schon vor vielen Jahren in Dokumentationen und Wissenschaftssendungen erklärt und anhand von Grafiken dargestellt, wie das funktionieren könnte."

Könnte... und nun funktioniert es. Das ist die News ;)

Wenn in 10 Jahren vielleicht die News kommt das die Fusionskraft endlich läuft ist das auch eine News obwohl die Technologie bereits seit Jahrzenten erforscht wird.

[ nachträglich editiert von cav3man ]
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19.03.2011 15:35 Uhr von Getschi2.0
 
+2 | -2
 
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MC_Kay: Du hast vor drei Jahren gelernt, dass sich mit Lithium-6 sowie Kalium-40 ein Bose-Einstein-Kondensat bilden lässt, dass wechselwirkt und als Modell für die Ursuppe dient? Respekt! Cooles Studium ;-)

@cav3man:
Danke ;-)

[ nachträglich editiert von Getschi2.0 ]
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19.03.2011 15:46 Uhr von MC_Kay
 
+1 | -0
 
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Wer sowas schreibt Wer sich nur etwas mit der Physik auseinadersetzt, dem sollte sowas NICHT unterlaufen!

"und kühlten das Gemisch auf Millionstel Grad Kelvin ab,"

Wer den Fehler findet, hat in Physik aufgepasst. ;-)

@Getschi2.0
"Du hast vor drei Jahren gelernt, dass sich mit Lithium-6 sowie Kalium-40 ein Bose-Einstein-Kondensat bilden lässt, dass wechselwirkt und als Modell für die Ursuppe dient? Respekt! Cooles Studium ;-)"

Ja, wurde u.a. auch behandelt!
Ich weiß nicht, was und wo du was gelernt/studiert hast, aber man lernt an Unis nicht nur wie man kopiert und Doktortitel erkauft. Man lernt dort auch mal was.

@cav3man
"Könnte... und nun funktioniert es. Das ist die News ;)"

Tja, nur das da von "Modell" die Rede ist und nicht, dass man wirklich die echte Ursuppe entdeckt und praktisch bewiesen hat. ;-)
Wenn es nun wirklich praktisch (!) bewiesen wurde, dann ist die Überschrift falsch!
"Zweikomponentiges Bose-Einstein-Kondensat kann als "Ursuppen"-Modell dienen"
Denn das wurde schon vor vielen Jahren postuliert.
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19.03.2011 16:01 Uhr von Getschi2.0
 
+0 | -1
 
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MC_Kay: "Wer den Fehler findet, hat in Physik aufgepasst"
Danke. Habs gemeldet.

"Ja, wurde u.a. auch behandelt!"
Lustig. Die Forscher hatten eigentlich anderes im Sinn. Hätten sie sich bei dir reinsetzen sollen ;-)

"Tja, nur das da von "Modell" die Rede ist und nicht, dass man wirklich die echte Ursuppe entdeckt und praktisch bewiesen hat. ;-)"
Ja, Man hat ein neues Modellsystem.

"Denn das wurde schon vor vielen Jahren postuliert. "
;-)
Sogar falls es so wäre stimmt die Überschrift, da sie keine Zeitangabe enthält.
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19.03.2011 17:10 Uhr von Nullachtfuffzehn
 
+1 | -0
 
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@ Bad666: "Und Bose macht doch Boxen oder?"

Wäre der Name nun statt "Bose" beispielsweise "Schulze", würdest du dann auch behaupten, das könne alles nicht sein, bloß weil der Schulze, den DU kennst ein übergewichtiger Gemischtwarenhändler ist?^^
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20.03.2011 00:28 Uhr von Leeson
 
+1 | -1
 
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In der Tat: wurde das schon 2004 unteranderem mit Lithium und Kalium Isotopen bewiesen bzw. erzeugt aber hier sind es andere Isotope die ein anders gyromagnetisches Verhältnis haben.

Lithium 7 und Kalium 41, hier wurde aber L6 und K40 verwendet.

Selbst 2009 wurde diese Kondensat nur mit einem Element erzeugt, Calcium.
Hier lese ich aber "Zweikomponentiges"!

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