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Ende der AKW? - Geheimer Sicherheitskatalog der Regierung im Netz aufgetaucht

Ein für Atomkraftwerke eventueller und geheimer Sicherheitskatalog des Bundesumweltministeriums wurde jetzt vom ARD-Magazin "Kontraste" im Internet veröffentlicht. Nach den Anforderungen in diesem Katalog müssten nach Ansicht von Sicherheitsexperten alle Reaktoren in Deutschland stillgelegt werden.

Allerdings ist es nach Ansicht des ehemaligen Leiters der Bundesatomaufsicht, Wolfgang Renneberg, durchaus möglich, dass die Anforderungen durch Gremien, die darüber noch mit zu entscheiden haben, wieder entschärft werden.

Er sagte: "Meines Erachtens ist es ganz wichtig, diese Punkte im Parlament, in Hearings, mit der Öffentlichkeit, mit der Fachöffentlichkeit zu diskutieren." Abgesehen von den Anforderungen in diesem Prüf-Katalogs, die keines der AKW erfüllt, wäre eine Nachrüstung auf diesen Stand wohl viel zu teuer.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Regierung, Ende, Netz, AKW, Nachrüstung
Quelle: winfuture.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.03.2011 10:31 Uhr von ollolo
 
+19 | -5
 
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Joh, der ist so geheim, daß er schon im Internet aufgetaucht ist ! !
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19.03.2011 10:46 Uhr von farm666
 
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Leute: Wir leben in einem land das von verbrecher und lügner regiert wird. Leider ist das wahlvieh selber schuld den unliebsame aber richtige entscheidungen werden sofort mit einer abwahl bestraft.
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19.03.2011 11:40 Uhr von maretz
 
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das tolle: ist doch: Egal wie das ausgeht - wir zahlen:

a) Die Betreiber rüsten die Kraftwerke auf. Diese Kosten werden dann erstmal von den Stromanbietern an die Kunden weitergereicht - und gleichzeitig noch beim Staat gefragt ob man nicht noch Zuschüsse bekommt weil es ja alles so teuer ist. -> Fazit: Der Betreiber kassiert erstmal 2x....

b) Die Betreiber legen die Kraftwerke still. Nun kann man aber nicht einfach ne Abrissbirne nehmen und den Laden platt machen - bei dem Zeug dauert der Abbau einige Jahre und jeder Kram muss entsorgt werden. Der Betreiber wird dafür die Stromkosten anheben - und gleichzeitig dem Staat noch Zuschüsse abringen weil die ja praktisch den Abriss fordern und es unwirtschaftlich machen.

c) Die Papiere werden Entschärft. Das Kraftwerk bekommt ne neue Eingangstür und ggf. wird die Sicherheitsschalttafel auch nochmal neu angestrichen. Der Betreiber erhöht die Kosten für Strom (weil er ja Umbaumaßnahmen finanzieren musste). Ggf. bekommt der sogar Zuschüsse dafür. Und da das ganze aber nicht sicherer wird fliegt einem der Laden irgendwann doch um die Ohren (aber der Betreiber ist zu dieser Zeit schon weit weg...).

Also - eigentlich egal was die entscheiden. Zahlen dürfen wir alle eh dafür. Das die Betreiber über Jahre hinweg riesen Gewinne eingefahren haben usw. das lassen wir mal so aussen vor -> man kann denen das ja nicht zumuten sowas dann auch noch zu bezahlen...
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19.03.2011 12:29 Uhr von Perisecor
 
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Selbst schuld hätte man in den 90er Jahren und Anfang des neuen Jahrtausends neue AKW gebaut, müsste man jetzt keine 40 Jahre alten Meiler nachrüsten.
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19.03.2011 13:26 Uhr von Perisecor
 
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@ hoenipoenoekel: "haben Abertausende von Generationen deinen Müll am Hals, den sie für teuer Geld bewachen müssen?"

Warum muss man den für teures Geld bewachen? Bergwerk mit einem Eingang und dann ein paar Sicherheitskräfte hin. Das ist nicht "teuer".

Und abertausende Generationen auch nur dann, wenn der technologische Stand für immer und ewig dem des Jahres 2011 entspräche. Das ist aber unwahrscheinlich.

"Ich hoffe mal du gehst nicht wählen, tu der Menschheit einen gefallen und lass es!!"

Zwing doch deine Meinung, gerade dann, wenn sie so scheiße argumentiert wurde, nicht allen anderen auf.
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19.03.2011 13:29 Uhr von Kampfguppy
 
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Eigentlich eh egal ob bei uns welche sind, denn an den Grenzen zu Deutschland (Tschechei usw) sind AKW´s die wirklich Schrott sind!
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19.03.2011 16:09 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Auf jeden Fall hat Mappus gelogen wenn er vorher sagte die Kernkraft sei sicher - und jetzt die Partei die Überprüfung fordert. Zumal das lächerlich ist, da eine Überprüfung dauerhaft stattfindet und eine Sonderprüfung innerhalb 3 Monaten niemals machbar wäre.
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19.03.2011 18:26 Uhr von shadow#
 
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Was ist daran neu? Keins der bestehenden deutschen Kraftwerke würde nach aktuellen Richtlinien eine neue Zulassung bekommen.
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20.03.2011 01:31 Uhr von RycoDePsyco
 
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ATomstrom: Wegen Atomstrom in Deutschland:

http://www.swr.de/...

mfg
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20.03.2011 08:41 Uhr von Perisecor
 
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@ Separis: Kaum jemand, der nicht muss, möchte z.B. mit irgendwelchem Pack aus Somalia oder auch Duisburg-Marxloh auf einer Stufe stehen.

Menschen sind individuell und dieses "alle sind gleich"-Gelaber stimmt einfach nicht. Menschen sind nicht gleich und die, die besser als andere sind, wollen das auch honoriert haben.
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20.03.2011 12:12 Uhr von ollolo
 
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@ Separis Friede, Freude, Eierkuchen...... Vergiss es! Kriege hat es immer gegeben und die wird es auch weiterhin immer geben! Neid und Missgunst ebenfalls, also hör auf mit deinem "Alle- sind-gleich" Geblubber
"Erst wenn wir so frei sind, alles miteinander zu teilen, wird es eine saubere und unerschöpfliche Energiequelle für alle geben." - Kommen dann die kleinen grünen Männchen, die uns ja jetzt schon von der Schattenseite des Mondes beobachten und stellen uns dann einen blau-schimmernden, nur 10 cm hohen Kristall irgendwo hin, der unser Energieproblem für alle Zeiten löst, oder wie meinst Du das?
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20.03.2011 12:28 Uhr von maretz
 
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@Perisecor: Zum Glück haben die in den 90ern keine AKWs mehr gebaut. Denn zwei Dinge vergisst du da:
Zum einen: Wenn ich heute den Fernseher einschalte, den Rechner nutze usw. und dieses über Atomstrom versorgt wird dann nutze ich eine Energie die HEUTE keine Probleme macht. Aber dafür werden noch meine Ur-Ur-Ur-Enkel sich mit dem erzeugten Müll beschäftigen müssen. Dieses siehst du - im kleinen! - schon an der Einlagerung des Mülls in Asse / Salzbergwerk. Damals eine tolle Lösung - und heute muss man das da unter gewaltigen Problemen wieder rausholen weil man feststellt: Ups, da läuft ja ggf. sonst Wasser rein und die Fässer mit Atommüll könnten dann Undicht werden. Daraus ergibt sich die Frage: Bist DU bereit deinen Kindern und den folgenden Generationen diese Last zu übergeben? Was passiert denn wenn jemand das Zwischenlager vergisst oder da spontan was einbricht - dann haben die schönstes verseuchtes Grundwasser...

Die andere Sache: Jetzt rüstest du die AKWs nach. 20 Meter dicke Betonmauern die selbst das dickste Flugzeug aushalten. 50 Notstromsysteme der besten Klasse - und auch richtig gut verteilt so das auch diese Sicher sind. Das ganze AKW erdbebensicher bis Stufe 200 - wenn es also nicht die Erde auseinanderreisst dann steht das ding. Also wirklich an alles gedacht. Bis auf daran das es nen kleinen Erdrutsch gibt und mal eben von nem Reaktor eine Seite um 5 Meter absackt. Und schon zerlegt sich das Ding wieder.... Das Problem ist doch auch da ganz einfach: EIN Fehler reicht um ggf. hast du ein paar zig Tausend Tote. Dabei ist es egal ob der Vogel ganz neu ist - oder 20 Jahre alt. Eine noch so abwägige Situation an die keiner gedacht hat - und du hast gewaltige Probleme.

Von daher sehe ich eigentlich nur eine Lösung: Die Kisten ganz normal auslaufen lassen und die Zeit nutzen um die Alternativen vernünftig auszubauen u. zu testen. NOCH haben wir die Zeit - besser als wenn wir noch länger warten und irgendwann wieder unter Hektik da was zusammenflicken müssen... Denn noch haben wir auch die Zeit vernünftig die Alternativen auszuwählen - denn auch Öl und/oder Gas sind ja keine endgültige Lösung. Denn auch diese Resourcen sind begrenzt....
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20.03.2011 12:46 Uhr von Perisecor
 
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@ maretz: "Aber dafür werden noch meine Ur-Ur-Ur-Enkel sich mit dem erzeugten Müll beschäftigen müssen."

Nach heutigem Stand der Technik. Allerdings entwickelt sich das immer weiter, so kann man heute schon Plutonium und Uran viel länger und weiter nutzen, als dies z.B. in den 1970ern der Fall war.

Ihr Atom-Gegner verhaltet euch so, als ob die Menschheit für alle Zeit auf dem aktuellen technologischen Stand verweilen würde.

Ja, das Endlager-Problem ist heute ungelöst. Vielleicht auch in 50 Jahren. Aber es wird eine Lösung geben - gefunden, weil man heute eben nicht gesagt hat, man verzichte auf jeglichen Fortschritt.

"Was passiert denn wenn jemand das Zwischenlager vergisst oder da spontan was einbricht - dann haben die schönstes verseuchtes Grundwasser..."

Deshalb sollte man solche Lager nicht auf dich besiedeltem Gebiet wie z.B. in Deutschland errichten. Es gibt Orte auf der Welt, in denen diese Probleme nicht bestehen.

"Bis auf daran das es nen kleinen Erdrutsch gibt und mal eben von nem Reaktor eine Seite um 5 Meter absackt. "

Reaktoren sind so konstruiert, das sowas eben nicht passiert. Man kann sich gegen alle Eventualitäten schützen. Hunderte Reaktoren laufen seit Jahrzehnten problemlos und nur weil es Mal ein Problem gibt, ticken alle aus. Das Problem in Japan ist ja auch nicht, dass die Reaktoren unsicher waren o.ä. - das Problem ist, dass die Notstromaggregate im Keller standen, das Japan ein Erdbegengebiet ist und auch dort die Reaktoren in den 60er Jahren geplant wurden.
Wäre das Kraftwerk ein aktuelles Modell, also z.B. ein EPR gewesen, hätte es diese Probleme nicht gegeben.
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20.03.2011 13:02 Uhr von maretz
 
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@Perisecor: Ob du Plutonium / Uran länger nutzen kannst oder nicht spielt keine Rolle.Ok, du kannst es jetzt länger nutzen - dann hast du halt 5 Jahre später das Problem das du Müll hast bei dem du keine Entsorgung hast. Dann hast du 5 Jahre später (oder auch 10 - geschenkt!) Müll der gewaltige Probleme bereitet. Und der bei einem Unfall auch mal schnell ganze Städte plätten kann - wenn nämlich Teile davon in die Grundwasserversorgung einer Stadt geraten kannst du da nicht mal eben das Wasser umleiten... Achso - und wenn es richtig knallt dann hast du noch ganz andere Probleme...

Die Laufzeit spielt da keine Rolle - die Probleme verschieben sich ggf. einige Jahre, aber die verschwinden nicht!

Und nein - wir werden sicher nicht auf diesen Stand bleiben. DAS will keiner. Nur müssen wir dafür Techniken haben die bei einem Störfall gleich alles im Radius von 50-100 KM wegballern?

Zu den Endlager-Problemen: Sag mir mal wie ne Lösung aussehen kann die _SICHER_ ist. Auf der Erde wirst du keine Stelle finden die dafür geeignet wäre -> denn du hast immer das Problem das Naturkatastrophen dieses Endlager gefährden würden. Und du hast immer das Problem das eine Verseuchung des Wassers dazu führt das du die Strahlung u. die Radioaktiven Partikel verteilst (durch Regen usw...). Eine Lösung wäre also z.B. im Weltraum - richtung Sonne. Ich denke mal das die dort vorhandene Hitze schonmal dafür ausreichen würde auch die Brennelemente komplett zu verbrennen. Allerdings hast du DA das Problem das der Transport schwer ist -> wenn der Vogel der es hochbringt abschmiert hast du wieder den Kram in besiedelten Gebieten. Also - sag mal ne Lösung an die sicher sein könnte...

Noch besser: Die Reaktoren nicht in dicht besiedelten Gebieten aufstellen. Gut - und wo? Du kannst Strom nicht (ohne gewaltige Verluste) beliebig weit transportieren. Und die einzigen Gebiete die dafür in Frage kommen würden wären in den ärmeren Nationen. Klasse, oder? Polen, Ukraine, ... - alles Nationen die einen sehr hohen Sicherheitsstandard garantieren können. Und auch da wirst du schwer Plätze finden die auf 50 KM / 100 KM _NICHTS_ haben. Und auch dort hast du das Problem das ggf. Regen usw. die Partikel noch viel weiter transportieren kann... Aber ok, solche Nationen kann man ruhig dafür über die Klinge springen lassen damit WIR hier die Probleme nicht haben...

"Reaktoren sind so konstruiert das sowas nicht passiert"? Ok, und die Natur auch? Ich glaube in Japan waren die Reaktoren auch so konstruiert das die nicht nem Erdbeben und ner Flutwelle gleichzeitig widerstehen müssen - weil sowas nicht passiert... Ups... dumm gelaufen... Und warum soll nen Erdrutsch denn garantiert _NICHT_ passieren? Weil da nen AKW steht?

Und es ist eben das Problem das du dich nicht an alle eventuallitäten halten kannst. Nur das eben EIN Fehler da gleich gewaltige Folgen hat... Und DA ändert auch ein Neubau nix dran...
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20.03.2011 13:47 Uhr von Perisecor
 
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@ maretz: "Ob du Plutonium / Uran länger nutzen kannst oder nicht spielt keine Rolle"

Es geht nicht um länger nutzen, sondern darum, dass die Materialien immer weiter zerlegt werden - das reduziert den anfallenden Müll und verringert die Zeit, die man das Zeug dann noch lagern muss.

"Nur müssen wir dafür Techniken haben die bei einem Störfall gleich alles im Radius von 50-100 KM wegballern?"

Das ist nicht der Fall. Lediglich bei einem Super-GAU gibt es Probleme und den kann man zu quasi 100% verhindern - bei modernen Kraftwerken noch besser als bei alten, die man hat nachrüsten müssen.

"Sag mir mal wie ne Lösung aussehen kann die _SICHER_ ist."

Unter der Erde in New Mexico z.B. oder im Permafrostboden.

"Die Reaktoren nicht in dicht besiedelten Gebieten aufstellen."

Man kann Reaktoren auch mitten in der Innenstadt bauen. Gerade Reaktoren der neusten Generation besitzen so ein großes Containment und so viele Sicherheitsbarrieren, dass es da kein Problem gibt.

"Ich glaube in Japan waren die Reaktoren auch so konstruiert das die nicht nem Erdbeben und ner Flutwelle gleichzeitig widerstehen müssen - weil sowas nicht passiert"

Da bist du halt, mal wieder, falsch informiert. Die Reaktoren waren bis zu einem Erdbeben 8,0 und einem Tsunami mit 7m Höhe gesichert. Das 10x stärkere Erdbeben (9,0) haben sie überstanden, nur war der Tsunami höher.
Die betroffenen Kraftwerke sind allerdings in den 60er Jahren geplant und gebaut worden - heute geht man die Sachen anders an. Tsunamis und Erdbeben dieser Stärke kommen aber z.B. in Deutschland nicht vor.

"Und warum soll nen Erdrutsch denn garantiert _NICHT_ passieren? Weil da nen AKW steht? "

Warum sollte denn da ein Erdrutsch vorkommen? Und was wären die konkreten Auswirkungen? Nehmen wir doch mal als Beispiel einfach Neckarwestheim.

"Und es ist eben das Problem das du dich nicht an alle eventuallitäten halten kannst. Nur das eben EIN Fehler da gleich gewaltige Folgen hat... Und DA ändert auch ein Neubau nix dran... "

Das Problem ist eher, dass du offensichtlich schlecht informiert bist und Unzulänglichkeiten, die auf 50 Jahre alte japanische Kraftwerke zutreffen mögen, auf viel modernere Kraftwerke, die in Deutschland stehen würden, übertragen möchtest.
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20.03.2011 14:41 Uhr von maretz
 
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@Perisecor (1): Nun - meinst du nicht das man damals dasselbe gesagt hat - Erdbeben mehr als 8 oder mehr als ne Flutwelle mit 7 Meter kommt nicht vor?

Und man hat damals bei "9/11" auch nicht geglaubt das jemand nen Flugzeug in nen Hochhaus steuert. Dummerweise haben sich die Terroristen nicht an den Plan gehalten. Jetzt nehmen wir nur mal zum Spass an das einer dieser Terroristen einen vollgetankten A-380 nimmt und den in ein Kraftwerk lenkt. Meinst du das die das auch aushalten? Möchtest du dich da drauf verlassen? Und ok - der hält das aus. Was ist in 20 Jahren?Oder einer dieser Terroristen bekommt mal Zugang zu millitärischen Gerät - da gibts ja lustige Anti-Bunker-Waffen. Auch solche Szenarien sind (leider) möglich. Dagegen kannst du so ein AKW nicht schützen. Und gleichzeitig wäre es doch eigentlich ein interessantes Angriffsziel - denn mit EINEM richtigen Treffer erzeugst du eben genau diesen Super-GAU... Und wenn ein Flieger nicht ausreicht - dann nimmst halt 2 oder 3 -> Selbstmord-Attentäter hast du idR. genug... Und denen ist es auch egal ob die ggf. ne Stunde länger in der Luft sind oder nich - die bringen sich eh um...

Nehmen wir auch mal das kleine Erdbeben. Jetzt hast du irgendwie einen Erdrutsch verursacht (unterirdische Höhle die eingestürzt ist o.ä.). Und plötzlich sackt genau deine Reaktor-Kammer auf einer Seite um 2-3 Meter ab. Sofern es die Statik überhaupt überlebt - was ist mit Kabeln? Denn auch Kabel sind ja nicht aus Gummi - und könnten dadurch abreissen...

Wie gesagt - ob nun Modern oder Alt: Du kannst einfach keine 100%-Sicherheit garantieren (oder warum glaubst du steht eben kein Kraftwerk mitten in Berlin?). Denn die Planung machen Menschen - die machen Fehler. Den Aufbau machen Menschen - die machen Fehler (und da die Prüfung Geld kostet - meinst du nicht das die Konzerne da gern mal eben etwas sparen?). Und betrieben wird das ganze von Menschen - die auch wieder Fehler machen. Nur zur Errinnerung: Tschernobyl ist durch KEINE Naturkatastrophe ausgelöst worden - sondern durch einen menschlichen Fehler!

Ich habe grade gehört das z.B. die SPD die Abschaltung bis 2017 möchte. Wenn du jetzt mal überlegst: Es wurden in Japan grade mehrere 100 Mrd. USD verbrannt. Die Reperatur kostet nochmal ein vielfaches davon - und teile des Landes sind für die nächsten Generationen nicht mehr nutzbar. Was meinst du - wenn du heute die Resourcen die da grade stehen (d.h. alle möglichen Nationen die helfen, Geld ohne Ende was da reingepumpt wird,...) für 5 Jahre bündelst und dafür nutzt eben Alternativen zu finden -> meinst du wir hätten im Jahr 2017 noch atomare Energie nötig? Dann spart sich das Problem mit der ganzen Sicherheitsüberlegung - lass doch nen Terroristen in nen Windkraftpark reinsemmeln. Ausser das man den auslacht und da eben nen paar neue Mühlen aufstellt passiert da nichts. Lass den in ein Kohle- oder Wasserkraftwerk reinsemmeln -> HF & GL. Ok, hier schafft der ggf. nen paar 100 Mitarbeiter - sicher schlimm aber die hätte er auch im Flugzeug als Passagiere. Wenn du dann die langzeit-Probleme anguckst - ok, Öl / Gas haben auch Emmissionen. Aber Wasser/Wind/Solar? Da is es im Endeffekt egal wieviel du nutzt - es ist beides reichlich vorhanden (und wenn die Dinge ausgehen dann hat sich das Thema Leben eh erledigt....).

Von daher: Wir HABEN Alternativen. Und wenn man jetzt anfängt diese zu nutzen dann hat ds ganze in Japan auch was positives... Und nur nebenbei: Man hat mal gesagt: Sowas wie in Tschernobyl passiert nur alle paar 100 Jahre (oder waren es 1000?). 25 Jahre später stellt man fest - ups, wir haben uns wohl geirrt. Und dieselben Leute sagen mir heute: Aber nen modernes Kraftwerk ist sicher? Mit welcher Grundlage? Vor 40 Jahren hätte keiner erwartet das jeder @home schon nen PC mit der Rechenleistung eines damaligen Großrechners hat - heute hat dein Mobil-Telefon diese Leistung! Vor 3-4 Jahren ist man immernoch davon ausgegangen das Steuerungsrechner (SPS) sicher sind weil die eh keiner Angreifft - letztes Jahr wurde das Gegenteil bewiesen. Was passiert wenn du in 3 Jahren feststellst das dieselben Leute die heute im Kraftwerk eben die Stromversorgung aufbauen mit eben diesen SPS-Modulen gearbeitet haben? Schon bringt deine ganze Sicherheit nichts - wenn der Techniker mit dem Programmier-Laptop nen Virus ins System bringt... Passiert nicht? Nun, ich weiss das von der Polizei schon Akten in Tauschbörsen gelandet sind - weil (in mind. 1 Fall!) ein Polizeischüler nen Tauschbörsen-Programm auf nen Amtsrechner installiert hat!
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20.03.2011 14:41 Uhr von maretz
 
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Und auch nochmal zum drüber nachdenken: Ein großer Autohersteller hat mal eine Anweisung zum deaktivieren des Beifahrer-Airbags rausgegeben (hier spricht man auch von Sicherheits-Systemen die nie ausfallen!). Wenn du den Airbag abschalten wolltest hat nen Werkstattmitarbeiter nen Steuerchip einfach überschrieben. Soweit - so gut. Der Airbag war damit praktisch ausser Kraft gesetzt... Bis eine Frau mal rausgefunden hat das es noch nen Backup-Chip gab den man nur vergessen hatte -> Backup hat die "Störung" am Beifahrersitz erkannt und die Funktion übernommen. Kleiner Menschlicher Fehler - hat nur dem Kind auf dem Beifahrersitz das Leben gekostet... Auch DA sprach man von Systemen die nie nen Fehler machen...

Und auch die Ingenieure machen fehler. So hat man z.B. beim Amerikanischen Kampfjet die Steuerung für den Auto-Piloten aus einer Rakete übernommen. Denn die fliegt auch ohne Piloten in ihr Ziel rein. Leider haben die Ingenieure vergessen das es den Sonderfall Äquator-Überflug gibt -> die Rakete hat das Vorzeichen für die Steuerung gewechselt, sich auf den Kopf gedreht und ist weitergeflogen. Der Testpilot im Kampfjet fand das weniger komisch als sein Flieger sich auf den Kopf gedreht hat. Er konnte allerdings den Autopiloten abschalten und manuell weiterfliegen

Du siehst - alles Systeme die nie einen Fehler machen... Geplant, getestet usw... - alles von Ingenieuren die wissen was die tun.... Und rate mal - nen Kraftwerk wird von Ingenieuren geplant die wissen was die tun... Nur hier wirkt sich ein Fehler deutlich gravierender aus!
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20.03.2011 15:42 Uhr von Perisecor
 
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@ maretz: "Nun - meinst du nicht das man damals dasselbe gesagt hat - Erdbeben mehr als 8 oder mehr als ne Flutwelle mit 7 Meter kommt nicht vor?"

In den 60ern hat man auch geglaubt, dass Computer immer so groß wie ganze Räume bleiben würden, dass man mit Atomkraft Flugzeuge antreiben könne oder das die Sowjetunion für alle Zeiten der fiesböse Feind wäre.

"Jetzt nehmen wir nur mal zum Spass an das einer dieser Terroristen einen vollgetankten A-380 nimmt und den in ein Kraftwerk lenkt. Meinst du das die das auch aushalten?"

Deswegen darf nicht mehr jeder Hinz und Kunz in´s Cockpit. Geschützt werden sollen AKW durch Rauchgeneratoren u.ä.

Viel mehr Angst hätte ich allerdings vor einem Einschlag bei BASF, Höchst etc.

"da gibts ja lustige Anti-Bunker-Waffen"

Die aus der Luft oder von Schiffen abgefeuert werden. Die so oft ins Spiel gebrachten AT-Waffen des WP scheitern schon daran, dass ein AKW aus mehreren dicken Betonschichten besteht, nicht aus einer dicken Stahl-/Verbundschicht.

"Jetzt hast du irgendwie einen Erdrutsch verursacht (unterirdische Höhle die eingestürzt ist o.ä.)."

Deshalb darf man z.B. in Deutschland AKW nicht überall dort hin bauen, wo man gerade lustig ist. Bestes Beispiel ist das AKW Mülheim-Kärlich. Die Bauabweichung hat gerade mal 70m betragen und das hatte nichts mit irgendwelchen ominösen Höhlen zu tun. Btw ist das AKW auch das beste Beispiel dafür, dass die "Atomlobby" in Deutschland eben nicht alle Rechte hat.

"oder warum glaubst du steht eben kein Kraftwerk mitten in Berlin?"

Weil man dort nicht genügend Kühlwasser hat und die Bevölkerung das nicht wünscht. Der gleiche Grund, warum man den Flughafen BBI z.B. nicht mitten in Berlin baut.

"Nur zur Errinnerung: Tschernobyl ist durch KEINE Naturkatastrophe ausgelöst worden - sondern durch einen menschlichen Fehler! "

Nur zur Erinnerung, Tschernobyl mit dem genutzten RBMK kann man nicht mit westlichen Reaktoren vergleichen - Dampfblasenkoffeizient und Grapihtmoderation.

"Den Aufbau machen Menschen - die machen Fehler"

Fehler sind vermeidbar.

"(und da die Prüfung Geld kostet - meinst du nicht das die Konzerne da gern mal eben etwas sparen?)"

Man kann nicht ´mal eben etwas sparen´.

"Es wurden in Japan grade mehrere 100 Mrd. USD verbrannt. Die Reperatur kostet nochmal ein vielfaches davon - und teile des Landes sind für die nächsten Generationen nicht mehr nutzbar."

Die Kosten entstanden durch das Erdbeben und den Tsunami. Wie unglaublich lange so Gegenden verstrahlt sind, sieht man ja z.B. an Hiroshima und Nagasaki. Oder Tschernobyl und Pripyat, die theoretisch wieder bewohnbar sind.

"Aber Wasser/Wind/Solar?"

Wasserkraft ist für ein Land wie die Schweiz echt toll. In Deutschland aber bereits erschöpfend ausgebaut. Windkraftanlagen stören die Mikroökonomie, erzeugen Geräusche, verbrauchen relativ viel Platz und sind nicht besonders effizient. Außerdem sind Teile des Antriebes schwer zu recyceln.

Bei Solar sieht es ähnlich aus. Der Wirkungsgrad ist lächerlich und riesige Solarparks erzeugen nicht mal so viel Leistung wie ein einzelnes AKW.

Dazu kommt, dass beide Technologien nicht als Grundlastversorger dienen, da es eben nicht immer windig ist und die Sonne zumindest in Deutschland nicht 24/7 scheint.

"25 Jahre später stellt man fest - ups, wir haben uns wohl geirrt."

Fukushima ist bisher nicht mit dem Unglück in Tschernobyl vergleichbar. Siehe Unterschiede GAU und Super-GAU.

"Vor 3-4 Jahren ist man immernoch davon ausgegangen das Steuerungsrechner (SPS) sicher sind weil die eh keiner Angreifft"

Nö, man ging schon immer von so einem Angriff aus. Aber eine unreale Bedrohung wird immer auf die leichte Schulter genommen.

"Was passiert wenn du in 3 Jahren feststellst das dieselben Leute die heute im Kraftwerk eben die Stromversorgung aufbauen mit eben diesen SPS-Modulen gearbeitet haben?"

Und dann?

"wenn der Techniker mit dem Programmier-Laptop nen Virus ins System bringt"

Man sieht, du warst noch nie in einem westlichen AKW.

"Und rate mal - nen Kraftwerk wird von Ingenieuren geplant die wissen was die tun"

Man kann die Fälle nicht miteinander vergleichen. Der Airbag-Fall ist mir nicht bekannt (Quelle?), aber das mit dem Flugzeug ist einem Konkurrenten von uns passiert - bei einer kampfwertgesteigerten Testmaschine. Hätte man das Flugzeug komplett neu entwickelt/gebaut, wie ich es für die Kraftwerke vorschlage, hätte es dieses Problem nicht gegeben. Das ist übrigens auch schon vor Jahrzehnen geschehen...

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