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Intensivstation: Pflegepersonal reagiert viel zu spät auf medizinischen Alarm

Bis zu 40 Minuten kann es dauern, bis ein Pfleger auf den Alarm eines medizinischen Gerätes auf einer Intensivstation reagiert. Das Problem ist eine riskante Desensibilisierung beim Krankenhauspersonal. Zum Einen wird dies verursacht durch die große Zahl von Gerätefalschmeldungen und die Bandbreite akkustischer Signale.

Zum Anderen kann ein Alarm durch einen generell erhöhten Lärmpegel, etwa durch den Standort eines Krankenhauses an einer Hauptverkehrsstraße, übertönt werden. Das medizinische Personal ist in solchen Situationen starken Belastungen ausgesetzt.

Dies sind die aktuellen Ergebnisse einer Untersuchung des VDE unter anderem zum Stand der Patientensicherheit in deutschen Krankenhäusern. Der Verband fordert die Verbesserung der Patientensicherheit beim Einsatz von medizinischen Geräten, zum Beispiel durch die Standardisierung akkustischer Signale.


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WebReporter: asich
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Alarm, Personal, Pflege, Reaktion, Intensivstation
Quelle: www.arbeitssicherheit.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.03.2011 11:21 Uhr von Teralon02
 
+14 | -4
 
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Meine Erfahrung: Nach einer OP konnte ich Nachts/Abends nicht einschlafen. Bin zum Schwesternzimmer um nach einer Einschlafhilfe zu fragen. 10 Minuten stand ich da rum, die ganze Zeit hats gepiept und über eienr Zimmertür 10m weiter hats geblinkt.

Als die Schwester kam hat sie mir in aller Seelenruhe eine Tablette gegeben sich hingesetzt und das piepen schön ignoriert. Auf meinen Kommentar ob sie nichtmal nachschauen möchte, wurde sie schnippisch und meinte sie würde sich "gleich" darum kümmern...

Gut, es war nicht die Intensivstation, aber das geht doch einfach nicht... :-(
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18.03.2011 11:34 Uhr von BK
 
+1 | -3
 
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Man klicke nicht auf die Quelle um dieser Werbung fürs eigene Portal keine Chance zu geben...
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18.03.2011 11:35 Uhr von Bender-1729
 
+6 | -1
 
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@ Teralon02 - Stimme dir zu. Ich habe auch vor einiger Zeit ein ernsthaft erkranktes Familienmitglied regelmäßig im Krankenhaus besucht. Ob man dort auf den Knopf gedrückt hat oder nicht, hat in der Regel keinen interessiert. 10 Minuten Wartezeit waren das absolute Minimum und die Leute auf dem Zimmer waren wirklich ernsthaft krank! Ich bin oft genug selber auf den Flur gegangen und hab mir irgendeine Schwester "geangelt", damit sich mal was tut.

Mir ist schon klar, dass die Angestellten persönlich da nichts für können, aber es ist doch einfach unverantwortlich vom Betreiber eines Krankenhauses, nicht genug Personal zur Verfügung zu stellen. Bei einem echten Notfall bringt der sogenannte Notfallknopf jedenfalls absolut nichts. Da kann man nur hoffen, dass man noch in der Lage ist, laut genug um Hilfe zu schreien. :(
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18.03.2011 11:38 Uhr von Sherman_Hemsley
 
+13 | -0
 
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Schlechte Bezahlung, lange Arbeitszeiten und nervige Patienten, wenn wundert es da wie es um das Personal steht?

Ich lag selber letzten Monat 10 tage im KKH. Unterbesetzt und einfach überfordert waren die Schwestern bei mir auf der Station und die sind es eigentlich die den Laden in Schwung halten. Manche Ärzte sind ja nicht mal in der Lage richtig Blut abzunehmen. Aber die Schwestern waren immer höflich und haben ihr bestes getan. Wenn natürlich jeder Klingelt weil sein Kopfteil nicht im exakten Winkel steht, kann ich auch verstehen dass die Schwester beim 3x klingeln etwas länger braucht :)

Das hat man aber nun davon immer weiter zu sparen, sparen und noch mal mehr zu sparen.

Aber ich will mich nicht beschweren denn wir können in der BRD noch froh sein eine gesetzliche KK zu haben. Wenn ich an mach andere Länder denke, da läge ich auf einem Steinblock und komische Gestalten mit Federn im Haar tanzen um mich herum. Nein danke, da warte ich lieber 5 MInuten länger :)

[ nachträglich editiert von Sherman_Hemsley ]
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18.03.2011 12:34 Uhr von BertRahm
 
+4 | -1
 
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gründe: Ich arbeite selbst in einer Pflegeeinrichtung, und die Gründe für diese Problematik liegen klar auf der Hand:

1. Zu wenig Personal für die anstehende Arbeit und VOR ALLEM für die Verantwortung, die man als Pflegefachkraft übernimmt

2. Punkt 1 kombiniert mit der Tatsache, dass viele Patienten für jeden Scheiss (sorry ^^) klingeln (z.B.: Stell mir die Uhr richtig hin; die Vorhänge sind nicht ganz zugezogen - da ist noch ein Spalt; wie spät ist es; wer kommt in der nächsten Schicht - dies sind nur einige Beispiele von hunderten Möglichkeiten).

Wenn dann das 500. mal eine Behandlungspflege unterbrochen werden muss, weil ein Patient die Notklingel auf Dauerbetrieb hält, um sich nach der Auswahl beim Mittagessen zu erkundigen - dann ist es kein Wunder, dass Pfleger für sämtliche Pieptöne desensibilisiert sind. Allerdings sollte man als verantwortungsbewusste Person die Zimmernummern (die auf den Piepsern angezeigt werden) schon mit den dort liegenden Patienten verbinden und bei Klingeln die Notwendigkeit eines raschen Hineilens abschätzen können...
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18.03.2011 13:01 Uhr von Teralon02
 
+1 | -1
 
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@BertRahm: Sicher bezweifelt keiner das es nervige Patienten gibt. Auch ist es verständlich das man mit der Zeit "abstumpft" oder, oder oder...

ABER auch wenn man davon ausgeht das der "Oppa" aus "304" nur Aufmerksamkeit will, muss man nunmal dennoch sofort nachschauen. Es gehört nuneinmal zum Job dazu.

Das diese Arbeit für die Verantwortung viel zu schlecht bezahlt wird und die Stationen in aller Regel unterbesetzt bzw. die Mitarbeiter überarbeitet sind, bezweifel ich gar nicht. DAGEGEN müsste etwas unternommen werden.
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18.03.2011 13:22 Uhr von Bender-1729
 
+2 | -2
 
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@ BertRahm: Wie ich in meinem ersten Kommentar schon geschrieben habe, ist es durchaus verständlich, dass es bei mangelnder Personalkapazität sehr stressig für das anwesende Personal werden kann und die Hauptschuld für die Problematik bei den Betreibern liegt, ABER sowas weiß ich in der Regel, BEVOR ich diesen Beruf ergreife. Von daher kann ich deine Reaktion jetzt nicht zu 100% nachvollziehen.

Kleines Beispiel: Ich kann auch keine Ausbildung zum Klempner machen und mich dann beschweren, dass ich unter Umständen in den Fäkalien anderer Leute rumwühlen muss.
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18.03.2011 13:44 Uhr von akr6
 
+5 | -0
 
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Kinder-Intensiv: Hi,
durch meine beiden Kinder hab ich schon mehrfach mitbekommen, dass es bei der Kinderintensiv anders ist. Der Alarm geht los, und zack ist jemand da. Also, bitte bitte nicht alle über einen Kamm scheren, das bezwecken oft solche Artikel.
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18.03.2011 14:01 Uhr von BertRahm
 
+2 | -0
 
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@blender und teralon: Bitte noch einmal meinen Kommentar aufmerksam durchlesen, das beantwortet eigentlich alles.

Und beschwert habe ich mich noch nie über das, was der Beruf als Selbstverständlichkeit mit sich bringt. Aber über das, was die Leitungsebene als selbstverständlich verkaufen will (Personaleinsparungen, obwohl genug Geld da ist etc.).
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18.03.2011 14:40 Uhr von Mag-Lite
 
+4 | -0
 
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@BertRahm: Was also fehlt ist ein zweiter Knopf.

Knopf a: NOTFALL
Knopf b: Ich bräuchte Hilfe, hat aber Zeit
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18.03.2011 20:10 Uhr von Revolutio
 
+1 | -0
 
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Stimmt: Aber bei Notfallalarm wird gerennt...
Hab mal ein Praktikum auf der Intensivstation gemacht.., beim ernsthafen Alarm wird evtl. erstmal auf einem entfernten Monitor geguggt was los ist, weil ca. 99% der Alarme fehlerhaft sind, aber bei den Notfallalarm wird gerannt!

Dann kommt es scho vor das 8 Leute aufeinmal beim Patienten stehen auch wenn es nur Fehlalarm ist... aber es wird gerannt

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