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Atomausstieg: Bis 2020 möglich, aber teuer

Laut Experten wäre ein fast vollständiger Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahre 2020 möglich, allerdings nur mit hohen Kosten und drastischen Veränderungen im Landschaftsbild. Michael Sterner vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) zieht dieses Fazit.

Seiner Einschätzung nach könnte Atomstrom bis 2020 ersetzt werden, ohne dass dazu eine Energierevolution nötig ist. Erneuerbare Energien müssten einfach im bisherigen Tempo ausgebaut werden. Auch alte Kohlekraftwerke müssen dafür nicht am Netz bleiben. Die Kosten schätzt er auf 230 Milliarden Euro.

Die aktuell knapp 20GW Atomstrom müssen durch Wind-, Sonnen- und Gaskraftwerke um ein vielfaches aufgefangen werden, da Atomkraftwerke kontinuierlich Strom erzeugen. Dazu müssten Solarzellen und Windräder in weitaus größerem Maße aufgestellt werden. Energieerzeugung würde unsere Landschaften prägen.


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WebReporter: Jolly.Roger
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Strom, Energie, Umwelt, Atomausstieg, Solarenergie, Windenergie
Quelle: wirtschaft.t-online.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.03.2011 16:51 Uhr von Jolly.Roger
 
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Teuer sind auch die Atommeiler, Unterhalt, Neubau und natürlich Entsorgung der Brennstäbe.

Ob wir diese landschaftlichen Veränderungen wirklich wollen und welche Folgen diese haben, ist unklar. Vor allem die drohende Monokultur von Energiepflanzen birgt Gefahren.

Und solange unsere Nachbarn munter weiter Atommeiler betreiben oder neue bauen, haben wir im Notfall wenig davon.
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18.03.2011 00:05 Uhr von Jolly.Roger
 
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Kohle macht wenig Sinn, wenn dann Gas.

Selbst wenn es kein Erdgas gäbe (zur Zeit findet man ja fast überall noch Vorkommen -> Israel, Zypern, Nordsee) kann man dort auch andere Sorten verbrennen, z.B. Gas aus Biomasse, "Sonnengas" usw.

In der Quelle ist das ziemlich gut beschrieben, geht aber über drei Seiten....

Gaskraftwerke kann man auch, im Gegensatz zu Kohle- und Kernkraftwerken sehr schnell hoch- und runterfahren, also die Zeiten gut überbrücken, in denen Sonne oder Wind wenig Energie liefern.

Für eine ausreichende Nutzung von Solarkraft müsste halb Deutschland unter Solarpanels gelegt werden. Das kann hoffentlich nicht das Ziel der Grünen sein...

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