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Kampf gegen Anglizismen - Peter Ramsauer erhält Auszeichnung

Im letzten Jahr hat sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gegen Anglizismen ausgesprochen.

Nun konnte er erste Erfolge erzielen. So will die Bahn alle "Service Points" mit "Information" neu beschildern. Ebenso wurde das "Travel Managment" zur "Reisestelle" und die "Highway Hero"-Reifen von Goodyear in "Held der Straße" umbenannt.

Des weiteren konnte sich Ramsauer über eine Auszeichnung freuen. Er wurde zum "Sprachwahrer des Jahres" gewählt. Diese wurde vom Chefredakteur der "Deutschen Sprachwelt", Thomas Paulwitz, überreicht.


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WebReporter: wenzi
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kampf, Auszeichnung, Sprache, Peter Ramsauer, Anglizismen
Quelle: www.ovb-online.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.03.2011 19:38 Uhr von Jolly.Roger
 
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Cool: Er ist also "native speaker of the year"...


Ähm, kleiner Fehler in der News:
"Highway Hero" bzw. "Held der Straße" ist kein Reifen *grins*
sondern eine Auszeichnung für Menschen, die sich im Straßenverkehr besonders ausgezeichnet haben.
http://www.held-der-strasse.de

Reifen.... *lach*


Is halt immer so ne Sache, mit den Anglizismen. Gerade bei der Bahn z.B. machen die schon Sinn, ist eben internationaler, so für die Reisenden und so.... Aber "Service Point" oder "Information", das versteht nun jeder.

Ob die "Reisestelle" nun soviel besser ist...

Hätte er sich mal lieber z.B. gegen das Unwort "Handy" einsetzen sollen, aber jetzt ist es eh zu spät...
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16.03.2011 22:22 Uhr von jackular
 
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16.03.2011 22:45 Uhr von jackular
 
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well: möchte denn niemand mehr in diesem ´´diskussionsforum´ eine ´mitteilung´ ´veröffentlichen´´ oder ist schon alles gesagt...? pardon "forum" entstammt dem lateinischen darf ich das jetzt auch nicht Herr Ramsauer!? Sonst noch was? gehts noch...???

[ nachträglich editiert von jackular ]
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16.03.2011 23:29 Uhr von CoffeMaker
 
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@jackular übertreib dein "ich geiler Englischsprecher" -Rumgetrolle nicht.

Es ist jedem bekannt das es viele Begriffe aus anderen Sprachen gibt die sich im Laufe der Jahrhunderte in die deutsche Sprache geschlichen haben, wahrscheinlich durch Zuzüge aus den jeweiligen Regionen.

Hier gehts ganz einfach um die gewaltsame Verunstaltung der deutschen Sprache indem man ganz einfach Begriffe in die Sprache mischt weil es sich edel anhört und ist am Ende doch nur ein rumprollen nach dem Motto "guck mal was ich für Wörter kenne".

Die deutsche Sprache gehört zu unserem Kulturgut und jeder der irgendwie Wert auf sein Volk legt legt auch Wert diese Sprache zu beherrschen (ausser natürlich denen die den ganzen Tag damit beschäftigt sind auf sich selbst zu pissen).

Die Sprache Englisch als Zweitsprache beherrschen ist ok aber größtenteils nicht notwendig und wird es auch für die Zukunft nicht sein da die von den meisten Menschen gesprochene Sprache in Deutschland welche Sprache ist? Falls du jetzt Deutsch sagen wolltest hast du recht, falls du das nicht sagen wolltest solltest du die Finger vom Dope (Verzeihung Drogen) lassen und aufhören "Die Welt" zu lesen.

Und keine Ahnung wie du dich erdreisten kannst mit Hilfe von abfälligen Bemerkungen andere dazu zubringen doch auf ihre Muttersprache zu verzichten und eine Sprache zu lernen die sie hier nicht brauchen.
Und um deine Wissenslücken zu schliessen, Englisch und Französisch waren 3t und4t Sprache auf den Schulen in der DDR. Aber sowas weiß man natürlich nicht wenn einem nur Propaganda um die Ohren fliegt wie faul und dumm doch die Höhlenmenschen im Osten waren.

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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17.03.2011 02:25 Uhr von speak999
 
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@(e)Jackular: Du bist schon so Englisch-Versessen, dass du in deinen Sätzen massive Schreibfehler hast, da du die deutsche Sprache verlernt hast. Senjoren schreibt man mit "i".
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17.03.2011 11:39 Uhr von Seravan
 
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die Sprache: entwickelt sich immer weiter.
Geprägt wurde unsere bisherige Sprache durch sehr viele Einflüsse. Vergleicht die "deutsche" Sprache die im Mittelalter gesprochen wurde. Diese versteht heute kaum einer. Ich verstehe nur nicht warum sich ausgerechnet alle die Anglizismen ins Fadenkreuz genommen wird.

Ich kann nur nicht verstehen, weswegen so ein trouble (hehe)
gemacht wird.

Alle Wirtschaftsmanager und Marketingexperten sagen:
"Wer sich nicht weiterentwickelt stirbt"

Oh Entschuldigung (schon wieder "Marketing")

Jeder der weiter das "reine deutsch" sprechen möchte, sollte dies tun. Aber sollte nicht über die richten, die aufgeschlossen über die Weiterentwicklung sind.

Zitat aus Wikipedia zum Thema Ursprung und Weiterentwicklung:
http://de.wikipedia.org/...

Die Geschichte der deutschen Sprache geht bis ins frühe Mittelalter zurück, die Epoche, in der sie sich von anderen germanischen Sprachen trennte. Wenn man aber ihre Urgeschichte berücksichtigt, ist die deutsche Sprachgeschichte viel älter und kann unter Einbeziehung ihrer germanischen und indogermanischen Wurzeln dargestellt werden. Deutsch, als eine der Sprachen der germanischen Sprachgruppe, gehört zur indogermanischen Sprachfamilie und hat ihren Ursprung in der hypothetischen indogermanischen Ursprache. Es wird angenommen, dass sich aus dieser indogermanischen Sprache im ersten Jahrtausend v. Chr. die germanische Ursprache herausbildete; als Zäsur gilt hier die Erste Lautverschiebung, die im späteren ersten Jahrtausend vor Christus stattfand. Die Prozesse, die zur Entstehung der heute gesprochenen deutschen Sprache geführt haben, dürften dagegen erst ab dem 6. Jahrhundert n. Chr. mit der Zweiten Lautverschiebung begonnen haben.

Die frühe Stufe in der Entwicklung des Deutschen, die von zirka 600 bis um 1050 dauerte, wird als Althochdeutsch bezeichnet. Ihr folgte die Stufe der mittelhochdeutschen Sprache, die in deutschen Gebieten bis zirka 1350 gesprochen wurde. Ab 1350 spricht man von der Epoche des Frühneuhochdeutschen und seit ungefähr 1650 des Neuhochdeutschen – der modernen Entwicklungsphase der deutschen Sprache, die bis heute andauert. Die angegebenen Daten sind nur angenähert, genaue Datierungen sind nicht möglich. Wie bei allen anderen Sprachen sind die Entwicklungsprozesse im Deutschen nur in einem langen Zeitraum zu beobachten und erfolgen nicht abrupt; außerdem unterscheiden sich diese Entwicklungsprozesse hinsichtlich ihres Umfangs und Tempos in verschiedenen Gebieten deutschsprachiger Länder.
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17.03.2011 15:15 Uhr von CoffeMaker
 
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"
Ich kann nur nicht verstehen, weswegen so ein trouble"

Kannst du nicht verstehen? Dann liegt dir nicht viel daran dein Kulturgut zu erhalten.
Warum jetzt massiv von mehrern Seiten dagegen angekämpft wird ist weil die deutsche Sprache innerhalb von nur 20 Jahren zu einem Kauderwelch verkommen ist und das nur weil die Sprecher entweder die Sprache nicht beherrschen und die Fehler als cool (edel) dargestellt werden (das sogenannte Kanackdeutsch) oder aber die Sprecher wollen cool rüber kommen wenn sie englische Begriffe reinbröckeln die normalerweise auch auf Deutsch gesagt werden könnten oder aus Werbegründen (weil es gut und kompetent klingt)

Nichts dagegen wenn Wörter aus dem englischen Sprachraum geschöpft werden weil sie dort entstanden, dies bedeutet eine Bereicherung der Sprache( was vor allem die Informationstechnik betrifft), wenn ich aber allerdings anfange alte deutsche Begriffe ins englische zu übersetzen erzeuge ich Kauderwelch. Will man den Kindern dann in der Schule sagen "naja du kannst easy schreiben oder leicht, ist dir überlassen" und das mit jedem Wort? Da könnte man auch gleich die Sprache abschaffen.

Ich sperre mich nicht für die englische Sprache, allerdings sollte entweder Deutsch oder Englisch in ganzen Sätzen (oder Gesprächen) gesprochen werden und nicht 2 Wörter Englisch,2 Wörter Deutsch dann wieder 2 Wörter Englisch.

Die deutsche Sprache ist schwer und wer sie perfekt beherrscht der kann sich auch was darauf einbilden.
Alles andere ist einfach nur Grütze.
Lernt alle beide Sprachen und sprecht beide perfekt. Bei den Engländern würden sich garantiert auch die Nackenhaare sträuben wenn auf ihrer Insel die Sprache in ein englisch-deutsches Kauderwelch ausartet und Sprachspastiker sind nicht wirklich cool (wenn ich mal den Modebegriff verwenden darf)
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17.03.2011 15:32 Uhr von Seravan
 
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deshalb mein Kernzitat: Jeder der weiter das "reine deutsch" sprechen möchte, sollte dies tun. Aber sollte nicht über die richten, die aufgeschlossen über die Weiterentwicklung sind.

Nichts für ungut, aber es ist meine ureigenste Meinung.

Ich mag selber die Kultur und auch die deutsche Sprache nur sollte es jedem selber überlassen sein was er macht.

Angesprochen waren Anglizismen und nicht das was du ansprachst "sog. Kanack-Deutsch", was meineserachtens auch keine eigenständige Sprache darstellt, sondern nur den Ausdruck der Herkunfts/Bildungsgrades.

Mir persönlich kommt auch die Galle hoch, wenn dieses K-Deutsch höre, weil ich immer im Hinterkopf haben muss, das meine Rente irgendwann von solchen Plebs erwitschaftet werden muss.

Kanack-deutsch ist keine sprachliche Weiterentwicklung sondern der Rückschritt.
Ein lustiges und zugleich trauriges Beispiel wird in dem Film idiocracy geboten.
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17.03.2011 15:42 Uhr von CoffeMaker
 
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Kanackdeutsch ist in dem Sinne auch eine Weiterentwicklung ;)
Für mich hört sich Denglisch und Knackdeutsch gleichermaßen schaurig an.

Die deutsche Sprache so wie sie ist ,ist perfekt, das was du als Weiterentwicklung ansprichst wird zu einer Umwandlung ins Englische führen. Ich kann dir da nicht zustimmen, aber muss ich ja auch nicht, solange die deutsche Sprache immer noch in Hochdeutsch gelehrt wird besteht die Chance das irgendwann eine Generation heranwächst die sich ihrer Wurzeln entsinnt und beim alten Deutsch bleibt :)

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17.03.2011 15:52 Uhr von Seravan
 
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da hast du auch vollkommen Recht: deine Argumentation ist super und lückenlos. Nur frage ich mich, warum es dann immer wieder zu Rechtschreibreformen kommen muss. Da die deutsche Sprache ja perfekt ist, bedarf es doch eigentlich keiner Änderungen.

Ok, ich weiss auch das es nur Haarspaltereien sind. Mein Kind lernt das Hochdeutsch in der Schule. Unsere hessische Mundart wird selbstverständlich auch durch das soziale und ländliche Umfeld geprägt und gefördert, was ich ebenso sehr wichtig finde.

Auf der anderen Seite bin ich international Gewerbetreibender und somit auch vieler anderen Sprachen mächtig. Wenn man genauer suchen würde, findet man auch Wörter (seien es Fachbegriffe etc.) die es in der deutschen Sprache nicht gibt. Ich versuche mir nur die "hoffentlich" nützlichen Erweiterungen anzueignen.


kleines Mundartbeispiel aus unserer Region:
Fäägmeel
http://www.megaton.de/...
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18.03.2011 11:35 Uhr von CoffeMaker
 
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Perfekt heißt nicht das die Sprache einfach ist. Es gibt viele Wörter die auf Grund "sie werden so geschrieben" so geschrieben werden. Das ist sehr schwer vor allem für Leute die diese Sprache erst als Zweitsprache lernen müssen.

Die neue deutsche Rechtschreibung hat dies ganz einfach vereinfacht indem es nicht mehr "das wird so geschrieben weil es so geschrieben wird" lehrt sondern indem es eine Reglung schuf wann was und wie geschrieben wird weil es sich einfacher zu merken ist. Das betrifft zum Beispiel die Sache SS und ß. Wenn du dir die Regelung ansiehst wirst du feststellen das nun jeder damit klar kommen müsste auch wenn es manchmal komisch Formen annimmt ("dass" zum Beispiel)

Mundarten sehe ich nicht als schlimm an, ich komme aus dem Berliner Raum und mir rutscht auch öfters noch das "icke" raus. Aber solange man Mundart und das Hochdeutsch praktiziert und keins von beiden verkümmern lässt ist alles ok. Erst wenn man so schreibt wie man redet sollte man sich einen Kopf machen ;)

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26.03.2011 13:44 Uhr von Borgir
 
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Sehr gut: diese Amerikanisierung und Verenglischung geht mir derbe auf den Sack.

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