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Gewerkschaftsvorwürfe an Netto: Jobcenter zwingen Lohndumpingverträge anzunehmen

Verdi hat dem Lebensmitteldiscounter Netto sittenwidrige Löhne vorgeworfen. Verdi-Landeschefin Liselotte Hinz kritisierte darüber hinaus, dass Jobcenter Arbeitslose zum Annehmen solcher Stellen zwängen.

Angeblich bekämen Netto-Angestellte einen Stundenlohn von 5,50 Euro, plus Zulage von einem Euro, so dass damit alle Urlaubsansprüche abgegolten seien. Netto widerspricht dieser Darstellung.

Auch die Arbeitsagentur bestreitet die Vorwürfe, wonach ein Mann gezwungen wurde, einen 325 Euro-Job bei Netto anzunehmen, wofür er 50 Stunden in der Woche arbeiten musste.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Lohn, Jobcenter, Netto, Lohndumping
Quelle: de.news.yahoo.com

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.03.2011 15:03 Uhr von artefaktum
 
+40 | -2
 
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5,50 Euro die Stunde? Sollte das wirklich stimmen, sollte man auch entsprechend dem Stundenlohn arbeiten: Also entsprechend langsam und schlampig.

Würden sich alle daran halten, wäre das Problem mit solchen Löhnen schnell vom Tisch.
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16.03.2011 15:12 Uhr von real.stro
 
+8 | -14
 
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@artefaktum: Irrtum!!! Dann ist man seinen Job los.
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16.03.2011 15:19 Uhr von artefaktum
 
+27 | -3
 
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@real.stro: "Irrtum!!! Dann ist man seinen Job los."

Deshalb habe ich ja auch geschrieben, wenn sich alle(!) daran halten würden.
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16.03.2011 15:22 Uhr von newsgrobi
 
+6 | -20
 
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16.03.2011 15:23 Uhr von wordbux
 
+28 | -3
 
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Es wird immer welche geben die sagen, Hauptsache ich habe Arbeit.
Die sind es auch die die Löhne (mit)kaputtmachen.
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16.03.2011 15:24 Uhr von Jolly.Roger
 
+10 | -1
 
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kleiner Fehler: "Auch die Arbeitsagentur bestreitet die Vorwürfe, wonach ein Mann gezwungen wurde, einen 325 Euro-Job bei Netto anzunehmen, wofür er 50 Stunden in der Woche arbeiten musste."

50 Stunden im _Monat_
Damit man auf die 6,50 € Stundenlohn kommt...


"Irrtum!!! Dann ist man seinen Job los. "

...und kriegt wieder H4 ohne Sanktionen.

Auch die Arbeitgeber müssen lernen, dass Bezahlung und Leistung direkt proportional zueinander sind. Für gute Leistung erwarte ich eine bessere Bezahlung. Für einen niedrigen Lohn darf man auch keine besondere Leistung erwarten.
Sollen die Herrschaften mal schauen, wo sie immer wieder neue Leute für ihre mikrigen Jobs herkriegen.
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16.03.2011 15:25 Uhr von artefaktum
 
+6 | -0
 
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@newsgrobi: "Ich finde es nicht wirklich schlimm jemanden aufzufordern wenigstens eine Teilzeitstelle anzunehmen und 12,5 Stunden die WOCHE ist wirklich vertretbar."

Hier geht es um die Höhe des Stundenlohnes.
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16.03.2011 15:35 Uhr von newsgrobi
 
+2 | -2
 
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@artefaktum: Schon klar, aber als Harz4 Empfänger ändert sich an seinen Gesamtbezügen gar nichts :)
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16.03.2011 15:40 Uhr von JagdSieAlle
 
+13 | -1
 
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Job Centern: ist es völlig egal, es heist ja auch in den rechtswiedrigen Durchführungsverordnungen sowie Eingliederungsvereinbarungen das der Arbeitslose verpflichtet sei, jede Arbeit anzunehmen.
Es steht nichts vom Lohn drin. Das widerspricht zusammen gleich mehreren Gesetzen, dem GG, dem Persönlichkeitsrecht und dem Lohnabstandsgebot - aber wie gesagt, dem Job Center ist das egal.

[ nachträglich editiert von JagdSieAlle ]
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16.03.2011 16:01 Uhr von Teralon02
 
+6 | -2
 
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Selbst bei 6,50: die Stunde verdient man bei 40 Stunde woche x 4 Wochen nur 1040,- Brutto. ÜBERLEBEN kann man damit, mehr aber auch nicht...

Ich zahle meinen Mitarbeiterinnen (Telefonakquise) 1.050,- Netto + Provision. Ich war auch mal Angestellter und weiss wie wenig man mit 1.050,- anfangen kann.

[ nachträglich editiert von Teralon02 ]
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16.03.2011 17:10 Uhr von ohne_alles
 
+5 | -1
 
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Es gibt auch 1-Euro-Jobber, die in Altenheimen Schicht- und Wochenenddienst mit großem Arbeitsaufkommen schieben müssen, auch wenn sie selbst gesundheitlich eingeschränkt sind. (aus eigenem Bekanntenkreis ist mir dies bekannt)

Wie artefaktum schon sagte, sollte dann der Grundsatz gelten:

Arbeitslohn = Arbeitstempo

Man muss nicht jedes Elend mitmachen.
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16.03.2011 18:07 Uhr von freakfx
 
+2 | -2
 
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@teralon2: Wie willst du den jeder Mitarbeiterin 1050€ Netto auszahlen. Das Nettogehalt variiert je nach Steuerklasse. Solltest du eigentlich als Arbeitgeber wissen.
Dann müsstest du also jeder Arbeitnehmerin einen unterschiedlichen Bruttolohn zahlen. Dann dürfte sich aber im Laufe der Zeit die persönlichen Bedingungen der Damen nicht andern.
Oder wiemachst du das??
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16.03.2011 19:06 Uhr von sehdichanders
 
+0 | -4
 
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@ ohne_alles: 1 euro pro stunde + ca. 360 euro lebensunterhalt + ca. 370 euro miete sind insgesamt mehr als ein pflegehelfer in einer 30 h stelle im pflegeheim verdient. und diese arbeiten auch am wochenende und schicht.

also bitte hört auf immer so zu tun als ob 1 euro jobber nur dieses geld bekommen.
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16.03.2011 19:47 Uhr von real.stro
 
+0 | -0
 
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An alle: Nenn´t mir eine Plattform die alle auf diese Art Ausgebeuteten mobilisieren kann!

Also......Job weg!!!!

@artefaktum: Wenn Katzen Pferde wären, könnten wir Bäume hochreiten.
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16.03.2011 19:59 Uhr von Marco Werner
 
+4 | -1
 
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@sehdichanders: Und wessen Schuld ist das, wenn der Pflegehelfer auch nicht mehr Geld verdient ? Die des 1€-Jobbers oder die des Pflegehelfers ? Oder vielleicht doch die seines Chefs,der sich auf Kosten des Pflegehelfers finanziell gesundstößt ?
Wenn ich dein Posting richtig verstehe, findest du es also in Ordnung,wenn irgendeine öffentliche Einrichtung mit Verweis auf von anderer Stelle gezahlte Sozialleistungen absichtlich nur 1€/h zahlt ? Nur: Was hat das eine mit dem anderen zu tun ? Um dieses ungerechte Prinzip mal zu verdeutlichen, stell dir mal folgende Situation vor: Dein reicher Erbonkel beschließt, dir als Vorschuß für´s Erbe jeden Monat 1000€ zu überweisen. Dein Chef,der mit dem Erbonkel nicht das Geringste zu tun hat, kriegt Wind davon und beschließt nun,dir monatlich 1000€ weniger Lohn zu zahlen,da du ja noch Einnahmen von deinem Erbonkel hat und nun auch ohne Lohnzahlung auf dein bisheriges Einkommen erreichst. Sprich: Dein Chef spart also auf deinem Rücken jeden Monat 1000€. Fändest du das gerecht ? Nein ? Mit welchem Recht wird aber genau das von 1€-Job-Maßnahmeträgern gemacht ? Kurz gesagt: Wer Arbeit erledigt haben will,muss auch bereit sein, sie unabhängig von sonstigen Bezügen zu bezahlen.

[ nachträglich editiert von Marco Werner ]
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16.03.2011 20:17 Uhr von sehdichanders
 
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marco werner: ich stimme dir voll und ganz zu. allerdings ging es mir nicht darum. ich finde es nur immer wieder traurig wenn leuten erzählt wird das arbeitslose für 1 euro arbeiten gehen müssen. das stimmt nämlich nicht! fakt ist das man auch die ganzen leistungen vom jobcenter mitrechnen muss und die 1 euro jobber dann teilweise noch mehr haben als z.b. ein pflegehelfer, friseur, oder florist.

[ nachträglich editiert von sehdichanders ]
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16.03.2011 22:50 Uhr von Marco Werner
 
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@sehdichanders: Es geht mir nicht darum,was die Person insgesamt verdient. Vielmehr geht es mir darum,daß sich öffentliche Einrichtungen an den Sozialkassen bereichern, indem sie einerseits viel Geld für eine normale Stelle sparen, andererseits die Arbeit aber trotzdem gemacht wird.Alles auf dem Rücken der Arbeitslosen.
Dabei ginge es meines Erachtens auch ganz anders, wobei zumindest der Betroffene und die Staatskasse etwas gewinnen würden. Pro Teilnehmer kassiert der Maßnahmeträger eines 1€-Jobs rund 500€. Rechnet man diese 500€ zu den durchschnittlich 700€ ALG2+KdU, könnte man von diesen insgesamt 1200€ mit Sicherheit einen -wenn auch bescheidenen- Lohn zahlen. Vorteil für den Staat: Er hätte einen Arbeitslosen weniger und kassiert wieder Sozialleistungen von ihm. Vorteil für den "Kunden": Er ist nicht mehr arbeitslos und verdient sein Geld wieder so,wie es eigentlich sein sollte. Nachteilig wäre die ganze Sache nur für die Maßnahmeträger,die die Kohle dann nicht mehr in die eigene Tasche stecken könnte,sondern wie eine normale Firma wirtschaften müsste.
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17.03.2011 03:44 Uhr von U.R.Wankers
 
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sowas ist sittenwidrig: und übelste Ausbeutung
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18.03.2011 13:18 Uhr von Teralon02
 
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@freakfx: beide alleinstehend ohne Kinder.
Beide bekommen gleiches Brutto und gleiche Provision.

Ich weiss schon wovon ich rede... ;-)

PS: Eine bekommt ein bissl mehr, weil sie aus der Kirche ausgetreten ist...
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03.05.2011 09:43 Uhr von Hassanelmut
 
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schlimm ist es: selbst die wohl von Coop+50 gut gemeinten Vermittlerversuche blieben bei Zeitarbeit stehen und wollten mich als Lohnsklaven auf den Markt bringen. Sitzen mit im Arbeitsamt von Altenburg und unterstehen Jena. Ich kenne Zeitarbeit aus 8 Jahren Montage und weiss wie schnell man da raus ist. Lohndumping ist Sittenwidrig und gehört an den Pranger. Dann nach einer Umschulung mit Praktium wollte mich der Betreiber des Praktikumsbetriebes auch ein stellen für 3,66€ ja hallo wie soll ich da vom Amt los kommen. Freiheit ist das in aller Höchster Form. Nun steht dann wieder die Frage der Zumutbarkeit völlig offen im Raum.

[ nachträglich editiert von Hassanelmut ]

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