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Japan/Fukushima: Einschätzungen eines Greenpeace-Atomexperten

Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital äußerte in einem Interview seine Einschätzung der Lage in der Nuklearkatastrophenregion Fukushima. Smital hält die Lage im japanischen Katastrophenreaktor für potenziell bedrohlicher als Tschernobyl.

Er begründet dies damit, dass es zu Kernschmelzungen und damit zu massiver Entweichung von Radioaktivität in gleich mehreren Reaktorblöcken kommen kann. In Tschernobyl war nur ein Block betroffen. Die provisorische Kühlung der Reaktoren mit Meerwasser muss wochenlang fortgesetzt werden.

Die Frage sei aber, ob die Druckgefäße so lange standhalten. Deutsche Reaktoren würden sich im Falle eines kompletten Stromausfalles ähnlich verhalten wie die Exemplare in Japan.


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WebReporter: Babelfisch
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Japan, Experte, Katastrophe, Fukushima, Greenpeace
Quelle: www.greenpeace-magazin.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.03.2011 13:46 Uhr von Babelfisch
 
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Man macht sich ja schnell der verantwortungslosen Panikmache schuldig. Aber die Äußerungen Smitals entbehren nicht einer gewissen Logik.
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16.03.2011 13:53 Uhr von mobock
 
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Später mal, sehr viel später:

http://www.crackajack.de/...

[ nachträglich editiert von mobock ]
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16.03.2011 15:09 Uhr von artefaktum
 
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@BastB: Da bin ich jetzt aber sehr beruhigt. ;-)

Aber mal im Ernst: Alle Experten sagen, keiner kann genau wissen, wie das wirklich ausgeht.
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16.03.2011 15:17 Uhr von Koppeldorn
 
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@BastB: hab ich auch gelesen. Angeblich gab es in Tschernobyl einen "Kamineffekt", der in Fukushima nicht gegeben sei. Die direkten Auswirkungen für die Welt könnten sich bei Fukushima in Grenzen halten, Japan und Umgebung wären dafür aber umso gravierender betroffen. Zu bedenken ist auch, dass die Besiedelung in Japan viel dichter ist als im Umfeld des Tschernobylreaktors.

Und was auch zu lesen stand: es gibt keine Erfahrungsberichte. Es gab bisher nur den einen Fall des Berstens einer Reaktorhülle und das war Tschernobyl.

Fukushima wird also anders verlaufen, aber es wird trotzdem verhehrend sein.

[ nachträglich editiert von Koppeldorn ]
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16.03.2011 15:27 Uhr von Nihilist76
 
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Ich glaube, dass man die Auswirkungen momentan ganz einfach nicht einschätzen kann. Mir scheint aber jetzt schon offensichtlich, dass die Japaner auf Jahrzehnte hinaus mehr oder minder stark verseuchte Meeresfrüchte konsumieren werden. Das wird sich also langsam schleichend auswirken und es wird sehr schwer werden das gesamten Ausmaß jemals zu erfassen, weil man nie wissen wird, ob ein auftretender Krebs oder eine behindertes Neugeborenes in der Radioaktivität begründet liegt oder ob der Defekt mehr oder weniger natürlich zustande kam.
Die Kontamination um das Kraftwerk wird das geringere Problem werden. Da kann man genau messen, wo man sich noch aufhalten kann und wo man wieder Agrarwirtschaft betreiben kann.
Das wird auf und im Pazifik schwieriger zu lösen sein. Man könnte jeden einzelnen Fang messen (ggf sogar die Inkorporation in bezug zu den einzelnen Arten erfassen) und die Jagdgründe kartographieren.
Aber schlußendlich wird Radioaktivität in die Nahrung gelangen.
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16.03.2011 15:44 Uhr von derNameIstProgramm
 
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Experte: hin, Experte her. Aber wer auf die Frage "Lassen sich die Ereignisse in Fukushima mit der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vergleichen?" nur mit "Ja, da gibt es mehrere Reaktoren also mehr Gefahr" antwortet, dem fehlt entweder Grundwissen in dem Bereich oder der möchte bei seiner Antwort wichtige Fakten verschweigen.

Fukushima verwendet eine andere Art Reaktor als Tschernobyl, weshalb die Situationen alleine schon nicht vergleichbar sind. Desweiteren sind die Sicherungsbehälter (von denen einer auch bei Fukushima beschädigt ist) bei Tschernobyl gar nicht vorhanden gewesen. Dort hat es damals den Wetter-Schutz (so wird die Decke genannt) bei der Explosion weggeschossen, und danach lag der Reaktor frei.

Ich habe nicht wirklich viel Ahnung von Kernkraftwerken, aber eine solche Antwort eines Experten macht mich wütend, auch wenn ich änliches bereits beim Lesen des Titels erwartet habe.
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16.03.2011 16:39 Uhr von anderschd
 
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Hoffentlich versteht dieser: Experte mehr, als der von der Brent-Spar damals.
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16.03.2011 17:34 Uhr von -canibal-