15.03.11 20:42 Uhr
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Biosprit E10: Gefahr einer Lebensmittelkrise

Die Welternährungsorganisation FAO befürchtet durch die Herstellung von Biosprit eine Verknappung der Grundnahrungsmittel. Der Chef der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation Jacques Diouf fordert die Industriestaaten auf, die Pläne zu Bio-Kraftstoffen zu prüfen und zu überdenken.

Aus Angst vor einer Lebensmittelverknappung und Vorsorge kaufen bereits einige nordafrikanische Staaten und Länder im Nahen Osten Getreide in großen Mengen. Südkorea und andere asiatische Länder wollen dem Beispiel folgen und Grundnahrungsmittelreserven bilden.

In Deutschland wollen der Bund und die Industrie die Autofahrer über den Biosprit E10 besser informieren und eine Vermarktung des neuen Treibstoffes durchsetzen.


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WebReporter: marc01
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gefahr, E10, Biosprit, FAO, Lebensmittelkrise, Welternährungsorganisation
Quelle: www.fr-online.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.03.2011 20:57 Uhr von shadow#
 
+8 | -2
 
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Unsinniger Titel: Das hat nichts mit unserem E10 zu tun sondern mit der Problematik des Biosprits generell. Das ist bei Biodiesel nichts anderes.
Wenn das Zeug wie in Spanien aus Algen hergestellt wird, gibt es auch keine Lebensmittelkrise.

Wie wäre es mal mit einer EU-Verordnung nach der das Zeug nur gekauft werden darf wenn a) keine Lebensmittel verdrängt werden und b) nichts gerodet wird.
Gleichzeitig wäre das noch eine Chance, einige hoch subventionierte landwirtschaftlichen Bereiche in der EU loszuwerden.

Und bitte nicht wieder das unsinnige "aber in Afrika" Argument...
Es ist höchst unwirtschaftlich und absolut kontraproduktiv, Lebensmittel für Afrika irgendwo ausserhalb von Afrika anzubauen.
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15.03.2011 21:38 Uhr von Nobody-66
 
+0 | -8
 
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es wird immer so getan, als würden wir jetzt schlagartig ethanol benötigen. wir haben die ganze zeit schon E5 getankt. also kann sich der bedarf an ethanol für kraftstoffe nur verdoppeln. macht er ja aber nicht, weil kaum einer E10 tankt.
auch ist der industrie der mehrbedarf nicht erst seit februar bekannt. und da die verkaufen wollen, werden die sich schon günstige bezugsquellen gesichert haben und die lager gut gefüllt haben. außerdem wird als erstes getreide verwendet, welches nicht für nahrungsmittel verwendbar ist. und da gibt es einiges...
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15.03.2011 21:44 Uhr von K.T.M.
 
+5 | -0
 
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@shadow#: "Es ist höchst unwirtschaftlich und absolut kontraproduktiv, Lebensmittel für Afrika irgendwo ausserhalb von Afrika anzubauen."

Und warum wird es dann geamcht?
Das es kontraproduktiv ist stimmt, schließlich kann sich so keine eigene Wirtschaft aufbauen. Aber unwirtschafltich ist so eine andere Sache. Zum Beispiel ist es u.a. in Burkina Faso so, dass europäisches Milchpulver billiger ist, als einheimisch produzierte Milch. Das ganze sieht genauso bei Getreide aus. Durch Subventionen der EU und USA lohnt es sich nicht in Afrika Getreide anzubauen, da es teurer ist, als der Import. In Afrika liegen teilweise riesige landwirtschaftlich nutzbare Fläche brach. Aber nicht weil die Afrikaner zu blöd oder zu faul sind, sondern weil sich ein Anbau wirtschaftlich nicht lohnt, da man nur traditionelle Anbaumethoden zur Verfügung und z.B. auch keine Hochleistungsmilchkühe hat. Steigt jetzt aber plötzlich der Weltmarktpreis (z.B. erhöhte Biosprit nachfrage), sieht man dort ganz alt aus. Eigene Wirtschaft kann man nicht mal eben von heute auf morgen aus dem Boden stampfen und die Importe kann man sich plötzlich nicht mehr leisten.
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15.03.2011 22:04 Uhr von Nobody-66
 
+2 | -4
 
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@k.t.m. wir haben in europa so einen überschuss an lebensmitteln ( auch an sachen wie getreide und co. ), das wir uns es leisten können, einen teil davon weg zu werfen. also einfach mal weniger rohstoffe verschwenden oder ebend die nicht benötigten sachen zu ethanol machen. aber da wird auch irgend einer wieder aufschreien.

auch haben wir noch genug flächen, die von der EU "gesperrt" sind, da sonst die preise in den keller fallen würden.

und was ist der große vorteil von ethanol? wir können es aus heimischen sachen herstellen. das geld bleibt also bei uns und verteilt sich auf viele bauern und co. und nicht nur auf eine handvoll von ölscheichs.
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15.03.2011 23:40 Uhr von shadow#
 
+2 | -1
 
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@K.T.M. Unwirtschaftlich deswegen, weil unsere Überproduktion dort die Preise ruiniert.
Aber das hast du ja schon beschrieben.
Es wäre besser für Afrika, einfach dort die Produktion mit Geldmitteln zu fördern, anstatt mit unserem Überfluss den Markt dort kaputt zu machen.
Aus dem Rest können wir dann Ethanol produzieren.
Auf der anderen Seite gibt es landwirtschaftliche Erzeugnisse, bei denen ein Import billiger wäre als der Anbau in der EU, und die heute hier einfach dementsprechend subventioniert werden.
Auch hier wäre es wirtschaftlich sinnvoller, auf diesen Flächen Ethanol zu produzieren.
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16.03.2011 06:20 Uhr von U.R.Wankers
 
+4 | -1
 
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in der dritten Welt ist es Alltag: das Biosprit hergestellt wird,
während daneben Menschen verhungern.
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16.03.2011 08:46 Uhr von E10-Gegner.de
 
+4 | -2
 
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E10? Nein danke!! WIR WEHREN UNS! --> http://www.e10-gegner.de
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16.03.2011 22:02 Uhr von Chris9988
 
+1 | -5
 
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als nächstes kommt dann noch "WIR BRAUCHEN MEHR ATOMKRAFTWERKE" für die menge kommender E-Fahrzeuge ....

oder warum haben Politiker eine Gehirnzelle mehr als ein Huhn ?

Damit sie nicht im Bundestagssaal überall hin Kacken (sorry f.den Ausdruck) !!!
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17.03.2011 15:08 Uhr von shadow#
 
+0 | -1
 
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Ihr drei über mir Hört auf das E10 zu saufen!

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