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Die Mehrheit der Deutschen ist für den Atomausstieg

Laut einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von "ARD-DeutschlandTrend extra" ist die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung nach der Katastrophe in Japan für die Rücknahme der Laufzeitverlängerungen.

80 Prozent befürworten die Wiederaufnahme des Atomausstiegs. 72 Prozent sind für die Abschaltung der alten Atomkraftwerke in der Bundesrepublik. 70 Prozent halten einen Unfall wie in Japan auch in Deutschland für möglich, 28 Prozent können sich dies nicht vorstellen.

53 Prozent befürworten die schnellstmögliche Stilllegung sämtlicher Atomkraftwerke in Deutschland, 43 Prozent sind dagegen.


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WebReporter: U.R.Wankers
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Umfrage, Mehrheit, Ausstieg, Atomausstieg, Atomenergie
Quelle: www.tagesschau.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.03.2011 10:21 Uhr von U.R.Wankers
 
+5 | -5
 
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Das Saubermann-Image der Atomindustrie bröckelt rapide ab. Auch zeigt sich immer klarer, das in Deutschland nicht sofort die Lichter ausgehen, wenn man sich von der Risikotechnik Atomkraft trennt. Dafür muss man allerdings aufhören, die Alternativen und den Zugang zu den Netzen zu blockieren.
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15.03.2011 10:35 Uhr von think_twice
 
+14 | -3
 
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wieder nur unüberlegter Aktionismis: langsames und kontrolliertes Abschalten nach Bedarf wäre sicher besser.

Aber da Wahlen vor der Tür stehen vermittelt man den Eindruck mit dem Umlegen eines Schalters ist das Problem sofort aus der Welt.

Noch vor kurzem hieß es: " die Verlängerung der Laufzeit ist alternativlos, da der Strombedarf sonst nicht gedeckt werden kann"
gestern abend dann von Frau Merkel ohne mit der Wimper zu zucken in die Kameras. " das Abschalten der Werke bringt keine negativen Auswirkungen auf die Stromversorgung"

alles nur Betrug, Hurra Bunte Republik Deutschland
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15.03.2011 11:05 Uhr von Teralon02
 
+7 | -2
 
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Die Mehrheit der Deutschen: war auch schon vor der Katastrophe in Japan für die Rücknahme der Laufzeitverlängerung...
Bzw. von vornherein dagegen.
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15.03.2011 11:07 Uhr von HellboyXS
 
+1 | -7
 
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Wer: Schaut heutzutage noch ARD und ZDF?
Danach überlegt wie repräsentativ diese Umfrage ist.
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15.03.2011 11:10 Uhr von Johnny Cache
 
+4 | -0
 
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Umfragen: Es kommt doch immer darauf an wie man die Leute fragt und schon kann man auch eine gewünschte Antwort bekommen.
Wenn man im Angesicht einer drohenden Kernschmelze fragt ob die Leute sowas nicht haben wollen schreien natürlich alle ganz laut nein, aber wenn man dann fragt ob sie womöglich Engpässe in der Stromversorgung oder höhere Stromkosten in Kauf nehmen würden würde sie mindestens genau so lauft nein rufen...

Und selbstverständlich gab es bessere Alternativen als die Laufzeitverlängerung, aber einen Neubau von Krafwerken mit höheren Sicherheitsstandards wollte ja auch keiner haben.
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15.03.2011 11:15 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -1
 
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@HellboyXS: [ ] Du weisst, wie repräsentative Umfragen z.B. von Infratest dimap funktionieren

[x] Du glaubst, Umfragen im Videotext von Sat1 oder RTL sind besser


Nein, Infratest dimap zählt nicht einfach nur die Anrufe, die über eine kostenpflichtige Rufnummer reinkommen.
Die haben eine definierte Personengruppe als Querschnitt durch die Bevölkerung und die werden befragt. Egal ob sie ARD und ZDF schauen oder nicht.


Zur News:
Das war klar, dass spätestens nach dem Unglück die Mehrheit dafür ist. Davor, da bin ich mir sicher, waren die meisten für einen günstigen Strompreis. Naja, wenigstens ein gutes hatte das Erdbeben.

Rein rechnerisch kann man die alten AKW runterfahren. Danach ist entscheidend, dass man die alternativen Energien weiter ausbaut, aber vor allem Speicher für diese Energie bereitstellt.
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15.03.2011 11:19 Uhr von NilsGH
 
+6 | -5
 
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Alles Blödsinn: @think_twice:

Ich gebe dir vollkommen recht. Was die Politik da veranstaltet ist totaler Humbug! Den Leuten wird nur das gepredigt, was sie hören wollen, v.a. weil in einigen Ländern die Wahlen anstehen. Danach passiert wiedermal nix.

zum Thema direkt:

1. Atomausstieg ist zzt. nicht ohne wieteres möglich. Der Grund ist, dass wir nicht genügend Energie aus den alternativen Energien beziehen können. Als alternative zu den AKWs stehen uns nur die fossilen Brennstoffe zur Verfügung. Das ist auch nicht viel besser, gleichwohl das Risiko eines katastrophalen Unfalls (siehe Japan) etwas minimiert wird.

2. Diese "tollen" grünen Energien haben auch so ihre Nachteile. Nicht direkt für den Menschen, aber sehr wohl erhebliche für die Umwelt, v.a. für Tiere. Und von rentabel kann da auch NOCH nicht wirklich gesprochen werden.

3. Wenn wir alle AKWs abschalten würden, umgehend, was glaubt ihr denn wo wir dann den fehlenden Strom her kriegen? Natürlich aus den Überkapazitäten unserer Nachbarn, v.a. von den Franzosen. Diese produzieren jedoch den Großteil ihrers Stroms auch durch Atomkraft. Da sind wir dann ja genauso schlau wie vorher. Das beachtet hier in Deutschland keiner! Und viele der AKWs der Franzosen stehen SEHR nahe der deutschen Grenze. Wenns da knallt sind weite Teile Detuschlands auch gefährdet.

Die Leutchen hier denke ehct, wenn wir hier in userem Land einfach alles abschalten haben wir ruhe, als hätten wir ne Glaskuppel über unserem Land, durch die wir schleusenartig durch müssen, wenn wir ins Ausland fahren. Hier denkt keiner wirklich mal übergreifend.

Ja, Atomkraftwerke bergen ein gewisses Risiko. Dieses ist jedoch durchaus beherrschbar, wenn man nicht am falschen Ende spart. Mit dem neuen Ausstiegsgesetz ist genau dieses geschehen. Man kastrierte zu Gunsten der finanziellen Situation der Betreiber die Sicherheitsmaßnahmen so weit nach unten, dass eine Gefährdung nicht auszuschlieen ist. DAS erhöht die Risiken in erheblichem Maße.

Zudem kann man die Situation nicht mit Japan vergleichen. Wenn ich n AKW in eine Erdbebenzone baue muss ich mich nicht wundern, wenn mir das Tiel bei einem Naturereignis auch mal um die Ohren fliegt. So blöd kann man ja eigentlich gar nicht sein. So traurig diese Ereignisse auch für die japanische Bevölkerung sind, sie haben auf Kosten der Icherheit ihren Energiehunger gedeckt. Nun erhält das Land dafür die grausame Rechnung. Ich wünsche das was da grade läuft keinem Land, aber dass so etwas irgendwann mal passiert ist abzusehen. Ich kann doch solche eine gefährliche Technologie nicht in der unmittelbaren Nähe zu Erdbebenzonen aufstellen und einfach hoffen, dass nix passiert.

Hier in Europa ist das schon ein wenig anders. Aufgrund der Geomorphologie ist Europa weniger durch starke Erdbeben gefährdet. Wenn man dann noch die Sicherheitsmaßnahmen innerhalb der Kraftwerke ständig auf dem neuesten Stand hält und dazu noch die Kühltechnik ständig upgradet, um die entweichende Strahlung fortlaufend zu minimieren (was nicht wirklich bei uns getan wird, um den Strom möglichst billig zu halten) ist ein AKW eigentlich sehr sicher.


[EDIT] Sorry, wg. der Rechschreibfehler, ist noch früh und ich tippe ziemlich schnell :)
Habe dazu mal eine ausführliche Arbeit für die Uni geschrieben und mich deshalb intensiv mit der Thematik befasst. Atomkraft ist nicht so schlimm, wie es uns die Bio-Fraktion wie bspw. die Grünen glauben machen wollen. Wichtig ist eben nur, dass nicht auf Kosten der Sicherheit gespart wird.

[ nachträglich editiert von NilsGH ]
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15.03.2011 11:20 Uhr von sabun
 
+6 | -4
 
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Der Mensch ist lernfähig: Es musste dieses Unglück passieren, dass eine Nation umdenkt.
Die Grünen hat man verhöhnt.
Aber lieber mit dem Rad Radeln anstatt verseucht herumzuirren.
Wir sollten alternative Energien erkunden.
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15.03.2011 12:00 Uhr von usambara
 
+2 | -2
 
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Stromexportweltmeister Deutschland: http://www.taz.de/...
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15.03.2011 12:26 Uhr von quade34
 
+0 | -5
 
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alles abschalten, was gefährlich und schädlich ist? Habt ihr sie noch alle? Meinetwegen pflanzt euch Sonnenblumen und verbrennt das Öl davon dann in euren Wunderlampen, aber lasst uns in Ruhe den Strom verbrauchenm, den wir benötigen.
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15.03.2011 12:30 Uhr von NilsGH
 
+4 | -4
 
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@usambara: Von den TAZ-Autoren hätte ich mehr Grips erwartet.

Problem an der ganzen Sache ist die Beständigkeit. Wir brauchen beuspielsweise auch nachts Strom, oder wenn mal die Sonne nicht scheint. Solaranlagen liefern nachts keinen Strom, Wind .. naja, okay .. ist aber 24 Std. am Tag eher unberechenbar und die erzeugte Strommenge fluktuiert stark. Etc. p.p.

Nur weil die als Überkapazität produzierte Strommenge etwa der von einigen AKWs entspricht heißt das ja nicht im Umkehrschluss, dass man die nun einfach abschalten könnte.

Ich möchte dich mal sehen, wenn wir die abschalten und nur an sonnigen UND gleichzeitig windigen Tagen ein funktionierendes Stromnetz haben und es an den anderen ständig Stromausfälle aufgrund zu geringer Einspeisung gibt. ÜBERSPITZT GESAGT. Wer den Blödsinn da geschrieben hat sollte entlassen werden. Meinungsmache, sonst nix.

Es kann ja sein, dass ein altes AKW, das wir abschalten würden unserer Stromversorgung nichts ausmacht. Aber aufgrund der Überkapazitäten zu fordern, dass nun genau so viele AKWs abgeschaltet werden, wie wir Überkapazitäten produzieren ist ja wohl vollkommen bescheuert.

Gäbe es die Möglichkeit, "grünen" Strom aus Überkapazitäten zu speichern und ihn dann einzuspeisen, wenn man ihn braucht, dann könnten wir darüber reden. Aber so wie der Artikel geschrieben wurde bzw. so wie sich der erste Teil liest (die Intention bzw. unterliegende Botschaft à la "wir könnten die AKWs ruhig abschalten) ist das einfach nur falsch.

[ nachträglich editiert von NilsGH ]
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15.03.2011 13:35 Uhr von rubberduck09
 
+1 | -0
 
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Überproduktion: Wenn man zu Zeiten von Überproduktion die Energie vielleicht mal nutzen würde, z.B. um Wasserstoff zu erzeugen anstatt die Windräder einfach abzuschalten, könnte man sicher noch viel mehr rausholen.

Klar ist Wasserstoff nicht ideal, aber einfach ungenutzt lassen ist auch Murks.

Es gibt Methoden, wie man aus Wasser und CO2 Sprit-artige Öle machen kann. Warum forscht man nicht in die Richtung und baut mal mehr als nur einen Labor-Prototypen?
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15.03.2011 14:05 Uhr von Jolly.Roger
 
+5 | -0
 
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WENN man die Milliarden Subventionen für die Atomenergie nur teilweise in die Erforschung von Speichersystem für Energie gesteckt hätte, könnte man heute schon längst die Überproduktion der alternativen Energieträger speichern und bei Bedarf abrufen.

Pumpspeicherkraftwerke (85% Wirkungsgrad, Gesamtleistung in Deutschland ca. 6.6 GW) gibt es ja schon, und auch andere Methoden haben zumindest ein solides Potential, dass man eben weiter erforschen müsste.
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15.03.2011 15:46 Uhr von NilsGH
 
+1 | -2
 
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Jolly.Roger u.a. Richtig, WEITERerforschen. Wir müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und in neue Technologien investieren, sowie die vorhandenen ausbauen.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir nicht einfach mal so die AKWs abschalten können. Würde man heute ordentlich in die teilweise vielversprechenden Techniken zur Speicherung (nur als Beispiel) investieren, dann könnte man auf Atomkraft vielleicht in einigen Jahrzehnten völlig verzichten.

Schaltet man heute jedoch einfach in Deutschland ab, muss man bei den Nachbarn zukaufen. Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz.

´Frage mich warum ich für diese Kernaussage 3x Minus kassiert hab ... wars zu schwierig aus meinem Kommentar rauszulesen? Oder ist jemand ernsthaft anderer Meinung?
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15.03.2011 17:18 Uhr von shadow#
 
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Es müssen also erst 3 Reaktoren explodieren: Mal sehen was passiert, wenn Angie nun wieder ihren Fähnchen-Tanz aufführt...
Im Idealfall die Rückkehr zum geordneten Ausstieg und mehr Investitionen in neue Energieformen.
Bei unserer derzeitigen Regierung glaube ich aber nicht daran :(
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15.03.2011 17:23 Uhr von Floxxor
 
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Die Atomindustrie: war sich halt sehr sicher, dass nicht rot-grün bis zu den Abschaltterminen regieren. Darum auch die geringe Bemühung nach Alternativen zu suchen.
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17.03.2011 05:19 Uhr von Zephram
 
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hmm 80%: Lebten wir in einer Demokratie währen seit gestern alle AKW vom Netz ^^

jm2p Zeph

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