13.03.11 17:15 Uhr
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Bundesumweltminister Norbert Röttgen bezeichnet Kernenergie als Auslaufmodell

Die Bundesregierung hat nach dem schweren Reaktorunfällen in Japan Gespräche geführt.

Nach diesen Sitzungen hat sich Bundesumweltminister Norbert Röttgen in den Tagesthemen dazu geäußert: "Wir betrachten sie als Brücke, das heißt, sie ist ein Auslaufmodell."

Die Entwicklung dieser Tage habe gezeigt, das man auf andere Energien umsteigen müsse. Die Atomkraftwerke in Japan seien extra erdbebensicher gebaut worden und dennoch gab es eine Katastrophe.


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WebReporter: mcbeer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Japan, Norbert Röttgen, Bundesumweltminister, Kernenergie
Quelle: de.news.yahoo.com
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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.03.2011 17:30 Uhr von Kodiak82
 
+30 | -3
 
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Wahnsinn: Unsere Politiker schreien auch nur so wie der Wind dreht. Wenn Atomenergie ein Auslaufmodell ist wie der Wendehals jetzt frech behauptet, wieso hat dann die Regierung vor der Atomlobby den Kniefall gemacht.

So ein unglaublich verlogener Dreckshaufen da oben.
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13.03.2011 17:32 Uhr von Katzee
 
+11 | -3
 
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Steter Tropfen: höhlt den Stein, sagt ein Sprichwort.

Es ist schon erstaunlich, dass diese unfähigen Politiker tatsächlich einzusehen scheinen, dass Atomkraft gefährlich ist. Jeder normale Mensch wußte das schon vor dem Erdbeben in Japan (oder auch dem Unfall in Tschernobyl).

Leider ist da immer noch die Frage danach, wie die Atomkraft sinnvoll und kosteneffizient ersetzt werden soll. Weder Wasser-, Wind- noch Sonnenenergie bieten zur Zeit ein realistisches Modell. Und eine wirkungsvolle Erforschung neuer Energien wird von der Atomlobby - aber auch von der pseudogrünen Lobby bisheriger alternativer Energien - blockiert.

Nun stelle man sich einmal vor, alle Atommeiler würden heute um Mitternacht einfach abgestellt. Was würde wohl passieren? Sofern überhaupt noch verfügbar würde der Preis für Strom durch die Decke gehen, nur noch für Wohlhabende bezahlbar, und das, obwohl fast alles im Haushalt - von der Heizung bis zur Kühltruhe - von Strom abhängig ist.

Ganz zu schweigen vom "Dauer-Optik-Opium" TV. Was würde wohl passieren, wenn unsere Proll-Elite auf ihre Lieblingsdroge verzichten müsse? Bürgerkriegsähnliche Zustände wären wohl die Folge.

Wie man es auch dreht und wendet: Atomkraft ist mit und ohne explosiv.
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13.03.2011 17:42 Uhr von Kodiak82
 
+8 | -0
 
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@Katzee: Da muss ich dir leider recht geben mein Freund, schade dass von Anfang an ein falscher Weg gegangen wurde.
Meiner Meinung nach wären zwar utopische Energiequellen (Fusion mit He3, o.ä.) zwar wunderbar aber unrealistisch.

Solange aber der Planetenkern ungeahnte Hitze abgibt wäre doch Geothermie eine sinnvolle Alternative. Auch wenn die Erschließung bißchen schwerer ist hätte man von Anfang an in diese Richtung gehen sollen.

Das Problem an der Geothermie ist aber dass man keine Preiserhöhungen rechtfertigen kann. Sobald einmal erschlossen sind die einzigen Kosten die Instandhaltung. Es werden keine verbrauchbaren Brennstoffe (nuklear als auch fossil) benötigt um die Hitze zu erzeugen.

Mit anderen Worten - finanziell uninteressant !!!
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13.03.2011 17:51 Uhr von maretz
 
+2 | -0
 
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hmm: naja, das gibt jetzt mehrere fragen die sein kommentar aufwirft:

a) Wird er sich in 2 Wochen / 2 Monaten noch an seine Aussage errinnern?

b) Wird sich die Regierung NACH der nächsten Wahl noch an irgendwelche Versprechen halten? (Man bedenke das auch diesmal schon vor der Wahl der Atomausstieg lange beschlossen war - und kaum war die Wahl durch da hat Angie schon die Beine für die Atom-Lobby breitgemacht....)

Logische Folge: Es ist ja keine Frage - man kann die AKWs nicht sofort ausschalten. Das wäre dasselbe als wenn man fordert das wir die Fahrzeuge stilllegen sollen weil die Abgase die Umwelt vergiften. Hört sich gut an - ist aber unrealistisch. Es wäre also nur mittelfristig (und das sind durchaus 10 Jahre!) machbar. Sollten die also nach der Wahl wieder so einen Knick machen - dann wäre es an der Zeit das die Bevölkerung mal Angie zu den Castoren sperrt. Wenn das alles so ungefährlich ist - dann können wir doch in Berlin zwischen ihrem Regierungssitz u. dem Bundestag mal für nen paar Wochen die Container sammeln, oder? Gerne auch unter Bewachung - damit die sich sicher sein können das da keine Atomkraftgegner diese Container beschädigen - aber da es ja ungefährlich ist kann das doch mal für 8 Wochen bei Angie im Vorgarten abgestellt werden.

Leider ist es doch so: Unsere Politiker sind immer gut darin dinge als Ungefährlich hinzustellen und zu sagen was nötig ist. Und zufällig immer bei den Dingen die WEIT WEG sind. Ganz gleich ob der Castor jetzt irgendwo in Niedersachsen liegt (is ja nen Stück bis Berlin...) - oder ob man nen Hartz4-Empfänger 5 Euro mehr/weniger gibt (dessen Grundsicherung ist auch ein klein wenig weg von dem was Angie & Co im Monat für sich zur Verfügung haben...). DA fallen dann die Entscheidungen leicht - ob es ihr auch so leicht fällt wenn diese Dinge mal direkt bei ihr vor der Haustür bzw. im eigenen Haushalt passieren?
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13.03.2011 17:58 Uhr von t1m1
 
+3 | -2
 
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bin ja mal gespannt wie er die co²-werte bis 2020 senken will und gleichzeitig die Atomenergie abschaffen :D
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13.03.2011 18:44 Uhr von shadow#
 
+3 | -1
 
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Mit der Laufzeitverlängerung über alle Grenzen der Vernunft hinaus hatte seine Partei aber keine Probleme...
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13.03.2011 19:10 Uhr von Johnny Cache
 
+2 | -0
 
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@Kodiak82: Gab es da nicht erst vor einigen Jahren im Ländle Probebohrungen für Geothermik, welche mal eben kleinere Beben ausgelöst haben, welche über hundert Häuser beschädigt oder praktisch unbewohnbar gemacht haben? So harmlos wie viele denken ist das leider auch nicht.

Daß die Laufzeitverlängerung der falsche Weg war ist allen Beteiligten klar gewesen, aber im Gegensatz zum Bau von neuen und sichereren AKWs war dies wenigstens eine Option die man tatsächlich durchsetzen konnte.
Schwarz/Gelb ist ja sicher an vielem Schuld, aber daran ausnahmsweise nicht.
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13.03.2011 19:42 Uhr von ente214
 
+1 | -0
 
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aha: einsicht ist der erste schritt zur besserung
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13.03.2011 19:46 Uhr von zanzarah
 
+3 | -4
 
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nunja: was viele nicht verstehen ( hallo grünen freunde ) ist dass wir die kernkraftwerke brauchen! Die kernkraftwerke liefern konstante energie, was erneuerbare energien so nicht tuen!

kohlenkraftwerke verpesten die welt haben einen geringen wirkungsgrad und viel aufwand. Und kohle ist auch endlich! was würde es bringen die akws in deutschland abzuschalten und dafür im ausland dann strom in flautezeiten einzukaufen wo der mit akws produziert wird?

ich finde die beste lösung wäre dort weiterzuforschen um die sichersten kraftwerke der welt zu bauen wie zb die Hochtemperaturreaktoren! Stattdessen rennen hier leute in einer Massenhysterie auf die Straße und boykottieren gegen AKWs. Sicher ist laufzeitverlängerung nicht die beste lösung.

Die beste wäre es die alten Kraftwerke abzuschalten und auf Kraftwerke neuster technologie zu setzen. Aber es ist wieder typisch deutschland! Alles was wir nicht verstehen schalten wir ab und fühlen uns sicher wenn 50km entfernt in tschechien alte reaktoren wo wir keinen einfluss drauf haben weiterlaufen. Der einzige der sich am ende freut ist der Tscheche und lacht dabei über unsere dummheit. So kann man sich eine scheinsicherheit teuer erkaufen die weder uns noch jemand anderen nutzt... Aber was rede ich da jetzt kommen die ganzen Bildgeschädigten und bezeichnen mich als spinner. Macht schön weiter so und in paar Jahren überholt uns sogar Technologisch das Timbuktu, in der Zeit fahren wir alle Fahrrad und benutzen ein Teelicht als Scheinwerfer.
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13.03.2011 20:43 Uhr von Serverhorst32
 
+2 | -0
 
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Wie ein Fähnchen im Wind immer den Bürgern nach dem Mund reden um sich die Stimmen der dummen Masse zu sichern, die die Lügen glaubt.
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13.03.2011 21:29 Uhr von Maverick Zero
 
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Alternativen: Seit über 10 Jahren höre ich immer mal wieder am Rande von Fusionskraftwerken. Leider wird in die Kernenergie sehr wenig Geld gesteckt, da alles was mit Radioaktivität zu tun hat ja per Definition "böse" ist.

Natürlich sind unsere aktuellen Kernkraftwerke gefährlich und produzieren Abfall der bis in die Ewigkeit strahlt. Aber genau deswegen müsste man hier weiterforschen und die Kernenergie aufs "nächste Level" bringen.

Aber statt dessen kommen irgendwelche grünen Ökospinenr daher, sind einfach mal "dagegen" und propagieren weiträumige Windparks und unbezahlbaren Strom aus Kohle oder so...

Ich behaupte hier an dieser Stelle: Hätten wir in den letzten 20 Jahren genausoviel Geld in die Nuklearforschung gesteckt, wie in die "regenerativen Energiequellen" gesteckt wurde, dann hätten wir inzwischen längst die kalte Fusion mit Sahnehäubchen und Schleife entdeckt.
Aber... das ist ja Atomstrom, der ist ja böse...
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13.03.2011 21:58 Uhr von maxhead
 
+1 | -0
 
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@Maverick: Du triffst en Nagel auf den Kopf. Aber ich habe eine Idee wie wir ein Atomkraftwerke einsparen: Allen welche jetzt für den sofortigen Stopp unserer AKW´s demonstriert hatten einfach den Saft abdrehen. Diese Hohlkörper denken wohl wenn sie Ökostrom beziehen kommt das vom Windkraftwerk. Die Grundlast können sie nie abdecken. Ich bin zwar auch nicht für Atomkraftwerkewie wir sie jetzt haben aber wir benötigen sie, und ich wüsste nicht wie man die Grundlast abdecken sollte ohne Atomstrom aus dem Ausland dazu zu kaufen. Und jetzt brauch mir keiner kommen und sagen: ja ich hab mir aber Solarpanel für die Stromerzeugung in den Garten gestellt. Denn was ist den das, dafür wird Tagsüber eine wahnsinns Kohle kassiert wenn man den Strom verkauft und gleichzeitig billiger Strom bezogen. Das ist sowas von scheinheilig. Und die Grundlast fängt das noch lange nicht ab. Mit den Fusionskraftwerken wird es leider noch dauern.
Leider erzeugen sie auch Stahlung, naja, im Rahmen hoffe ich, trotz Plasma.

[ nachträglich editiert von maxhead ]
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13.03.2011 23:33 Uhr von Ottokar VI
 
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Brückentechnologie wofür? Wie ich heute auf Seiten der Bundesregierung erfahren habe, werden 12% der deutschen Energie aus Kernkraft gewonnen. Das ist so wenig, daß mir niemand erzählen kann, daß Kernkraft derzeit für uns unumgänglich ist.

Wahrscheinlich können wir schon einen beträchtlichen Teil der Kernenergie einsparen, wenn man auf Aluminium in der KFZ-Industrie verzichten würde. Bekannterweise frisst die Aluherstellung unmengen Energie.

Unumgänglich ist die Kernenergie ausschließlich für die handvoll Menschen, die sich an den Energiekonzernen bereichern. Denn die Gewinne sind schier gewaltig.
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14.03.2011 00:15 Uhr von maxhead
 
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@Ottokar: Der Anteil der Kernenergie zur Bruttostromerzeugung lag 2010 bei 22,6%. Das mit den 12% ist missverständlich geschrieben auf den Seiten der Bundesregierung. Schaue mal hier
http://www.ag-energiebilanzen.de/... .
Und Kernenergie trägt ca 40% der Grundlast. Wie willst du das auffangen? Nicht nur bei einer Quelle den ersten Abschnitt lesen ;-).
Warum wird denn wohl Alu in der Autoindustrie verbaut???
Leichter? Dadurch Spritsparender? Kohlefaser ist noch zu teuer, auch in der Herstellung.
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16.03.2011 11:21 Uhr von cav3man
 
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maxhead: "Und Kernenergie trägt ca 40% der Grundlast. Wie willst du das auffangen?"

Das ist oft das Problem der Leute die erneuerbare Energien skeptisch gegenüber stehen.
Bei erneuerbaren wird es nicht mehr nach dem alten System laufen (also Grundlast, Mittellast, Spitzenlast).

Bei den erneuerbaren greift ein neues Konzept mit einer kombination von schwankenden Energiequellen (Wind, Sonnenthermie, Fotoelektrisch, Wellen....) und ausgleichender Energiequellen (Gas, Wasser, Geothermie, Sonnenthermie....)

Daher ist auch der Umstieg kein leichter, da das gesamte System überarbeitet werden muss. Momentan versuchen die erneuerbaren noch in das System zu passen. Irgendwann muss man umschwingen, spätestens dann haben die langsamen Kohle und Atomspaltungsreaktoren keine Chance mehr weil sie Stunden/Tage brauchen um ihre Leistung zu regulieren und dadurch unwirtschaftlich werden.

Das ist auch das Problem der großen Energieversorger. Die haben prinzipiell keine Problem mit erneuerbaren, außer das ihre momentane Ausrichtung nicht dazu passt. Mit erneuerbaren würde RWE nicht nur seine Kohlekraftwerke/Atomkraftwerke verlieren, sondern auch die gesamte Kohleförderungsindustrie, Logisitksparte etc.
Letzteres ist meines erachtens das größte Problem warum die großen Versorger scheinbar nichts unternehmen.

Wenn sie etwas unternehmen wollen, müssten sie große Teile ihres Unternehmens abwerfen und verkaufen. Das ist der Albtraum der Energieriesen.

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